Forum: Wirtschaft
Griechenland-Poker: Tsipras schickt Börsen mit Kampfrede auf Talfahrt
AFP

Der Griechenland-Streit macht Europas Anleger nervös. Premier Alexis Tsipras hat weitere Finanzhilfen kategorisch abgelehnt, an den Börsen rauschen die Kurse in den Keller.

Seite 11 von 22
Senf-Dazugeberin 09.02.2015, 12:53
100. Rumpelstilzchen

Zitat von frietz
oh gott, wir, wir werden alle sterben, die börse geht ein bisschen nach unten. wo ist die nächste brücke zum runterspringen? was für ein käse. ich habe noch eine weitere Frage. wie sie schon schreiben, ist die sache nicht erst seit gestern bekannt. was wäre denn die alternative zu Tsirpas gewesen? Die alten Kader WIEDERWÄHLEN? auf dass der Schuldenstand weiter steigt? der mann ist zwei wochen im Amt und hat schon mehr Kritik einstecken müssen als merkel in ihren 9 jahren. liegt wahrscheinlich daran, dass merkel so gute politik macht (nur ein scherz) oder dass man merkel überhaupt nicht mit der politik in zusammenhang bringt (mein tip).
Sie haben ja völlig recht damit, dass die alten Parteien in Griechenland unwählbar waren (schon seit Ewigkeiten). Dass sich die Linken/Rechten in Kombination durchgesetzt haben, finde ich prinzipiell schon ok - geht uns in D ja EIGENTLICH auch gar nichts an.

Aber die Herren Tsipras und Varoufakis hätten sich durchaus geschickter anstellen können. Entweder sind sie doch dämlicher als ich glaube oder ich habe das Rumpelstilzchen-Theater einfach noch nicht im Hinblick auf die eigentliche Intention verstanden...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
h.kuebler 09.02.2015, 12:54
101. Das macht ihn so aggressiv

Dass er einfach gar nix in der Hand hat, um die EU zu erpressen, das macht ihn so aggressiv. Drohen mit Euro-Austritt? Geht ja nicht, denn die Griechen wollen mehrheitlich im Euro bleiben. Damit drohen, dass er die Reformen aufkündigt? Geht schlecht, denn da hängt das Geld dran. Die Troika rausschmeissen? Ok, hat Eindruck gemacht, aber demnächst ist sie wieder da unter an derem Namen, denn ohne Kontrolle fließt die EU-Kohle nicht. Kein Wunder, dass er so wütet. Er dachte, es geht so einfach: Füllhorn ausschütten nach dem alten griechischen Wahlkampfslogan "Geld ist da", die böse-böse EU wird's schon zahlen, wie immer. Machen Sie nur weiter so, Mr. Tsipras, so erhöhen Sie die Chance auf einen Grexit. Wäre gut für alle Seiten. Meinetwegen dürften Sie dann auch gern 11 Mrd. von den Schulden abziehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
romeo_mike 09.02.2015, 12:55
102. Da lese ich ....

Tsipras: "Die neue Regierung ist nicht dazu berechtigt, um eine Verlängerung der Programme zu bitten, denn sie kann nicht um eine Verlängerung von Fehlern bitten."

Analysten: "Die harten Worte der griechischen Regierung machen Anleger nervös", sagte Bond-Experte Nick Stamenkovic von RIA Capital Markets. "Für einen Kompromiss gibt es keine Anzeichen."

Drum nochmals meine Frage:

Da "weigert" sich eine Regierung neue Schulden zu machen weil es völlig klar ist, dass sie (auch) diese nie innert absehbarer Zeit wird zurückzahlen können.

Aber sog. "Analysten" kritisieren das. Finden das seien "harte" Worte, haben Angst davor, dass Anleger nervös werden. Und erwarten einen "Kompromiss".

Kann mir da irgendwer mal erklären, warum man neue Schulden machen soll, wenn man schon die alten nicht zurückzahlen kann? Oder wie ein "Kompromiss" aussehen soll? Vielleicht nur neue Schulden in "halber Höhe" machen, damit dann nur "halb soviel" Geld verloren geht? ;-)

Und warum werden Anleger nervös? Weil sie ihr Geld nicht in da anlegen können, wo sowieso keine Rückzahlung mehr zu erwarten ist? Oder vielleicht, weil da jemand das "schwarze Loch" verstopft? ;-)

Besten Dank im voraus für eine nachvollziehbare Erklärung dieses SPON-Artikels.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Poco Loco 09.02.2015, 12:55
103. Heiße Luft

die Börsen werden ohnehin wieder einbrechen, egal ob mit oder ohne den Griechen. minus 2 % sind doch gar nichts im Vergleich zu den Steigerungen der letzten Jahre. Der Einfluß Griechenlands auf die Märkte sind doch nur hochgespielt worden, meiner Meinung nach, hätte das Ausscheiden Griechenlands aus allen Verträgen, tatsächlich kaum Auswirkungen auf die Märkte oder andere Länder der EU. Das Geld ist ohnehin weg und wird nie zurückbezahlt werden, das wissen alle schon seit Jahren, so what?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
minsk60 09.02.2015, 12:55
104. Mechanismus

