Forum: Wirtschaft
Globalisierung und Terror: Die neue Welt ist brutal
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Stabil und friedlich sollte die globalisierte Welt sein, das war die Hoffnung. Sie hat sich nicht erfüllt. Die Globalisierung schafft nicht nur ihre eigenen Gegner - sie bedroht sich am Ende sogar selbst.

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jakam 17.01.2016, 14:17
1.

Die Globalisierung hat genau eines gemacht:
Die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer - und obendrein hat sie den Mittelstand ausgedünnt und die Definitoon, ab wann man finanzieller Mittelstand ist, nach unten ins Lächerliche verschoben.
Und jetzt wundert man sich, daß die Unzufriedenen aufbegehren? Machen sie sich bitte nicht lächerlich.
Die Lösung: Spekulanten kaltstellen, die Börsen schliessen und dafür sorgen, daß die sinnlose Privatisierung vieler lebenswichtiger Versorgerbetriebe wieder in Staatshand kommt statt für Profitgiergeier zerstört zu werden. Krankenhäuser, Energiebetriebe, etc - all das darf niemals privat für Gier betrieben werden.

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sean100 17.01.2016, 14:25
2.

Zitat von jakam
Die Globalisierung hat genau eines gemacht: Die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer - und obendrein hat sie den Mittelstand ausgedünnt und die Definitoon, ab wann man finanzieller Mittelstand ist, nach unten ins Lächerliche verschoben. Und jetzt wundert man sich, daß die Unzufriedenen aufbegehren? Machen sie sich bitte nicht lächerlich. Die Lösung: Spekulanten kaltstellen, die Börsen schliessen und dafür sorgen, daß die sinnlose Privatisierung vieler lebenswichtiger Versorgerbetriebe wieder in Staatshand kommt statt für Profitgiergeier zerstört zu werden. Krankenhäuser, Energiebetriebe, etc - all das darf niemals privat für Gier betrieben werden.
Besser hätte man es nicht ausdrücken können.

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curiosus_ 17.01.2016, 14:26
3. Der Gute hat da ....

Zitat von Montesquieu
Frieden ist die natürliche Folge des Handels
... definitiv Ursache und Wirkung verwechselt.

Was ist Frieden? Die Abwesenheit von Krieg. Was beendet den Krieg? Sicher nicht der Handel, so wie es Montesquieu behauptet.

Zuerst kommt nach dem Krieg der Frieden. Und erst dann kann sich Handel entwickeln.

„Frieden ist die natürliche Folge des Handels“ – Da hat wohl jemand mal wieder den Homo oeconomicus als bestimmend für den Homo sapiens angesehen. Ein weit verbreiteter Irrtum, insbesondere natürlich unter Ökonomen.

Zitat von Henrik Müller
Eine Schlussfolgerung mit Blick aufs World Economic Forum in Davos: Bislang hat sich die globale Wirtschaftselite vornehmlich darum gekümmert, Märkte zu erschließen und Renditen zu steigern. Die negativen Folgen dieser Entwicklung blieben weitgehend unbearbeitet.
Das wirft ein entlarvendes Schlaglicht auf die vermeintliche „Wissenschaft“ Ökonomie. „Die negativen Folgen dieser Entwicklung blieben weitgehend unbearbeitet“ – Und warum blieben sie unbearbeitet? Vor dem Bearbeiten steht in einer Wissenschaft zuerst einmal der Einbau dieser „negativen Folgen“ in ein angepasstes Modell. Das Verstehen dieses Anteils an der Ökonomie. Diese Folgen wurden schlichtweg vernachlässigt (warum wohl?).

In meiner Profession, der Physik, vernachlässigt man auch manche Einflüsse um Modelle zu vereinfachen. Aber erst dann, wenn man nachgewiesen hat, dass diese Vernachlässigung keinen nennenswerten Einfluss auf die Modell-Aussagen hat!

Wenn ich das schon lese: „die globale Wirtschaftselite“. Dann beschleicht mich das dumpfe Gefühl, dass Karl Marx in vielem der heutigen „globalen Wirtschaftselite“ meilenweit voraus war.

Und wo ist die Ökonomen-Speerspitze heute? Die, die aktuelle ökonomische Vorgänge nicht nur im Nachhinein zu erklären versuchen, sondern bereits im Vorfeld treffende Prognosen abgeben?

Die, die schon im Vorfeld wissen, dass die €-Einführung – so wie sie effektiv erfolgt ist – ökonomischer Blödsinn ist?

Ein ganz, ganz schwaches Bild das da abgegeben wird.

