Forum: Wirtschaft
Glyphosat und die Folgen: Im Giftgewitter
Oliver Berg/DPA

Vor der Hauptversammlung des Bayer-Konzerns: Das Management hat völlig unterschätzt, wie stark öffentliche Debatten heute den Erfolg beeinflussen - von Unternehmen und von ganzen Volkswirtschaften.

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wauz 22.04.2019, 16:29
1. Monsanto war ein Fehler

Bayers Ruf war schon lange nicht mehr so gut, wie der Autor des Artikels behauptet. Und Monsante gilt nicht nur wegen Glyphosphat, sondern vor allem wegen seiner Saatgut-Aktivitäten als verbrecherische Organisation. Die amerikanischen Aktionäre wussten, warum sie diesen Namen loswerden wollten.
Nach der Fusion sind zwei der größten Umweltverbrecher in einem Konzern vereinigt. Da schlägt zu Buche, dass im germanischen Rechtsbewusstsein die Brunnenvergiftung als einer der frevelhaftesten taten überhaupt gilt. Brunnenvergifter sind friedlos. Auch wenn der begriff der Friedlosigkeit im der öffentlichen Diskussion keine Rolle mehr spielt, das Grundsystem bestimmt nach wie vor das kollektive Bewusstsein. Sie auch den Shell-Boykott...

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manicmecanic 22.04.2019, 16:58
2. Bayer nur dumm oder dreist?

Das war die Frage die sich mir gleich stellte als man zuerst davon hören konnte daß Bayer den Topdrecksladen Monsanto übernehmen wird.Wie Monsanto agiert ist mittelalterlich,man lese mal was zu Klagen mit denen die Bauern in den USA überzogen haben die gar kein Saatgut von denen genutzt haben sondern nur Nachbarn von solchen waren.Mittlerweile glaube ich Bayer ist dreist,denn kann man so dumm sein und hoffen ausgerechnet in den USA so leicht zu der Zeit schon klar gemachten Schadensersatzansprüchen zu entkommen?Wohl kaum,also hat sich Bayer auf gute altdeutsch arrogante autoritäre Art gedacht ziehen wir das mal durch.Tja,shit happens und der SHELL Boykott der hier schon genannt wurde jst ein gutes Beispiel.Ich kaufe schon länger nichts mehr von Bayer etc. so gut es zu verhindern ist.

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hoeffertobias 22.04.2019, 16:58
3. Kalkül!

Bayer weiß sehr genau wie kritisch die Öffentlichkeit Pesti-, Fungi- und Herbizide beäugt. Bayer weiß aber auch, dass die Erde ohne Pflanzenschutzmittel maximal 3 Mrd Menschen ernähren kann. Insofern handelt Bayer absolut vernünftig. Noch schlauer wäre es allerdings, die Produktion für 2 Jahre zu stoppen. Mit leerem Bauch bekämen die Menschen den Sinn fürs Wesentliche zurück... und das würde die Diskussion schneller versachlichen, als alle Spiegel-Berichte zusammen..

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Watschn 22.04.2019, 17:00
4. Es ist wahrscheinlich, das Glyphosat nicht das einzige Bleigewicht ist

Aktuell (heute) ist den Nachrichten-Tickern zu entnehmen, dass nun Vietnam erwägt, Monsanto einzuklagen (betreffs des Umweltgifts 'Agent Orange' - welches die US-Army im Vietnamkrieg völkerrechtswidrig seit 1949 (Chemieverbot) einsetzte, und unvorstellbare (Langzeit)Schäden an Natur (Entlaubung der Wälder) und an Menschen u. Tieren (Genveränderungen, Verstümmelung/Verkrüppelung, Missbildungen, Gehirnschäden sowie Tod) zur Folge hatte u. haben wird.

Das Verbot von 1949 (vier Genfer Konventionen) listet die betreffende Punkte auf. Diese Regeln enthält das humanitäre Völkerrecht, dessen wichtigste Bausteine die Haager Landkriegsordnung von 1907 sowie die vier Genfer Konventionen von 1949 und deren Zusatzprotokolle sind. Verboten ist es beispielsweise, einen Gegner unter Anwendung von Heimtücke zu töten, zu verwunden oder gefangen zu nehmen. Als heimtückisch gilt u. a. das . Vortäuschen der Absicht, unter einer Parlamentärflagge (weiße Fahne) zu verhandeln oder sich zu ergeben, . Vortäuschen von Kampfunfähigkeit infolge von Verwundung oder Krankheit, . Vortäuschen eines zivilen oder Nichtkombattantenstatus (Kombattant = Kriegsteilnehmer), Benutzen von Uniformen und Emblemen des Gegners oder neutraler Organisationen. *Verboten sind auch Mittel der Kriegsführung, die lang anhaltende und schwere Umweltschäden verursachen und dadurch die Gesundheit der Bevölkerung gefährden*.

Monsanto gehört nun infolge der defacto gedankenlosen, kapitalen Fehleinschätzung (Glyphosat, Agent Orange) zu Bayer. Es ist wohl anzunehmen, dass auch in diesem Falle Bayer gerichtsrechtlich angegriffen wird, für Taten in die nun ihre US-Tochter Monsanto vor mehr als 50 Jahren involviert war. Wenn Vietnam damit auch nur teilweise durchkommt, dann wird dies vermutl das Ende des heute umfangreichen Bayer-Konzerns bedeuten. Dann könnte man u. Umständen schon froh sein, dass eine Insolvenz mittels Aufspaltung u. Filettierung abgefangen werden kann.

