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Griechischer Euro-Austritt: Fünf Gründe für den Grexit - und fünf dagegen
AP/dpa

Soll Griechenland die Eurozone verlassen? Die Frage steht im Raum - und tatsächlich gibt es gute Argumente dafür. Aber auch dagegen. Der Thesencheck.

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cesar_2 17.06.2015, 16:34
110. Wieso geht das eigentlich nicht?

Zitat von MephistoX
... und ebenso wenig können Sie GR zwingen, die Eurozone zu verlassen (geht formal gar nicht) odre aus dem "Euro rausschmeißen" (wie hier so oft fälschlich getippselt). Wenn überhaupt müsste GR SELBST die EU verlassen wollen ... Ich kann deshalb das Unwort "Grexit" nicht mehr hören, denn es gibt kein zwangsläufig "sauberes" oder gar schnelles Ausscheiden aus der Eurozone, sofern GR EU-Mitglied bleiben will. Der sog. "Grexit" kann selbst bei Zahlungsunfähigkeit GRs ein quälend langer Prozess werden, u.a. mit Parallelwährung und anderem Pi-pa-po. Alle "Populisten" mit Hang zu vermeintlich "schnellen, einfachen Lösungen" werden folglich - egal wie es kommt - ziemlich "enttäuscht" sein ;)
Wenn dauernd gegen Artikel 125 Abs. 2 des AEUV (Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union)
No Bail out Klausel und auch regelmässig gegen die Mastricht-Kriterien "Das jährliche Haushaltsdefizit darf nicht mehr als 3 % des Bruttoinlandsprodukts betragen"
verstoßen wird, muss man doch davon ausgehen, daß die Regeln der EU nicht das Papier wert sind, auf dem sie geschrieben werden. Wenn also ein Gesetz gibt, das es verbietet GR aus den Euro raszuschmeissen, so what?
In diesen Fall Grexit muss es folglich logisch und konsequent "Pacta non sunt servanda" heissen.

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ichbinmalweg 17.06.2015, 16:35
111. Nun ...

Zitat von nofreemen
Dieser Thesencheck verkommt zum Tresencheck. Genau so gut gibt es gute Gründe für Deutschland die Eurozone zu verlassen oder zu verbleiben. Im übrigen geht es nicht um Griechenland die Eurozone zu verlassen, sondern ob sie in der Währungsunion verbleiben soll und das ist ja nicht dasselbe.
... fast.

Wenn ich das richtig verstanden habe, müsste GR auch aus dem EU-Raum entfernt werden, um sie aus der Währung rauszukriegen. Da gibt es irgendeinen Zusammenhang. Ich lese immer , dass es so ist, aber leider nie warum. Sorry ;-(

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eurofighter1 17.06.2015, 16:35
112. Neuanfang für Griechenland dringend notwendig in der EU, aber ohne EUR

Ein Volk leidet, weil schon über Jahrzehnte von oben nach unten korrupt, mit einer schlechten Steuer- und Zahlungsmoral lebend, ohne ausreichende Wirtschaftskraft für diese überzogenen Sozialleistungen, den aufgeblähten, leistungsunfähigen Staatsapparat. Mit einer Steuerquote von 5% kann kein Staat existieren. Wenn die Milliardäre dem Staat die Steuerschuld nicht zugestehen, nicht zahlen, von wem kann man es denn dann verlangen. Kompletter Neuanfang mit neur Währung, neuen Verwaltungsstrukturen, Compliance-Bewusstsein - keine Zahlen mehr beschönigen, fälschen.

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Tsyngtaoone 17.06.2015, 16:38
113.

Bei einem Euroausstieg wird vor allem Griechenland sehr hart landen, aber das juckt diesen linken europapolitisch, vollkommen weltfremden Politamateur Tsipras, sowie den Spieletheoretiker Varoufakis und seine politische Laienspielgruppe, offensichtlich in keinster Weise. Tsipras sowie Varoufakis werden sich vermutlich nach einem Euroausstieg und nach einer kurzen unrühmlichen Regierungseinlage und den darauffolgenden Chaos aus ihren politischen Ämter verabschieden und vermutlich vorübergehend ins Ausland gehen, denn nach dem Euroausstieg, können sich Tsipras, Varoufakis und Konsorten sich nicht mehr auf griechischen Strassen sehen lassen. Tsipras engstirnige taktieren, lässt den Schluss zu, wenn die Geberländer nicht in der von Griechenland gewünschten Form nachgeben und Griechenland nach einem Euroaustritt im Chaos versinkt, soll auch der Schaden für die Geberländer möglichst Gross sein.

