Forum: Wirtschaft
Griechenland in der Krise: Jetzt wird es echt eng
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Griechenland braucht schleunigst die Hilfe seiner Geldgeber - doch selbst wohlmeinende EU-Politiker verlieren offenbar die Geduld. Ein ungeplanter Euro-Austritt des Landes wird immer wahrscheinlicher.

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luny 19.03.2015, 20:17
340. Zeit

Zitat von melea
Tsipras fordert heute beim Eurogipfel in Brüssel dem Vernehmen nach unter anderem die Weitergabe der Griechenland zugesagten Zinsgewinne der EZB aus griechischen Staatsanleihen in Höhe von 1,9 Mrd. €. Ausserdem will Tsipras von der Notenbank erreichen, dass diese den Rahmen für die Ausgabe von Geldmarktpapieren mit kurzer Laufzeit (T-Bills) erweitere. Damit wäre der jetzige kurzfristige Finanzierungsengpass behoben, bis die bereits zugesagte Tranche von €7.2 Milliarden im April ausgezahlt wird.
Hallo Melea,

natürlich gibt es noch einige "Finanztricks", um Griechen-
land vor einem Staatsbankrott zu bewahren.

Dem Erfindungsreichtum sind dabei keine Grenzen
gesetzt.

Nur muß auch klar sein:

Griechenland kann nur mit einer Daueralimentation in
der EUR-Zone gehalten werden.

Das wird jedoch seitens unserer politischen "Elite"
hartnäckig geleugnet und verschwiegen.

"Noch ein paar Milliarden und Griechenland ist über dem
Berg und überhaupt ja schon auf einem guten Weg und
das dauert halt alles seine Zeit."

Wer das glauben soll?

Der gemeine Steuerzahler in der EUR-Zone, von dem
das ganze schöne Geld letztendlich kommt.

LUNY

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Cyberfeld 19.03.2015, 20:20
341. Man sollte sich weniger aufregen

Schließlich bekommen beide bei einem Austritt Griechenlands aus dem EURO was sie wollen. Jene die Meinen das man Griechenland schon genug in den Hals geworfen hat und jene die sagen wir würden ja gerne aber so wird das nix.
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Parallelwährung wäre in der tat der Weg, der aber nur beschritten werden kann wenn man sich einig ist vorher, weil wenn der Default kommt ist es zu spät.
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Ich denke die griechische Regierung hat von Anfang an eine dopple Strategie gefahren, die daraus ausgelegt war das beste mögliche herauszuholen, sie aber mindestens gleichzeitig ermöglicht einen Teil ihrer sozial Projekte umzusetzen.
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Die Dicke Frage ist natürlich selbst wenn ich die Schulden auf die Drachme umschreiben, muss die Griechische Regierung jetzt Geld auftreiben auch für die nächsten Wochen und Monaten, bis sich das alles von selbst trägt durch den Kursverlust der Währung.
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Also im Prinzip liefe das jetzt so ,Griechenland müsste heute Abend verkünden das sie aus der Drachme aussteigen, die Geberländer stunden oder geben neue Kredite und die Troika ist nur noch die nächsten 12 Monate da, danach müssen sie selber wissen was sie machen.
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Man muss dazu sagen das umschreiben der Schulden mit anschließender Währungsabwertung und Inflation ist dasselbe was ein Schuldenschnitt ist nur das er nicht gleich kommt sonder nach und nach.

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Hermes75 19.03.2015, 20:22
342.

Zitat von JKStiller
Was qualifiziert eigentlich seit Jahr und Tag all die User hier, die offensichtlich den Untergang Griechenlands nicht nur diskutieren, sondern ihn voller Häme, voll von Hass und gestopft mit Rachegedanken regelrecht herbei kommentieren wollen? Und was erwarten diese super "Europäer" sich für Europa? An euch alle, ihr wenig sozialen Schreibtischtäter: So benimmt man sich generell nicht als Mensch und erst recht nicht als Europäer unter Europäern! Wenn die Lunte erst mal brennt, das lasst euch gesagt sein, ist die Explosion auch in Muttis Deutschland zu hören. Tinnitus inklusive.
Die Griechen haben den Untergang ihrers Landes selbst gewählt, wieder und wieder und wieder. Es war klar, dass die Griechen mit Syriza die Staatspleite gewählt haben. Etwas anderes kann bei dem Programm dieser Partei nicht herauskommen.
Was die Leute hier so aufregt, ist die dreiste Erwartungshaltung, dass es doch bitte Aufgabe der Steuerzahler in anderen Ländern sei, die Katastrophe zu verhindern die die Griechen selbst herbeigeführt haben.

Nein, es ist nicht meine Aufgabe den Griechen einen Lebensstil zu finanzieren den sie sich nicht leisten können. Europa war die letzten Jahre solidarisch und zwar in einem Maß, dass es bisher wohl nie gegeben hat.
Allein der deutsche Steuerzahler ist mit 60 Mrd. € an Bürgschaften eingesprungen um die Staatspleite Griechenlands zu verhindern.

