Forum: Wirtschaft
Glyphosat und die Folgen: Im Giftgewitter
Oliver Berg/DPA

Vor der Hauptversammlung des Bayer-Konzerns: Das Management hat völlig unterschätzt, wie stark öffentliche Debatten heute den Erfolg beeinflussen - von Unternehmen und von ganzen Volkswirtschaften.

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roby 23.04.2019, 14:55
10. Das Mitleid hält sich in Grenzen...

... hätten sich die Manager nicht 16 Stunden am Tag um Zahlen und Gewinne gekümmert, sondern sich etwas am gesellschaftlichen Austausch beteiligt, dann hätten sie ganz gewiss bemerkt, dass diese Übernahme eine echte Schnapsidee ist.
Aber es ist das Problem dieses Wirtschaftssystems, dass sich die Entscheidungsträger nicht mehr ums Ganze kümmern, sondern nur noch ihre eigenen ganz kleine begrenzte Welt im Blick haben.

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duke_van_hudde 23.04.2019, 16:06
11. Ich bezweifel stark

das jemand versuchen wird Bayer aufzuspalten. Den die USA wird das nicht zulassen, da sie nicht wollen das Bayer die Prozess Risikien so günstig los wird.
Würde das gehen müste genau das die HV die beschliessen den das würde dne Aktionäre einen guten Gewinn zum jetzigen Kurs bescheren.
Der Markt hat gesprochen und die aktien halbiert und die Aktionäre müssen natürlich bluten da sie Versager in dne Vorstand/aufsichtsrat geschickt haben. Die Mitarbeiter müssen natürlich auch mit Recht bluten den auch ihre Vertreter waren immer für diese Fusion.
Wer sich auf Firmen Kosten ein Papier schreiben lässt das man absolut richtig vorgegangen ist nachdem man 50 % am Wert verloren hat der zeigt nur seine absolute Unfäigkeit. Den wenn man solch eine Fusion nach einer SOP abwickeln könnte dann brräuchte man keine hoch bezahlten Manager mehr sondern dann reichten Computer oder die Mittelmanager oder Produktionsmitarbeiter die täglich ihr Zeug nach SOP´s durchführen.
Wer aber Mio´s verdient der muss bei solchen Summen um die es geht auch mal abseits von SOP´s nachdenken können.
Wobei dash ier relativ einfahc war. Monsanto war in Europa sicher unter den 20 Konzernen mit den schlechtesten Ruf. Tabak und Waffenhersteller waren da in der Bevölkerung sicher besser angesehen.
Das Monsanto eine gigantische Klagewelle an der Hacke hatte war auch schon bekannt und das bei Klagen gegen Europäische Konzere US Gerichte im Zweifel etwas genauer hinsehen wie gegne US Konzerne ist jetzt auch keine Neuigkeit. Gut ich hätte gerne den Managern die das ja lles nicht wussten diese geheimen Erkentnisse für ein paar Mio verkauft.
Man ist also mit voller absicht ein riesiges Risiko eingegangen und dieses Rsiko hätte man nur einehen dürfen als Manager wenn man davon ausgehen konnte das der Markt das zu hoch schätzt als es wirklich ist.
Nur dann hätte man damals Monsanto für einen guten Preis bekommen können. Der Markt hat klar gezeigt wie er das ganze jetzt einschätzt und das die Bayermanager wohl das ganze falsch eingeschätzt haben.
Wer so hohe Risikien eingeht und genau die erfüllen sich gehört vom Hof gejagt, den klar ist man hat den Fortbestand des ganzen Konzern riskiert.
Das die Manager dann von neuen Medien Null Ahnung haben macht die Sache nicth besser. Wir reden hier von Leuten die zig Mio´s im Jahr verdienen und die eigentlich für Spitzenleistung so viel Geld bekommen. Wenn ich aber nicht mal weis das sich die Welt seit 1980 geändert hat dann bringen die auch keine Spitzenleistung.
Nur leider bezweifel ich das die Aktionäre den Mut haben mal ihre Macht zu nutzen. Seit wieviele Jahren lassen sie z.b. bei der Deutschen Bank die Versager im Aufsichtsrat immer schön weiter machen.

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Miere 23.04.2019, 23:21
12. Das ist überhaupt nicht der Punkt.

Die Bayer-Aktie ist im freien Fall, weil Glyphosat-Anwender vor US-Gerichten astronomische Schmerzensgelder zugesprochen bekommen haben, weil Bayer nicht zweifelsfrei beweisen konnten, dass das Glyphosat nicht diese einzelne Krebserkrankung verursacht hat. (Was nicht geht. Menschen kriegen auch so mal Krebs.) Da US-Gerichte wohl eher noch großzügiger mit dem Geld sind, wenn ein ausländischer Konzern verklagt wird, und nicht mehr Monsanto als staatstragendes US-Unternehmen, stecken da mit einiger Wahrscheinlichkeit noch Milliarden drin, die Bayer wird zahlen müssen. Das war von Anfang an klar, wenn man sich mal schlau gemacht hätte, wie viele Prozesse da anhängig waren. Und das haben sie verbockt.

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rrv.vogt 24.04.2019, 14:22
13. kein Monopol auf Glyphosat1

Auch die ehemals schweizerische Syngenta
https://de.wikipedia.org/wiki/Syngenta
produziert noch immer dieses Herbizid.
Nun allerdings unter der Fittiche der China National Chemical Corporation.

Wahrscheinliche Folge ist, dass in den Obstplantagen von Sichuan nun bienenfleißige kleine Chinesen die blühenden Bäume betäuben müssen.
Höchste Zeit, dass man Bienen mit glyphosatunempfindlicher Darmflora züchtet, denn so viele Menschen, die noch auf Bäume klettern können wird es vielleicht auch in China bald nicht mehr geben.
https://www.galileo.tv/weltweit/die-menschlichen-bienen-aus-china/

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regelaltersrentner 28.04.2019, 11:41
14.

Zitat von Watschn
die sich in unter spezifischen Umständen (US-staatl. Recht hat Vorrecht vor intern. Recht) in einem Kriegszustand befand, den Staat rechtlich nicht anklagen kann, wohl aber die betr. Unternehmen. (Bin da aber nicht staatsrechtl. bewandert, ist aber wohl wahrscheinlich), zumal die USA als Staat auch nicht mit dem internat. Strafgerichtshof kooperieren. (Ist natürlich der ultimative Blocker bzw. Freifahrschein, der sich wohl nur die USA, China u. evtl. noch Russland) leisten kann...
Kenne mich auch nicht 100% aus, nach meinem empfinden kann in diesem Fall nicht der Hersteller belangt werden und die USA sich reinwaschen.

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