Forum: Wirtschaft
Griechenland-Verhandlungen: Am Abgrund
AFP

Der IWF hat sein Team abgezogen, die Europartner verlieren die Geduld, doch die Regierung in Athen bleibt hart. Klingt wie immer? Ist aber schlimmer: Die Diplomatie ist an ihre Grenzen gelangt. Die Gespräche laufen ins Nichts.

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Bondurant 12.06.2015, 16:02
50. This is the end

Tatsächlich scheint zwischen den Verhandlungspartnern ein Abgrund zu gähnen.

und das ist auch gut so. Ein spöttisches Sichverbeugen vor der "Europäischen Gemeinschaft" und unseren "griechischen Freunden". Wahrscheinlich findet man bald wieder nur Leute, die das alles schon am 7.2.1992 (Vertrag von Mastricht) gewusst haben und keinen mehr der vielen, die uns erklärt haben, so was wie jetzt könnte gar nicht passieren.

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schwaebischehausfrau 12.06.2015, 16:03
51. @Epigone: Wenn ihr Abgeordneter..

Zitat von epigone
Mein CDU-Abgeordneter hat sogar eine schriftliche Stellungnahme an den Bundestag gegeben, dass er weiteren Hilfen ohne massive Korrekturen nicht mehr zustimmen wird!
Wenn ihr Abgeordneter auch nur ansatzweise so was wie einen A***h in der Hose hätte, dann hätte er weder einem 1. noch einem 2. sog. "Hilfs-Paket" zugestimmt - weil schon damals jeder wusste, dass mit diesen Aktionen nur ein Problem ausgesessen und Steuer-Milliarden verbrannt werden. Aber wahrscheinlich fürchtet auch ihr Abgeordneter dann, dass er dann das nächste Mal einen ganz schlechten Listenplatz bekommt. Wer in den ganzen Abstimmungen nur "große Bedenken äussert", macht nur das, was die Engländer "Cover my ass" nennen: Sich ja nicht mit Mutti verderben, aber gleichzeitig auch schön absichern gegenüber den eigenen Wählern im Wahlkreis.

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KingTut 12.06.2015, 16:04
52. Reformunfähig

Das größte Problem ist, dass die griechische Regierung kein seriöser, berechenbarer Partner ist. Sie verweigert jegliche konstruktive Zusammenarbeit bei den dringend notwendigen Reformen, auch wenn sie regelmäßig Optimismus verbreitet, um kurz darauf wieder eine Kehrtwende zu machen.

Sollte die Einschätzung des Autors zutreffen, dass EU und IWF den Griechen keine weiteren Kredite zur Verfügung stellen, dann wäre das eine gute Nachricht. Denn es würde bedeuten, dass unsere Politiker endlich in der Realität angekommen sind.

Ein Verlust der bereits gewährten Kredite wäre immer noch überschaubar und das kleinere Übel im Vergleich zu einem weiter so. Griechenland ist auf unabsehbare Zeit nicht reformierbar und gehört folglich nicht in die EU.

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leseoma 12.06.2015, 16:04
53. Fass ohne Boden.

Das wird nie was. In Griechenland leben weniger Menschen als im Grossraum Paris. Wie sollen die jemals Milliarden abzahlen? Und sie wollen es auch nicht. Also ein Ende mit Schrecken.

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Bondurant 12.06.2015, 16:04
54.

Zitat von klaus meucht
Die allermeisten Griechen sind Opfer der Eurokrise ohne selber große Fehler gemacht zu haben.
Aber sie haben die Regierungen gewählt, die die Fehler gemacht haben, weil sie deren Versprechungen gern geglaubt haben. Pech.

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lizenz 12.06.2015, 16:04
55. Die Fakelaki Gesellschaft ...

... funktioniert halt nur mit Handaufhalten. Kommt dann nichts mehr durch Nichtstun: Ende.

