Forum: Wirtschaft
Griechenland-Poker: Tsipras schickt Börsen mit Kampfrede auf Talfahrt
AFP

Der Griechenland-Streit macht Europas Anleger nervös. Premier Alexis Tsipras hat weitere Finanzhilfen kategorisch abgelehnt, an den Börsen rauschen die Kurse in den Keller.

Seite 10 von 22
matijas 09.02.2015, 12:45
90. wenn statt Zusammenarbeit Konkurrenz herrscht

In Deutschland gibt es einen Länderfinanzausgleich, da weiß man, nicht jedes Bundesland ist gleichermaßen hochproduktiv. Agrarische Regionen können nunmal nicht so viel Automatisieren wie Industrieregionen. Wäre auch sinnlos, in jedem Bundesland eine Autoindustrie hochzuziehen. Keiner beschimpft ein Bundesland dafür, dass es weniger Hochtechnologie hat als die anderen. Keiner behauptet, dass die Leute dort weniger arbeiten würden.

Anders in Europa. Da wird geschimpft. Aber wehe, die südlichen EU-Staaten würden selber einmal Export-stark werden: na DANN ginge in Deutschland das Gejammer erst richtig los!

Aber der eigene Vorsprung ist ja gesichert für Jahrzehnte, die Verlierer kommen nicht mehr aus dem Dreck raus, ganz egal ob mit oder ohne Euro. So ist das halt, wenn statt Zusammenarbeit Konkurrenz herrscht.

Aber nicht mal die Griechen wollen ihr System ändern, sie wollen es nur "links" regieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fritzyoski 09.02.2015, 12:45
91. Griechenland ist auf einem guten Weg

Zitat von manniac
Grexit: Es erscheint jetzt ein Szenario auf uns zuzukommen, was Sinn schon immer als Notwendigkeit vorraussagte und weshalb er medial runtergemacht wurde. Aber machen Sie das mal einer Physikerin und sonstigen Euro-Phantasten klar. Zurück bleiben für Deutschland "alternativlos" vergeudete Milliarden und "Münchhausen" und Augstein werden in ihren Kolumnen erklären müssen, was "nur Bürgschaften" wirklich bedeuten: Wer bürgt, wird gewürgt.
Die Schwarze NULL wird dem Steuerzahler erklaeren muessen wie er und Merkel mal schnell mal 50 Milliarden an Steuergeldern verschleudert haben. Die Wahrheit ist das er und Merkel einfach nur unfaehig waren/sind und die Lage nicht durchschaut haben. Die "Rechts-Populisten" und "Euro-Hasser" von der AfD haben damals die Lage voellig korrekt erkannt waehrend die regierungsnahen "Experten" wie immer voellig versagt haben.
Aber "Griechenland ist auf einem guten Weg."

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ezechiel 09.02.2015, 12:46
92.

Zitat von Bondurant
Varoufakis: "In a previous article I argued that Federation was never truly the ‘logical’ conclusion of the Eurozone’s formation. There were, of course, many, including President Mitterrand and Chancellor Kohl, who had surreptitiously hoped that the euro’s inevitable crisis, at some point, would force our politicians to concede to the creation of a federal constitution and a federal government to be elected on the one-person-one-vote principle. Alas, they were badly mistaken: a democratic United States of Europe was, and remains, inimical to the European Union’s DNA." http://yanisvaroufakis.eu/2014/09/07...-an-iron-cage/ Schön sein Hinweis, dass Kohl und Mitterand (und und und...) "heimlich gehofft" haben, dass "die unvermeidliche Krise des EURO" eine wirkliche Europäische Union erzwingt. Tja. Geht aber nicht, sagt er. Das sollte man sich hier mal merken. Und da bekannt ist, dass ohne ein einiges EUROPA auch der Euro nicht funktionieren kann: was ist wohl die Konsequenz?
Gut zu wissen das Varoufakis weis, was Kohl, Mitterand usw. h e i m l i c h gehofft haben. Wenn das so wäre, hätten sie auf die No-Bail-Out Klausel im Maatrichter Vertrag verzichtet. Tsipras und Vavroufakis - die neuen Götter der Linken und aller die auf Umverteilung hoffen mit übersinnlichen Fähigkeiten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bssh 09.02.2015, 12:47
93. Börsen

