Forum: Wirtschaft
Grenzwerte zu hoch: Deutsche Kohlemeiler stoßen tonnenweise Quecksilber aus
DPA

Deutschlands Kohlekraftwerke belasten nicht nur das Klima, sie stoßen auch gesundheitsschädliche Gifte aus. Laut einem Gutachten blasen sie pro Jahr rund sieben Tonnen Quecksilber in die Luft - eine Gefahr für Schwangere und Säuglinge.

Seite 41 von 42
bill_dauterive 06.01.2016, 16:55
400.

Zitat von günter1934
Da sind die 7 Tonnen jährlich aus den Kraftwerken noch nicht mal das schwarze unterm Fingernagel.
Natürlich. Aber kommen Sie den Hysterikern doch nicht mit Fakten. Sie sind, wenn ich das aus Ihrem Benutzernamen richtig schließe, ein ähnliches "Baujahr" wie mein Vater. Der hat mir als Kind einen großen Eisennagel in die Hand gedrückt und einen Löffel Quecksilber auf den Werktisch gekippt wenn er in seiner Werkstatt seine Ruhe haben wollte. Ich habe zwei gesunde Kinder und auch sonst keine Probleme. Mein Vater auch nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
günter1934 06.01.2016, 21:37
401. Auf auf, Foristen, aufs Pferd, aufs Pferd!

Zitat von günter1934
Im deutschen Erdboden sind im Durchschnitt etwa 0,1 mg/kg Quecksilber vorhanden. https://www.lfu.bayern.de/boden/hintergrundwerte/doc/hintergrundwert_umweltspezial.pdf Das heisst pro Tonne 0,1 Gramm. Da ein km² Ackerboden bzw. jeder Boden bis 50 cm Tiefe 1 Million Tonnen wiegt, sind darin 100 kg/km² Quecksilber enthalten. Auf Deutschland umgerechnet mit seinen 300.000 km² also 30.000 Tonnen Quecksilber! Da sind die 7 Tonnen jährlich aus den Kraftwerken noch nicht mal das schwarze unterm Fingernagel. Man braucht sich nicht zu wundern, dass hier niemand einen link für durch Kraftwerkemissionen erhöhten Hg-Gehalt in Nahrungsmitteln oder beim Mensch findet.
Hat hier ausser unserem Freund Bill-d'autre rive keiner was zu meinem Beitrag zu sagen?
Wie steht es mit:
"...sie stoßen auch gesundheitsschädliche Gifte aus. Laut einem Gutachten blasen sie pro Jahr rund sieben Tonnen Quecksilber in die Luft - eine Gefahr für Schwangere und Säuglinge."
Wirklich eine Gefahr?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tatsache2011 06.01.2016, 21:50
402. Quecksilber in Nahrungsmitteln

Zitat von günter1934
Im deutschen Erdboden sind im Durchschnitt etwa 0,1 mg/kg Quecksilber vorhanden. https://www.lfu.bayern.de/boden/hintergrundwerte/doc/hintergrundwert_umweltspezial.pdf Das heisst pro Tonne 0,1 Gramm. Da ein km² Ackerboden bzw. jeder Boden bis 50 cm Tiefe 1 Million Tonnen wiegt, sind darin 100 kg/km² Quecksilber enthalten. Auf Deutschland umgerechnet mit seinen 300.000 km² also 30.000 Tonnen Quecksilber! Da sind die 7 Tonnen jährlich aus den Kraftwerken noch nicht mal das schwarze unterm Fingernagel. Man braucht sich nicht zu wundern, dass hier niemand einen link für durch Kraftwerkemissionen erhöhten Hg-Gehalt in Nahrungsmitteln oder beim Mensch findet.
Quecksilber im Boden ist nicht so kritisch, denn Ackerpflanzen enthalten wenig Quecksilber. Offensichtlich werden die Gewässer durch Quecksilber aus den Kraftwerken belastet, siehe Fisch.

http://www.eucell.de/ernaehrung/lebensmittellisten/umweltbelastungen-schwermetalle-etc/quecksilber.html

"Mit 10 Tonnen pro Jahr ist Deutschland zusammen mit Griechenland und Polen der traurige Spitzenreiter der Quecksilberfreisetzung in Europa.
Rund 7 Tonnen (70 %) stammen in Deutschland aus Kohlekraftwerken."
http://www.gruene-bundestag.de/fileadmin/media/gruenebundestag_de/themen_az/umwelt/PDF/oekopol-quecksilber-aus-kohlekraftwerken.pdf

"2015 sind die Entwürfe der zweiten Bewirtschaftungspläne erschienen.
Die Bundesländer haben darin den chemischen Zustand aller Bäche und Flüsse als „nicht gut“ bewertet, denn die UQN für Quecksilber wird nicht eingehalten."
https://www.umweltbundesamt.de/daten/gewaesserbelastung/fliessgewaesser/chemischer-zustand-der-fliessgewaesser

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tatsache2011 06.01.2016, 22:11
403.

