Forum: Wirtschaft
"Goldener Windbeutel 2011": Verbraucherschützer küren frechste Werbelüge

Vitaminreiche Mini-Würstchen und Bonbons? Feine Gurken mit besten Zutaten? Bei der Werbung übertreibt die Lebensmittelindustrie gerne mal. Die Verbraucherorganisation Foodwatch will nun den "Goldenen Windbeutel" verleihen*- für die dreisteste Werbelüge des Jahres.

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maconaut 16.05.2011, 11:16
1. Rechenkünstler

"Wer den von Foodwatch angeführten Salzgehalt von zwei Gramm in 100 Gramm Wurst esse, müsste bis zu fünf der Würstchen zu sich nehmen."

Ein Salzgehalt von 2% wird als hoch bemängelt. Da macht es keinen Unterschied, ob ich ein Wurst esse oder zehn. Man kann auch einen Kinder-Softdrink mit 2% Alkohol produzieren - daran wird sich kein Kind totsaufen - trotzdem wäre dieses Produkt sicher zu bemängeln...

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quacksalberei 16.05.2011, 11:16
2. Zucker und Fett

Marum stürzen sich diese Essens-Moralapostel immer wieder auf Fett und Zucker? Mein Kind benötigt Zucker, wenn es den ganzen Tag herumrennt, sonst unterzuckert es. Dann bekommt es eine Milchschnitte! Das einzige was von den Ernährungs-Talibans von "Food Watch" erreicht wird ist, dass andere Kinder neidisch auf mein Kind werden, da es kein Vollkornbrot mit Rettich herunterwürgen muss, sondern für Kinder produziertes leckeres "Junkfood" wie Pommes, Pizza und Döner von uns bekommt.
Davon wird man doch dick, werden die geschulten Hobbyernährungsberater jetzt sagen, nein, dick wird ein Kind, wenn es den ganzen Tag fern sieht, wenn die Eltern keine Zeit für es haben, und dann gibt es dann noch denn ganz natürlichen Unterschied: dicke und dünne hat es schon immer gegeben, auch vor der Machtergreifung der Ernährungs-Talibans.

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Gani 16.05.2011, 11:25
3. Blabla

Zitat von quacksalberei
Marum stürzen sich diese Essens-Moralapostel immer wieder auf Fett und Zucker? Mein Kind benötigt Zucker, wenn es den ganzen Tag herumrennt, sonst unterzuckert es. Dann bekommt es eine Milchschnitte! ......
So viel blabla, so wenig nachgedacht... Es geht um die Menge! Und wer glaubt, sein Kind könne unterzuckern, der hat den Knall sowieso nicht gehört.

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biobanane 16.05.2011, 11:29
4. .

Zitat von quacksalberei
auch vor der Machtergreifung der Ernährungs-Talibans.
Warum müssen solche Vegleiche sein? Die Tabiban sind eine reaktionäre, vielleicht auch faschistische Bewegung. Sehen Sie sich dagegen nun als Avantgarde, weil Sie ihrem Kind viel Fett und Zucker geben? Und wird das Ihnen von jemanden verboten?

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ostkraft 16.05.2011, 11:34
5. Titel sind bloed

Erst kürzlich konnte man hier auf SPON von einer Studie lesen, die nachwies, dass eine salzreiche Ernährung keineswegs zu gefährlichem Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Beschwerden im Alter führt. Das Gegenteil war der Fall.

Ich habe gegen Actimel gestimmt, weil ich es widerlich finde, Nahrungsmittel mit angeblich gesundheitsfördernder Wirkung zu bewerben. Besonders ärgerlich ist dies, da Actimel exakt die gleiche Wirkung erzielt wie jeder andere Joghurt -> nahezu keine.

Man könnte solchem Schwachsinn leicht das Handwerk legen, in dem alle Lebensmittel, die eine angeblich gesundheitsfördernde oder krankheitsverbessernde Wirkung haben sollen, unter Apothekenzwang gestellt und nur noch dort verkauft werden dürfen. Bei den hohen Preisen des Apothekenkartells dürften sich die Absatzchancen stark verringern und wir Konsumenten bleiben von dem Schwachsinn verschont.

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Kalix 16.05.2011, 11:35
6. Und es doch so 1fach

Die Regierung sollte die vergleichende Werbung zulassen; dann haben wir nicht nur bessere Lebensmittel; dann hätte Werbung einen viel höheren Unterhaltungswert als heute.

