Forum: Wirtschaft
Griechenland-Krise: Der Schuldenschnitt kommt in jedem Fall

Gebärden sich die Griechen bei den Verhandlungen mit ihren Gläubigern als rücksichtslose Zocker? Nein, im Gegenteil, sie argumentieren bewundernswert stringent: Ohne Schuldenschnitt kann es keine sinnvolle Einigung geben.

Seite 8 von 42
Swift 15.06.2015, 13:52
70. Warum nur...

lese ich mir diese Kolumne nur immer wieder durch? Weder wird berücksichtigt, dass ein Schuldenschnitt auch in anderen Ländern Begehrlichkeiten wecken würde (wer steht dafür dann gerade?) noch wird berücksichtigt, dass ein Gläubiger im Normalfall versuchen wird, alles zu verwerten, was an Vermögen noch vorhanden ist. Darüber hinaus wird nicht angesprochen, wie Griechenland nach einem solchen Schuldenschnitt eigentlich weitermachen will/soll/kann/muss. Strukturell ist das Land schlicht nicht wettbewerbsfähig und das lässt sich nur durch Reformen ändern!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
verinet 15.06.2015, 13:54
71. Schuldenschnitt ja

....aber nur unter Aufgabe des Euros für die Griechen ansonsten wiederholt sich der Quatsch bis wir pleite sind.

eine Lüge folgt der anderen 1. kein Land wird für die Schulden eines anderen bürgen 2. der deutsche Steuerzahler zahlt effektiv gar nichts für Griechenland es handelt sich nur um Kredite 3.....etc es muss weiter gelogen werden denn stirbt der Euro stirbt Europa...

ganz gut dass Merkel der Kram so langsam um die Ohren fliegt.....sie werden aber weiter entgegenkommen und die Rückzahlungen weiter strecken die Zinsen auf 0 setzen, Hauptsache der Offenbarungseid wird weiter nach hinten verschoben

Beitrag melden Antworten / Zitieren
quidquidagis1 15.06.2015, 13:54
72. Vor 5 Jahren..

Zitat von Daedalus
Wenn es nötig ist, dass die Währungsunion zerbricht, damit deren grundlegende Fehlkonstruktion korrigiert werden kann, dann ist dies ein notwendiges Übel. Ich gebe Herrn Münchau aber in einem Punkt Recht: Griechenland ist pleite. Das war es aber schon vor 5 Jahren, damals hat es nur keiner so genannt.
..hat das keiner so genannt,um den deutschen und französichen Banken die Zeit zu verschaffen, ihre Gelder in Sicherheit zu bringen.Die ganzen GREXIT Apologeten hätten doch schon vor 5 Jahren ihr Maul aufreissen können.Warum haben sie es nicht getan?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
baerenfreund-tim 15.06.2015, 13:54
73.

Das ist doch Quatsch!!!!dann bräuchte ja kein Staat mehr seine Schulden zu bezahlen!
Dann kann sich ja auch Deutschland als bankrott anmelden!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
winnetou16 15.06.2015, 13:55
74. Natürlich kommt ein Schuldenschnitt,

die Frage ist nur ob danach Griechenland noch im Euro ist oder nicht. Wenn ja, wird dieser Schuldenschnitt in spätestens 10 Jahren erneut erforderlich sein. Denn die Griechen sind nicht gewillt selbst etwas für sich zu tun. Warum sollen sie auch, solange sie Geld von anderen Ländern bekommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bjbehr 15.06.2015, 13:55
75. Der Versuch der alten Dame

Ich moechte, dass Mme. scheitert mit ihrer Europapolitik. Sie hat nun genug Unheil angerichtet und das Volk belogen und betrogen. Und wenn es ein Schuldenschnitt sein muss, der genau zu diesem Ziel fuehrt, ist mir das nur recht und billig. Und dieses Recht steht mir zu und ich nehme es mir. Denn ich habe von dieser Dame mehr als genug.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dukatenjunge 15.06.2015, 13:56
76. Herr Münchau

schreibt leider nur die halbe Wahrheit, denn nach dem Schuldenschnitt wollen die Griechen ja weiterfinanziert werden. Und das ist eben der Unterschied zum rationalen Vorgang bei einer Bank: Letztere zahlt nie wieder etwas an einen so schlechten Schuldner.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon-facebook-1293013983 15.06.2015, 13:58
77. Und was bringt das?

