Forum: Wirtschaft
Grenzstaus, Lieferengpässe, Arbeitslose: So gefährlich wäre ein Brexit ohne Deal
AFP

Großbritannien stellt sich langsam, aber sicher darauf ein, ohne Vereinbarung aus der EU auszuscheiden. Doch ein solcher No-Deal-Brexit hätte wohl heftige Folgen für die britische Wirtschaft. Fünf Beispiele.

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sossossos 08.08.2018, 17:25
80. Die Sünden liegen länger zurück

Die vielen Sonderregelungen über Jahrzehnte hinweg zugunsten GB innerhalb der EU ("I want my money back") haben die Insulaner ganz offensichtlich verwöhnt und haben sie glauben gemacht, sie könnten sich alles leisten. Was lernt man daraus? Regeln sind da um sie zu befolgen! Jedes Nachgeben fällt einem selbst oder den nachfolgenden Generationen wieder vor die Füße. Und zum Warum des BREXIT gibt es nur folgendes zu sagen, die Bankenregulierung, so unwirksam und zahnlos sie auch ist, stört die City Banker dermaßen, dass sie lieber hunderttausende von Arbeitsplätzen gefährden als auf ihre Milliardengewinne auf Geldwäsche, Kriegsfinanzierung, Verwaltung von Schleußer Milliarden und Casino-Geschäften mit Hedgeing zu verzichten.

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f82s 08.08.2018, 17:25
81. Abstieg

Das wird leider der Abstieg eines Industrielandes zu einem Schwellenland sein. Ich hoffe, die kriegen irgendwie die Kurve und bleiben doch noch drin. Die Verhandlung mit der EU, die den Briten praktisch alles diktieren kann, zeigt doch, was denen bei Verhandlungen mit Trump und Konsorten droht. Sie werden gnadenloser Spielball der Mächte sein. Schluss mit:"Britons never will be slaves." Traurig!

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cup01 08.08.2018, 17:26
82. Populismus in Reinkultur

Der Niedergang eines stolzen Landes, weil Populisten eine besser Zukunft versprochen aber kein Rezept dafür haben. Nun haben sie sich in die Büsche geschlagen. Ausbaden müssen es die Britten, ob sie dafür oder dagegen waren. Zum Totlachen, wenn es nicht so traurig wäre.
Die Amerikaner können hier schon mal sehen wohin sie Trump führen wird.

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Normaler Wutbürger 08.08.2018, 17:26
83. Naja

Hier werden ja immer gerne düstere Szenarien an die Wände gemalt, allerding meistens nur düster für England. Damit hier blos keiner auf "dumme" Gedanken kommt.
Letzten Endes ist alles nur Spekulation. Wie schlimm es wird, ob es überhaupt so schlimm wird, zeigt sich erst wenn es soweit ist. Man sollte auch bedenken, je härter sich die EU zeigt, desto größer werden auch die Schäden welche die EU zu tragen hat.
Der größte Fehler am Brexit ist, dass mit May eine Premierministerin den Brexit verhandelt, die ürsprünglich gar keinen Brexit wollte. Es sollte ein Hardliner Premierminister sein. Das wäre für alle vielleicht nicht am besten (wer weiss) aber ginge wohl am schnellsten und einfachsten über die Bühne.

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uzsjgb 08.08.2018, 17:27
84.

Zitat von Glocknerkönig
die Briten wissen was sie tun. Großbritannien ist kein Entwicklungsland und ein interessanter Handelspartner für viele Länder. Was sollen ständig diese Horror Szenarios, wer heute sowas schreibt darf sich später dann wundern dass doch alles mal wieder nur halb so schlimm war.
Zum Teil wissen die Briten sehr wohl, was sie tun. Deswegen planen sie ja auch für diese "Horror-Szenarien" vor: Ausbau von LKW-Parkplätzen vor Dover, Einlagerung von Lebensmitteln, Maßnahmen im Gesundheitswesen, um den Wegfall europäischer Arbeitskräfte abzufangen.

Aber das ist alles viel zu wenig und viel zu spät.

Vermutlich werden die Briten bei einem Hard Brexit ihre Schulden in Höhe von 39 Milliarden Pfund nicht bezahlen. Womit sie sich als seriöser Partner direkt diskreditieren und so jegliche Verträge mit der EU unmöglich machen.

Die nächste große Gefahr ist, dass die Populisten die EU für das Scheitern des Brexits verantwortlich machen werden. Wenn 50% der Bevölkerung diesen Lügen glaubt und es mit Großbritannien abwärts geht, wie lange wird es wohl dauern bis Jagd auf die verbliebenen EU-Bürger gemacht wird?

Eine weitere große Gefahr sehe ich darin, dass Großbritannien sich nach einem Hard Brexit an keinerlei Fischereiabkommen halten muss und die Nordsee leer fischen wird. Es wird nicht lange dauern bis es in der Nordsee handgreifliche Auseinandersetzungen zwischen britischen und europäischen Fischern geben wird.

Weitere Eskalationen nicht ausgeschlossen.

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cri cri 08.08.2018, 17:29
85. Sie müssen ja ziemlich überzeugt sein von der EU..

