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Griechischer Euro-Austritt: Fünf Gründe für den Grexit - und fünf dagegen
AP/dpa

Soll Griechenland die Eurozone verlassen? Die Frage steht im Raum - und tatsächlich gibt es gute Argumente dafür. Aber auch dagegen. Der Thesencheck.

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tommahawk 17.06.2015, 16:00
90. Komatös ist der Grieche, nicht der Euro!

Zitat von ollux
die politischen Gründe, die für einen Verbleib des todkranken Europatienten in der Währungszone sprechen. Dem Euro aber, der Währung von zig Millionen Bürgern wird in übler Weise geschadet. Jeder halbwegs Einsichtige/Bebildete/ Wissende muss dies ehrlicherweise bestätigen. Der Kern des Problems liegt in der Euro Einführung und dies bezieht sich nicht nur auf die Griechen. Deshalb ist es völlig zweckfrei , einen komatösen Patienten am Leben zu erhalten , zumal ethische Fragen nicht berührt werden.
Komatös ist der Grieche, nicht der Euro! Wenn sich die Griechen an die Regeln gehalten und seriös gewirtschaftet hätten, wäre alls gut.

Der Euro funktioniert ganz wunderbar und wir sollten ihn behalten wollen. Halbkriminelle Banditen beißen an ihm herum, und sich selbst die Zähne aus.

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niniplums 17.06.2015, 16:03
91.

Ehrlich gesagt bin ich einfach froh, wenn das Thema Griechenland wenigstens erst einmal in den Nachrichten den (Gr)Exit findet.

Zudem wird mir einfach nur übel, wenn ich darüber nachdenke, was Deutschland selbst für Defizite in Bildung, Gesundheit, Pflege und Erziehung hat.
Was würde das Land aufblühen, wenn die Nonsense-Zahlungen nicht an Griechenland geleistet worden wären.

Übrigens: Zum Bild.. die besten Partys lassen sich ohne Drugs feiern!!!

Yammas!

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EuroLoser 17.06.2015, 16:08
92.

Weltuntergang wegen Grexit...man versucht es mit allen mitteln...

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Jardianer 17.06.2015, 16:09
93. Es geht doch schon längst nicht mehr um vor- oder nachgeschoben Gründe.

Es ging der neuen griechischen Regierung nie um Rationalität. Das kann die gar nicht.

Die EU kann das, was Griechenland versuchte mit den Repräsentanten der EU zu veranstalten, nicht mit sich machen lassen. Sonst wird dann jedes Land kommen und die gleichen Erpressungsmanöver versuchen, um Geld abzupressen.

Die Sache ist doch längst von den Regierungen der anderen EU-Staaten (die für Griechenland zahlen müssten) entschieden und es mutet schon etwas seltsam an, mit welcher Weltfremdheit die Spiegel-Blocker unisono noch versuchen, Griechenland zu retten. Als ob sie dafür bezahlt bekämen.

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Schatziputzi 17.06.2015, 16:10
94. Damit es allen besser geht, müssen Visionäre in die Politik

Also ich vermisse bei all den Diskussionen und der Häme über LINKS-Griechen die ganze Zeit schon Beiträge, die ein besseres Leben für alle in Aussicht stellen. Gewiss müsste dazu ein Umdenken - vor allem innerhalb der Politik - stattfinden. Genau da ist niemand erkennbar, der Visionen hat. Es sei denn, man benutzt dieses Wort im Zusammenhang mit Leuten, die sich nur angeblich uneigennützig bereichern wollen.

Mir fehlen bei unseren Volksvertretern Aussagen für ein besseres Menschenleben, das eben weniger mit Einsparungen, dafür umso mehr mit Lebensglück für alle Mitbürger zu tun haben.

Mal ganz ehrlich: WAS ist denn so verwerflich daran, wenn man früher in Rente gehen möchte?
Es geht nicht um die Frage, ob und wie das finanzierbar ist, sondern warum es nicht eines von mehreren Wunschzielen sein kann?

