Forum: Wirtschaft
Grenzstaus, Lieferengpässe, Arbeitslose: So gefährlich wäre ein Brexit ohne Deal
AFP

Großbritannien stellt sich langsam, aber sicher darauf ein, ohne Vereinbarung aus der EU auszuscheiden. Doch ein solcher No-Deal-Brexit hätte wohl heftige Folgen für die britische Wirtschaft. Fünf Beispiele.

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stesch 08.08.2018, 18:49
180. Kleiner Unterschied

Zitat von eimsbusher
"Ähnlich denen mit Norwegen und der Schweiz" ... Richtig, da wäre wohl was drin. Aber das wollen die Briten ja auch wieder nicht, weil dann müssten sie ja die Personenfreizügigkeit akzeptieren, und die war ja nun mal leider der Hauptgrund (wenn man den Demoskopen glauben darf) für den Brexit. Was also dann? Wieder Cherrypicking! Norwegen oder Schweiz MINUS Personenfreizügigkeit, das könnte man sich ja vorstellen ... Well, the times, they are a-changing
"Personenfreizügigkeit" bedeutet im Fall der Schweiz eben nicht, dass alle EU-Bürger ohne Hindernisse in die Schweiz einwandern können.

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stesch 08.08.2018, 18:50
181.

Zitat von ramuz
.. denn z.B. die BaZ können Sie sicher nicht meinen ;-)) Welche also??
Neue Zürcher Zeitung

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Trudi 08.08.2018, 18:51
182. Handelsbilanz

Zitat von greenhopper001
Also dann schauen wir uns doch mal das no Deal Szenario aus deutscher Sicht an: Deutschland exportierte 2017 für 84.364 Mrd € nach Uk und importierte von dort für 37.149 Mrd €. Bei einem no Deal ist also der Schaden Deutschlands in etwa doppelt so hoch wie in Uk. Dass Deutschland diesen Schaden in Kauf nimmt, nur um Uk zu schaden und ein Exempel zu statuieren, verfolgen die britischen Unterhändler zu Recht mit Unglauben. Die Briten sind unser 4. größter Handelspartner. Die USA sind der unser größter Partner, mit denen haben wir es uns durch unser Trump Bashing auch verdorben. Das Verhältnis zu Russland ist schon lange ruiniert. Für China wird uns sicher auch irgendein Steitthema einfallen. Und innerhalb der Eu werden Lieferungen munter bei den Target 2 Konten angeschrieben - zinslos und bei einem Scheitern des Euro uneinbringlich, versteht sich. Oh wie gut, dass wir von so einem hohen Ross herab vom Brexit und seinen Folgen berichten.
UK´s Wirtschaft basiert aber vor allem auf ihrer Service Industrie, als Beispiel nenne ich hier die City auf London, aber auch die dazugehörige Anwaltsindustrie". Praktisch alle Verträge werden in UK gemacht, weil dort die entsprechenden Anwaltskanzleien angesiedelt sind (wegen der Sprache). Alle entsprechenden Lizenzen verlieren ihre Gültigkeit. Der sehr große Service Sektor ist aber nicht Bestandteil der Handelsbilanz. Es gibt EU Regeln, nach deren die EU handelt. Diese möchten die Briten aber nicht anerkennen. Der zurückgetretene Brexit-Unterhändler Großbritanniens sagte einmal: "Man muss nicht intelligent sein, um meinen Job zu machen" - das sagt doch wohl alles.

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interessierter Laie 08.08.2018, 18:52
183. @gigi76

weil sie sich wenn überhaupt langfristig einstellen werden. Das Problem ist doch, dass GB bis zum Austritt warten muss, bis sie überhaupt Verhandlungen über neue Abkommen führen dürfen. Die Verhandlungen werden aber dauern. Und der Ausgang ist unsicher. Auf diese vage Chance werden und können aber die Unternehmen nicht warten. Sie werden ganz abwandern oder alle Investitionen in GB einfrieren. Selbst wenn dann eine Wende folgt, wird es also Jahre dauern, bis allein das Vor-Brexit-Niveau erreicht ist. Die anderen bleiben aber nicht stehen und warten.

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Trudi 08.08.2018, 18:54
184. Sie lesen die falscehn Zeitungen.

Zitat von Holbirn
Auch auf EU-Seite würden die LKWs stehen, und die Leute, die in UK nicht arbeiten können, sind dann in der EU arbeitslos. Das wird dem EU-Regime nicht schmecken, und dafür wird es dann eine Schnellösung geben.
Lesen Sie nicht immer Daily Express. Dort sitzen ein paar Murdoch Leute, die sich jeden Tag lustige Geschichten ausdenken. Lesen Sie Guardian oder Independent. Selbst der Telegraph ist ziemlich handzahm geworden.

