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Griechische Finanznot: Tsipras bittet Juncker um Hilfe
DPA

In Griechenland scheint das Geld knapp zu werden. Laut einem Bericht hat Ministerpräsident Tsipras telefonisch bei EU-Kommissionspräsident Juncker um ein kurzfristiges Treffen gebeten. Er will demnach schneller Hilfsgeld ausgezahlt bekommen.

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freespeech1 06.03.2015, 10:31
30.

Zitat von Lontrax
Weder diese noch irgendeine andere GR Regierung kann was bewegen, solange der Schuldenschnitt nicht kommt.
Der Schuldenschnitt ist doch de facto schon da. Griechenland zahlt nichts zurück, die Zinsen sind nur symbolisch.

Der notwendige und sinnvolle Schuldenschnitt wird nicht kommen
1. müssten dann SPDCDUFDPGRÜNELINKE den politischen Offenbarungseid leisten, den Bürgern gestehen, dass man sie belogen hat und zig Milliarden Verluste realisieren, die sie bis jetzt verstecken können
2. Anteilmäßig müssten auch die Eurostaaten Verluste im Haushalt realisieren, die jetzt schon an der Grenze der Verschuldung sind, von den Iberern über Italien bis Frankreich. Das können sie nicht verkraften.
3. Kann man dies in den osteuropäischen Eurostaaten nicht durchsetzen, die sehr viel ärmer sind als Griechenland und deren Bevölkerung sich fragt, warum sie für die relativ reichen Griechen Opfer bringen soll.
4. Besteht vor dem Jahr 2020 überhaupt kein Grund, über Schuldenschnitt zu reden, weil erst dann die Schulden refinanziert werden müssen, die von einem Schuldenschnitt betroffen wären.
5. Macht das nur Sinn, wenn Gr aus dem Euro ausscheiden würde. Das wird Gr aber nie beantragen, weil es dann seine Probleme mit einer butterweichen eigenen Währung alleine lösen müsste. Solange Gr im Euro ist, macht einen Schuldenschnitt überhaupt keinen Sinn und ist strikt abzulehnen.

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qoderrat 06.03.2015, 10:34
31. Poker auf höchstem Niveau

Ich verstehe das einfach nicht mehr, wie soll auf dieser Basis noch irgendwie eine Verbesserung möglich sein?

Ich würde der neuen griechischen Regierung die Hilfszahlungen ja gönnen, wenn nur irgendwie ein Zeichen erkennbar wäre, dass wenigstens die Probleme das Fiskalwesen und die Nichtexistenz der Grundbuchämter ernsthaft angegangen würden. Also nicht nur Ankündigungen, sondern Gesetzeseinbringungen und Verabschiedung im Parlament.

Aktuell hat man den Eindruck, das ist Poker auf höchstem Niveau, aber keine Staatslenkung.

Ich fürchte langsam muss man die Hilfestellung wirklich auf Sachleistungen für die Bevölkerung abändern, verteilt über eine unabhängige Institution, evtl. das Rote Kreuz. Ich glaube dagegen hätte auch niemand Einwände in den Geberländern und man könnte sich das ganze Tauziehen sparen.

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interessierterleser1965 06.03.2015, 10:39
32. Vorboten des Grexit

Griechenland ist bankrott. Ganz einfach. Die Ausgaben übersteiegen die Einnahmen bei weitem und es gibt nichts, was die Regierung getan hat, um das zu ändern. Außer auf Zeit zu spielen und neue Forderungen zu stellen, ist hier nichts passiert. Jetzt muss endlich mal ein Schlussstrich gezogen werden.

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poseidon1966 06.03.2015, 10:41
33. Kein Schuldenschnitt und keine zusätzlichen Hilfsgelder!

Der hier immer wieder von einigen Foristen verlangte Schuldenschnitt lehne ich grundsätzlich ab. Es geht nicht an, dass man sich überall Geld leiht (!) und es anschließend nicht zurück zahlen will. Sowas geht im privaten nicht, und darf erst recht nicht im Staatlichen. Niemand würde mehr dem anderen vertrauen und das Resultat wäre der Zusammenbruch aller Gesellschaftlicher Verträge. Hinzu kommt, dass es Griechenland nichts bringen würde, da Griechenland für ihre Schulden deutlich niedrigere Zinsen zahlen muss als Deutschland z.B. und dasd die Tilgung auf Jahre ausgesetzt ist. Erschwerend kommt hinzu, dass Griechenland kurz darauf wieder pleite wäre da es an ihrer Struktur nichts geändert hat. Mal völlig davon abgesehen, es war und ist die neue griechische Regierung, die kein Geld mehr haben wollte und ein zukünftiges Hilfsprogramm kategorisch abgelehnt hat. Also soll Griechenland jetzt sehen wie es klar kommt, die Zeit des Rumpöbelns und Beschimpfens ist vorbei. Und auch dass sich die anderen Euro-Länder betrügen und belügen lassen. Entweder liefert Griechenland, oder es kann freiwillig den Euro verlassen. Die Griechische Bevölkerung wollte es so und diejenigen, die hier so für Griechenland eintreten können ja ihren nächsten Urlaub dort verbringen. Oder eine Spendenaktion starten. Sozusagen als Bedingungslose Hilfsleistung für Griechenland. Ist doch egal was dort mit dem Geld passiert, oder?

