Forum: Wirtschaft
Griechenland: EU-Diplomaten deuten Aufweichung des Sparpakets an
DPA

In der Euro-Zone wächst offenbar die Bereitschaft, die Sparschraube in Griechenland zu lockern. Ranghohe Eu-Diplomaten halten diesen Schritt für unausweichlich. Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker hält dagegen: Möglich seien höchstens "Verschiebungen in der Zeitachse".

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herbert.spencer 19.06.2012, 17:25
1. Augenwischerei

"Nur" eine Anpassung auf der Zeitachse? Die Zeitachse ist doch das einzig wichtige!

Denn es geht darum, dass Griechenland nur noch einige Jahre von uns alimentiert wird. Und nicht einige Jahrzehnte!

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Dr.pol.Emik 19.06.2012, 17:29
2. Unausweichlich … alternativlos … existentiell …

Bestimmt fallen uns noch weitere Begriffe ein, die wir anführen können um den Wahnsinn fortzusetzen. Es geht nicht um die griechischen Menschen, es geht generell nicht um die Menschen in Europa. Es geht um die Geldberge und diese bitten sich eine relative Ruhe aus, damit die Umverteilung von unten nach oben nicht gestört wird. Das ist der einzige Grund warum man Griechenland entgegenkommt, um sich Ruhe zu erkaufen. Griechenland selbst wird unter dem Euro nicht gesunden. Wie in der Schule müsste es sitzen bleiben und die Klasse wechseln, um in einem artgerechten Umfeld das aufzuholen was es versäumt hat. Aber diese „Schulweisheit“ will natürlich keiner hören, also einfach nur immer Nachhilfe, obgleich der Schüler es gar nicht „raffen“ kann.

Das Ende wird aber für die Euro-Zone, wie auch für viele andere Währungen ein anderes sein (dies nur sarkastisch):
Teile und herrsche Epoche am Ende – was folgt jetzt … aber vermutlich um einiges bitterer als man es den Menschen heute sagen mag. Noch bevor Griechenland überhaupt durchatmen kann, stehen dann schon die nächsten Hilfsschüler auf dem Nachhilfeplan … für normalbegabte Menschen ist dies völlig unverständlich. Vielleicht macht es Sinn wenn man alle unsere Politiker als Hilfsschüler begreift … (°!°)

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Litajao 19.06.2012, 18:07
3. Warum nicht von den reichen Griechen!

Zitat von sysop
In der Euro-Zone wächst offenbar die Bereitschaft, die Sparschraube in Griechenland zu lockern. Ranghohe Eu-Diplomaten halten diesen Schritt für unausweichlich. Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker hält dagegen: Möglich seien höchstens "Verschiebungen in der Zeitachse".
Juncker will wieder mal Zeit kaufen, oder mit anderen Worten
mit Zeitgewinn die Bürger belügen.

Wie ich aber sehe, lese und höre ich nichts von den Erfolgen
der Steuerfander, den Schwarzgeldkonten.

Allein mit diesem Geld könnte doch Griechenland all seine
Schulden bezahlen.

Sorry, bin ich dumm!

Das geht ja gar nicht, denn diese Superreichen, die ja auch
wieder an der Regierung sind, sind ja "SYSTEMRELEVANT",
von denen kann man ja gar nicht holen, das dürfen ja
die dummen Steuerzahler, auch aus Deutschland, machen!!

