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Griechenland-Kredite: Deutschland wird verzichten müssen
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Die jüngste Debatte zu den Griechenland-Krediten ist unehrlich und ziemlich konfus. Dabei wäre es gerade im Wahlkampf wichtig, die Diskussion zu vereinfachen. Die meisten Menschen spüren ohnehin, dass die Lage weitaus klarer ist, als sie dargestellt wird.

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uezegei 22.08.2013, 15:21
1.

Eher geht ein Kamel durchs Nadelöhr, als dass auch nur ein Einziger dieser Polit- und Geldmafia mit der Wahrheit herausrückt!

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analysatorveritas 22.08.2013, 15:34
2. Ein Währungsprojekt auf Abwegen?

Zitat von sysop
Die jüngste Debatte zu den Griechenland-Krediten ist unehrlich und ziemlich konfus. Dabei wäre es gerade im Wahlkampf wichtig, die Diskussion zu vereinfachen. Die meisten Menschen spüren ohnehin, dass die Lage weitaus klarer ist, als sie dargestellt wird.
Man will die Lage in der Euro weiter beschönigen und versucht medial die Öffentlichkeit zu bewichtigen. Aus allen Lagern der wichtigsten Bundestagsparteien.
Kein Euroland haftet oder steht für die Schulden anderer Eurostaaten ein, so eine Kernaussage aus dem Jahre 1999. Schnee von gestern, vergessen und vorbei. Die Geld- und Währungspolitik der EZB wird sich ändern müssen, will man diese Eurozone mit all ihren bisherigen Mitgliedern erhalten, die Bankenunion steht vor der Türe. Der Weg in die vollkommene und totale Transfer-, Haftungs- und Verschuldungsunion ist kaum mehr aufzuhalten, sofern es keine epochalen Überraschungen am Wahlabend geben wird.

Deutschland blutet, besser seine Bürger, Rente mit 67, vielleicht bald aber 70 oder gar 75, Umsatzsteuererhöhung auf 23 bis 25%, ermäßigter Umsatzsteuersatz fällt ganz weg, Steuervergünstigungen werden gestrichen, Zuzahlungen und Kürzungen im Gesundheitsbereich sind zu erwarten und Rentenerhöhungen sind dann reine Utopie. Harte Zeiten für den wichtigsten Eurozonenhaftungsgarant und für die Eurozonenlokomotive. Hoffentlich geht dieser nicht die Geduld und die Puste aus, dann wird es eng.

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silberrücken99 22.08.2013, 15:38
3. Endlich......

.... ein sachlicher und verständlicher Artikel zu diesem Thema. Den können sogar die Politiker im Bundestag begreifen. - Weiter so.

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herrklemens 22.08.2013, 15:39
4. Geld weg _ aber

wir sollten dem verlorenen kein weiteres hinterherwerfen.

Die Maus und der Ofen sind aus, und es sollte einen Schuldenschnitt geben, der Griechenland auf die "erlaubten" 60% Staatsdefizit setzt.

Das ist sehr teuer, aber dann ist es rum (lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende) und NIE wieder einen Cent (oder hoffentlich bald Pfennig!) für wen auch immer. Und wenn die Welt unterginge, wir pflanzen dann lieber ein Apfelbäumchen als mit unserem Geld auszuhelfen.

So würde jeder private Gläubiger handeln, aber die Politiker handeln wie die Schachcomputerprogramme von einst: einfach über den (Rechen-)Horizont hinausschieben und dann passiert es ja nicht ...

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wolke4 22.08.2013, 15:41
5. Option Nummer 3

es gäbe noch eine dritte Möglichkeit, die Kredite zurück zu zahlen: Griechenland verkauft ein paar Inseln. Davon haben sie ja reichlich.

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Aus_die_Laus 22.08.2013, 15:43
6. Zinsschnitt statt Schuldenschnitt

Der Autor hat die entscheidende Passage schon selbst genannt:

Zitat von
Es wäre aber möglich, die Kredite an Griechenland in zinslose Anleihen mit einer Laufzeit über mehrere Jahrzehnte umzuwandeln. Die jährlichen Zinszahlungen Griechenlands würden deutlich fallen und dem Land Luft zum Atmen verschaffen. Gleichzeitig würden die Geldgeber nicht ganz auf ihre Forderungen verzichten. Sollte Griechenland eines Tages an die Kapitalmärkte zurückkehren, könnte Deutschland die Anleihen sogar verkaufen und früher einen Teil der Gelder zurückbekommen.
Genau das wird die Lösung sein, für Griechenland, für Portugal, für Irland, für Spanien, für Italien und für alle weiteren Länder in vergleichbarer Situation: Tausch höherverzinslicher Altschulden in unverzinsliche Neuschulden. Die Zeche dafür zahlen die Anleger über die Inflation, allerdings verteilt auf einen langen Zeitraum und somit verkraftbar.

In Deutschland findet diese Umschuldung übrigens schon dank der Euro-Krise seit einigen Jahren von alleine statt: das aktuell niedrige Zinsniveau wird vom Staat genutzt, seine höherverzinslichen Verbindlichkeiten im Rahmen der alljährlichen Refinanzierung in langfristige niedrigverzinsliche Verbindlichkeiten umzuschichten. Dadurch werden die Zinsbelastungen des Bundes- und der Länderhaushalte aktuell und in den nächsten Jahren massiv reduziert.

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gast2011 22.08.2013, 15:44
7. und das "lustige"...

griechische reeder bezahlen noch immer KEINE steuern!!!

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MiniDragon 22.08.2013, 15:45
8. es kommt noch schlimmer

Zitat von analysatorveritas
Deutschland blutet, besser seine Bürger, Rente mit 67, vielleicht bald aber 70 oder gar 75, Umsatzsteuererhöhung auf 23 bis 25%, ermäßigter Umsatzsteuersatz fällt ganz weg, Steuervergünstigungen werden gestrichen, Zuzahlungen und Kürzungen im Gesundheitsbereich sind zu erwarten und Rentenerhöhungen sind dann reine Utopie. Harte Zeiten für den wichtigsten Eurozonenhaftungsgarant und für die Eurozonenlokomotive. Hoffentlich geht dieser nicht die Geduld und die Puste aus, dann wird es eng.
Und die Salzsteuer wird verdoppelt, nein sogar verdreifacht
Erhöhung um 3 %!

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meinung2013 22.08.2013, 15:45
9.

Ein großes Dankeschön an Frau Merkel und Herrn Schäuble.
Und jetzt vielleicht noch ein bisschen mehr Wahrheit: wo soll das Geld herkommen, das verbrannt wurde? Von den Steuerzahlern, den Rentnern/Innen, den Kranken, den Armen, den Kindern?

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