Forum: Wirtschaft
Griechenland-Poker: Tsipras schickt Börsen mit Kampfrede auf Talfahrt
AFP

Der Griechenland-Streit macht Europas Anleger nervös. Premier Alexis Tsipras hat weitere Finanzhilfen kategorisch abgelehnt, an den Börsen rauschen die Kurse in den Keller.

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analyse 09.02.2015, 11:52
10. Das Dilemma:Eine demokratische Mehrheit,erhofft sich

die Lösung des Problems von sozialistischen Linken,die noch nie weltweit in der Realität Erfolg hatten,nicht haben konnten,da die Linken einer prinzipiell falschen Ideologie unterliegen ! Nicht umsonst gab es z.B. für die SPD Godesberg und weitere Annäherung an die "Soziale Marktwirtschaft",um überhaupt regierungsfähig zu werden!Zu bedauern ist das griechische Volk !

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r.muck 09.02.2015, 11:53
11. Berliner und Brüssler Flaschen

Die Berliner und Brüssler Flaschen starrten auf die Finanzmärkte, sprich das Kapital der 1% Menschen, das diese "Märkte" beherrscht. Und die Reichen wurden bei allen Hilfsschirmen und Rettungsaktionen über die Banken immer reicher.

Es ist wie eine Erlösung, dass ein linker Grieche mit einer pointierten Rede, diese "Märkte" das Fürchten lehrt.

Mit viel Sympathie schaut man nun auf Podemos in Spanien.

Und auch Außenpolitisch, insbesonders in der US- und Oligarchen-Krise der Ukraine, sehe ich einen Schimmer am Horizont. Nicht zu verwechseln mit der Chrysi Avgi *lach*

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romeo_mike 09.02.2015, 11:54
12. Was mir nicht klar ist ...

Was ich halt einfach nicht verstehe ist Folgendes:

Da weigert sich jemand der die Zahlen kennt, weitere Kredite aufzunehmen, weil er zu "200%" weiss, dass er sie nicht zurückzahlen kann.

Auch alle anderen die sich auch nur ansatzweise mit den aktuellen (nicht von dieser Regierung aufgehäuften) Schulden auskennen, sehen das im In- als auch im Ausland genau so.

Und trotzdem wird ihm vorgeworfen, sozusagen der hinterletzte, undankbarste und unzuverlässigste Politiker zu sein, den es momentan auf dieser Welt gibt.

Frage: Warum reagieren Börsen auf etwas, das seit Jahren jedem bekannt ist, der sich auch nur 5 Minuten mit dem Schuldenstand von GR befasst hat?

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salkin 09.02.2015, 11:55
13.

Ein Großteil der Verluste ist bereits wieder aufgeholt. Die EZB wird`s schon richten. Wenn Herr Tsipras gute Berater hat könnte er versuchen sämtliche Vereinbarungen auch die Rückzahlung der "Darlehen" z.B. des ESM aufzukündigen, da diese im Interesse der Geldgeber zur Rettung ihrer Banken gegeben wurden. Beim griechischen Bürger ist hiervon offensichtlich nicht viel angekommen. Da die Geldgeber über die Troika die Kontrolle über die Geschäftstätigkeit Griechenlands "Reformen" weitgehend übernommen haben, kann man hier nicht mehr von Darlehen sondern von Zuwendungen sprechen. Das ergibt sich auch daraus, dass Griechenland bei Abschluss der Verträge bereits zahlungsunfähig war. Auch das Gutachten des EuGH zu den Anleihekäufen der EZB spricht hier eine klare Sprache. Jeder Insolvenzverwalter würde sich die Hände reiben über die vielen Anfechtungsgründe gegen eine Rückzahlung der Kredite an EZB, IWF, EFSF (KfW) und ESM.

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Brennstoff 09.02.2015, 11:56
14. Alles auf rot!

Hr. Tsipras geht volles Risiko.
Jetzt liegt der Ball im Feld der Gläubiger.
Ich bin gespannt, auf welches Feld die Kugel springt, wenn der Kessel anhält.

