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Griechischer Euro-Austritt: Fünf Gründe für den Grexit - und fünf dagegen
AP/dpa

Soll Griechenland die Eurozone verlassen? Die Frage steht im Raum - und tatsächlich gibt es gute Argumente dafür. Aber auch dagegen. Der Thesencheck.

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wannbrach 17.06.2015, 16:21
100.

Mal ehrlich the Eurozone braucht Griechenland wirklich nicht, aber Griechenland außerhalb der Eurozone heißt Jahrzehnte ohne wirkliche Hoffnung auf Verbesserung und dass wissen auch die Griechen.

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jens080874 17.06.2015, 16:24
101.

Ich fürchte weniger die Reaktion der Finanzmärkte, als eine mögliche Spirale die damit in Gang gesetzt wird und das vielleicht langfristig ein friedliches Zusammenleben in Europa gefährdet wird.

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oli h 17.06.2015, 16:25
102. Was mich am Meisten enttäuscht...

Die neue Regierung, die eigentlich nicht in den alten Seilschaften verstrickt sein sollte, scheint kaum voranzukommen bei den Punkten "Reiche zur Kasse bitten" und "Vetternwirtschaft abschaffen". Oder schreibt da nur niemand d'rüber? Ich bin mir echt nicht sicher, ob Griechenland, egal wie weit man ihm entgegenkommt, wirklich dorthin kommt wo es hinmuss wenn es im Euroraum bleibt. Das heisst, dass sie sich nur noch so verschulden, dass sie ihre Schulden aus eigener Kraft bedienen können (so wie die anderen €-Länder auch).

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ichbinmalweg 17.06.2015, 16:27
103. Genau ...

Zitat von gewgaw
Trotz Widerständen gehörte Griechenland laut einer OECD-Studie in den vergangenen Jahren zu den reformfreudigsten Industrieländern: Sagen Sie mal einem Einser-Schüler er solle sich endlich mal reformieren und besser werden. Aber wenn sich ein Sechser-Schüler auf Vierminus verbessert, ist das im Vergleich zum Einserschüler ein Quantensprung.
... weil die Taxilizenz nicht mehr vererbt werden kann, sondern eine iwie geartete Leistung dagegen stehen muss.
Super Reform!

Man darf die Reförmchen nicht einfach nur addieren, sondern man sollte auch eine Gewichtung dagegenstellen.

- Entbürokratisierung
- schnelle Verwaltungswege
- Arbeitsmarktdurchlässigkeit.

Deswegen ist es falsch zu glauben, Gr wäre ein 1er-Schüler. Und Deutschland hätte eine 4. Es ist nach Ihrem Beispiel genau anders herum.

Man muss endlich mal erkennen, dass es bei GR nichts mehr schönzureden gibt; gar nichts mehr.

Das Problem ist. Jeder weiss dass, außer den Griechen, die meinen immer noch, sie hätten das Pulver erfunden.
In diesem Kontext versteht man auch die Belehrungen des griechischen Finanzministers.

Nix reißen, aber den Leuten erklären wohin die Reise geht.

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alter_nativlos 17.06.2015, 16:29
104. Herr Augstein hat den Euro zur Staatsräson erklärt....

....über den nicht mehr diskutiert werden darf (unlängst in einer der Talkshows der üblichen verdächtigen Illner, Maischberger und Co.) Dass ein linksdemokratisch orientierter Herausgeber dem Euro praktisch Verfassungsrang gewährt ist schon seltsam genug. Diese Idee beherrscht aber leider die Grexit-Diskussion: Der Euro ist sakrosankt, das Goldene Kalb, um das alle tanzen. Dabei beweisen die Diskussion und die Kosten der Griechenland-Rettung gerade eines: Der Euro schadet einem gemeinsamen Europa!

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MaxiScharfenberg 17.06.2015, 16:29
105. Pro und Contra,..

.., das würde heissen, man hat eine Wahl. Aber, edle Makrovolkswirte, wir wissen alle, es gibt keine Wahl. Folglich braucht man der Angelegenheit nichts Rationales implantieren. In jedem Fall muss man für die Griechen neues Geld drucken, solange der Rest der Welt glaubt, der Euro wäre etwas " Wert". Also, munter die Druckmaschine angemacht und die nächsten 300 Mrd. nach Athen geschickt!

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klaudchen 17.06.2015, 16:30
106. Lasst die Griechen doch Griechen sein.

Zu Kindern sagt man, sie müssten ihre eigenen Erfahrungen machen. Die, die die Griechen bis jetzt gemacht haben, haben ihnen nichts genutzt. Also mal eine andere machen. Selbst wenn sie leidvoll ist. Wenn ihr Haus dann in Ordnung gebracht wurde, können sie ja wieder um Aufnahme antreten. Und vielleicht ist ihre Erfahrung ja auch für andere Länder hilfreich.