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pmp 12.06.2015, 16:05
56. Eine kleine Spekulation

Die Syriza-Regierung hat zu Beginn der Legislatur die Europartner um einen Schuldenschnitt gebeten, damit sie ihr Land ohne Schuldenlast reformieren können. Diese Bitte wurde vehement ausgeschlagen.
Meine Vermutung ist es, dass Syriza nun aufs Ganze geht. Entweder die Europartner ziehen Griechenland zu 100% nach deren Bedingungen aus dem Dreck oder das Land schliddert unkontrolliert in die Insolvenz, wodurch ein Schuldenschnitt zwangsläufig wird. So oder so, es wird teuer für Europa.
Leider wird für diese Entwicklung Griechenland mit den Politikneulingen der Syriza gehaßt und nicht Mutti & Co. Das geBILDete Volk lässt sich halt gerne blenden. Merkel hat mit ihrer Politik Banken gerettet, zu lasten von unserem Steuergeld. Zu Beginn der Finanzkrise hätten fast zu 100% Banken für einen Schuldenschnitts Griechenlands aufkommen müssen. Durch Merkels Politik ist es mittlerweile zu fast 90 % die öffentliche Hand, der europäische Steuerzahler, also WIR.
Meine Mutter würde sowas niemals machen!

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Proggy 12.06.2015, 16:05
57.

Zitat von wolffm
drei Szenarien 1. Die Griechen spielen das "wer hat als erster Angst-Spiel", wg ein paar zugeständnissen Prognose ist, dass sie das verlieren werden. 2. Tsipras will so weit an das ......
Nein, Szenario 4.
Nimm soviel, wie geht (momentan ca. 1 Mrd. pro Tag via ELA), unterstütze den Transfer von privaten Euro-Geldern ins Ausland und erkläre den Staatsbankrott - natürlich mit einem 100% Sxhuldenschnitt -, führe als letztes Mittel, billig zu druckende Drachmen ein.
Dann erst kommen neue Steuergesetze, ein Katasteramt, eine Rentenreform, sowie eine Reduzierung des Beamtenapparats und Griechenland kann wieder sorgenfrei von vorne beginnen.

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firstrincewind 12.06.2015, 16:05
58. Wenn die Mächtigen versuchen, Unsinn zu erpressen

"absurden Vorschlägen"... das sagt alles, wenn die Euro"Partner" weiterhin bisher Maßnahmen im Sinne einer grandios gescheiterten Austeritätspolitik fordern (Die bisherige Umsetzung eben dieser hat die Schulden Griechenlands um 50% erhöht und unglaubliches Leid verursacht), die Schulden erhöhen, Wirtschaftskraft reduzieren, Arbeitslosigkeit und das Leid des Volkes erhöhen -Halloo Griechenland hatte schwachen Export aber einen starken Binnenmarkt und genau den hat man kaputgespart, um geringe Exportzuwächse zu generieren...Irrsinn..
Tsipras möchte nunmal Maßnahmen umsetzen, die die Wirtschaft stärken, Schulden abbauen und dem Volk helfen; natürlich geht beides nicht zusammen.
Wie kann man nur bereits mehrfach gescheiterte Rezepte immer wieder wiederholen? Deutschland nimmt inzwischen in der Wirtschaftswissenschaft immer mehr eine Randposition ein, wissenschaftlich unhaltbar, von immer mehr namhaften Ökonomen angegriffen und verlacht; Austeritätspolitik ala Deutschland ist sowohl theoretisch wie auch praktisch gescheitert, aber das wagen die Verantwortlichen aus Angst vor den Konsequenzen nicht zuzugeben

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haarer.15 12.06.2015, 16:05
59. Wesentliche Differenzen

Gesichtswahrung steht jeder Seite zu. Mir scheint, die ausgestreckte Hand an Griechenland ist keine wirklich echte, denn worin besteht denn ein Kompromiss ? Die Auflagen sind nach wie vor zu hart für Griechenland, dem Volk sollen und können nicht noch härtere Daumenschrauben angesetzt werden und weitere Reformen können vielleicht gar nicht so schnell umgesetzt werden. Diese Regierung ist erst seit einigen Monaten im Amt. Und ja - Reformen müssen sein, aber auch sie kosten Geld und mehr Zeit, die man GR nicht zugestehen will. Wieso nicht ? Der Karren steckt schon jahrelang im Dreck. Kann und muss vielleicht die Eurozone endlich mal über Alternativen, einem Plan B nachdenken ? An einem unkontrollierten Grexit haben immer a l l e Beteiligten schuld.

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