Forum: Wirtschaft
Griechenland-Gespräche in Brüssel: Europartner kommen Tsipras entgegen
AP/dpa

Bei den Verhandlungen über neue Griechenland-Hilfen konnte Premier Tsipras offenbar Boden gewinnen. Laut "Wall Street Journal" haben seine europäischen Gläubiger ihre Reformforderungen abgeschwächt.

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quark@mailinator.com 04.06.2015, 08:47
50.

Frustrierend. Nicht nur wegen Griechenland. Dieses ständige Weichwerden ist ein Signal an alle anderen, daß man mit der Eurogruppe oder auch mit der EU beliebig verhandeln kann, daß jedes endgültige Statement letztlich das Papier nicht wert ist, auf dem es steht. Statt einmal etwas zu sagen und dann dazu zu stehen, sind diese "Laberköppe" immer und immer wieder bereit irgendwas zu sagen, was grad zum Tag paßt und morgen wieder was anderes. Man kann sich auf nichts verlassen, was sie absondern. Igitt.

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Frost1 04.06.2015, 08:49
51. alle wie immer

Es bleibt alles wie es schon immer war in GR: Kein Funktionierendes Staatssystem, Klientelpolitik. Sie können ihren eigenen Laden nicht finanzieren. Grauenhaft.

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quark@mailinator.com 04.06.2015, 08:51
52.

Zitat von RalfHenrichs
Ich habe hier immer geschrieben, dass die Griechen die besseren Karten haben. Denn ein Grexit würde Europa mehr schaden als den Griechen (auch wenn viele Foristen und die ökonomisch inkometente AfD dies anders sehen). Wenn hier geschrieben wird, schmeisst die Griechen aus dem Euro, könnte man auch schreiben: "Lasst uns allen eine Pistole an den Kopf halten und abdrücken." Wäre in etwa das gleiche. Daher mussten die Institutionen den Griechen entgegen kommen. Wahrscheilich werden sie den Griechen noch weiter entgegen kommen in den nächsten Tagen und Wochen.
Sorry, aber ökonomische Erwägungen können doch nicht das einzige, ja sie sollten noch nichtmal das hauptsächliche Entscheidungskriterium sein.

Aus meiner Sicht ist es wichtiger als alles Geld, daß man klare Signale aussendet. Im Moment lautet dieses Signal ... verschuldet Euch, soviel ihr wollt, der Rest der Staaten haftet für Euch. D.h. logischerweise tritt damit so eine Art Wettlauf ein, wer es schafft, sich schneller zu verschulden. Das kann es doch nicht sein. Das Signal muß lauten ... jeder hat sich an die Regeln zu halten, sonst tuts wirklich weh.

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eisbaerchen 04.06.2015, 08:51
53. Na wunderbar,

warum nicht gleich so, hätte viel Geld und CO2 gespart für das Hin- und her Gereise..."man kommt den Griechen entgegen" bedeutet nichts anderes, dass der ganze Eiertanz weitergeht bis zur nächsten Pleite, dann "kommt man den Griechen wieder entgegen" usw usw..anscheinend alternativlos...die Spieler haben mal wieder gewonnen, auf unsere Kosten...(ach, ich vergass ja die steuerliche Entlastung im einstelligen Euro-Bereich pro Jahr für deutsche Arbeitnehmer, von wegen kalter Progression...danke, Herr Schäuble, den Rest der Steuerüberschüsse bitte nach Griechenland).

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seneca55 04.06.2015, 08:52
54. Prima! Das hatte Varufakis schon vor 4 Monaten

prophezeit:"Am Ende zahlt Deutschland!" Dann sind ja alle zufrieden und der Spass mit der FIFA kann endlich weitergehen.

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freespeech1 04.06.2015, 08:52
55.

Zitat von Sebastian Mellmann
Woher nehmen Sie dieses wissen? Die Griechen machen gerade mal knapp 2% der europäischen Wirtschaftskraft aus. Ich glaube auf die Griechen können wir im EURO sehr gut verzichten.
So ist es. Auch wenn es die Eurotrolle nicht einsehen wollen, der Euro würde eher gestärkt aus einer solchen konsequenten Politik hervorgehen. Es würde wieder etwas Vertrauen wachsen, dass der Euro doch noch irgendwann werden könnte, was uns einst mal versprochen wurde. Dass insbesondere jenseits des Atlantik natürlich niemand daran ein Interesse hat, ist klar.

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gauner12 04.06.2015, 08:52
56. Kein Grexit

Es wird keinen Grexit geben, Barack Obama hat gesagt, dass GR im Euro Raum bleiben muß. Mutti Merkel wird ganz brav diesen Wusch erfüllen, da ja alternativlos. Tsipras weiß das und kann aus der besten Position seine Forderungen durchsetzen. Griechenland wird ein Fass ohne Boden bleiben, das hauptsächlioch von Deutschland alimentiert wird. Das ist die bittere Wahrheit.

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chilischweiz 04.06.2015, 08:53
57. rückwärts oder vorwärts mit der Euro-Gruppe?

Auch wenn es so aussieht, dass die Eurogruppe mit Gr-Politik rückwärts gewandt ist, halte ich das "letzte Angebot" für ein taktisches Manöver, das es den Griechen unmöglich macht, ihnen die Schuld an einem Grexit zuzuschieben

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kenterziege 04.06.2015, 08:53
58. Wenn man sich die Auffassung der Forumsteilnehmer ...

...hier und in allen anderen Foren zu diesem Thema anschaut, dann ist die Meinung zu 95% eindeutig: Nicht mehr zahlen, Bankrott gehen lassen und schauen, wie die Griechen selbst zu recht kommen. Sollte das nicht den Parteien zu denken geben, die immer noch für Zahlungen sind? Volksmeinung und Regierungsmeinung klaffen weiter auseinander, als in Diktaturen!

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epigone 04.06.2015, 08:53
59. Leute aufgepasst - da wird gerade die Europäische Gemeinschaft zerstört!

Wir nehmen gerade alle an einem historischen Prozess teil, der (von "Außen" betrachtet) höchst spannend ist:

Die EU zerstört sich selbst, weil sie in ihrem Bemühen, die gemeinschaftsschädlichen nationalen Egoismen durch Kompromisse einzufangen ihre Verträge überdehnt und bricht, Staaten in Konfrontation zueinander bringt, Nationalismen schürt, und den leistunggsfähigen Teil Europas zur Dauerzahlstelle für kaum integrierbare Staaten macht. Der Norden macht heute Innen- und wirtschaftspolitik für den Süden, der wiederum diese vertragswidrige Einmischung als Eroberung und Unterwerfung empfindet.

Am Ende wird eine veritable Wirtschaftskrise in Europa stehen und vermutlich eine Rückbesinnung auf eine Kernunion incl. der Briten! Und der Süden wird noch einmal 100 Jahre brauchen, um Nepotismus, Korruption und fehlende Leisstungsbereitschaft und-Fähigkeit aufzuholen.

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