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Bondurant 09.02.2015, 11:56
15. Wo er recht hat

Varoufakis:

"In a previous article I argued that Federation was never truly the ‘logical’ conclusion of the Eurozone’s formation. There were, of course, many, including President Mitterrand and Chancellor Kohl, who had surreptitiously hoped that the euro’s inevitable crisis, at some point, would force our politicians to concede to the creation of a federal constitution and a federal government to be elected on the one-person-one-vote principle. Alas, they were badly mistaken: a democratic United States of Europe was, and remains, inimical to the European Union’s DNA."

http://yanisvaroufakis.eu/2014/09/07...-an-iron-cage/

Schön sein Hinweis, dass Kohl und Mitterand (und und und...) "heimlich gehofft" haben, dass "die unvermeidliche Krise des EURO" eine wirkliche Europäische Union erzwingt. Tja. Geht aber nicht, sagt er. Das sollte man sich hier mal merken. Und da bekannt ist, dass ohne ein einiges EUROPA auch der Euro nicht funktionieren kann: was ist wohl die Konsequenz?

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h.kuebler 09.02.2015, 11:56
16. Genau das ist es doch, was er will

Läuft ja wie geschmiert. Regierungserklärung - Turbulenzen an den Finanzmärkten. So passt es doch. Seht ihr, jetzt müsst ihr nachgeben, EU und Deutschland und alle anderen, die an der Misere Griechenlands schuld sind. Alimentiert uns weiter (aber ohne Kontrolle bitte), sonst stürzen wir euch samt den Euro ins Chaos. Überreizen Sie nur nicht Ihr Blatt, Herr Pokerspieler Tsipras

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nesmo 09.02.2015, 11:58
17. Wie kann Tsipras noch glauben

mit seinem Konfrontationskurs gegen den Rest der Welt durchzukommen. Um so schwieriger die Situation um so mehr sein jetzt erst recht. Entweder ein grandioser Sieg oder er zieht sich halt aus der Politik zurück. Für den Scherbenhaufen sind dann ja wieder die anderen verantwortlich. Er hat alles gegeben und fühlt sich weiterhin im Recht im Kampf gegen die Übermacht der EU. Wegen seiner kompromislosen Haltung wollten ihn die Wähler, weil sie auch dachten, schlimmer kann es ja nicht kommen. Doch es wird viel schlimmer kommen, auch wenn darin, außerhalb des Euro, dann eine Chance zu einem sehr langsamen Wiederaufstieg steckt. Das ist aber eindeutig der schwierigere Weg für Griechenland. Kompromislosigkeit zahlt sich nur aus, wenn man stark genug ist. Für die Ehre gibts nichts.

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jogi1709 09.02.2015, 11:58
18. Um das Elend zu beenden

sollten wir aus dem Euro austreten und mit falls aus der EU gleich mit. Die Griechen beschweren sich Geld bekommen zu haben. Die EU wird ihnen noch mehr geben, und zwar unseres . Da die fürchterliche Situation der EU ja angeblich unsere Schuld ist / und einige Foristen entblöden sich nicht, das zu glauben - ist es nur konsequent, wenn wir unsere Tyrannei beenden.

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Nonvaio01 09.02.2015, 11:59
19. war zu erwarten

die Boesen sollte man eh nicht Ernst nehmen, da wird eh nur mit Geld gehandelt welches es defacto nicht gibt.

Und wo der mann recht hat hat er eben recht. Das "Hilfsprogram" ist eh nur dazu da um den banken Ihre verlusste auszugleichen, allen vorran Deutschland.

Die haben sich verzockt, und der Buerger soll es zahlen.

Von den ganzen Hilfs MRD und den doch so grossen schulden(gerade mal 1/7 von dem was D als schulden hat) sind 90% schulden die die Banken verursacht haben.

Das eigentlich problem ist das es scheinbar ein Politiker gibt der auch macht was er im whalkampf angekuendigt hat, an soetwas ist man in Europa ja schon lange nicht mehr gewoehnt.

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