"Die Rettungsprogramme haben versagt": Tsipras hat recht damit. Eine falsche Therapie kann man doch nicht einfach so fortsetzen, sondern man wechselt den Arzt und versucht eine andere Therapie.
Genau das hat das griechische Volk vernünftigerweise getan. Nur die bisherigen Ärzte glauben immer noch, dass die Therapie richtig ist, man müsse nur noch mehr davon machen.
Und natürlich schickt Tsipras nicht die Börsen in den Keller, nur weil er etwas Richtiges sagt. Die Börsen sind eine launische, wetterwendische Sache. Alles, was ihnen nicht gefällt lässt sie nervös werden, aber eine Regierung, die nach den Börsen schielt, handelt verantwortungslos. Das tägliche Auf und Ab an den Börsen sind vor allem Luftnummern. Oder ist Siemens jetzt plötzlich wirklich wertvoller, nur weil es angekündigt hat, Tausende Menschen zu entlassen und sich die Börse darüber freut und den Kurs steigen lässt? Das Unternehmen hat dadurch nicht mehr oder weniger Gewinn oder Umsatz gemacht. Man sollte die Börsen oder allgemein "die Märkte", wie es so schön heißt, nicht so wichtig nehmen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Meinung01 09.02.2015, 12:47
94.

Zitat von joe49
Einfach ausgedrückt haben die griechischen Regierungen versagt, die mit den Hilfsgeldern nicht dem Staat mit seinen Bürgern sondern den Banken geholfen haben. Wenn die Bürger Griechenlands erkannt haben, dass Tsirpas heiße Luft erzeugt und Griechenland neben der Isolation ins totale Chaos führt, wird das Militär die Macht übernehmen. Kaum auszudenken was dann mit Europa passiert.
Das ist doch nicht ihr ernst? Versagt haben IZB/IWF/EU und die griechischen Regierungen. Jetzt ist endlich eine neue und wie es aussieht nicht korrupte Regierung am Start und Sie behaupten, dass jetzt alles den Berg runtergeht? Was für ein Schwachsinn. Die Troika hat explizit auf alle Entscheidungen Einfluss genommen, die von den Regierungen in den letzten Jahren getroffen wurden. Warum hat die Troika denn nicht gesagt, Stop, keine Reformen die auf Kosten der Schwachen in GR geht? Stop zu Reformen die nur die Banken alimentieren? So einfach wie Sie meinen ist das leider nicht. Also erstmal ordentlich informieren, bevor Sie hier ihre Unwissenheit verbreiten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Altes Eisen 09.02.2015, 12:48
95. Der Mann

ist für mich ein rafinierter Blender.Der pokert sehr hoch.Er spekuliert darauf,das die weitere Rettung Griechenlands für Merkel & Co. alternativlos ist.
Die EU kommt noch auf Knieen aqngerutscht und bettelt darum,Griechenland Miliarden aufzuschwatzen,nätürlich ohne jegliche Gegenleistung.
Die EU wird Griechenland niemals fallen lassen,koste es was es will.Es ist ja nur das Geld der (Netto-) steuerzahler.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Yash_ 09.02.2015, 12:49
96. Massenhypnose!

Situation (A): Da ist jemand, der wirklich etwas ändern will, einen anderen Ansatz verfolgt, als den (besonders in Griechenland) zu Elend führenden Weg des Kapitalismus.

