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Griechenland und der Euro: Ifo-Chef Sinn lobt Syriza-Chef Tsipras
AP/dpa

Griechenland kann nach Meinung von Hans-Werner Sinn eine neue Staatspleite nur abwenden, wenn es die Eurozone verlässt. Anders wird das Land nicht wieder wettbewerbsfähig, glaubt der Ifo-Chef - und setzt auf Syriza-Chef Alexis Tsipras.

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axelmueller1976 06.01.2015, 11:57
60. Hallo Nr. 7 Nicht nur Prof.Sinn und Prof Lucke

Zitat von kopp
Lucke war immer schon dafür. Nun ist auch bei Sinn der Groschen gefallen. Gespannt, wann die nächsten nachziehen.
Haben erkannt, daß der EURO nicht bestehen wird. Jeder welcher rechnen kann wie die schwäbische Hausfrau und zwei und zwei zusammenzählen kann weis das. Nur die Politiker in Europa wollen dem Wahlvolk nicht den Fehler eingestehen. Schaut euch doch die Sparzinsen, Versicherungen und Zukunft der Renten an .Hinzu die Arbeitslosen in den anderen EURO-Ländern. Das kann nicht Europas Zukunft sein.

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baba55 06.01.2015, 12:04
61.

Wie oft hat das Schäuble wohl mantrahaft die letzten Jahre gesagt?

Und jetzt könnte es wirklich wahr werden, aber ganz anders als Schäuble es meinte

Austreten
Schuldenschnitt (zahlen jetzt eh die Steuerzahler, da Politiker so lange gezielt verzögert haben, damit die Banken ihren "Dreck" auf den Steuerzahler (also sie und ich) abwälzen konnten)
Abwerten
Dann kurzes Tal der Tränen
Und dann geht es wieder aufwärts, weil GR preiswert geworden ist

Die Verzögerung hat uns gemeinen Steuerzahler (nicht den reichen Anleger, dafür danke H Schäuble u Co) halt viele Mrd gekostet, aber was solls

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merkur08 06.01.2015, 12:06
62. Wieder ne Menge Hobbyoekonomen hier unterwegs..........

Und die griechische Wirtschaft war nie richtig konkurrenzfaehig, da es sie bis vielleicht auf die Schiffahrt nie gab.

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freespeech1 06.01.2015, 12:08
63.

Zitat von freigeist1964
was sind denn die grichische Produkte, die billiger werden? Fetakäse, Oliven und Wein. Und welche grichischen Produkte werden sonst gehandelt? Eben, NICHTS, da gibts NICHTS, alles wird importiert. Und mit welchem geld soll das bezahlt werden? Kein Investor wird Gr mehr Geld leihen und der Drache wird einer Hyperinflation unterliegen und nichts mehr wert sein, wofür sich die Gricehn noch as kaufen können.
Erstens ändert sich natürlich nichts innerhalb von 24 Stunden. Aber mehr Wettbewerbsfähigkeit lockt Investoren an, die wegen der hohen gegenwärtigen Lohnkosten heute in anderen EU-Ländern investieren. Selbst griechische Unternehmen können viel billiger in Bulgarien produzieren lassen. Das würde sich ändern, aber eben nur im Außenverhältnis. Gegenwärtig investiert kaum jemand in Griechenland.
Man muss sehen, dass der Binnenmarkt belebt würde, es würde weniger importiert und mehr im Lande selbst hergestellt. Das schafft Arbeitsplätze auch aus dem Binnenmarkt, nicht nur durch höhere Exporte.
Der Wert der Drachme und die Inflationsrate wären so hoch, wie sie in Griechenland heute wären, wenn das Land nicht den Euro hätte. Es würde sein wie in Vor-Eurozeiten.
Die gegenwärtige Strategie der inneren Abwertung hat Massenarbeitslosigkeit und Deflation bewirkt, die Staatsverschuldung trotz Sparprogramm erhöht. Es ist nicht erkennbar, was sich daran ändern sollte, wenn man so weiter macht. Da wird Griechenland wohl noch weiter abstürzen, und das hat nicht nur Prof Sinn erkannt

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baba55 06.01.2015, 12:13
64.

Wie oft hat das Schäuble wohl mantrahaft die letzten Jahre gesagt?