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edmond_d._berggraf-christ 19.06.2012, 18:19
4. Die Anbetung des EU-Molochs zahlt sich beim Spielgeldbezahlspiel aus

Nachdem die lieben Griechen nun artig so gewählt haben, wie es sich die Brüsseler Lysander gewünscht haben, dürften sie nun auf viele milde Gaben und große Nachsicht beim Spielgeldeurobezahlspiel hoffen; denn nur eines ist dort unveränderlich, nämlich daß am Ende der Goldesel Deutschland für alles die Zeche bezahlen soll.
Man darf also gespannt sein was für Wohltaten die Griechen für ihr Wohlverhalten nun erhalten werden, eine drittes Schenkungspaket im Wert von einigen Hundertmillionen Spielgeld Euro ist wohl das Mindeste, ebenso wie die Stundung der Schuldenrückzahlung auf den Sankt Nimmerleinstag.
Freilich ist es damit nicht ausgemacht, ob das Spielgeldeuro für Griechenland insgesamt eine Wohltat ist, denn durch es ist dem griechischen Staat nicht nur die Verfügungsgewalt über das Geld genommen, sondern seine Bürger lagern ihr Vermögen im Ausland, um vor einer Währungsreform gesichert zu sein, weshalb der griechische Staat zunehmend vom Ausland abhängig und damit ohnmächtig wird.

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Brennstoff 19.06.2012, 19:41
5. Es ist einfach unglaublich,

wie weit sich vor allem die EU-Bürokraten von der Realität entfernt haben. Ich vermute schlicht, der Wunsch den Euro auf Gedeih und Verderb aufrecht zu erhalten und damit den eigenen lukrativen Job, ist der Vater dieser Gedanken. Kennen die denn die aktuellen Daten nicht, lesen die keine Zeitung?

Zitat von sysop
Brüssel - Eine Änderung des griechischen Rettungsplans ist offenbar unabwendbar. Wegen des Wirtschaftseinbruchs und des politischen Stillstands in Athen kommen die Europartner nicht um eine Anpassung der Bedingungen herum: Der Beistandsvertrag müsse "neu verhandelt" werden, sagte ein hoher Eurogruppenvertreter am Dienstag in Brüssel.
Die Finanzmärkte halten GR nur noch für einen Klotz am Bein des Euro. (Verzeihung liebe Griechen, das ist keinesfalls persönlich oder ehrabschneidend gemeint!)
Der Euro selbst steht jetzt selbst derartig unter Feuer, das für ein langes Herumärgern mit Griechenland einfach die Zeit fehlt. Sie hatten mehr als 2 Jahre, nun hat die Realität die Griechen überholt. Sie wissen schon, "Wer nicht rechtzeitig handelt, den bestraft das Leben."
Die europäischen Regierungen können sich nicht mehr mit Griechenland aufhalten, zu sehr lodert das Feuer schon im Zentrum, dort werden alle Kräfte dringend gebraucht!
Unsere Kanzlerin wird das wissen und sich mit keinen Änderungen der Verträge mehr aufhalten, so schätze ich persönlich die Lage ein, auch ihr Tag hat nur 24 Stunden und die sind mit Spanien- und Italienrettung mehr als ausgefüllt.
(Deutschland selbst kommt ja seit langem zu kurz, aber in Anbetracht der Krise, sehe ich ihr das nach)

Zitat von sysop
Auch die EU-Kommission hatte dem Ansinnen, den Zeitplan für die griechischen Reformziele neu zu justieren, bislang eine klare Absage erteilt. Der Vertreter der Eurogruppe hält das dagegen für unumgänglich. Viel Zeit für den angepassten Rettungsplan bleibt nicht: Ohne neue Vereinbarung wird die nächste Tranche des Hilfsprogramms von gut 30 Milliarden Euro nicht an Athen überwiesen.

Unumgänglich! Aha! Ein anderes Wort für alternativlos!
Ich glaube, es wird nur noch mit eher geringer Wahrscheinlichkeit zur Überweisung der 30 Mrd. kommen.

Alles was jetzt noch im EFSF drin ist, wird dringend für Spanien gebraucht, immerhin die viertgrößte Volkswirtschaft der Währungsunion und zusätzlich noch reformwillig ohne wenn und aber.
Ein wichtiges Kriterium, so schätze ich.

Es ist eine Rechenaufgabe die ich für mich persönlich an einer Hand ausrechnen kann.
1.) Es bleibt keine Zeit mehr für neue Verhandlungen mit Griechenland.
2.) Immerhin bedeuten neue Verhandlungen auch letztendlich weitere Rettungsmilliarden, für die wegen der Situation Spaniens keine Mittel mehr bereitstehen werden.

