Forum: Wirtschaft
Griechenlandkrise: Offener Bruch
DPA

Die Euro-Gruppe stoppt das Hilfsprogramm für Athen, die Finanzminister beraten ohne ihren griechischen Kollegen. Über Lösungen wird nicht mehr gesprochen. Es geht nur noch um Schuldzuweisungen.

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conny1969 27.06.2015, 20:59
200.

Zitat von freespeech1
Zunächst einmal bedeutet Staatsbankrott nicht automatisch Grexit. Aber wenn es denn nur noch 18 sind, die übrig bleiben, ist es eine Stärkung des Euro und gibt Anlass für die Hoffnung, dass der Euro doch noch überlebt. Dann allerdings ein Euro, der zu seinen ursprünglichen Grundlagen zurückkehrt
Mit dem Austritt Griechenlands ist doch das Problem nicht gelöst. Wirtschaftlich sind die Ungleichgewichte in Europa immer noch vorhanden.
Deutschland hat heute einen der größten Niedriglohnsektoren in Europa. Prekäre Beschäftigungsverhältnisse wie Minijobs, Leiharbeit und der Missbrauch von Werkverträgen wurden massiv ausgeweitet. Das ist ein Grund für unseren Wertbewerbsvorteil gegenüber anderen Ländern und gleichzeitig ein Grund für den Misserfolg und die steigende Verschuldung anderer Länder. Während in Deutschland zwischen 2000 und 2008 der Reallohn gesunken ist, gab es in anderen Ländern einen Zuwachs. Griechenland beispielweise hatte ein Plus von fast 40 % und muss auch dafür heute teuer bezahlen. Die Bürger in Deutschland haben nicht vom Euro profitiert, die südlichen Länder bis 2008 und leiden dafür heute unter Massenarbeitslosigkeit . Und wie sieht die Lösung der Politik aus, Löhne runter in den Krisenstaaten.
Jetzt können sie sich fragen wer der Gewinner ist.

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whocaresbutyou 27.06.2015, 20:59
201. Optimist...

Zitat von TS_Alien
Es wird Zeit für die Veröffentlichung der Sitzungsprotokolle rund um die Griechenlandkrise. Dann wird man sehen, wer wirklich Schuld hat. ...
Wenn ein Staat pleite ist, ist der Staat schuld.

Bei der Menge der Protokolle können sie die Schuld vermutlich auch dem Papst oder Stephan Raab anhängen.

Dass Griechenland die Beitrittskriterien der EU niemals erfüllt hat, wusste nicht nur die Griechische Regierung, sondern aus die gesamte EU. Aber man wollte sie halt dabei haben.

Letztlich ist immer der der Arsch, dem die Kohle ausgeht. Da können Sie jammern wie sie wollen.
Selbst wenn die Griechen irgendwann im Anfall des Wahnsinns die EU wegen gemeinschaftlicher Bilanzverschleierung belangen wollten, könnten sie sich nicht mal die Anwälte dafür leisten, währen die EU es einfach aussitzt. Siehe das Luftgitarrenbattle um die Reparationszahlungen...

"Eh, Wolfgang! Ihr schuldet uns noch 278 Milliarden an Reparationen!"

"Ach Yanis... für die Hälfte können wir den kompletten Laden kaufen und die andere Hälfte versaufen... "

YAMAS !

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dreiländereck west 27.06.2015, 21:00
202. schlechte berichterstattung zum thema

endlich ist das hin-und-her vorbei und so ist es möglicherweise besser für alle beteiligten! das muss ja nicht heißen, dass man die griechen nun nicht mehr unterstützt. vielleicht kann man das nun viel flexibler tun.
außerdem wäre es prima, wenn die berichterstattung nüchterner würde! auch hier auf spiegel online!
dann lässt es sich auch besser über eventuelle sinnvolle generelle änderungen der EU nachdenken.

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dreiländereck west 27.06.2015, 21:00
203. schlechte berichterstattung zum thema

endlich ist das hin-und-her vorbei und so ist es möglicherweise besser für alle beteiligten! das muss ja nicht heißen, dass man die griechen nun nicht mehr unterstützt. vielleicht kann man das nun viel flexibler tun.
außerdem wäre es prima, wenn die berichterstattung nüchterner würde! auch hier auf spiegel online!
dann lässt es sich auch besser über eventuelle sinnvolle generelle änderungen der EU nachdenken.

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systembolaget 27.06.2015, 21:01
204. Die kindliche Arroganz von Syriza...

…nun auch noch "den Anderen" die "Schuld" zuzuschreiben - das schlägt dem Faß den Boden aus.

Es waren nicht die anderen Euro-Länder, die über Jahrzehnte das Land haben verkommen lassen, sondern die Griechen selbst, die glaubten, es würde sich noch immer ein Depp finden lassen, der zahlen wird.

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notorischernörgler 27.06.2015, 21:01
205. Neuanfang für eine bessere EU

Die EU hat für das enorme Lehrgeld, das sie bezahlt hat hoffentlich etwas gelernt.
Das wäre das einzig tröstliche Ergebnis dieser unsäglichen Griechenlandkrise. Die Griechen tun mir leid. Sie sind von einer komplett durchgedrehten Regierung verraten und verkauft worden.

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christofkochanowski 27.06.2015, 21:01
206. Sehr dreist

Wie kann man dreist behaupten, Europa hätte für Griechenland 5 Jahre nichts getan. Wären alle geforderten Reformen von Beginn an umgesetzt worden, wären sie heute nicht in dieser Situation. Europa und gerade Deutschland haben Griechenland 5 Jahre am Leben gehalten.

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henrikw 27.06.2015, 21:02
207. Demokratie?

Zitat von worschd21
Ein Referendum ist zutiefst demokratisch und steht den Griechen zu. Dies nicht zu "erlauben" zeigt das Demokratieverständnis der nicht-gewählten EU-Funktionäre!
Ein Referendum, das aus taktischen Gründen in Spiel gebracht wurde, hat rein gar nichts mit Demokratie zu tun!

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Pandora 27.06.2015, 21:02
208. würde mich nicht zu früh freuen...

.. noch sind die Hintertüren offen, durch die Griechenland wieder in die EZ hereinspazieren kann.

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mesteiner 27.06.2015, 21:03
209. Danke Beitrag Nr. 106

Das sehe ich genauso. Der Euro und auch die EU werden auf alle Fälle ohne Gr gestärkt aus dieser Krise gehen; mit Gr weiterin im Euro wäre es der Untergang des Euros, denn dieses Land und seine korrupten Regierungen sind zu wirklichen Strukturrefomen nicht fähig und würden die restlichen Euroländer in den Ruin treiben. Der Eurogruppe und auch der EU rate ich dringend, die bestehenden Verträge dahingehend zu reformieren, dass Länder, die sich nicht an Verträge halten, aus dem Euro und der EU ausgeschlossen werden können.
So teuer uns diese Katastrophe zu stehen kommt, es hätte dann doch auch was Gutes, wenn man dies anpacken würde.

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