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regelaltersrentner 22.04.2019, 18:34
5.

Zitat von Watschn
Aktuell (heute) ist den Nachrichten-Tickern zu entnehmen, dass nun Vietnam erwägt, Monsanto einzuklagen (betreffs des Umweltgifts 'Agent Orange' - welches die US-Army im Vietnamkrieg völkerrechtswidrig seit 1949 (Chemieverbot) einsetzte, und unvorstellbare (Langzeit)Schäden an Natur (Entlaubung der Wälder) und an Menschen u. Tieren (Genveränderungen, Verstümmelung/Verkrüppelung, Missbildungen, Gehirnschäden sowie Tod) zur Folge hatte u. haben wird. Das Verbot von 1949 (vier Genfer Konventionen) listet die betreffende Punkte auf. Diese Regeln enthält das humanitäre Völkerrecht, dessen wichtigste Bausteine die Haager Landkriegsordnung von 1907 sowie die vier Genfer Konventionen von 1949 und deren Zusatzprotokolle sind. Verboten ist es beispielsweise, einen Gegner unter Anwendung von Heimtücke zu töten, zu verwunden oder gefangen zu nehmen. Als heimtückisch gilt u. a. das . Vortäuschen der Absicht, unter einer Parlamentärflagge (weiße Fahne) zu verhandeln oder sich zu ergeben, . Vortäuschen von Kampfunfähigkeit infolge von Verwundung oder Krankheit, . Vortäuschen eines zivilen oder Nichtkombattantenstatus (Kombattant = Kriegsteilnehmer), Benutzen von Uniformen und Emblemen des Gegners oder neutraler Organisationen. *Verboten sind auch Mittel der Kriegsführung, die lang anhaltende und schwere Umweltschäden verursachen und dadurch die Gesundheit der Bevölkerung gefährden*. Monsanto gehört nun infolge der defacto gedankenlosen, kapitalen Fehleinschätzung (Glyphosat, Agent Orange) zu Bayer. Es ist wohl anzunehmen, dass auch in diesem Falle Bayer gerichtsrechtlich angegriffen wird, für Taten in die nun ihre US-Tochter Monsanto vor mehr als 50 Jahren involviert war. Wenn Vietnam damit auch nur teilweise durchkommt, dann wird dies vermutl das Ende des heute umfangreichen Bayer-Konzerns bedeuten. Dann könnte man u. Umständen schon froh sein, dass eine Insolvenz mittels Aufspaltung u. Filettierung abgefangen werden kann.
Wer ist Schuld, wenn ich mit dem Auto ein Mensch umbringe, der Hersteller oder ich als Fahrer.

So sehe ich die Anwendung von 'Agent Orange' durch die US Armee. Die und damit die USA haben die alleinige Schuld, auch wenn Monsanto freiwillig 180 Millionen an Kriegsveteranen bezahlt hat.

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Watschn 22.04.2019, 19:18
6. Es könnte rechtl. so sein, dass man die USA...

Zitat von regelaltersrentner
Wer ist Schuld, wenn ich mit dem Auto ein Mensch umbringe, der Hersteller oder ich als Fahrer. So sehe ich die Anwendung von 'Agent Orange' durch die US Armee. Die und damit die USA haben die alleinige Schuld, auch wenn Monsanto freiwillig 180 Millionen an Kriegsveteranen bezahlt hat.
die sich in unter spezifischen Umständen (US-staatl. Recht hat Vorrecht vor intern. Recht) in einem Kriegszustand befand, den Staat rechtlich nicht anklagen kann, wohl aber die betr. Unternehmen. (Bin da aber nicht staatsrechtl. bewandert, ist aber wohl wahrscheinlich), zumal die USA als Staat auch nicht mit dem internat. Strafgerichtshof kooperieren. (Ist natürlich der ultimative Blocker bzw. Freifahrschein, der sich wohl nur die USA, China u. evtl. noch Russland) leisten kann...

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rainercom 23.04.2019, 07:34
7. Das Management hat völlig unterschätzt,

Die haben gar nichts Unterschätzt,die haben noch nicht mal darüber nach gedacht.
So wird ein Schuh daraus.

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mmengi 23.04.2019, 12:52
8.

Die Europäischen großen Konzerne möchten gerne so agieren, wie die Konkurrenz in USA. Das geht aber in EU nicht: zufiele kritische Leute und parlamentarische Kontrollmechanismen . Wir sehen nun wie gut das ist und sie sollten noch ausgebaut werden

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biesi61 23.04.2019, 14:46
9. Man kann es nur dumm nennen,

dass Bayer mit Monsanto das am übelsten beleumundete Unternehmen der Welt übernommen hat. Und das auch noch zu einem völlig überzogenen Wucherpreis. Da waren alle Schutzmechanismen im Bayer-Konzern deaktiviert. Dazu kommt, dass die von Monsanto entwickelte Art der Landwirtschaft bereits kurzfristig viele Insekten, Pflanzen und Kleintiere ausrottet und langfristig den Humus in der Ackerkrume runiert. Das absolute Gegenteil von Nachhaltigkeit und ein absurd falscher Weg, den die Welt so schnell wie irgend möglich wieder verlassen muss.

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