Für den Mensch, nicht für diejenigen, deren Lebensplan nur aus persönlicher Bereicherung ohne Grenzen besteht.

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John M 17.06.2015, 16:10
95. Das wirkliche Thema ist nicht

Griechenland, sondern ein Euro, der von manchen Begünstigen am Leben erhalten wird, koste es was es wolle.

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louis cyphre 17.06.2015, 16:16
96.

Zitat von Andraax
Es rächt sich eben, dass die Politiker bei Euroeinführung nicht die Bedeutung des Wechselkurssystems verstanden hatten. Wenn man diesen Ausgleichsmechanismus der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zwischen Staaten herausoperiert, muss man einen Ersatz schaffen - Transferzahlungen inklusive einer einheitliche Wirtschafts- und Sozialpolitik. Das dies nicht gewollt war, und auch heute nicht gewollt ist, bleibt nur die Rückkehr zum Wechselkurssystem. Das wird noch mehr Länder treffen - Griechenland ist nur das Extrembeispiel. Dass der Euro auch für Italien oder Spanien überbewertet ist, ist vielen klar, aber auch Frankreich wird langfristig unter dem Euro mehr leiden als davon profitieren. Fazit: Entweder gleiche Wirtschafts- und Sozialpolitik inklusive Transferzahlungen (siehe Länderfinanzausgleich in DE), oder Rückkehr zum Wechselkurssystem. Ich sehe keine weiteren Alternativen (tut einem ja schon bald weh dieses Wort noch zu benutzen), vielleicht andere schon.
Vielleicht war den Politikern die Funktion eines Wechselkurssystems nicht bewusst. Und damit natürlich auch nicht die Alternative, die fast ausschließlich bei einem festen Wechselkurs notwendig ist (daran ist übrigens schon Bretton Woods gescheitert): Reallöhne. Die Reallöhne können halt nur noch im Rahmen der wirtschaftlichen Leistungskraft steigen. Wenn man hier die Zahlen aus den vergangenen Jahren sieht, sind nicht nur bei den Griechen die Reallöhne weit stärker gestiegen als in Deutschland, obwohl die Wirtschaftsleistung nicht an die in Deutschland heranreicht.
Zudem ist das Risk-Management der Banken immer noch ein Problem. Da z. T. viel zu niedrige Zinsen gefordert werden, obwohl das Risiko, das die Bank übernimmt höher ist (in den entsprechenden Größen werden dann diese kaputten Kredite sozialisiert).

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lezel 17.06.2015, 16:16
97.

Zitat von gingermath
Wenn man Geld verleiht verlangt man höhere Zinsen, wenn es nicht sicher ist, ob das Geld zurückgezahlt werden kann.
Ich stimme Ihnen zu. Auch ich bin der Ansicht, dass beispielsweise Deutschland, wenn es anbietet, Griechenland Geld zu leihen, dabei nicht die lächerlich niedrigen Zinssätze verlangen sollte, zu denen Deutschland sich Geld leihen kann, sondern die dem Risiko angemessenen exorbitant hohen Zinssätze, die Griechenland auch sonst am Markt zu zahlen hat.

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tw1974 17.06.2015, 16:18
98. Wieso eigentlich zwangsläufig Grexit?

Ich verstehe nicht ganz, warum die - absehbare - Staatspleite Griechenlands zwantsläufig zu einem Ausscheiden aus dem Euro führe muss. Der Euro ist doch weiter gesetzliches Zahlungsmittel in GR, er wird weiterhin von der EZB ausgegeben.

Ich wäre für eine kurze, sachliche Erläuterung dankbar.

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magic88wand 17.06.2015, 16:19
99. Finanzmärkte

Heute ist der DAX minimal gesunken, gestern ein Bisschen gestiegen ... ich kann da keine sich anbahnende Krise erkennen.

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