Zitat von bill_dauterive
... Der hat mir als Kind einen großen Eisennagel in die Hand gedrückt und einen Löffel Quecksilber auf den Werktisch gekippt wenn er in seiner Werkstatt seine Ruhe haben wollte. Ich habe zwei gesunde Kinder und auch sonst keine Probleme. Mein Vater auch nicht.
Die Werkstatt war sicherlich groß und belüftet, denn

"Quecksilber ist bei Raumtemperatur und normalem Druck flüssig und in diesem Aggregatzustand noch relativ ungefährlich.

Bei Raumtemperatur verdunstet flüssiges Quecksilber jedoch langsam und bildet giftige Dämpfe."
Zitat aus Wikipedia

Beitrag melden Antworten / Zitieren
EvaBaum 06.01.2016, 22:18
404. Von Bodenkunde haben Sie keinerlei Ahnung!

Zitat von günter1934
Im deutschen Erdboden sind im Durchschnitt etwa 0,1 mg/kg Quecksilber vorhanden. https://www.lfu.bayern.de/boden/hintergrundwerte/doc/hintergrundwert_umweltspezial.pdf Das heisst pro Tonne 0,1 Gramm. Da ein km² Ackerboden bzw. jeder Boden bis 50 cm Tiefe 1 Million Tonnen wiegt, sind darin 100 kg/km² Quecksilber enthalten. Auf Deutschland umgerechnet mit seinen 300.000 km² also 30.000 Tonnen Quecksilber! Da sind die 7 Tonnen jährlich aus den Kraftwerken noch nicht mal das schwarze unterm Fingernagel. Man braucht sich nicht zu wundern, dass hier niemand einen link für durch Kraftwerkemissionen erhöhten Hg-Gehalt in Nahrungsmitteln oder beim Mensch findet.
Das Quecksilber im Boden ist fest an den Austauschern adsorbiert und ist nicht ohne weitere mobilisierbar. Anders sieht die Sache mit Quecksilber in der Luft aus, dieses wird eingeatmet und kann Lungenkrebs verursachen.
Darüber hinaus bezieht sich Ihre Angabe auf einen belasteten Boden, durchschnittlich finden sich "nur" 0,03 mg/kg Hg im Boden und das auch lediglich in den oberen 10cm, also im Humus. Dieser hat auch eine wesentlich geringere Dichte, als Sie in Ihrer Rechnung annehmen.
http://www.was-wir-essen.de/forum/index.php/forum/showExpMessage/id/36063/page1/6/searchstring/+/forumId/17

Beitrag melden Antworten / Zitieren
g_bec 07.01.2016, 12:02
405. Oweia.

Zitat von meridiannet
Das ist einfach mal nicht wahr. Man sollte nicht mit Halbwahrheiten glänzen. Der Farbwiedergabeindex von Glühlampen (in Ra Colour rendering index) beträgt 100. Bei den LED müssen Sie aber weit suchen um nur eine mit 90 zu finden... aber einfach mal was gesagt... und da sind wir beim Verbrennungsmotor. Meine Aussage ist so Falsch oder Richtig wie eben die Ihre.
Das ist ja auch meine Hauptsorge. Der Farbwiedergabeindex. Ich merke da keinen Unterschied, zumal ja meist auch noch ein Lampenschirm o.ä. drum ist.
Nach dem Umstellen auf Sparleuchten (ja, die brauchen länger für volles Licht) und schlussendlich auf LED habe ich keinen Unterschied zur Glühbirne merkt.
Im Gegenteil: Wegen der maximalen Wattzahl vieler Lampengehäuse ist das Licht im Zimmer deutlich heller, z.B. in der Küche: Max zulässig: 75 Watt. Jetzt eine Sparleuchte mit "entspricht 120 Watt" drin. Da kann selbst eine Leninlampe mit 100-Watt-Glühbirne nicht mithalten. Oder Abzugshaube: Max. 2x 25 W ersetzt durch zweimal "entspricht 40 W".
Oder im Keller: Max. 60 Watt, ersetzt durch LED mit "entspricht 75 Watt". Jetzt findet man auch wieder runtergefallene Schrauben ohne Zusatzlampe.
Und der Stromverbrauch ist deutlich gesunken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
g_bec 07.01.2016, 12:09
406. Na und?

