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Griechenland und Europa: So funktioniert das Spiel nicht
REUTERS

Der griechische Finanzminister Varoufakis hat sich verzockt. Dabei ist er gelernter Spieltheoretiker - er müsste wissen, wie Verhandlungen laufen. Das Problem: Das Spiel Europa funktioniert nicht mehr, es braucht neue Regeln.

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spon-1280943165745 21.02.2015, 22:20
10. Das beste aus der momentanen Situation machen

Sie stellen es am Ende Ihres Beitrags selber fest, einen Bundesstaat Europa wird es auf unabsehbare Zeit nicht geben. Dazu fehlen wesentliche Voraussetzungen, z.B. sehr gro0e Unterschiede in der Entwicklung der einzelnen Nationen, unterschiedliche Auffassungen zur Wirtschafts- und Außenpolitik und vor allen der Wille sich zu einer europäischen Nation zu bekennen. Im Moment ist es doch eine Schönwettergemeinschaft die Gefahr läuft im ersten Sturm im Egoismus ab zu saufen. Dazu kommen auch noch die Verwerfungen der beiden Weltkriege und der Folgen daraus, d.h. Teilung Europas in Ost und West mit doch sehr unterschiedlichen Entwicklungen. Die Folgen sind m.E. noch vorhanden und im Moment nur nicht so relevant, aber in Stresssituationen - siehe Reparationsforderungen Griechenland - kommen sie wieder ans Tageslicht.

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claus.w.grunow 21.02.2015, 22:22
11. Spielregeln

Was wir sehen und durch die "neutrale Presse" verschwiegen wird ist die einfache Tatsache, dass sich die Banken und Investoren ordentlich verzockt haben. Nach den Spieltregeln heißt das "Geld futsch". Aber das gilt nur für den normalen Bürger, wie die Vielen, die ihr Erspartes durch die Lehmann Brothers Pleite verloren haben und wohl jetzt irgendwo vor sich hin hungern.

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amb 21.02.2015, 22:29
12. realitätsverweigerung

was deutsche journalisten so von sich geben geht auf keine kuhhaut mehr. was soll das? die eu ist eingeknickt und zwar auf unfassbare weise. die griechen bekommen alles was sie wollen und zwar ohne jegliche gegenleistung. die eu liegt in den letzten zügen und merkel war das allerschlimmste was dem kontinent passieren konnte. das gleiche gilt für die usa und obama. der ist gott sei dank in 2 jahren weg. und gott schütze uns vor hillary clinton. denn dann geht alles vor die hunde.

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guntramruecker 21.02.2015, 22:34
13. übergeordnete Instanz

Deutschland wollte nie Hegemon sein, sondern die Währungsunion und die politische Union als Einheit realisieren, was am Widerstand Frankreichs gescheitert ist, das nur an der Abschaffung der starken DM interessiert war. Vielleicht ist die aktuelle Krise der Beginn eines föderalen Europas ...

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sober 21.02.2015, 22:34
14. Genug ist genug

Sorry, aber es reicht! Langsam wissen wir, dass der griechische Finanzminister Spieltheoretiker ist und wie das Chicken-Game funktioniert. Ich kann es einfach nicht mehr hören und lesen. Denkt euch mal einen neuen Aufhänger auf, um originell über griechische Politik und Europa zu berichten. Das Pferd ist totgeritten, aber sowas von!!

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großwolke 21.02.2015, 22:36
15.

Bei aller Europa-Utopie, Herr Müller, sollten Sie sich fragen, was sie als Deutscher wollen sollten. NOCH ist unsere Regierung eine deutsche, sie ist dem Grundgesetz und primär dem Wohl der eigenen Bevölkerung verpflichtet, oder sollte das zumindest sein. Bereits jetzt jedoch opfert Deutschland den Wohlstand seiner Bürger zugunsten zweifelhafter europäischer Benefits. Zur Erinnerung: mit der EU, so wie sie vor der Euro-Einführung war, waren bereits gewisse finanzielle Transfer-Mechanismen geschaffen und die Grundlage zum wirtschaftlichen Zusammenwachsen des Kontinents war mit der Zollunion sowie den Schengener Abkommen gelegt. Aber anstatt die Zusammenarbeit auf dem langen Weg zu festigen, zunächst einmal gemeinsame politische Aufgaben zu lösen und wie z.B. die europäische Verteidigungspolitik oder gar eine gemeinsame Koordinierung wirtschaftspolitischer Maßnahmen, hat man gleich nutzlose Einrichtungen wie das Europäische Parlament geschaffen und den letzten möglichen Schritt, die Währungsunion, auf maximal dilettantische Weise durchgezogen. Die Rechnung präsentiert sich jetzt. Wirtschaftlich entspannende Situationen wie der sinkende Ölpreis könnten viel stärker wirksam sein, wenn sie nicht aufgrund der durch die Schuldenkrise verursachten Weichwährungspolitik verpuffen würden. Und wenn man den statistischen Warenkorb mal auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Normal- bis Niedrigverdiener anpassen würde, würde man auch sehen, dass ein Gutteil dessen, was Wohlstand bedeutet (Bekleidung, Heimelektronik, teils Waren des täglichen Bedarfs) aus Fernost eingeführt wird und vor allem für uns Deutsche, verglichen mit einem Hartwährungszenario, in Zukunft immer teurer werden wird. Da will ich noch gar nicht anfangen, über den Import fossiler Energieträger zu reden oder darüber, dass mit sinkendem Einkommen die Neigung zum Kauf einheimischer PKW stark abfällt. Wie bei allem anderen ist auch bei Europa mehr nicht immer besser, und das Zusammenhalten eines Fehlgebildes um jeden Preis bringt auf lange Sicht mehr Ärger innerhalb Europas als es, und das war ja das eigentliche Ziel, vermeidet. Daher: Währungsunion soweit nötig auflösen, politische Zusammenarbeit intensivieren. Das sollte das Ziel sein.