Und jetzt kommen Herr Tsipras und sein selbstverliebter Fiananzguru, zeigen uns im übertragenen Sinne den Stinkefinger und lassen uns wissen wie blöd wir doch waren ihrem Land helfen zu wollen.
Diese Wochen werden das Verhältnis Griechenlands zum Rest Europas auf viele Jahre nachhaltig belasten.
Nur was vielen Leuten wohl nicht klar ist: Die Griechen werden den Schaden davon haben und zwar in einem Ausmaß das sie sich jetzt noch gar nicht vorstellen können.

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Immanuel_Goldstein 19.03.2015, 20:25
343.

Zitat von ZornigerMitmischer
Merkel und Schäuble treten Griechenland in den Dreck und die europäischen Stiefellecker nicken eifrig. Hauptsache Banken, Zocker und Konzerne können sich weiter die Taschen vollstopfen. Das griechische Volk geht vor die Hunde - wen juckt's? Und die kleinen Brosamenfresser, die Angst um ihre Krümel vom Kuchen haben, winseln ein jämmerliches Beifallsgeheul. Widerlich.
Tja, Korruption kann eben irgendwann ziemlich teuer werden. Schön, dass es jetzt auch die Griechen merken. Was meinen Sie, was in Bayern los ist, wenn Amigoland zusammenbricht?

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minsch 19.03.2015, 20:26
344.

Die Griechen können es ja so machen, wie sich Luxemburg auf Kosten aller anderen EU-Länder unter Junckers bereichert hat: Einfach zum Steuerparadies werden. Mal sehen, wie das Schäuble schmecken wird!

Und dann könnten sie mit dem Geld, dass dann eingenommen wird, die Schulden bedienen und obendrein dafür sorgen, das 1/4 der Griechen, die derzeit praktisch ohne medizinische Versorgung sind, weil sie aus dem Krankenversicherungssystem auf Druck der Troika und damit auch dem der Bundesregierung unter Kanzlerin Merkel rausgeflogen sind, wieder in den Genuss vom medizinischer Versorgung kommen.

Die französischen und deutschen Banken sind gerettet, jetzt wird es langsam einmal Zeit, dass die Griechen und ihr Land gerettet werden, und als allerdringensten ist dafür zu sorgen, dass über 2,5 Mio. Griechen wieder zum Arzt gehen können und in den Genuss von überlebenswichtigen Operationen kommen.

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Immanuel_Goldstein 19.03.2015, 20:27
345.

Zitat von freespeech1
Selbstverständlich. Schon 2011 schrieb der Spiegel, dass die reichen Griechen 600 MILLIARDEN Euro in der Schweiz gebunkert haben, fast dreimal so viel Geld wie im eigenen Land. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-76764121.html
Das Geld gehört dem griechischen Volk und es sollte damit ehrlich seine Schulden begleichen und dann von vorne anfangen. Arm wird dadurch auch niemand.

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Immanuel_Goldstein 19.03.2015, 20:28
346.

Zitat von ch.weichberger
bedarf ...fuer den kalten zustand in ex naziland ...dann steht er hier im forum ...haesslich uebel und gnadenlos wie immer halt
Sie wollen damit andeuten, in Griechenland sind die Zustände warm und kuschelig, stimmts?

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mister-m 19.03.2015, 20:29
347. Und ich sage Ihnen...

... koste es was es wolle, wir werden Griechenland mit Geld versorgen solange es irgend geht, denn der alternativlose Euro muss überleben, und wenn wir dabei selbst untergehen!

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Oglalla 19.03.2015, 20:29
348.

Zitat von mimikri
Ein typisches Missverständnis, dem Sie da anheim fallen. Das Geld wurde für die "Rettung" nicht irgend wem vorenthalten, der es sonst bekommen hätte, es wurde GEDRUCKT! Weniger noch: Es ist nur BUCHGELD! Richtig ist aber, dass man es auch für Bildung, Kinder, Infrastruktur, Niedriglöhner und Rentner hätte drucken können - dann hätten wir jetzt was ordentliches vorzuweisen.
Man könnte auch ordentliche Löhne Zahlen und so den
Bürgern ermöglichen( bei Festanstellung) eine Familie zu
Gründen oder ein Haus zu Bauen. Immer nur die Wirtschaft im Blick hat den Blick auf die Bedürfnisse der Bevölkerung vernebelt. Das ist für mich wichtiger als die Probleme die Griechen oder andere haben. Unsere Volksvertreter haben einen Eid auf die Verfassung geschworen dem deutschen Volk zu Dienen. Scheint aber so das andere wichtiger sind und die Deutschen haben sich halt nach 70 Jahren damit abgefunden das sie die Deppen sind.

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RenegadeOtis 19.03.2015, 20:30
349.

Zitat von Becks0815
Dort liegen 800 Milliarden welche die Regierung konfiszieren und erst nach Nachweis der Steuererklärung freigeben könnte.
800 Milliarden - also mal eben ein größerer Batzen als der gesamte Jahreshaushalt Deutschlands. Das Vierfache (!!!!) des BIP Griechenlands. Das soll also heimlich auf Schweizer Banken liegen?

Und ist des Volkes Geldbeutel und Wutfuror entfach, dann muss man auch nicht ansatzweise plausibilisieren, ob das überhaupt realistisch ist.

PS: Es sind 800 Quadrilliarden. Oder auch 800 Fantastilliarden.

http://www.bildblog.de/63487/auf-7992-milliarden-mehr-oder-weniger-kommt-es-bei-griechenland-auch-nicht-mehr-an/

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