Forum: Wirtschaft
Gold, Immobilien, Staatsanleihen: Welche Investments in der Krise noch sicher sind

Die Euro-Krise lässt Politiker und Finanzexperten auf der ganzen Welt zittern. Auch Privatanlegern drohen dramatische Folgen, wenn Staaten pleitegehen, Banken wanken oder die Inflationsrate steigt. Eine Übersicht zeigt, wie Anleger ihr Geld dennoch sicher durch die Turbulenzen bringen.

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maros 01.12.2011, 16:23
50. Boom

Zitat von Narn
Ich wollt schon sagen! Blei, Salpeter, Schwefel und Kohle sind irgendwie praktischer als Gold und Silber. Vor allem kann man sich damit auch schön Konserven voll mit Nahrung besorgen... am besten bei den Bankern. :P
könnte ein Boom werden ;-)

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mkill 01.12.2011, 16:27
51. Schwacher Artikel.

Klar, man kann mit Wischi-Waschi-Aussagen wie "Aktien sind risikoreicher als Anleihen" (BWL 1. Semester) einen SPON-Artikel füllen, Anlageberatung würde ich das nicht nennen.
Immobilien - Wenn der Markt in München überhitzt ist, wie beschrieben, bringt es auch nichts, auf Erfurt auszuweichen. Dank schwacher Geburtenraten, De-Urbanisierung und trotzdem massivem Wohnungsneubau nach 1990 ist Ostdeutschland so ziemlich der letzte Ort, wo ich momentan in Immobilien anlegen würde, es sei denn, ich wohne da.

Dann aber nur, wenn die Anlagesumme mehr als die 60.000 des Durchschnittsdeutschen sind. Dafür krieg ich ja gerade mal eine kleine Eigentumswohnung. Wie streut man da das Risiko?

Gold - Ja, klar. Jagt seit 2-3 Jahren von Rekordhoch zu Rekordhoch. Das hätte man sich vielleicht 2005 überlegen sollen. Was soll der Quatsch.

Anleihen - Erst Euroangst schüren und dann am Ende des Artikels doch italienische und spanische Anleihen empfehlen? Ja, wie jetzt? Klar, man kann momentan südeuropäische Anleihen kaufen. Man macht damit auch sicher ein nettes Sümmchen. Aber dann bitte nicht die Rentenersparnisse investieren, sondern Kapital, das man verspekulieren kann.

Bei kanadischen, australischen usw. Anleihen würde ich erstmal schauen wie die Wechselkurs-Futures aussehen. Der A$ ist momentan ziemlich hoch. Es hat überhaupt keinen Sinn, jetzt dort Anleihen zu kaufen, wenn Wechselkurse das ganze 5 Jahre später ins Minus treiben. Da allerdings momentan viele institutionelle Anleger in vermeintlich "sichere" Anleihen umschichten, kommt man möglicherweise zu spät, um noch Schnäppchen zu machen.

Und welchen Sinn hat es überhaupt, *in Deutschland* aus dem Euro zu fliehen? Ich dachte, die ganzen Pappnasen wie Henkel wollen die DM wieder? Sollte man dann nicht Bundesanleihen kaufen? Die sind aber momentan überzeichnet.

Akien - Ok, die Einsicht, dass Aktien gegenüber Anleihen steigen, wenn Inflationserwartung herrscht, ist BWL 2. Semester. Herzlichen Glückwunsch. Mal eben ein paar Blue Chips wie Pepsi und BASF empfehlen... Super. Soviel detaillierte Analyse hab ich selten gelesen (aber ich geh auch selten aus dem Haus...)

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max_copernicus 01.12.2011, 16:31
52. Immobilien wertlos?