Bewertung (B): "Das darf der doch nicht!" oder: "Oha, was wird nur aus den Börsenindizes!?" oder: "Meine Anlagen sind nicht mehr sicher, ich werde demnächst an Hunger sterben!" oder: "meine Anlagen sind nicht sicher, und ohne die bin ich ein Niemand!"

Konsequenz (C): Angst, Angst, Angst!

Sich aus o.g. ergebende Frage: Wann fängt eigentlich einmal eine inhaltliche Diskussion an, ohne Aufbauschen, Dramatisieren und Angstmacherei? Das Wohl eines Landes sollte nicht nur etwas mit den Börsenindizes zu tun haben! Als alternative Erklärung für den Einbruch der Börsen wäre auch die Kriegstreiberei unserer überseeischen "Freunde" denkbar!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tomduhli 09.02.2015, 12:51
97. Auch das Volk profitierte von den Milliarden

Ich kann es wirklich bald nicht mehr lesen, wir hier von einigen hier immer wieder der Eindruck erweckt wird, dass nur die Reichen, die Banken, etc. was von dem Geld haben und hatten, das man Griechenland geliehen hat. Auch im Volk kam das Geld an. Es wurde konsumiert, man hat gut, bzw. jedenfalls besser als jetzt gelebt. oder es wurde zurückgelegt, es wurde und wird jetzt wieder verschoben - von klein bis groß, da gibts sicher keine Ausnahme. Die Verzweiflung im Volk erklärt doch, dass da mal viel Geld da war, das jetzt nicht mehr fließt. Alle - bis auf die berühmten Ausnahmen - waren an dieser Entwicklung mitbeteiligt, sonst hätte es garnicht soweit kommen können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Don_Draper 09.02.2015, 12:51
98. Der Mann

macht das richtig. Warum sind denn alle so nervös? Das ist wie mit Zypern. Doch nicht, weil Griechenland eine Wirtschaftsmacht ist, sondern weil man dahinter kommen könnte, dass nicht alles so laufen muß, wie sich das Merkel und die EU vorstellen.
Mal angenommen, Griechenland versinkt in Armut, was ja jetzt schon der Fall ist und entsteht in 15 Jahren gesundet neu auf einem niedrigen Niveu, womit die Menschen aber leben können und wo alle wissen, das haben sie selbst gechaffen und das wurde ihnen nicht von außen diktiert. Dann kämen vielleicht noch andere Völker auf die Ideen, dem sinnlosen Kredit-Kaptilismus abzuschwören und kleinere Brötchen zu backen. An wen verkaufen wir denn dann unseren ganzen Kram?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Dr.Watson 09.02.2015, 12:52
99. Och Joh!

Im Zusammenhang mit Griechenland, lese ich ständig von Hilfsprogrammen für dieses Land. Allein diese Terminologie ist doch geradezu Volksverdummung.

Es ist doch eine Tatsache, das diese "Hilfe" Nullkommanix mit Griechenland als solches zu tun hat, jedoch sehr viel mit vorsätzlich wider besseren Wissens getätigten Investments diverser Banken, die allesamt die "Hilfe" der Bürger der EU bereits vor Jahren in ihre Kalkulation haben einfliessen lassen und ihren Bankern dafür dann auch noch Abermillionen Boni für Schrottinvestments bezahlt haben.

Es ist absolut nachvollziehbar, das eine junge, engagierte und vermutlich nicht korrupte Regierung, eine Fortsetzung dieses dreckigen "Spiels" ablehnt - auch angesichts von vielen inzwischen an Unterernährung leidenden griechischen Kindern, bei denen neben dem Rest der eigenen Bevölkerung Nullkommanix dieser tollen "Hilfe" ankommt!

Es ist mehr als an der Zeit, das nicht permanent die Bürger der EU für Schrottinvestments der Banken und ihrer unfähigen Investmentbanker geradestehen müssen - lasst diese Pleite gehen und wenn es noch so sehr an "den Märkten" rappelt!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 10 von 22