Forum: Wirtschaft
Griechische Oberschicht: "Die Reichen sollten mehr tun"
Corbis

Die griechischen Millionäre sind zum Hassobjekt geworden, weil sie oft kaum Steuern zahlen. Doch wie denkt der hellenische Geldadel selbst über die Krise seines Landes? Ein Besuch bei Reeder-Erbe Andreas Dracopoulos.

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imlattig 19.07.2015, 15:45
1. ja, ja...

die steuern sollen steigen bei den reichen. wenn die steuern hinterzogen werden
dann koennen sie auf hundert prozent anwachsen. wer nicht zahlt braucht auch
vor einer erhoehung keine angst zu haben.

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kvervlad 19.07.2015, 15:45
2. Noch mehr tun?

Jetzt reichts aber mal. Da strampeln sich die sog. Reichen die letzten 8 Krisenjahre ab, um Ihr Vermögen wenigstens zu verdreifachen, und was ist das Resultat? Sie sollen noch mehr tun. Undank ist der Welten Lohn.

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krautrockfreak 19.07.2015, 15:48
3. Weil die Gesellschaft es zulässt,

dass einzelne Menschen superreich (Milliardäre) sind, wird es letztlich irgendwann wieder Bürgerkrieg und Chaos mitten in Europa geben. Denn wenn es einem selbst schlecht geht, wird jeder wieder zum Tier und schaut, wo er sein Essen etc. herkriegt.
Wir sind selbst schuld bzw. die Regierungen, die wir wählen und die uns permanent erzählen, wie gut doch unser "demokratisches" System sei. Ja klar, solange es Ihnen selbst gut geht...

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eisbaerchen 19.07.2015, 15:48
4. Die Steuern für Reiche

müssen steigen?? Die sollen erstmal überhaupt Steuern zahlen!

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mps58 19.07.2015, 15:50
5. Warum?

Warum sollen deutsche Arbeitnehmer und Rentner dafür zahlen, dass die nationale und sozialistische Tsipras-Regierung nicht willens ist, die griechischen Wohlhabenden und das internationale Mykonos Jet Set zur Kasse zu bitten?

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gehmlich 19.07.2015, 15:51
6. Geld geht an banken

Wenn ich höre, dass das Geld doch eh den Banken wieder ausgezahlt wird, muss ich gestehen, dass ich nicht so viel essen wie ko**** könnte.

Haben die denn immer noch nicht begriffen, dass das an die Banken zurück zuzahlende Geld vorher von Griechenland geborgt und ausgegeben wurde? Die Party fand vor Jahren statt und irgendwann muss gezahlt werden!!! Also liebes griechisches Volk: Ihr habt über Eure Verhältnisse gelebt, habt geborgtes Geld ausgegeben und heute wollen diejenigen, die Euch vertraut und unterstützt haben, ihr Geld zurück.

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diefreiheitdermeinung 19.07.2015, 15:52
7. Auch eine Wiederhohlung macht die Sache nicht richtiger

Zitat: "Er teilt die Ansicht der Tsipras-Regierung, dass die Gläubiger Griechenland einen Teil der Schulden erlassen sollten. Dracopoulos verweist auf Berechnungen, wonach der weitaus größte Teile der Hilfsgelder letztlich nicht an den griechischen Staat, sondern an dessen Gläubiger ging - vor allem an Banken aus Deutschland und Frankreich." Da ist sie wieder die Fehlinformation. Ja, es mag richtig sein, dass grosse Teile der Hilfspakete der wenigen letzten Jahre an die Gläubigerbanken gingen. Das hört sich gerade so an, als würden diese Gelder zugeschoben bekommen obwohl sie nie eine Gegenleistung erbracht hätten. Dem ist aber nicht so. Denn ggf. schon viele Jahre zuvor haben genau diese Banken Kredite an Griechenland vergeben, oder Anleihen des griechischen Staats gekauft. Mit den Mitteln die daraufhin nach Griechenland flossen ist der griechische Haushalt gespeisst worden, ist gr. Infrastruktur gebaut worden und sind gr. Gehälter und Renten finanziert worden- Das Geld ist schlicht und einfach von Griechenland "verbraten" und "aufgezehrt" worden. Wer sich jetzt dagegen stemmt, dass die Gläubiger NICHTS zurückbekommen sollen der muss sich im Umkehrschluss auch überlegen wie er danach die französischen und andere Banken über Wasser halten will. Denn steht erst mal in der Presse, dass sagen wir mal die Commerzbank wegen eines Schuldenschnitts einfach mal ein paar zig-Milliarden verlieren würde, was würde wohl passieren ? Um einen Bankrun zu verhindern würde natürlich die Bundesbank und die EZB eingreifen, genauso wie sie derzeit zugunsten gr. Banken eingreift. Man sollte endlich aufhören zu behaupten die Mittel würden leichgläubig an Banken verteilt und dabei zu unterschlagen, dass die früher gewährten Kredite in Griechenland verwendet wurden. Zum Wohle Griechenlands. Oder doch zumindest in griechischen Taschen landeten. Vielleicht sogar für den Bau von Schiffen für reiche Reeder.

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2469 19.07.2015, 15:52
8. Was soll man noch hinzufügen?

Recht hat er. Wenn alle in der griechischen (und am besten nicht nur in der griechischen) Oberwchicht so denken würden, wäre die Krise vielleicht bald gelöst. Was die Verantwortung des Stärkeren angeht, habe ich wenig Hoffnung, dass Schäuble und Freunde so empathisch handeln wollen.

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karend 19.07.2015, 15:52
9. .

"Doch sollen sich die Griechen einfach auf milde Gaben ihrer Reichen verlassen? Nein, sagt Dracopoulos. "Die Steuern für Reiche müssen steigen, Punkt.(…) Dracopoulos räumt griechische Fehltritte ein. Doch er findet, wegen seiner finanziellen und politischen Macht habe Deutschland eine besondere Verantwortung. "Der Starke muss Größe zeigen."

Heißt vermutlich: weiter zahlen, 100% Schuldenschnitt. Der Euro war ein Fehler; doch Frau Merkel und die Mehrheit der Abgeordneten (und Spon) halten den Alternativ-Kurs gnadenlos ein.

http://www.theguardian.com/business/economics-blog/2015/jul/19/the-euro-the-new-coke-of-currencies

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