Forum: Wirtschaft
Griechenland-Krise: Neues Haushaltsloch gefährdet Sparpläne
dapd

Aus Athen kommt die nächste Hiobsbotschaft: Die Lücke im Staatshaushalt dürfte in diesem Jahr wohl auf 6,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts wachsen. Die Nachricht dürfte die Zweifel am neuen Hilfspaket schüren. Schon jetzt sind Auflagen und Ziele sehr ambitioniert formuliert.

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walter_e._kurtz 22.02.2012, 09:56
50. Sauber!

Zitat von zarathustra-4
Dabei wäre alles so einfach gewesen ... beim ersten Bekanntwerden der Schuldenkrise Griechenlands hätten unsere großartigen Politiker nur in die europäischen Verträge schauen müssen und entsprechend handeln, also keine Kredite und Bürgschaften vergeben dürfen. Griechenland hätte wieder die Drachme und wäre schon auf dem Weg der Besserung und Deutschland (und die anderen EU-Länder hätten nicht Milliarden Euro in den Sand gesetzt.
Nur leider wird Vertrags-/Gesetzestreue, bzw. der Amtseid in einigen Kreisen kleiner geschrieben als Lobbyhörigkeit.
S. Kohl (ich habe mein Ehrenwort gegeben) und Schäuble (konnte sich an nichts erinnern).
Und deren Ziehtochter (Merkel) hat traumhafte Umfrageergebnisse u.a. wegen ihrer Standhaftigkeit in der GR-Frage - obwohl, wie sie es bereits korrekt genannt haben, Verträge gebrochen werden.
Irgendwie doch alles sehr paradox...

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anbue 22.02.2012, 09:57
51.

Zitat von cdv
Deswegen muss Griechenland aus der Eurozone austreten, zur Drachme zurückkehren und diese um 80% abwerten.
In einem Land, das wenig selbst produziert, dürfte die Abwertung dem Wertverlust der Einkommen entsprechen. Also weniger in harten Euro oder das gleiche in weichen Drachmen - wo ist für "den Griechen" der Unterschied ?

Urlaub in Griechenland würde für uns AAA-Bürger natürlich drastisch billiger.

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WILHHERDE 22.02.2012, 09:57
52. Nicht einfach zu begreifen für EURO-Politiker

Zitat von sysop
Aus Athen kommt die nächste Hiobsbotschaft: Die Lücke im Staatshaushalt dürfte in diesem Jahr wohl auf 6,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts wachsen. Die Nachricht dürfte die Zweifel am neuen Hilfspaket schüren. Schon jetzt sind Auflagen und Ziele sehr ambitioniert formuliert.

Habe heute morgen N24 geschaut.
Es fällt auf, dass sich in der Wirtschaft offenbar die Erkenntnis durchsetzt, dass es mit der wirtschaftlichen Gesundung Griechenlands innerhalb des Euro nichts wird.
Wer würde sein Geld im Moment innerhalb Griechenlands anlegen wollen?
Niemand, gebürtige superreiche Griechen mit ihrem im Ausland deponierten Geld nicht und Ausländer schon erst recht nicht.
Griechenland ist noch viel zu teuer und viel zu unsicher.
Dazu eine völlig verkorkste Bürokratie.
Die Politik braucht immer ein bisschen länger.
Es ist für Politiker, die seit 20 Jahren dem Eurowahn verfallen sind, auch wirklich nicht einfach zu begreifen, dass der Euro nicht die Lösung aller Probleme mit sich bringt, sondern erst die massiven Probleme schafft, die ohne Euro nicht existent wären.

Was haben die Polen für ein Glück, dass sie sich noch außerhalb des EURO entwickeln können.

Über kurz oder lang ginge es ihnen im EURO wie den Portugiesen und den Spaniern.

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snezi 22.02.2012, 10:02
53. So viel Wunschdenken...

Zitat von neue_mitte
Wir sollten eine Volksabstimmung durchführen dürfen, in der es um die Hilfen für GR geht. Sind wir bereit, hinter jahrzehntelangem Schlendrian herzuräumen oder nicht. Sind wir bereit, den Lebenstandard von GR über ihrer wahren regionalen Wirtschasftskraft zu halten?
Da "die da oben" ganz genau wissen, dass wir dagegen stimmen würden, wird es nie nie niemals eine Volksabstimmung geben.
Dafür lege ich meine Hand ins Feuer. Oder besser beide. Oder gleich die Füsse mit.

Es gab ja auch keine Volksabstimmung, als es hieß, dass der Euro eingeführt wird.

Oder es geschieht ein Wunder. Dann schneide ich mir eine Glatze.

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xaka 22.02.2012, 10:03
54. Brauch ich hier noch Ironie-Tags?

Zitat von sysop
Aus Athen kommt die nächste Hiobsbotschaft:
Tja, wer hätte das denn auch wissen können?

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irgendwer_bln 22.02.2012, 10:03
55. nicht zu machen

Zitat von sysop
Aus Athen kommt die nächste Hiobsbotschaft: Die Lücke im Staatshaushalt dürfte in diesem Jahr wohl auf 6,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts wachsen. Die Nachricht dürfte die Zweifel am neuen Hilfspaket schüren. Schon jetzt sind Auflagen und Ziele sehr ambitioniert formuliert.
..."ambitioniert formuliert"...
Find ich super witzig, wenn's nicht so traurig wäre.
In jedem anderen Land der westlichen Welt würden Städte in Flammen aufgehen, wenn sie diese ambitioniert formulierten Auflagen umsetzen müssten.
Die EU zerstört Griechenland zum Wohle der Gläubiger.
Man kann es nicht mehr anders sagen.
Und ein Mitforist drückte es sehr treffend aus:

"8 Tage Zeit für Strukturreformen,...welche seit 50 Jahren bestehen..."
UNMÖGLICH

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proflula 22.02.2012, 10:04
56. Mit Verlaub - aber hat da jemand etwas Anderes erwartet?!