Wenn Griechenland jetzt einen Schuldenschnitt bekommt, ist doch nichts gewonnen. Dann ziehen die ihre Pläne komplett durch, stellen Beamte neu ein, verteilen Pöstchen und erhöhen die Renten, auf dass das Spiel in ein paar Jahren wieder von vorne los geht.

Ich bin ja gar nicht gegen Hilfen, aber wenn Griechenland selbst unter diesem massiven Druck nicht bereit ist, die Weichen auf langfristigen Erfolg zu stellen, werden sie es nach einem Schuldenschnitt erst recht nicht tun.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
optism 15.06.2015, 13:58
78.

Herr Münchau, eine vernünftige Stimme im endlosen Rauschen der Leute, die immer das selbe sagen, ohne zu merken, dass es auch durch ständige Wiederholung nicht zur Wahrheit wird.
Aber was das Thema Griechenland angeht ist uns Deutschen von Abpressen sämtlicher Besitztümer bis hin zur mitlitärischen Intervention offenbar alles Recht. Rausschmeißen sollte man die, und dann schön verhungern lassen, dann sehen sie, dass man seine Schulden zurückzahlen muss.
Wäre dieser Aufschrei doch nur gekommen, als wir großflächig die Schulden der Zockerbanken gekauft haben. Moment mal, er kommt ja, denn ganau das ist die Wurzel der Griechenland-Geschichte. Wir haben die Schulden übernommen, sonst hätte es schon längst geknallt, ein paar Banken wären pleite, Griechenland auch und man müsste sich nicht dauernd das unqualifizierte Geheule anhören.
Den Banken ist es nun egal, sie sind fein raus, das Risiko liegt - mal wieder - beim Steuerzahler. Deswegen werden ja auch fein wieder Griechenland-Bonds gekauft, damit man mit dem "abgekauften" Riskio auch noch richtig Kasse machen kann.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bert1966 15.06.2015, 13:59
79. Wie das Fähnlein nach dem Winde

Was in den letzten Kommentaren noch etwas anders klang, mittlerweile hat es wieder die gewünscht gewohnte linke Färbung.

Münchau kann der Versuchung offenbar nicht wiederstehen: ein kleiner Gewinn, ein Körnchen an Propaganda (und sei sie auch noch so falsch) muss doch aus der Griechenlandkrise auch für seine innerdeutschen Politkermärchen herauszukitzeln sein!?

"Die SPD würde gerne für einen Schuldenschnitt stimmen, aber sie kann einfach nicht ..." - in Wahrheit positioniert sich die SPD recht klar gegen jeden Schuldenschnitt, weil das Wählerstimmen bringt und das ist die einzige Art von Moralwährung die bei der SPD noch zählt. Überhaupt scheint mir, das das wesentliche Problem dieser Partei darin besteht, dass sie andere Dinge tut, als sie wenigstens früher einmal verkündet hat.

"Frau Merkels Kredit ist geplatzt ..." - in Wahrheit ist diese Kreditlinie doch gar nicht von Frau Merkel eingefädelt worden sondern von ihrem seit je her ungewöhnlich wirtschaftsaffinen Vorgänger, dem eigentlichen Erfinder des Opportunitätsprinzips.

"Die Griechen trifft keine Schuld, sie haben immer schon vor den Krediten gewarnt ..." - abgelehnt hat in Griechenland niemand das Geld und die Warnungen waren recht verhalten. Auch Herr Varoufakis hat sicher nicht freiwillig auf sein Professorengehalt verzichtete, nur weil er die Gefahren ungedeckter Kredite am Horizont aufziehen sah.

Und last not least: "Ein Schuldenschnitt ist besser als ein Totalverlust der Kredite ..." - falsch gedacht, denn Münchau ignoriert damit einfach ´mal die verheerende Signalwirkung, die der Schuldenschnitt hätte: auf Anleger, auf das Vertrauen in den Euro, auf die Wirtschaftsmoral aller anderen Europartner, auf die Griechen selbst, die sich als Sieger in diesem Spiel präsentierten und natürlich auf die internationale und nationale Politik, die Vertragsuntreue und Missachtung von Verabredungen plötzlich für einen gangbaren Weg hielte.

Griechenland wird weiter caritative Unterstützung brauchen, aber nach dem Grexit hieße die endlich auch so und es wäre endlich nicht mehr länger von "griechischen Forderungen" die Rede.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 8 von 42