Zitat von irobot
Tja, liebe Engländer. Das passiert, wenn man Populisten Glauben schenkt.
Sie glauben dass es ohne die EU nicht geht? Dass die Briten bald in Sack und Asche herumlaufen werden?
Sie müssen ein echter EU Optimist sein angesichts der 1Bio Target2 Salden für die Bundesbank.
Ich für meinen Teil erkundige mich bereits wie man ein Sterling Konto in UK eröffnet, als Ausländer.

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DJ Bob 08.08.2018, 17:30
86. tja

Zitat von triptychon5zehn
Wie sehr muss man andere Menschen eigentlich hassen um der Hälfte der Bevölkerung den Zugang zur Welt zu erschweren? Mir geht es dabei gar nicht um die Politiker, die wie kleine Bojen im Meer leuchteten und nun alle versunken sind nur um vorher ihr eigenes Profil zu stärken und sagen zu können "also ich hab den Brexit verursacht und ich hätte ja alles besser gemacht". Mir geht es auch nicht um die Wirtschaft, diese sucht sich eh immer den besten und einfachsten Weg um ihren endlich "Reichtum" solang es geht zu vermehren. Mir geht es einzig um die Menschen, die sich vielleicht wie ich, nicht als Mensch Der EU aber auch nicht Großbritanniens (in meinem Fall Deutschland) fühlen sondern sich frei in der Welt bewegen und handeln möchten. Wieso ziehen wir aufgerissene Grenzen wieder hoch? Wieso wollen wir auch "auf Malle" nur Deutsch sprechen und deutsches Bier trinken? Wieso können wir uns nicht als Menschen begreifen und nicht als Angehörige irgendeines Nationalverständnisses? Ich weiß das ist schwierig, aber jede Grenze, ob im Kopf oder sogar physisch erichtet, ist eine künstliche Abschottung von etwas vermeindlich Bösen. Für mich ist das Böse nicht da draußen sondern in den Köpfen derer, die in grenzen denken.
schöne Worte die von 95% der Menschheit NICHT geteilt werden! Ich lese natürlich aus ihre Posting fast schon "bedingungslose" offene Grenzen?
Wiegesagt 95% der Menscheit interessiert das einen Scheissdreck!! Oder glauben sie das diese ganze Konflikte in Afrika die natürlich auch extrem rassistisch behaftet sind übernacht aufhören wird? Oder wenn diese Menschen nach Deutschland die "miteinander" (von uns garnicht gesprochen) leben wollen?

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qoderrat 08.08.2018, 17:30
87.

Zitat von gigi76
Es gibt durchaus viele Chancen für Großbritannien durch den Brexit und sehr viele Risiken für die EU. Darauf wird hier leider nicht eingegangen. Warum nicht?
Weil das aus Sicht der EU keine Relevanz hat.

Erstens wird davon ausgegangen, dass der Schaden auf Seiten von GB deutlich höher ausfallen wird als auf der Seite der EU und der letztere zwar sehr unangenehm und schmerzhaft aber verkraftbar ist.

Zweitens, und das ist der sehr viel wichtigere Punkt, die EU hat in diesem Bereich in Wirklichkeit überhaupt keinen Handlungsspielraum. Würden sei auf den britischen Wunsch eingehen und einen Marktzugang ohne die damit verbundenen Pflichten zulassen, würde ein sehr hohes Risiko entstehen, dass andere EU-Staaten denselben Deal haben wollten und die EU in der derzeitigen Form zerfällt. Dies ist aus Sicht der EU natürlich vollkommen ausgeschlossen, die Prioritäten liegen eindeutig auf der Seite des Erhalts der EU, ggfs. geht man lieber das wirtschaftliche Risiko ein.

Drittens, GB hat be den Verhandlungen viel zu sehr auf die Einflussnahme von globalen Konzernen auf die Politik gesetzt, die bei einem Brexit am meisten verlieren würden. Bei der Taktik hat jedoch der drohende Handelskrieg mit der USA GB auch nicht gerade geholfen, da die Konzerne aktuell wohl lieber den Verlust von Investitionen in GB riskieren als eine schwache und/oder zerfallende EU , die USA in einem Handelskonflikt nichts entgegensetzen könnte.

Kurz, die EU kann GB überhaupt nicht entgegenkommen, egal wie sehr der Brexit weh tun wird.

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lanzelot72 08.08.2018, 17:30
88. @stadtmusikant123 (33)

Sie sollten das Abkommen (und seine Anhänge!) bei Gelegenheit einmal sehr gründlich lesen, dann geht Ihnen vielleicht ein Licht auf. Aber Sie sind in guter Gesellschaft: Brian Monteith, einer der Chefhetzer der britischen Presse, ist mit einer ähnlichen Aussage vor etwa einer Woche auch schon peinlichst und öffentlich aufgefallen. Keep up!

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Equalizer 08.08.2018, 17:31
89. Welche Chancen sollen das sein?

Zitat von gigi76
Es gibt durchaus viele Chancen für Großbritannien durch den Brexit und sehr viele Risiken für die EU. Darauf wird hier leider nicht eingegangen. Warum nicht?
Richtig, das wird für die EU auch negative Folgen haben.
Es wird immer ein Loose-Loose-Szenario sein.
Der Hauptgeschädigte wird jedoch das UK sein.

Wenn es Chancen gibt, können Sie die gerne darlegen.
Ich sehe sie nicht.

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