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jeze 21.02.2015, 22:36
16. Warum?

Mir fällt zu soviel Schwachsinn nichts vernünftiges mehr ein.

Dass der Euro auseinanderfällt ist eine mathematische Gewissheit - Griechenlands Handeln ist nicht dafür verantwortlich, dass es so ist, sondern nur, dass es sie als erstes trifft.

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jph_22 21.02.2015, 22:38
17.

Solange Deutschland exportweltmeister bleibt, d.h. Güter exportiert und dafür 'Geld' einnimmt, und 70% seines exports in die EU gehen, müssen sich die anderen Euroländer gegenüber Deutschland verschulden. Dieser Umstand wird eine monteäre union Über kurz oder lang sprengen. Insbesondere da die anderen Euroländer sich nicht mehr extern, d.h. über eine abwertung ihrer währung anpassen können. Sie können sich nur noch Intern, d.h. durch Lohnsenkungen Anpassen. Dies Führt jedoch zu einem zusammmenbruch ihrer eigen Wirtschaften wie man an Griechenland, portugal, spanien, Italien und zunehmend auch an Frankreich sehen kann.

Die einzige möglichkeit wie man die Währungsunion , und somit auch die Europäische Idee, retten kann, ist dass man sie vertieft indem man Transfermechanismen einführt. Daher kann ich Herrn Müller in diesem Artikel nur zustimmen!
WICHTIGER ist jedoch das in deutschland die Löhne in den nächsten 10-15 Jahren Stärker steigen als die Inflation (EZB zielwert 2%)+ Produktivitätssteigerung (ca. 1,5%) d.h. um die wetbewebsfähigkeit innerhalb der EU anzupassen müssen unser Löhne um ca. 4-5% pro jahr steigen. Dies würde den EU partnern Luft geben sich zu sanieren, und wir würden zunehmend stärker importieren. Dieses sanfte Harmonisierung der Wettberwebsfähigkeiten innerhalb der EU würde die Spannungen reduzieren, Deutschland könnte sein unverantwortliches Exportmodell umbauen (Das geld das wir durch den Eport einnehmen muss neu angelegt werden, d.h. es muss jemanden geben der sich verschulden muss indem er hoffentlich sinnvoll Investiert)

Interessanterweise ist dies genau das was Herr Varoufakis anstrebt. Der Vorschlag von Varoufakis nennt sich 'Modest Proposal' 'ein bescheidener Vorschlag' ein Vorschlag der der seit 2012 außerhlab deutschlands Intensiv diskutiert wird.

Schäuble weiß sehr wohl was 'die Griechen' wollen... und da dies gegen das deusche exportmodell in frage stellt, ist er dagegen.
bleibt nur die Frage wie unsere 'eliten' siech den Vorstellen das die andern Volkswirtschaften jamals ihre Schulden begleichen sollen, innerhalb des Euro mit der BRD keine chance haben selber Überschüsse zu produzieren.

Varoufakis Syriza / Podemos stehen für einen neuen Europäischen Geslschaftsvertrag auf der Basis der Europäischen sozialcharta. Davor haben unser Eliten Angst....

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diefreiheitdermeinung 21.02.2015, 22:38
18. Die übergeordnete Instanz

statt des Gegemons Deutschland haben wir doch schon längst in der EU und den diversen EU Institutionen. Wir kann man dann schnurschnacks behaupten, das System müsse gehörig geändert werden ? Eine Namensänderung wir von Troika zu Institutionen wird wohl nicht die Lösung sein. Also was denn bitte statt EU Kommission, EU Parlament, Europ. Gerichtshof, Europarat etc etc ? Eine G4 oder G 5 der EU die den anderen "laggards" sagt wo es langzugehen hat ?

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Haref 21.02.2015, 22:41
19. Aha, so funktioniert das Spiel nicht ?

Das ist schon lange kein 'Spiel' mehr ! Ob gewollt, oder nicht gewollt: in der EU sind Länder unterschiedlicher Gewichtung und Ansichten als 'Spieler' hineingezwungen worden. Die Spielregeln werden nicht von allen (P, I, F, GR,...) eingehalten - dennoch geht das 'Spiel' weiter. So ein dämliches 'Spiel' würde ich nicht mitmachen. Man wird sehen, wieviele Bürger, die dieses unsägliche EU-Geschwurbel am Ende satt haben und die GroKo in die Verbannung schicken. So miserabel, wie diese GroKo agiert, werden sich Die Linke und die AfD vor Wählern kaum retten können !
Ein Armutszeugnis für Europa, wie EU, EZB und Konsorten mit den Bürgern umgehen, die den ganzen Schwachsinn finanzieren.
Seit Jahren wird nur auf Zeit gespielt, um dieses Bürokratiemonster namens EU mit illegalen Methoden am Leben zu halten. 4 Monate Zeitaufschub: da muß ich kräftig lachen !

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