Forum: Wirtschaft
Griechenland-Politik: Die verpasste Chance der SPD

Alexis Tsipras geht mittlerweile auch vielen Sozialdemokraten auf die Nerven. Schade, denn an der SPD hängt viel in der Eurokrise. Sie könnte helfen, das unrealistische Spardiktat zu durchbrechen.

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karoquer 08.06.2015, 18:36
10.

Nehmen wir Hr. Münchau,
wenn Griechenland pleite geht, drohen der BRD ein 3-stelliger Mrd.Verlust und unabsehbare Folgenkosten, so sagt er. Dieser Verlust droht zwar, aber kann jederzeit wieder werthaltig werden, auch in 100 Jahren. Siehe Deutschland mit seinen Reparationen aus WK1 und aktuell Argentinien ggü. den amerikanischen Fonds. Nur der Forderungsverzicht ist endgültig. Und weitere Folgekosten? Diese könnten sich minimieren, wenn Griechenland gezwungen wäre, seine eigenen Kräfte zu mobilisieren. Insgesamt also keine schlechten Perspektiven.
Münchaus Variante führt garantiert durch den Schuldenerlass zu sofortigen Mrd.Kosten und lässt gleichzeitig für mehrere Generationen die Bereitschaft Griechenlands, sich aus eigener Kraft zu helfen,vollends Absterben. Man kann nur wünschen, dass die Regierung solche "Experten"-Meinungen weiterhin ignoriert.

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kilix.brandenburg 08.06.2015, 18:37
11.

Zitat von pace335
wie in diesem Bericht mal wieder über Fr. Merkel hergezogen wird. Aber was ist denn die Alternative zur sogenannten Sparpolitik von Fr. Merkel? Sollen wir deutsche Steuerzahler weiterhin zuschauen wie in Griechenland viel höhere Renten bezahlt werden.....
Die Alternative ist, dem Land soviel Luft zu lassen, dass es sich wirtschaftlich erholt und seine Schulden zurückzahlen kann.
Dass die merkelsche Politik gescheitert ist, hat sich doch mittlerweile rumgesprochen, ist aber bei Ihnen noch nicht angekommen.
Das Märchen von den immer noch höheren Renten als in Deutschland, können Sie auch keinem mehr erzählen, schon niemanden der sich in Griechenland auskennt.

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dukatenjunge 08.06.2015, 18:49
12. Der

ist doch ohnehin weg, warum also jetzt nicht den Stecker ziehen, anstatt sich mit den Athener Hütchenspielern rumzuschlagen?
Sollen die halt die ein oder andere Insel an uns verkaufen um ihre Schulden zu tilgen. Wäre jedenfalls eine Vorstufe zur gewünschten politischen Union.

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karend 08.06.2015, 18:50
13. .

"Der Euro war ohne Zweifel eine Frühgeburt." Wenn nicht gar eine Fehlgeburt. Hinzukommt, dass Verträge regelmäßig gebrochen werden, bei steten Fehlverhalten keine Konsequenzen erfolgen, Bürgerwillen die Politiker eher weniger interessiert etc. Schade, dass es in Deutschland kein Referendum zum Verbleib in der Eurozone geben wird. Das Ergebnis wäre schon sehr interessant.

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kilix.brandenburg 08.06.2015, 18:51
14.

Zitat von curiosus_
Welche Change? Weitere (viele) Milliarden in das Fass ohne Boden zu werfen? Dann wären wir wieder bei obigem Harakiri. Herr Münchau, der Königsweg ist nicht existent.
Was glauben Sie sind von den 2,2 Billionen deutscher Staatsschulden verplempert wurden?
Garantiert wesentlich mehr als je für Griechenland ausgegeben wurde und noch ausgegeben wird.
Das verplemperte Geld ist auf Nimmerwiedersehen verloren, von den Griechen gibt es zumindest eine Chance, einen Teil wiederzusehen.
Also, Europa funktioniert nur mit einem Länderfinanzausgleich.
Ansonsten kann man das sogenannte "Friedensprojekt" vergessen.
Der Tag der Entscheidung kommt näher und Merkel wird einen Teufel tun, das Friedensprojekt platzen zu lassen.