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KnoKo 16.05.2011, 11:49
7. ...

Zitat von quacksalberei
Marum stürzen sich diese Essens-Moralapostel immer wieder auf Fett und Zucker? Mein Kind benötigt Zucker, wenn es den ganzen Tag herumrennt, sonst unterzuckert es. Dann bekommt es eine Milchschnitte! Das.....
Nachdem Sie Ihrem Nachwuchs die Junkfood-Ernährung anerziehen, möchte ich selbigen mal in 25 Jahren sehen.
Und das ist nur ein Aspekt, der Ihren Beitrag als reaktionären Blödsinn brandmarkt.

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quacksalberei 16.05.2011, 11:55
8. Verbote

Zitat von biobanane
Warum müssen solche Vegleiche sein? Die Tabiban sind eine reaktionäre, vielleicht auch faschistische Bewegung. Sehen Sie sich dagegen nun als Avantgarde, weil Sie ihrem Kind viel Fett und Zucker geben? Und wird das Ihnen von jemanden verboten?
Solche Vergleiche sind angebracht. Sicher wird mir das NOCH nicht verboten. Aber in ihrem religiösen Eifer arbeiten die Ernährungs-Faschisten schon daran, mir vorzuschreiben, was ich bzw. mein Kind essen soll. Sehen Sie sich doch die Kampagnen der AOK an, die Unterstützung von der Regierung bekommen. Eine Broschüre der AOK lässt sich direkt vergleichen mit der Nazi-Broschüre "Du hast die Pflicht gesund zu sein":
"Um dem Führer eine Freude zu machen, wollen wir das Jahr 1939 zur gesundheitlichen Ertüchtigung seiner Jugend verwenden. Es gilt, die Leistungsfähigkeit unseres Volkes durch vernünftige Lebensführung der jungen Generati- on zu erhöhen.“ (...) „systematisch betriebene Leibesübungen und durch die Vermeidung solcher Genussmittel, die dem jugendlichen Organismus schweren Schaden zufügten, anzustreben und aus eigenem Willen zu erreichen."
Obwohl die Wissenschaft heute bereits die meisten Ernährungsmythen (Zucker fördert Diabetes, Salz fördert Bluthochdruck, Fett macht fett, Ballaststoffe sind gesund) eindeutig widerlegt hat, wird weiter an der Verbreitung gearbeitet. Was ist also an dem Vergleich falsch, wenn man jegliche Wissenschaft ablehnt und nur auf Glauben und Moral setzt? Dann muss man auch damit rechnen mit den Taliban verglichen zu werden.

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Celegorm 16.05.2011, 11:55
9. ...

Zitat von quacksalberei
Davon wird man doch dick, werden die geschulten Hobbyernährungsberater jetzt sagen, nein, dick wird ein Kind, wenn es den ganzen Tag fern sieht, wenn die Eltern keine Zeit für es haben, und dann gibt es dann noch denn ganz natürlichen Unterschied: dicke und dünne hat es schon immer gegeben, auch vor der Machtergreifung der Ernährungs-Talibans.
Talibanesk ist eher Ihr schlichtes Schwarzweiss-Bild von der Welt. Schon nur, dass Foodwatch nirgends auch nur andeutet, dass man Ihnen oder Ihrem Kind die geliebte Milchschnitte wegnehmen will. Es geht lediglich um irreführende Werbung, und das ist durchaus zu beanstanden. Meinetwegen können Sie sich also ruhig mit Milchschnitten vollstopfen, aber deswegen muss man diese wertlose Pampe noch lange nicht als gesunde Sportlernahrung propagieren. Im übrigen, wenn es schon Süssigkeiten sein sollen, es gibt beispielsweise auch gute Schokolade. Wobei Ihr Kind auch mit ganz normalen Kohlehydraten wohl nicht gleich tot umfallen würde. Im Gegenteil, etwas länger Anhaltendes könnte helfen, dass es nicht permanent vom Zuckerschock ins Hungerloch fällt..

PS: Wenn Sie "schon immer gegeben" auffahren wollen, Kinder haben auch schon überlebt als es noch keine Milchschnitten und Pommes gab. Und zwar ohne den ganzen Tag lethargisch herum zu liegen.

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