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dirk1962 17.01.2016, 14:28
4. Richtige Analyse

...aber was folgt daraus? Wirtschaftlicher Erfolg eines Staates kann doch nur zwei Ursachen haben. Entweder reichliche Segnung mit Rohstoffen, also einfach durch Glück, oder durch Entwicklung, die auf Bildung der Bürger beruht. Staaten, dienen Beides fehlt, haben in einer globalisierten Wirtschaft keine Chance. In Europa hat die wirkliche Entwicklung begonnen, als man die Katholische Kirche in ihre Schranken verwiesen hat. Ich sehe das auch heute als die einzige Chance für unterentwickelte Länder. Entweder sie konzentrieren sich auf einen starken Staat, investieren also möglichst viel in Bildung, oder sie legen ihre Prioritæten in die Religion, halten das Volk bewußt dumm und werden die ewigen Verlierer bleiben. Ich halte es für Richtig, anderen Staaten beim Aufbau eines starken Bildungssystems zu helfen, aber nicht, dass wir Anfängen so weit nach unten zu nivellieren, bis ein Ausgleich hergestellt ist.

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steven_coppens 17.01.2016, 14:28
5.

Ist es vielleicht auch möglich dass die Globalisierung und das Materialismus soviel Stress gelegt hat auf die Sachen im Leben die wirklich wichtig sind, so dass da langsam an unmögliche Spannungen entstehen? Was ist wirklich wichtig im Leben? Ja das wird doch ständig mehr und mehr erodiert, oder? Nein, es werden keine gute Zeiten. Aber kann ja immer noch an Selbstbetrug tun wenn es zu schlimm wird ;)

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micromiller 17.01.2016, 14:29
6. Die Globalisierung bringt

fast allen beteiligten Vorteile. Der Arbeiter in China hat ein geringes aber wachsendes Einkommen und er hat die Perspektive, dass jedes Jahr etwas besser wird. Die Konsumenten genießen weltweit durch die preiswerten Produkte einen nie gekannten Konsumwohlstand. Die Unternehmen und Eliten verdienen mehr Geld sie als sollten, weil die Gewerksxhaften ihren Job nicht wahrnehmen oder wahrnehmen können. Terrorismus und Krieg sind die unmittelbare Ergebnisse einer fehlgeleiteten imperialen Politik des Westens. Mehr Intelligenz in der Poltik kann vieles heilen.

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Paul-Merlin 17.01.2016, 14:32
7. Gute Analyse

Das Problem ist nur, dass die im Artikel herausgearbeitete Lösung, "nun muss es darum gehen, soziale Konflikte zu entschärfen - innerhalb der Gesellschaften, aber auch auf zwischen den Staaten. Sollte das nicht gelingen, wird die Weltwirtschaft nicht offen bleiben." nicht der Natur des Menschen entspricht. Die Gier der Eliten ist stärker als ihre Vernunft. Schon Gandhi hat sinngemäß erkannt, dass "die Welt genug hat für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier." In den USA und China sehen wir gleichermaßen die Resultate einer extrem auseinanderlaufenden Verteilung des Volkseinkommens und dass Frösche nicht geeignet sind zur Trockenlegung der eigenen Teiche dürfte einleuchten. In der Vergangenheit waren extreme Ungerechtigkeiten häufig Auslöser von Kriegen, in deren Folge überkommene Strukturen überwunden werden konnten. Im Zeitalter der Wasserstoffbomben ist allerdings das Ausrottungsrisiko bei dieser Art der Problemlösung für die Menschheit recht hoch.

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chjuma 17.01.2016, 14:33
8. Die Globalisierung hat nur einen

Gewinner, das Großkapital in Form von Börse, Oligarchen, Aktien und Großkonzernen. Auf der Strecke bleiben alle kleinen regionalen Eigenheiten, gerade die, die das Leben so bunt und lebenswert machen. Die gezielte Ausschaltung dieser Konkurrenz zerstört die soziale Struktur ganzer Landstriche. Das schafft Gegner dieser monströsen Gleichschaltung. Als ich Anfang der 90er Jahre in Spanien war und habe dort eingekauft, habe ich Spanien erlebt. Heute sieht es dort aus wie in Deutschland, Frankreich und Italien, alles gleiche Sortimente. Das ist mir unheimlich und ich bin strikt dagegen.

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meier12 17.01.2016, 14:35
9. Den Wolf von der Kette gelassen ......

Den geldgierigen Unternehmer, der den Weltmarkt erobern will, soll ich als Gutmenschen sehen, der gar nicht wusste, was er damit auslöst? Ist das ein Witz? Die Wirtschaft kümmert sich einen feuchten Kehricht um die Folgen ihrer endlosen Profitgier. Das wussten die Politik in Deutschland und anderswo, als man die Unternehmen von der Kette gelassen hat. Man hätte die Globalisierung von vorneherein nur in Bahnen zulassen dürfen, die die jeweilige Wirtschaft und die jeweilige Bevölkerung eines Landes nicht schädigt. Aber dann wären ja nicht so viele Politiker zu ihren Altersruhesitzen in der Wirtschaft gekommen.

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