Zitat von FKassekert
Alles wohl nur wieder Spekulationen, da man mit LEER-verkaeufen eben spekuliert und wettet, aber nichts nachhaltiges produziert? Talfahrt kann weiter gehen um den Markt mal echt zu reinigen und dann diese ganzen Spekulanten in die Wueste schickt! Was fuer ein Potential an Fachkraeften fuer die deutsche Wirtschaft! Jung, dynamisch, erfolgreich, kiffend und saufend und immer mit 110%
Wenn die Börse weiter fallen sollte, gewinnen die Leerverkäufer! Leider bleiben sie jeden Beleg schuldig, in welchem Maße Leerverkäufer für den Kursrutsch verantwortlich sind. Also wenn ich griechische Aktien hätte, würde meine Neigung, diese weiter zu halten, nach einer solchen Rede auch sinken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
svizzero 09.02.2015, 12:55
105. Hervorragende Strategie

Tsipras und Varoufakis machen genau das Richtige. Als erstes mal die ganze Welt nervös machen. Dann wird es wesentlich einfacher Forderung zu stellen und diese auch durchzubringen. Die Gegenseiten werden froh sein um jeden erdenklichen Kompromiss. Die Situation zeigt, wie fragil das gesamte Schuldengefüge ist, wenn ein Pleitestaat wie Griechenland die gesamte Finanzwelt mit ein paar Worten in Atem halten kann.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
olli0816 09.02.2015, 12:56
106. Das wird nicht passieren

Zitat von archi47
als ob ausgerechnet das kleine Griechenland die Zeitenwende einleitet. Wenn die Crashreflexe der Finanzwirtschaft ihre zu erwartende Routine abspielen, dann könnte vielleicht diesmal doch eine veränderte Weltwirtschaftsordnung am Ende dabei herauskommen. Hoffen wir auf Vernunft, auch bei den Kaufleuten der Banken und der Industrie. Obwohl - es gilt immer noch der Spruch, das man den Bock nicht für den Gärtner halten sollte!
Im Grunde gehts nur noch darum, wann Griechenland endlich pleite gehen darf. Es wird dabei keine neue Weltwirtschaftsordnung herauskommen, da Griechenland viel zu bedeutungslos ist. Die griechische Regierung pokert ein wenig zu hoch und wird damit zu 80% Schiffbruch erleiden. Es geht um generelle Interessen, die weit über Griechenland hinausgehen und das ist der entscheidende Punkt, warum führende EU-Länder Angst haben müssen. Da lassen sie lieber Griechenland untergehen als z.B. das gleiche für Italien, Spanien, Griechenland oder Irland zuzulassen.

Was bei den Griechenlandverstehern auch zu kurz kommt: Griechenland ist für seine Misere selbst verantwortlich. Mit einem hat Tsipras recht: Die EU hat ihnen zu viele Kredite gegeben. Das wird die EU auslöffeln müssen. Aber meistens ist es so, dass man schlechtem Geld gutes nicht mehr hinterherwirft. Mit deutschlandfeindlichen Parolen wird man nicht erwarten können, dass man auf Dauer weitere Unterstützung bekommt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Schreiberling aus München 09.02.2015, 12:57
107. Vollpfosten

Mit diesem griechischen Kasperlehaufen sollte man sich gar nicht näher auseinandersetzen. Je mehr Bühne die bekommen umso unverschämter agieren sie. Merkel als Hitler, 11 Millarden Forderung - prima Basis für ein Sanierungskonzept. Bald fehlen die Einnahmen aus dem Tourismus. Und der Grieche am Eck ist heute schon leer.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Don_Draper 09.02.2015, 13:00
108. Ein schönes

Zitat von barrakuda64
Nicht zu vergessen - das Klima und die Landschaft in Griechenland sind besser, insbesondere, da die Ukraine ihr einziges "Filetstück", die Krim, verloren und damit gar nichts mehr zu bieten hat. HALT - stimmt so nicht! Für Abenteuerurlauber empfiehlt sich ein Besuch des Prypjat Vergnügungsparks, mit Busrundfahrten durch das strahlenversuchte Gebiet und einem schicken Foto vor dem "Sarkophag", den die EU mit übernehmen und die nächsten 200.000 Jahre finanzieren darf. Damit steht fest: die EU muss mindestens 200.000 Jahre existieren. Da sind die 1000 geplanten Jahre eines gewissen Reiches nichts dagegen!
Besipiel, dass der "Kapitalismus" irgendwann auch nur ideologisch verbohrt ist.
Mit einem Schuldenschnitt der Griechen hat man große Probleme, aber eine Ukrainie, die man vorher natürlich als Absatzmarkt haben wollte und die man nun so nicht haben haben kann, hält man trotzdem die Stange, weil der böse Russe die will, obwohl uns das Milliarden kostet, die wir nie wieder sehen, z.B. sinnloses aufgeblähe der Rüstungsausgaben, weil die Nato plötzlich Morgenluft wittert.
Hätte der Russe kein Interssse an der Ukraine, würde das niemanden interssieren.
Vielleicht sollten die Griechen sich doch an die Russen hängen, dann wird das auch was mit dem Schuldenschnitt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Steve Holmes 09.02.2015, 13:03
109.

Zitat von svizzero
Tsipras und Varoufakis machen genau das Richtige. Als erstes mal die ganze Welt nervös machen. Dann wird es wesentlich einfacher Forderung zu stellen und diese auch durchzubringen. Die Gegenseiten werden froh sein um jeden erdenklichen Kompromiss.
Mit Terroristen und Erpressern sollt man nicht verhandeln. Das motiviert nur Andere es ihnen nachzumachen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 11 von 22