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112211 17.06.2015, 16:39
114. Meine persönlichen Gründe

Gegen Grexit:
1. Sonnig
2. Warm
3. Viele Inseln
4. Erfinderland in der Antike manch nützlicher Dinge
5. Sonntags nie

Für Grexit:
1. Mein Urlaub auf Samos
2. Nana M.
3. Gyros
4. Samos, Imiglyko und Retsina
5. Moussaka

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fredlieb 17.06.2015, 16:42
115. Griechenland braucht eine EU-Regierung

Eine nationale Regierung wird den Griechen nicht helfen können. Das hat auch die Wahl der redakalen Linken gezeigt Wahlversprechen werden einfach nicht eingehalten, es herrscht weiter Vertternwirtschaft und korruption.
Zu keiner Zeit hatte jemals eine griechische Regierung das Wohl ihrer Bürger im Blick.

Das ist die Chance für Europa.

In Griechenland sollte es eine Volksabstimmung geben. Nur so kann der gordische Knoten durchschlagen werden.
Zur Auswahl stehen:

1) Ablehnen der EU Reformen, Rauswuf aus dem EURO und der EU (Grexit)
2) Abwahl der nationalen Regierung, einsetzen eines EU Parlaments, Fortführung (unter Beibehaltung des EU Reformkurses) einer EU Regierung, Verbleib im Euro und in der EU.

Griechenland könnte so zu einer Art Rollenmodell/Vorbild werden, dem später noch andere Länder folgen könnten.

Wäre gespannt, wie sich die griechen entscheiden.

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freekmason 17.06.2015, 16:45
116.

Zitat von kritischer-spiegelleser
Diese unverschämte Argumentation der Griechen muss man sich nicht gefallen lassen. Auf dem politischen Parkett muss man auch einen gewissen Anstand wahren können!
Sie wissen aber schon, dass wir schäuble als finanzminister und merkel als kanzlerin haben, oder? leicht abstrus, da mit anstand zu kommen.

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einzigerwolpertinger 17.06.2015, 16:45
117. Klar

Zitat von Bernhard.R
Greece ist mit unehrlichen Zahlen gekommen. Die Befindlichkeit nach einem Austritt kann deshalb nicht im Vordergrund stehen. Jemand, der sich in einen Verein schummelt und dann auf Kosten der anderen Mitglieder leben will, darf nicht bleiben. 70% der Griechen wollen in der Eurozone bleiben. Na klar! Sie bekamen 327 Milliarden und fordern nun den 2. Schuldenschnitt. D. h. zurückzahlen wollen sie nix. Steuern wollen sie auch so weit wie möglich vermeiden. So läßt es sich leben.
die Zahlen waren falsch, aber alle, wirklich alle, haben es gewußt. Die EG (damals) konnte gar nicht schnell genug und gar nicht groß genug werden. Es gab einen Erweiterungskommissar, der auch nichts merken wollte. Das war 1981. Bis zur Euroeinführung in Griechenland hätte man den Rausch ausgeschlafen gehabt haben können, war aber immer noch besoffen.

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river runner 17.06.2015, 16:47
118. Rückkehr zum System schwankender Wechselkurse

Zitat von Andraax
Es rächt sich eben, dass die Politiker bei Euroeinführung nicht die Bedeutung des Wechselkurssystems verstanden hatten. .....
Die Rückkehr zum System schwankender Wechselkurse halte ich für richtig. Wenn jetzt auch die Amerikaner warnen, dass ein Scheitern der Euro-Verhandlungen nicht nur schwerwiegende Folgen für die Griechen selbst, sondern auch für die Weltwirtschaft habe, zeigt das nur, wie labil die Situation ist, und wie abhängig man sich von einem falschen System als Euro festgefrorener Wechselkurse gemacht hat.

Die Hauptangst scheint vor einem Dominoeffekt zu bestehen: Wer kommt als nächster, wenn Griechenland geht?

Auf die Frage, wie man eine Rückkehr zum System schwankender Wechselkurse in der Praxis organisieren könnte, scheint niemand eine Antwort zu haben.

Literatur:

Warnung der griechischen Zentralbank Raus aus dem Euro, raus aus der EU?
Stand: 17.06.2015 13:56 Uhr
„.....Rechtliche Rahmenbedingungen des "Grexit"
In den Verträgen zur Gründung der europäischen Währungsunion ist ein Austritt oder Rauswurf eines Mitglieds nicht vorgesehen........“

Auch USA üben Druck auf Athen aus
„....Lew zufolge hätte ein Scheitern der Verhandlungen nicht nur schwerwiegende Folgen für die Griechen selbst, sondern auch für die Weltwirtschaft. …....“
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/griechenland-693.html

tagesschau.de: Aber auch die Eurogruppe hat doch viel zu verlieren?
Kritikos: „….. Das größte Risiko ist aber, dass niemand weiß, was im Falle einer griechischen Staatspleite mit dem Euro und der Gesamtwirtschaftslage in der Eurozone passiert. …..“
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/griechenland-interview-103~_origin-e46a6ce7-c4d9-4e4d-92e2-5b94c057ebc5.html

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mmpuck 17.06.2015, 16:47
119. GREXIT jetzt,

sage ich nun schon zum hundertsten Mal. Besser 400 Milliarden Verlust als Griechenhilfe ohne Ende.

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