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hubertrudnick1 06.03.2015, 10:43
34. Zeit nicht ausreichend genutzt

Die alte griechischen Regierungen hatte dien Zeit nicht ausreichend genutzt, sie haben zwar bei den kleinen Leuten stark die Gelder eingespart, aber sie haben das Finanzsystem nach wie vor nicht auf die richtigen Beine gestellt.
Und die neue linke Regierung wollte auch nur tricksen und hofften mit Sprüchen weiterzukommen, aber es musste schief laufen, solange man sich nicht daran macht um endlich ein effektives Steuersystem zu installieren, so wird es nichts bringen, als ständig nach neuen €uros zu rufen.
Die Zahlungen an Griechenland sollten endlich mal an handfesten Bedingungen geknüft werden, aber bitte nicht nur das Sozialsystem der kleinen Leute vernichten, sondern es muus weitreichender gehen.
Griechenland bleibt auch weiterhin ein Fass ohne Boden, all die neuen Zahlungen werden nur die Schuldenlast noch weiter aufblähen und man wird so und so nicht herumkommen, einen Schuldenschnitt vorzunehmen, nur daraf man darüber nicht sprechen, denn dann läuft der Schlendrian nur so weiter.
Herr Tsipras handeln sie doch mal endlich.

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TippuTip 06.03.2015, 10:52
35. Im Prinzip

macht es wohl keinen Unterschied, ob man Zinszahlungen und Schuldentilgungen auf Den St. Nimmerleinstag verschiebt oder die Schulden gleich erlässt. Als Staat ohne Schulden könnte sich Griechenland dann aber überall wieder günstig Geld leihen und die heutigen Probleme wären bald wieder hergestellt. Wenn man wirklich möchte, dass Griechenland in der EU bleibt, sollten sich die führenden europäischen Staaten ernsthaft mit der Einrichtung eines europäischen Länder Finanzausgleichs befassen und den Griechen etwas freundlicher bei der Umorganisation ihrer staatlichen Verwaltung zur Seite stehen. Guten Willen dazu kann ich bislang nirgendwo entdecken.

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stasiraus 06.03.2015, 10:55
36. Programm der Linken

Linke Regierungen handeln immer nach dem selben Muster. Sozialausgaben erhöhen, Unternehmen gängeln und Steuern erhöhen, der Effekt ist, dass erst einmal die Wirtschaft durch höhere Umsätze gestärkt wird. Mittel- und Langfristig wandern Unternehmen ab, die Umsätze gehen zurück, die Steuern steigen weiter, die Schulden werden immer größer und der Staat kollabiert. Leider kommen diese negativen Auswirkungen oft erst, wenn die Regierungen die dafür verantwortlich sind, nicht mehr an der Macht sind. Bei Griechenland haben wir das besondere akute Problem, dass für Sozialausgaben kein Geld vorhanden ist. Die Regierung hat durch Ihre dämlichen Äußerungen dazu beigetragen, dass die zart aufblühende Wirschaft schon wieder im Keim erstickt wurde. Es gibt keinen Ausweg. Entweder die Euroländer zahlen oder es kommt der Grexit. (allerdings kostet das die Europäer auch ein Menge Geld

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rockham 06.03.2015, 11:05
37. Rote Linie?

Man sollte eine rote Linie festlegen, die nicht ueberschritten werden darf und die dann die Einstellungen der Zahlungen nach sich zieht.

Die griechische Regierung braucht eine ehrliche Chance noetige Reformen bzgl Investitionsumfeld und Einnahmen praktisch umzusetzen. Das Sparprogramm ohne diese Reformen wuerde jeden Staat killen, denn auch die Einnahmenseite ist eben entscheidend fuer den Staatshaushalt.

Genauso ehrlich sollte man aber auch die Griechen darauf hinweisen, dass es nicht Berlin, Banken & Co waren, die diese Lage zu verantworten haben...es war der griechische Staat selbst. Das Geld war da, die Schere Produktivitaet - monetaere Leistungen fuer die Bevoelkerung ging eben zu weit auseinander in den letzten Jahren und Jahrzehnten. Die Griechen muessen ihren Beitrag leisten, die Reformen umsetzen, die Einnahmenseite verbessern. Investitionen werden nur kommen, wenn entsprechende Rahmenbedingungen existieren.

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Teigkonaut 06.03.2015, 11:13
38. Weg ohne Umkehr

das Verhalten der neuen griechischen Regierung kommt mir reichlich dilletantisch vor. Erst neue Beamte einstellen und dann merken, dass man sich die gar nicht leisten kann.
Das Problem liegt aber in der EURO-Zone insgesamt begraben. Sämtliche Bundestagsabgeordnteten in meinem Wahlkreis haben für eine Verlängerung der Hilfsgelder gestimmt.
Die Wähler müssen langsam realisieren, dass ihre Volksvertreter nicht in der Lage sind die bisherige Rettungspolitik zu korrigieren. Wie ein Rennfahrer der mit hoher Geschwindigkeit auf ein Hindernis zusteuert sind sie nicht in der Lage auszuweichen oder das Fahrzeug zum stehen zu bringen. Da bleibt nur noch diesen Volksvertreter und ihren Parteien bei der nächsten Bundestagswahl die Quittung auszustellen.

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anti-empath 06.03.2015, 11:23
39. Lasst sie hungern

Nun merken die Betrüger aus GR um die Clique Tsipras, das es eng wird. Und da sie sich bestimmt wieder vor konkreten Angaben und Taten zu Reformen drücken wollen, wird wieder getrickst. Da hilft nur eins: hart bleiben. Im Zweifel wird der Hunger schon zur Kompromissbereitschaft führen. Aber unsere Volksverräter, die im Bundestag sitzen, werden sich sicher wieder über den Tisch ziehen lassen. Dummheit ist eben nicht heilbar

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