Zitat von -su-
Das Glühlampenverbot war ein Wunsch von Frau Merkel, als sie sich noch als "Klimakanzlerin" sah. Durchsetzen musste das dann die EU. So kann man die Verantwortung dafür schön auf die EU abschieben. Gab es ja schon in anderen Dingen genauso. "Gurken-Verordnung", der Handel wollte es, die EG hat es auf deren Wunsch durchgesetzt.
Lieber lass ich mir Glühlampen verbieten (und die Alternativen sind wirklich auch deutlich besser) und freu mich über einheitliche Gurken, als dass ich mir meine Reiseziele, den Klassenstandpunkt oder meine Religion vorschreiben lasse wie weiland in der -su-.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
g_bec 07.01.2016, 12:12
407. Echt?

Zitat von bill_dauterive
Es gibt kaum Einsparpotenzial durch LED. Das ist einfach nur totaler Unsinn. Der Stromverbrauch von Haushalten für Beleuchtung ist einfach nur absolut lächerlich. Für den normalen Haushalt ist die Glühlampe einfach die beste Lösung. Die hat das angenehmste Licht für den Hausgebrauch, ist Wasserdicht und unbenutzt unendlich lange haltbar, günstig und einfach zu verwenden. Es gibt schlicht kein einziges stichhaltiges Argument das für LED im Haushalt sprechen würde. LED sind auch im kommerziellen Bereich einfach nur vollkommenner Schwachsinn. Wenn dann schon Entladungslampen wie HQI und HQL. Die haben übrigens den selben Wirkungsgrad wie LED, haben nicht mit extremer Veränderung der Lichtfarbe und Lichtausbeute zu kämpfen und sind wesentlich einfacher zu bedienen und zu ersetzen.
Meine Stromrechnung sagt was anderes, bei deutlich hellerer Wohnung.
Und eine LED mit Verfallsdatum habe ich auch noch nicht gesehen.

PS: Was ist, bitteschön, an einer LED kompliziert zu bedienen oder zu ersetzen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bill_dauterive 07.01.2016, 12:22
408.

Zitat von g_bec
Meine Stromrechnung sagt was anderes, bei deutlich hellerer Wohnung. Und eine LED mit Verfallsdatum habe ich auch noch nicht gesehen. PS: Was ist, bitteschön, an einer LED kompliziert zu bedienen oder zu ersetzen?
Ich würde LED mit Sicherheit nicht an meiner (privaten!) Stromrechnung merken. Die liegt bei um die sechzig Euro und das ist zu mindestens 90% Waschmaschine/Trockner, Warmwasser, Backofen, Monitor und Playstation der Kinder und Kompressor und Schweißgerät in unserer Hobbywerkstatt. Und LED gehen selbstredend durch lange Lagerung kaputt. Weil sie erstens nicht Wasserdicht sind und zweitens auch unbenutzt altern. Vor allem wegen diesem unsäglichen bleifreien Lötzinn und schlechten (elektrolyt-)Kondensatoren.
Und das mit dem komplizierten Ersetzen bezog ich auf gewerbliche Beleuchtung im Vergleich zu den Standard-HQL. Bei standard-HQL wechsle ich einfach das Leuchtmittel während bei LED die komplette Lampe auf den Schrott muss.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
EvaBaum 07.01.2016, 12:42
409. Sie schon wieder (:

Zitat von bill_dauterive
Ich würde LED mit Sicherheit nicht an meiner (privaten!) Stromrechnung merken. Die liegt bei um die sechzig Euro und das ist zu mindestens 90% Waschmaschine/Trockner, Warmwasser, Backofen, Monitor und Playstation der Kinder und Kompressor und Schweißgerät in unserer Hobbywerkstatt. Und LED gehen selbstredend durch lange Lagerung kaputt. Weil sie erstens nicht Wasserdicht sind und zweitens auch unbenutzt altern. Vor allem wegen diesem unsäglichen bleifreien Lötzinn und schlechten (elektrolyt-)Kondensatoren. Und das mit dem komplizierten Ersetzen bezog ich auf gewerbliche Beleuchtung im Vergleich zu den Standard-HQL. Bei standard-HQL wechsle ich einfach das Leuchtmittel während bei LED die komplette Lampe auf den Schrott muss.
Hab ich es doch vermutet, sie verwenden HQL, nicht HQI.
Natürlich, wenn Sie zuhause eine Aluminiumhütte betreiben, dann ist die Beleuchtung auch schon egal. Nur sind die LED Lampgen genauso wasserdicht wie Glühbirnen, ja sogar stoßfest. Lötzinn ist seit Jahren bleifrei, und im Übrigen auch in ihrem PC massenweise vorhanden.

PS Glühbirnen dürfen nicht ins Altglas, die müssen in die Mülltonne, wegen Weißblech und Wolfram, letzteres wird oft mit Hilfe von Kinderarbeit aus dem Berg geholt....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 41 von 42