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h_schmidt75 17.06.2015, 16:31
107. Kein Kommentar...

In den USA waren mehrere Staaten hochverschuldet und sie haben das immer in Griff bekommen... Darum hat die USA auch jedes Recht die Euroländer, nach einem Rauswurf Griechenlands, auszulachen. Europa ist nicht in der Lage einem kleinen Land wie Griechenland zu helfen und wieder zu stabilisieren. Ja warum wohl? Weil eine wirkliche Hilfe nie das Ziel dieser ganzen Aktion war, jeder der Geldgeber schaut nur, seine eigenen Interessen in Vordergrund zu schieben, anstatt an eine wirkliche Hilfe zu denken. Denn sonst wäre auch ein Schuldenschnitt kein ewiges Thema, der hier sein muss. Uns Deutschen wurden auch jede Menge Schulden erlassen, nur dadurch sind wir wieder auf die Beine gekommen. Und das deutsche Volk Heute? Naja... alle ahnungslos und ein grosser Papagai der Medien... Aber wer keine Ahnung hat, muss halt die auferlegte Meinung vertreten auch wenn sie "gefälscht" ist!!

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99luftballons 17.06.2015, 16:33
108. Aber nur, ....

Zitat von wannbrach
Mal ehrlich the Eurozone braucht Griechenland wirklich nicht, aber Griechenland außerhalb der Eurozone heißt Jahrzehnte ohne wirkliche Hoffnung auf Verbesserung und dass wissen auch die Griechen.
... wenn man Euro mit EU gleichsetzt.
Alternativlos.
Von daher begreift das ja auch Mutti nicht. EU geht fuer Griechenland auch ohne Euro. Wenn man denn wollte!

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debreczen 17.06.2015, 16:33
109. Fehlerdiskussion

Es ist gleichgültig, wer woran schuld ist, es geht um eine Lösung. Die Lösung "ruiniert den griechischen Sozialstaat und steckt das "gesparte" Geld in Zinszahlungen" ist nicht nur eine menschlich ekelhafte imperial-kolonialistische Vision, sie funktioniert (zum Glück) auch nicht.

Derzeit ist nicht absehbar, daß noch so viel Sparen und Schuften die Schuldenlast fühlbar verringern könnten. Es ist also auch mittelfristig keine Besserung absehbar; jede mehr eingenommene/eingetriebene Kröte wandert als "Zinszahlung" auf Nimmerwiedersehen in einen Investorenschlund. Warum also zahlen? Besser schwarzarbeiten und den Staat betrügen. Ob irgendein Ausländer sich darüber "moralisch empört" (finde ich übrigens keine geeignete Kategorie), ist egal. Nicht einmal die gr. Finanzbeamten werden irgendeinen Ehrgeiz entfalten, als fremdnützliche Tributeintreiber ihre Nachbarn zu vergrämen.

Ohne Zahlungseinstellung kommt GR aus dieser Zinsfalle rechnerisch nicht heraus. Dann guckt, wer den Kartellköppen Karamanlis/Papadopoulos mit der Hoffnung auf zukünftiges Zinsmelken Kredite zu geben, nicht anders in die Röhre als die grünwählende Facharztgattin, die sich bei Prokon verhängt hat. Das ist Kapitalismus, den "Investoren" doch so geil finden.

Für GR bedeutet das natürlich: auf absehbare Zeit wird deren Regierung niemand anderes mehr Geld leihen. Vielleicht tun sie es selber (idR sind die Hauptgläubiger eines Staates dessen eigene Bürger), oder sie lassen es. Einfach wird es nicht. Aber es wären klare Verhältnisse, unter denen man dann auch wieder auf Augenhöhe miteinander reden kann. Auch darüber, was sofort benötigt wird, um weiteres Elend bei den armen und alten und kranken Griechen abzuwenden, denen geht es schon schlecht genug. Ich glaube, die gr Regierung wäre angenehm überrascht, wieviele nicht einmal unbedingt wohlhabende Einwohner anderer Länder freiwillig geben, wenn es um Medikamente für Diabetiker oder Heizung, Obdach und Essen für Arbeitslose und Erwerbsunfähige geht. Nur für die Zinserwartungen der mehrheitlich frz. Banken, die noch mitten im aufziehenden Sturm Geld in die Parteikorruption geschmissen haben - dafür zahlen die einfachen Leute anderer Länder nicht so gern, deshalb sollte das auch möglichst bald beendet werden, damit niemand die ganze Geschichte in den falschen Hals bekommt.

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