Zitat von lemmy01
Das sieht bei (nicht selbst genutzten) Immobilien schon etwas anders aus. Eine nicht vermietbare und nicht nutzbare Immobilie im Nirwana verursacht sogar letztendlich nur Kosten. Aber sicher gibt.....
Eine Wohnung in Hamburg, Berlin, München, Stuttgart, Düsseldorf, Köln, Frankfurt wird immer etwas wert sein.
Ich kann selbst einziehen, kann meine Familie einziehen lassen, kann auch wieder vermieten etc. pp.
Wenn die o.g. Städte komplett verwaist sein sollten oder atomar verstrahlt - okay. Dann haben wir aber wirklich GANZ ANDERE Probleme. Dann geht es nur noch ums nackte Überleben.

Der Artikel ist lächerlich, eigentlich wird bei allen Anlageklassen gesagt "Kann man machen, oder auch nicht." Na das ist mal eine Aussage.

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ralf_gabriel 01.12.2011, 16:38
53. x

Zitat von Pitti Platsch
Es gehört zu den großen Dummheiten mit System, wenn man glaubt, dass bei rund 2,5% Zinsen und 3% Inflation ein Mehrwert erwirtschaftet wird. Trotzdem greift der Staat hier zu und erhebt Steuern.
Wer sagt denn daß die "gemessene" Inflation auf Sie so zutrifft? Beim Einkommen ist doch auch egal, was sie so ausgeben oder wird bei der Einkommenssteuer berücksichtigt, wie hoch Ihre privaten Kosten im Monat sind?

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ralf_gabriel 01.12.2011, 16:39
54. x

Zitat von ergoprox
Ich sehe keine drohende Inflation. In nicht einem einzigen Artikel im Spiegel, der FTD oder des Handelsblatt (die beobachte ich regelmäßig) konnte mir schlüssig ein Zusammenhang.....
Es wird in der Tat nur selten darauf hingewiesen, was den Löwenanteil der sogenannten "Inflation" ausmacht. Energiekosten. Die werden SICHER sinken, wenn die Geldpolitik "stimmt". Natööörlich.....

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ralf_gabriel 01.12.2011, 16:42
55. x

Zitat von Morgenstern064
Auch wenn Ihre Beobachtungen stimmen sollten, ist es eine Frechheit den Anlegern einen höheren Bargeldanteil zu empfehlen, während sie - bei einer Inflationsrate die heute um die 3% pendelt - mit einem Zinssatz von 2,6% abgespeist werden. Sogar ohne Steigerung der Inflationsrate ist das eine schleichende Enteignung!
Seit wann hat man einen Anspruch darauf, daß immer alles gleich bleibt? Verklagen Sie auch wen, wenn Ihr Haus oder Ihr Auto im Wert verliert wenn es älter wird? Ist das dann Enteignung?

Wo kommt der Glaue her, daß Geld sich auf jeden Fall von selbst zu vermehren hat? Wenn Ihnen die Rendite auf der Bank oder in Aktien nicht gefällt, setzen Sie Ihr Geld für etwas sinnvolles ein und arbeiten SELBST damit, investieren Sie in eine Geschäftsidee und machen Sie was draus.

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peterhausdoerfer 01.12.2011, 17:12
56. Nur keine Panik

Zitat von hajo58
Häuser können mit Zwangshypotheken belegt werden. Ist schon zweimal in Deutschland durchgezogen worden. Im Ernstfall dürfen die Bürger nur 50 Gramm Gold besitzen – siehe USA , Dreißiger Jahre. Aktien, in welcher Währung lautet der Nennwert? Bargeld, Bankguthaben nur Altpapier - Siehe 1923 und 1948. Aus dieser Nummer kommt keiner ungeschoren heraus.
Natürlich tangiert eine schwere Wirtschaftskrise uns alle, wir werden alle ein "bisschen nass".
Wenn Sie mal den Wert einer Kapitalanlage am Ertrag festmachen, gibt das einen besseren Überblick.
Also bei einer Immobilie die Mietrendite und bei einer Aktie die Aktienrendite, am besten im 3 jährigem Durchschnitt.
Die schwanken gar nicht so sehr, bei Immobilien kaum.

Kommt es zu einer Inflation sinkt zwar die Rendite der Unternehmen etwas aber die werden auch entschuldet.