Und jetzt könnte es wirklich wahr werden, aber ganz anders als Schäuble es meinte


Austreten
Schuldenschnitt (zahlen jetzt eh die Steuerzahler, da Politiker so lange gezielt verzögert haben, damit die Banken ihren "Dreck" auf den Steuerzahler (also sie und ich) abwälzen konnten)

Abwerten
Dann kurzes Tal der Tränen

Und dann geht es wieder aufwärts, weil GR preiswert wird

Die Verzögerung hat uns gemeinen Steuerzahler (nicht den reichen Anleger, dafür danke H Schäuble u Co) halt viele Mrd gekostet, aber was solls

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mulli3105 06.01.2015, 12:18
65. Sinn und Unsinn...

es mag ja sein, dass GR nach einem kompletten Schnitt und der Rückkehr zur Drachme "wettbewerbsfähiger" werden würde, aber das setzt voraus, dass die Reformen anhaltend weitergeführt werden.
Bis jetzt hört man von Tsipras nur Phrasen, die in den Ohren der Wähler gut klingen: Erhöhung der Renten, Senkung der Steuern, Einstellung von Beamten usw. Dieses Programm ist finanzpolitischer Selbstmord, mit oder ohne Euro, mit oder ohne Drachme.
Wenn GR nicht lernt, dass ein Staat kostet und dafür Steuereinnahmen braucht, dass man kein Dubai ist, das kostenlose Wohnungen, Krankenhäuser, Schulen und Ministeuern aufgrund von Ölvorkommen zur Verfügung stellt, solange wird sich da unten nichts ändern. Ohne Moos nix los.
Bleiben sie reformwillig, können sie auch im Euro bleiben. Aber es gilt vertraglich: jedes Mitglied muss seine Verbindlichkeiten bedienen. Und wenn Tsipras das eigenmächtig aussetzt, kann er nicht Solidarität erwarten vom Rest der EU.
GR ist m.E. nicht zu retten, nicht mit großen Sprüchen, nicht mit großen Krediten, nicht mit großen Schuldenschnitten. Entweder sie "machen Staat" oder sie gehen unter. Da hilft kein Sinn und kein Tsipras.

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peku32 06.01.2015, 12:19
66. Destabilisierung Griechenlands

Zitat von freespeech1
Erstens ändert sich natürlich nichts innerhalb von 24 Stunden. Aber mehr Wettbewerbsfähigkeit lockt Investoren an, die wegen der hohen gegenwärtigen Lohnkosten heute in anderen EU-Ländern investieren. Selbst griechische Unternehmen können viel billiger in Bulgarien produzieren lassen. Das würde sich ändern, aber eben nur im Außenverhältnis. Gegenwärtig investiert kaum jemand in Griechenland. Man muss sehen, dass der Binnenmarkt belebt würde, es würde weniger importiert und mehr im Lande selbst hergestellt. Das schafft Arbeitsplätze auch aus dem Binnenmarkt, nicht nur durch höhere Exporte. Der Wert der Drachme und die Inflationsrate wären so hoch, wie sie in Griechenland heute wären, wenn das Land nicht den Euro hätte. Es würde sein wie in Vor-Eurozeiten. Die gegenwärtige Strategie der inneren Abwertung hat Massenarbeitslosigkeit und Deflation bewirkt, die Staatsverschuldung trotz Sparprogramm erhöht. Es ist nicht erkennbar, was sich daran ändern sollte, wenn man so weiter macht. Da wird Griechenland wohl noch weiter abstürzen, und das hat nicht nur Prof Sinn erkannt
Es gibt Kräfte, die Griechenland destabilisieren wollen, egal wie, Hauptsache die gehen kaputt. Wer könnte das wohl sein?

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RenegadeOtis 06.01.2015, 12:52
67.

Zitat von peku32
Freilich 0,4%. Man muss ja nicht alles glauben. Und Tourismus gibts da vermutlich auch keinen, so hässlich wie das da ist. Stimmts? Und falls doch, macht er höchstens 0.01% aus. Da kann kann man nichts machen, stimmt. Deswegen sind die da auch vor 2000 Jahren schon alle verstorben. :)
Nein, Tourismus macht 10% des BIP aus. Haben Sie andere Zahlen? Wenn ja, wo?

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RenegadeOtis 06.01.2015, 12:53
68.

Zitat von freespeech1
Die Sache mit den Gesetzen nimmt man in der EU und Eurozone nicht so genau, siehe beabsichtigter Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB
Sie meinen die EZB begeht offenen Vertragsbruch? Worauf begründet sich Ihr juristisches Fachwissen?

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Marschewski 06.01.2015, 12:56
69. Prof. Sinn hat recht

aber die Partei(-en) in Deutschland und die darin wirkenden ökonomisch Halbgebildeten haben natürlich immer mehr recht. Wie man an der Berichterstattung des Spiegels und den Kommentaren hier ablesen kann, wird auch das noch als tendenziös gewertet. Vorausgesagt hatten es die seriösen Ökonomen doch längst, wobei man dafür nicht unbedingt ein wirtschaftswissenschaftliches Studium braucht.

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