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Grexit-Plan: Schäuble tritt nach
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Das griechische Parlament hat dem Gläubigerprogramm zugestimmt - ein "wichtiger Schritt", sagt Bundesfinanzminister Schäuble. Doch das reiche nicht. Er rät Griechenland zum freiwilligen Euro-Austritt auf Zeit.

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dynasore 16.07.2015, 12:44
340. Niemand

in Europa (ja nicht einmal die Griechen selbst) glaubt daran, dass diese abermaligen Milliarden GR aus der Krise führen werden -- gleichwohl wird auch dieser Transfer durch die entsprechenden Parlamente gepeitscht. Dabei wird soviel europäisches Porzellan zerschlagen, in einer solch eklatanten Art und Weise gegen den Willen und das Interesse der Europäer verstossen, dass ich mich langsam um die EU als Ganzes sorge, insofern der sog. GREXIT schon fast als das kleinere Übel erscheint. Wenn ökonomische Zwerge wie GR solch immensen Krach verursachen: Was wenn Staaten wie Italien oder Frankreich in Schieflache geraten sollten (ein sicherlich nicht völlig auszuschließendes Szenario)?

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haarer.15 16.07.2015, 12:44
341. Grexit incl. Schuldenschnitt

Zitat von wb3
ist eindeutig die beste Lösung für alle Beteiligten. Da hat Herr Schäuble absolut recht. Alle, die ihn deswegen verdammen, liegen falsch. Griechenland kommt ohne Grexit nicht wieder auf die Beine und bleibt auf Jahrzehnte in dem demütigenden Zustand, dass es immer wieder um neue Kredite betteln muss und von allen Gläubigerstaaten dafür Hass und Ablehnung erntet.
Wer aber ein bisschen genauer Schäubles Stellungnahmen verfolgt, der sieht deutlich, wie schwer er sich mit dem Wörtchen Schuldenschnitt tut. Denn das eine wird es ohne das andere explizit nicht geben. Warum nicht mehr Klartext ?

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g0r3 16.07.2015, 12:44
342.

Zitat von Aquifex
Wie sehr viele kehren Sie den wichtigsten Punkt komplett unter den Teppich: Wer hat die Abwrackprämie bezahlt? Deutschland selbst, oder die anderen Euroländer? Wenn es nur um das Aufrechterhalten von Dogmen ginge, wäre die Geschichte schnell vom Tisch. Tatsächlich geht es aber darum, daß "irgendwer" sehr hohe Mrd-Summen erwirtschaften soll, von denen er nichts hat, sondern die transferiert werden sollen. Der linke Gutmensch will Geld verteilen, daß er nicht hat. Und solange er kein Geld bekommt oder selbst erarbeitet, braucht er mit "man muß da mit Investitionen die Wirtschaft ankurbeln" oder "Sparen ist schlecht" oder was auch immer nicht zu kommen. Wenn Griechenland Geld hat, kann es machen was es will. Solange es keins hat, muß es tun, was die Leute sagen, die Geld zur Verfügung stellen können. Alles andere ist barer Unsinn! Das hat auch mit "anderen Gesetzen in der Makroökonomie" nichts zu tun. Das ist schlicht ein Naturgesetz, selbst im Tauschhandel. Abseits davon gibt es nur noch das Recht des Stärkeren: "Ich nehme mir, was ich brauche".
Wer hat den Marshall-Plan bezahlt? Und wer Deutschlands Kredite vor und während dem WW II? Das ist gerade mal 60 Jahre her. In 60 Jahren wird Griechenland, wenn überhaupt, einen Bruchteil der Schulden abgetragen haben. Alles andere ist schlicht unmöglich. Zuletzt bekam Griechenland Geld vom IWF und der EU durchgereicht, um damit die Schulden bei IWF und EU plus Zinsen zu bezahlen. Fällt ihnen nicht auf, wie hirnrissig das ist? Aber ich fürchte, Sie gehören zu jenen bereits genannten Wählern, die es nicht so mit Kausalität haben und auf den ersten draufhauen, den Sie ausmachen können.

Hier geht es nicht um Gutmenschentum, sondern schlicht um die Maßstäbe, dass dieses Land, das nun so auf die "Einhaltung von Vereinbahrungen" pocht, selbst mit Milliardenschenkungen hochgepäppelt wurde und bereits zuvor Profit aus nicht zurückgezahlten Schulden bezog oder ihre Bezahlung durch geschicktes Ausnutzen von Formulierungen verhindert.

Zudem erinnere ich daran, dass Deutschland in den letzten zweihundert Jahren insgesamt sieben Mal seine Schulden nicht bedienen konnte.