Der Steuerzahlerbund forderte den Bundestag auf, den neuen Milliarden-Hilfen für Griechenland nicht zuzustimmen. „Beim zweiten Griechenland-Paket sind die Steuerzahler einmal mehr die Verlierer“, sagte Verbandspräsident Karl Heinz Däke. Na endlich, kann man da nur sagen. Aber hört die Politik oder geht weiter den Weg des geringesten Widerstandes? Wie Schäuble, dem nach etwas Beschimpfung aus GR mal gleich die Düse geht und der deshalb mal fluchs dem Griechen-Rettungs-Murks zustimmt. Der deutsche Michel wird´s schon schlucken und nicht mucken, vieleicht merkt er`s ja gar nicht oder erst wennes zu spät ist!
130 Milliarden – ab in die Tonne! Meine Geld, Dein Geld, unser Geld
...hierfür haben wir gearbeitet, nicht die Griechen. Das marode, verrottete, korrupte Griechenland, das die Polit-Kaste runtergewirtschaftet hat. Wobei das Volk zwangsläufig auch eine Mitverantwortung trägt, denn es hat sich diese Politiker gewählt. „Griechenland ist das einzige bekannte Beispiel eines Landes, das seit dem Tag seiner Geburt im totalen Bankrott lebt.“ (Edmond About 1858). Daran hat sich bis heute nichts geändert.
Die Politik in Europa führt auf unserre Kosten das verantwortungslose Griechenrettungsgemurkse fort mit Schönrederei und Verdrängen der tatsächlichen Fakten anstatt auf Finanzexperten wie Gerke, Sinn u.a. oder auf führende Manager wie Reitzle (Linde), Fehrenbach (Bosch) zu hören die eine zügige Verabschiedung Griechenlands aus der Euro-Zone fordern. Keinen Euro mehr ins bodenlose Fass. Jeder weiß: Griechenland hat es nicht verdient, dieses Geld zu bekommen. Denn es wird die Bedingungen, die an die Kredite geknüpft sind, nicht erfüllen. Von den 130 Milliarden sehen wir keinen Cent wieder. Schlaraffenland ist abgebrannt. Aber: Nichts wird sich ändern in Griechenland. Dort sollte man sich ein Beispiel am Nachbarn Türkei nehmen wo die Schnorrermentalität, das seit Jahrzehnten praktizierte Leben auf Kosten Anderer, fremd ist. Es wird höchste Zeit dass das Volk hier der Politik die Meinung geigt gegen das unsägliche verantwortungslose Verheizen unserer Zukunft und der Zukunft unserer Kinder. Deshalb Griechenland: Schluss – Ende – Aus – Raus!

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OnkelHotte 22.02.2012, 10:04
57.

Zitat von PK2011
Und alles nur um eine falsch konstruierte Währung zugunsten der Finanzindustrie im Rennen zu halten. Wenn der Michel dann mal merkt, was passiert, wird die Hölle los sein.
Wenn der Michel das merkt, wird gar nichts passieren. Wie die Einträge im X-ten Thread zum Thema Euro & Griechenland beweisen, hat der Michel schon lange bemerkt.
Und? Sehen sie irgendwo auch nur die schüchternste Demonstration gegen die vielen verschleuderten Milliarden?

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SirLurchi 22.02.2012, 10:08
58. War klar!

Zitat von sysop
Aus Athen kommt die nächste Hiobsbotschaft: Die Lücke im Staatshaushalt dürfte in diesem Jahr wohl auf 6,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts wachsen. Die Nachricht dürfte die Zweifel am neuen Hilfspaket schüren. Schon jetzt sind Auflagen und Ziele sehr ambitioniert formuliert.
Natürlich wird sowas erst bekannt, NACHDEM die Auszahlung der Hilfe 24 Std. vorher beschlossen wurde!

Es ändert sich nichts: Mit Lug und Trug in den Euro, mit Lug und Trug geht es weiter!

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PK2011 22.02.2012, 10:09
59. Titel

Zitat von anbue
In einem Land, das wenig selbst produziert, dürfte die Abwertung dem Wertverlust der Einkommen entsprechen. Also weniger in harten Euro oder das gleiche in weichen Drachmen - wo ist für "den Griechen" der Unterschied ? Urlaub in Griechenland würde für uns AAA-Bürger natürlich drastisch billiger.
Der Unterschied für den Griechen:
Im Inland produzierte Waren wie Lebensmittel, Dienstleistungen, Arzneimittel, chem. Produkte kommen in eine vernünftige Relation zum Einkommen.
Importierte Waren wie Maschinen, Autos sind teuer - sofern sie aus Europa kommen. Chinesische Waren sind da die Alternative.

Der Standort GR wird ohne EUR sehr attraktiv für jede Form von Produktion.
Der Export ist für griechische Unternehmen interessant, da sie unterbieten gönnen (chem Industrie).
Die Tourismus-Industrie wächst stark.
Als Verrechnungswährung dann noch USD statt EUR und die Sache passt.
Dieses Szenario wird von den Brüsseler Politikern natürlich blockiert, ihre Helfer sitzen dabei - noch - in der griechischen Regierung.

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