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kippelman 08.06.2015, 18:53
15. Gähn

Immer wieder dieselbe Leier. Griechenland zahlt so oder so niemals zurück. Ergo sind die fast 100 Milliarden sowieso verloren. Griechenland weiter im Euro = noch mehr hinterherwerfen bevor es abgeschrieben wird. Griechenland raus aus dem Euro = Ende des elendigen und unwürdigen Geplänkels mit den Athener Steuerhinterzieherschutzpatronen. Die sind endlich so frei wie sie sein wollen und können wertlose Drachmen regnen lassen. Herr Münchau redet im Grunde nur einer endlosen Verlängerung des Theaterstücks das Wort. Das aber nutzt weder Griechenland noch Europa noch Deutschland, es sorgt nur für immer noch mehr EU-Verdrossenheit und wird eher zu einer Radikalisierung als Integration führen. Damit ist das ganze Gerede um Griechenland nur noch gefährliche Gaukelei.

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schwaebischehausfrau 08.06.2015, 18:53
16. Merkels Euro-Politik beliebt..??

glaube eher, dass es den meisten Menschen in Europa ziemlich auf den Senkel geht, dass sich Merkel wieder und wieder erpressen lässt und jedem letzten Vorschlag, ein allerletzter Vorschlag folgt. Und wenn der dem "lieben Alexis" doch nicht genehm ist, vielleicht doch noch ein allerallerletzter Vorschlag. Merkel's lächerliches Festhalten an einem faktisch längst bankrotten Griechenland im Euro hat schon lange keine Mehrheit mehr an der CDU-Basis. Und wenn selbst die Griechenland-Versteher und Eurobonds-Fans Gabriel, Schulz und Juncker jetzt schon die Faxen dicke haben , dann sagt das alles.

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APO 08.06.2015, 18:55
17. Der griechische Patient

Ihnen ist offenbar entgangen, daß Frau Merkel einen Grexit ausschließt, da besteht offenbar Einigkeit in der großen Koalition.
Die Sollbruchstelle verläuft zwischen Frau Merkel und ihren Wählern, die mehrheitlich gegen weitere Griechenlandhilfen sind.
Herr Gabriel träumt derweil von einer europäischen Sozialunion, was sich auch sehr teuer anhört.
SPD und Grüne signalisieren schon, auch einem dritten Rettungspaket zuzustimmen. Und da ist ja auch noch eine europäische Arbeitslosenversicherung und die europäische Einlagensicherung im Gespräch. Eigentlich müsste Ihre Welt doch in Ordnung sein Herr Münchau.
Das wahre Problem ist, daß es für die gefühlte Mehrheit im Land offenbar keine passende Partei im deutschen Bundestag gibt. Das Resultat sind frustrierte Nichtwähler und Protestwähler, die bis 2017 wohl eine wählbare Alternative zustandebringen.

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RioTokio 08.06.2015, 18:58
18.

Seltsame Logik.

Wir haben uns gegenüber den Griechen erpressbar gemacht, in dem wir uns auf deren Wort verlassen haben und viel Hilfsgeld gegeben haben.

Und nun kommt von Münchau die Empfehlung noch mehr Geld nach Griechenland zu überweisen und das ohne Reformen und das obwohl klar ist, dass die sich nie an Zusagen halten.

Wir machen uns noch mehr erpressbar, ignorieren Vertragsbruch und ermutigen andere auch auf Kreditverpflichtungen zu pfeifen.

Dafür sollen wir hier in Deutschland brav malochen gehen und Steuern zahlen.
Das ist der blanke Hohn.

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f_aus_m 08.06.2015, 18:58
19. Morgenthau?

Die Griechen und ihre 5. Kolonnen tun immer so, als wäre eben der troianische Krieg zuende gegangen, Kreta untergegangen oder die Pest ausgebrochen. Und dann kommen die bösen Dorer (vulgo = Deutschen) und wollen die armen Griechen versklaven!
Es ist recht simpel: Griechenland MUSS einen Primärüberschuß erwirtschaften, sonst gibt es keinerlei Fortbestehungsprognose und damit auch kein Geld. Daß die Griechen nicht begreifen wollen, daß ihnen natürlich unter die Arme gegriffen wird, wenn Reformen angegangen werden. Aber seit einem halben Jahr brüllen diese Halbstarken pausenlos: Wir wollen uns nicht ändern! Wir wollen nicht arbeiten! Wir halten uns nicht an Abmachungen!
Kindergarten. Und nun werden sie auch so behandelt. Hoffentlich.

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