Solide Familienunternehemen wie BMW, Beiersdorf, Fuchs, Duvel, Barry-Callebaut usw. sind eine sehr sichere Sache.

Da haben Einzelaktionäre oft Milliarden im Spiel, die passen auf wie ein Luchs.

Immobilien lassen sich auch gut über REITS (spezielle Fonds)kaufen. Einige Länder wie Singapore und Thailand haben sehr strenge Vorschriften weiviel Kredite diese Fonds aufnehmen dürfen was die Stabilität prägt.

Ein typischer Reit aus Singapore ist Suntec, die aktuelle Rendite beträgt ca. 6% im 3 jährigem Durchschnitt.

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Antarktis 01.12.2011, 17:14
57. Frage zum Artikel in Spiegel print "Am Abgrund"

Als in der Schweiz lebende Auslandsdeutsche bin ich zusammen gezuckt, als ich Dr. Dirk Meyers Szenario (S. 74) las, wie mit einer überraschenden Aktion von heute auf morgen die neue deutsche Mark eingeführt werden könnte. Also Ökonomin und Deutsche finde ich das grossartig, jedoch verstehe ich den Artikel so, dass Guthaben von Personen, die aktuell keinen Wohnsitz in Deutschland haben, leider mit dem "Resteuro" vorlieb nehmen müssen, der natürlich deutlich an Wert verlieren würde, und kein Recht hätten in die neue deutsche Mark zum festgelegten Verhältnis zu tauschen. Meine Hoffnung ruht darauf, dass sich dies nur auf Bargeld bezieht, was verschmerzbar wäre. Wie habt Ihr diese Passage verstanden? Es geht um folgende Passage: "Ein weiterer Bankfeiertag wird genutzt, um alle Konten und Bankbilanzen auf das neue Geld umzustellen. Zum Umtausch berechtigt sind alle Personen und Unternehmen, die hier leben oder ihren Sitz in D. haben". Da ich hier in der CH meine Firma habe, kann ich nicht so einfach mal wieder in D. einen Wohnsitz aufmachen, ohne damit erhebliche steuerliche Komplexität auszulösen. Fast mein gesamtes Vermögen liegt jedoch in Deutschland. Weiss jemand, wie Dirk Meyer dies meinte? Besten Dank, bin stark beunruhigt!

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regen_in_der_traufe 01.12.2011, 17:38
58. +/-0

Zitat von ralf_gabriel
Wo kommt der Glaue her, daß Geld sich auf jeden Fall von selbst zu vermehren hat?
Wer hat hier was von vermehren gesagt?
Die meisten die was auf der hohen Kante haben wären schon froh wenn ihr Erspartes nicht zunehmend an Wert aka Kaufkraft verlieren würde.
Das geht aber mit klassischen, risikolosen Anlagen wie Sparbuch oder Staatsanleihen nicht mehr.
Damit fährt man effektiv nur Verluste ein. Darauf auch noch Steuern zahlen zu müssen ist ein Witz.
Um aus der Nummer mit nur +/-0 rauszukommen bliebe einem also gar nichts anderes übrig als selber anfangen zu zocken.
Soviel zu "Altersvorsorge".

Und bezügl. "Geschäftsidee": 1.) hat nicht jeder "Geschäftsideen" oder eignet sich zum Geschäftsmann u.
2.) haben Sie vielleicht schon mal daran gedacht das es auch Leute gibt die ein Arbeitsleben schon hinter oder fast hinter sich gebracht haben u. währenddessen brav für`s Alter vorgesorgt haben?
Die wollen verständlicherweise auch mal irgendwann aufhören zu arbeiten und können nicht im Alter noch ein Geschäft anfangen.

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check1 01.12.2011, 18:02
59. Im Gegenteil

Eigentlich sollte in so einer wirtschaftkrise und staatpleiten, keiner der alternativ angelegt hat, profitieren dürfen.
Das würden die weltkrisen nicht verbessern, im gegenteil, die krise würde sich noch ausdehnen. Weil das gleichgewicht zwischen arm und reich, wäre dann zuweit entfernt.

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