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spondabel 08.08.2018, 18:54
185. Raus heißt raus

Das habe ich von den Brexit Hardlinern immer wieder gehört. Wir sollten ihnen den Wunsch erfüllen und auf keinen Fall das Gewürge der Verhandlungen verlängern. Nach dem Stichtag können die Groß- aber dann wahrscheinlich eher Kleinbritannier schalten und walten wie sie wollen in ihrem Königreich. Eine neue Generation von Politikern kann dann gerne Verhandlungen mit Brüssel aufnehmen, um eine Wiederaufnahme in die EU zu erlangen.

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stadtmusikant123 08.08.2018, 18:54
186. xxx

Zitat von Throki
Im Gegenzug: Großbritannien hat 2015 (Entschuldigung, aktuellere Zahlen hab ich gerade nicht gefunden, aber das Verhältnis dürfte sich nicht großartig verändert haben) Waren für insgesamt 564 Milliarden Euro exportiert - davon 302 Milliarden in andere EU-Staaten. Im Falle Großbritanniens wären also bei einem harten Brexit 53% des Außenhandels betroffen.
Hübsche Zahlenspiele. Nur beweisen tun sie gar nichts.

Wie passt sich die UK-Wirtschaft an?
Was ist so wettbewerbsfähig (Medikamente) , dass es gar keine Einbußen geben wird, usw. usw.

Der Umbruch geht so oder so nicht von heute auf morgen.

Keine Fabrik, inclusive Facharbeiter lässt sich von heute auf morgen verlegen, wenn man es denn überhaupt wollte. Und keine Lieferkette ist für die Ewigkeit, alles ist früher oder später im Wandel.

Und welche Klaviatur hinsichtlich Zollpolitik, Steuerpolitik, Handelspolitik, Arbeitsrecht usw. die Briten in Zukunft spielen wollen oder werden, werden sie uns jetzt garantier nicht verraten.

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as@hbx.de 08.08.2018, 18:54
187. Doch,

Zitat von stesch
Bietet die EU Konditionen ähnlich denen der Verträge mit der Schweiz und Norwegen an??? Eben nicht!
genau das hat die EU den Briten angeboten! Wollten sie nicht. Zuviels Pflichten. Die wollten CETA+++.

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fördeanwohner 08.08.2018, 19:01
188. -

Zitat von colada
Kein politischer Druck seitens der Eu wird zum gewünschten Ergebnis führen. Besser wäre eine moderate Lösung ohne das Gefühl zu bekommen, hier soll ein abtrünniger Staat zur Raison gebracht werden. Das wird nicht klappen. Extreme funktionieren nicht. Die Staatschefs sollten sich zusammen setzen und eine für alle Seiten halbwegs gute Lösung finden. Das sind unsere Freunde und unsere Verbündeten - geht man respektvoll miteinander um, ergeben sich vielleicht noch ganz andere Entwicklungen. Ich kritisiere die Briten nicht! England ist kein böses Schulkind welches sich in die Ecke stellen lässt. Gibt dabei wieder mal nur Verlierer. Kohl, Brandt, Schmidt, Adenauer drehen sich im Grab um...
Wieso zur Raison bringen? Es gibt bestimmte Regeln, die der Mehrheit der EU dienen. Wenn ein Staat nicht mehr mitmachen tun will, dann hat er sich diesen zu fügen.
Sie verwechseln da etwas, finde ich.
Auch der Freundesvergleich passt nicht, denn unter Freunden benimmt man sich ja auch nicht so, dass man vom Rest der Gruppe etwas verlangt, das allen anderen schadet, oder? Und wenn man es doch tut, dann kann man kaum erwarten, dass die anderen dann auch noch die Regeln für einen aussetzen.
Liest man Ihren Post, dann könnte man denken, Sie würden es am besten finden, wenn das UK selbst bestimmen könnte, wie es die Union verlässt. So vielleicht: "Unsere Leute dürfen bei euch arbeiten, aber umgekehrt nicht. Wir zahlen nichts zurück, aber kriegen das, was wir eingezahlt haben, zurück. Wir nehmen alles in Anspruch, was die EU uns an Vorteilen bietet, bei den Dingen, die wir nicht so schön finden, lehnen wir dankend ab. Schließlich sind wir doch Freunde. Da kann man doch nicht so kleinlich sein."

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stesch 08.08.2018, 19:03
189. Gegenprobe

Zitat von exilant64
Wie kann man nur so wahrnehmungsresistent sein? Alle Varianten (Norwegen, Schweiz, CETA, usw.) wurden angeboten aber von den BRITEN abgelehnt. Wie oft wollen Sie das noch ignorieren in Ihrer Echokammer?
Wann und von wem wurde das Norwegische oder Schweizer "Modell" angeboten?

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