Es wird für GR auf "Friss oder stirb" hinauslaufen, so leid mir das für die Griechen tut.
Ganz egal was die Diplomaten der Euro-Gruppe fordern, die nationalen Politiker und die inzwischen entstandene rasante Eigendynamik der Euro-Krise werden den zukünftigen Kurs diktieren und der wird ziemlich rauh sein, wage ich mal dezent anzudeuten.

Aber trotz allem, es kann nichts schaden, uns allen die Daumen zu drücken, vielleicht gibt es noch eine winzige Möglichkeit die Kurve zu kriegen.
Denn auf diesem Dampfer sitzt ganz Europa fest.

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Conny44 19.06.2012, 20:21
6. Es reicht!

Zitat von sysop
In der Euro-Zone wächst offenbar die Bereitschaft, die Sparschraube in Griechenland zu lockern. Ranghohe Eu-Diplomaten halten diesen Schritt für unausweichlich. Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker hält dagegen: Möglich seien höchstens "Verschiebungen in der Zeitachse".
Wer ist der "Vertreter der Eurogruppe"? Warum steht im Artikel kein Name?
Gauner und Betrüger versuchen fast mit Gewalt an deutsche Steuermittel zu kommen. Und in den Spitzengremien wie EZB und Kommission leisten die Vertreter der Pleitestaaten wie Draghi und Baroso beste Arbeit, um die letzten Staaten mit erträglichen Rücklagen auch zu erledigen......Und Deutschland hat dabei soviel Stimmrecht wie Malta! Man hält es am Kopf nicht mehr aus. Es ist Zeit, dass wir aus dem Euro ausscheiden: am Verhalten Griechenlands sieht man, dass der Europagedanke sich erledigt hat. Die kommen mit der Dreistigkeit ihrer Politiker auch noch immer wieder zum Erfolg.

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sbv-wml 19.06.2012, 22:02
7. Systemrelevant

Zitat von Litajao
Juncker will wieder mal Zeit kaufen, oder mit anderen Worten mit Zeitgewinn die Bürger belügen. Wie ich aber sehe, lese und höre ich nichts von den Erfolgen der Steuerfander, den Schwarzgeldkonten. Allein mit diesem Geld könnte doch Griechenland all seine Schulden bezahlen.
Da muss ich Ihnen vollkommen recht geben.

Zitat von Litajao
Sorry, bin ich dumm!
Nein, ganz und garnicht!

Zitat von Litajao
Das geht ja gar nicht, denn diese Superreichen, die ja auch wieder an der Regierung sind, sind ja "SYSTEMRELEVANT", von denen kann man ja gar nicht holen, das dürfen ja die dummen Steuerzahler, auch aus Deutschland, machen!!
Die Regierungen haben nur noch nicht begriffen, dass das Volk systemrelevant ist.

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CA-Fire 19.06.2012, 22:40
8. Die Eurokraten

Zitat von sysop
In der Euro-Zone wächst offenbar die Bereitschaft, die Sparschraube in Griechenland zu lockern. Ranghohe Eu-Diplomaten halten diesen Schritt für unausweichlich. Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker hält dagegen: Möglich seien höchstens "Verschiebungen in der Zeitachse".
werden die Maschine solange mit aller Macht am Laufen halten, bis nichts mehr zu holen ist.
Erst wenn der letzte Euro ausgesaugt ist, geben die auf und machen es sich bei ihren Finanzmarktfreunden bequem.
Europa und die "normalen" Menschen, die hier leben sind denen egal.

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2wwk 19.06.2012, 22:55
9. (T)Eurokraten leben von Europa und nicht schlecht

Einkommen steuerfrei, so die brauchen sich nicht darum zu kuemmern wer bezahlt... immer nur der einfache Buerger und der wird zum Heulokraten wenn er an Europa denkt.

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