Zudem will der linke Gutmensch, wie sie es so schön polemisch beschreiben, um ihn ja nicht ernst nehmen zu müssen, nicht (mehr) Geld verteilen, er will die Sache zu den geringstmöglichen Kosten abschließen. Die Chance wurde aber schon vor Jahren verspielt. Ich bitte Sie mal, das Angebot, das Varoufakis recht früh vorgetragen hat, mit dem zu vergleichen, das kürzlich abgeschlossen wurde und die Kosten gegenrechnen. Vielleicht fällt ihnen dann etwas wie Schuppen von den Augen. Nur vielleicht. Auch wenn nicht wahrscheinlich

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Bondurant 16.07.2015, 12:44
343. Seltsam

Zitat von jeger866
Längst ist die Syriza-Partei mehrheitlich für den Grexit, für die Rückkehr zur Drachme.
dass diese offenkundige Tatsache so wenig Beachtung findet. Die Europabesoffenheit maßgeblicher Kreise unserer Gesellschaft macht nicht einmal vor dem Willen anderer Nationen halt. Man soll die Griechen ziehen lassen und sie werden sich - irgendwie - allein helfen. Die zwangsbeglückende europäische Sozialdemokratie - damit ist auch die CDU gemeint - sollte sich nicht im Besitz letzter Weisheiten wähnen.

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fanis2015 16.07.2015, 12:46
344. schuldenschnitt

jede Institution spricht davon aber keiner der Staaten will diesen, GR anbieten. wäre an sich das sinnvollste im Zusammenhang mit einem geordneten grexit. das möchte man aber aus vielen Gründen nicht. was Schäuble angeht, so hat jedes Kleinkind in Europa verstanden dass er die "dunkle Seite der Macht" an der Seite von Merkel ist.

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kurt.altmeyer 16.07.2015, 12:46
345. Griechenland hat sich den Beitritt

Zitat von Nr43587
Sachliches Vortragen der Faktenlage ist jetzt also Nachtreten? Der Grexit böte die Chance eines Schuldenerlasses und eines Neuanfangs für Griechenland. Zumal man ja argumentieren kann, dass Griechenland sich die Mitgliedschaft im Euro durch eklatantes Zahlenfälschen erschlichen hat wie kein zweites Land.
zur EU durch falsche Angaben erschlichen!
Diese Aussage stimmt nur zu 50 %, die anderen 50 % haben die deutschen und französischen Finanzminister verschuldet, denn sie kannten die gefälschten Zahlen - aber es war ihr politischer Wille, dass GR unbedingt in der EU sein müsste.

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freiheitimherzen 16.07.2015, 12:46
346. eher Bremer SPD?

Zitat von quidquidagis1
..meinen Sie etwa die CSU?
Dafür steht Bayern als deutscher Nettozahler aber verdammt gut da.

Ich glaube Sie haben eher die Bremer SPD im Sinn, oder?

Viele Grüße

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taipan61 16.07.2015, 12:47
347. Was wäre....

....wenn Griechenland nicht in der EU und im Euro wäre? Gäbe es dann auch so ein Drama oder hätte jeder die heiße Kartoffel schon fallen lassen? Erst nachdenken und wirklich prüfen mit wem man sich einlässt...tut jede 08/15 - Bank hier auch! Man sollte mal genau nachfragen wohin das Geld die letzten 20 Jahre so geflossen ist...muss ja irgendwo sein. Dann sich mal fragen ob die allgemeine Profitgier der Menschheit gut ist für uns alle hier auf dem Planeten. Unsere Politiker und Abgeordnete können schon lange nicht mehr sagen was sie denken. Banken und große Firmen sagen wo es lang geht. Ich denke das ist nicht für "Alle" gut.

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quidquidagis1 16.07.2015, 12:48
348. Auch Sie haben es..

Zitat von freiheitimherzen
Sehr geehrter quidquidagis1, wenn Tsipras schon so "ehrlich" ist, dann hätte er auch ehrlicherweise sagen müpssen, daß er Geld ohne Gegenleistung haben will. Dann hätte er ehrlichersweise sagen müssen, daß Griechenland eher ein Dritte-Welt-Land ist und nichts im Euro-Raum verloren hat. Es geht noch VIEL ehrlicher! Aber DAS traut er sich auch nicht. Tsipras ist nur da ehrlich, wo er sich Sympathien damit holen kann. Und die verspielt er dann wieder an anderer Stelle. Wie Varoufakis ist er ein Spieler, nichts weiter. Viele Grüße
..nicht begriffen.Tsipras will kein Geld OHNE Gegenleistung;er will nicht DIESE falschen Gegenleistungen.Vertiefen Sie sich mal in das Konstrukt der luxemburischen Treuhand,dann wissen Sie ,warum.

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hornochse 16.07.2015, 12:49
349. was passt denn zur Eurogeschichte?

Zitat von claus.w.grunow
Sie haben eine eigenartige Logik, die nicht zur Euro Geschichte Griechenlands paßt. Außerdem kann man Portugal,Italien und Spanien nicht mit Griechenland vergleichen, denn sie setzen die notwendigen Reformen durch. Warum verstehen Sie und die Griechen nicht, dass ein "Weiterso" die EU schwächen oder gar auflösen würde. Dass hat nicht nur Schäuble erkannt.
Griechenland wurde von Eurostat und der Kommission unter Beteiligung aller damaligen Länder, trotz eines Defizits was weit über 3% des BIPs lag aufgenommen. Nun dürfen das auch bitte diese Leute und Länder ausbaden dazu zählt auch Herr Schäuble. Denn Griechenland hätte ebenfalls wie GB und Dänemark in eine Opt Out Klausel erhalten können, was unter anderem nicht gewollt wurde

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