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Größte Gewerkschaft: IG Metall fordert 30-Stunden-Woche für Familien
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Die IG Metall startet einen Vorstoß für familienfreundlichere Arbeitszeiten: Die größte Gewerkschaft Deutschlands will eine 30-Stunden-Woche durchsetzen, berichtet die "Welt". Wichtig sei, dass die reduzierte Arbeitszeit nicht als Teilzeit, sondern weiterhin als Vollzeit gelte.

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Ratzbär 29.01.2014, 09:39
250. Argumente

Zitat von Irene56
... gedrechselten Unsinn gelesen.
Das ist natürlich argumentativ allerhöchstes Niveau.

Zitat von Irene56
Nun, diese Frau hat tatsächlich auch etwas geopfert, nämlich die Freiheit, ein solch verantwortungsfreies und selbstbezogenes Leben zu führen wie Sie.
Auch hier: Dummes Zeug ohne Fakten - weder können Sie beurteilen, ob meine Mutter ihre Kinder als Opfer empfand, noch können Sie beurteilen, ob ich nicht vielleicht auch selbst Kinder habe.
Zitat von Irene56
Sie hat wahrscheinlich viele Stunden Schlaf geopfert, weil Sie sie gebraucht haben, sie hat sicher auch viele ihrer Wünsche geopfert, weil sie konträr zu der Verantwortung Ihnen gegenüber standen. Aber vllt. ist Ihnen ja nicht bekannt, dass Opfer nicht immer negativ sondern durchaus auch positiv belegt ist. Manche Menschen u. vllt. auch Ihre Mutter haben freudig diese Opfer gebracht, nicht weil es dafür Orden, Ruhm oder Geld gegeben hätte, sondern einfach nur aus Liebe.
Wenn Sie sich schon in eine Diskussion einschalten, dann sollten Sie vorher auch alle dazugehörigen Beiträge lesen und auch verstanden haben. Ist vorliegend ganz offensichtlich nicht der Fall, sonst hätten Sie das wohl nicht geschrieben.

Zitat von Irene56
Also leben Sie bitte Ihren Lebenstraum aber belästigen Sie anderen nicht mit derartig grenzwertigen Argumenten.
Immerhin werden meine Einlassungen von Ihnen als Argumente bezeichnet, dieses Lob kann ich leider nicht zurückgeben.

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Irene56 29.01.2014, 09:41
251. quer gelesen

Zitat von DesTeufelsAnwalt
Nur zur Erinnerung: wollten sich Ihre "Lebensleistung" von der Gesellschaft finanzieren lassen, faktisch von den Kinderlosen. Ihre Lebensleistung besteht aber zum Teil darin, den Planet schneller an den Rande des Abgrunds zu führen. .
Ich glaube, Sie haben in diesem Thread quer gelesen und sich in einen Dialog zwischen mir und einen anderen User eingeklinkt. An keiner Stelle habe ich auch nur geschrieben, dass ICH Kinder hätte und deshalb für diese "Lebensleistung" irgend etwas von der Gesellschaft haben möchte.

Im übrigen teile ich nicht Ihre Ansicht, dass es die Menschen mit Kindern sind, die den Planet an den Rand des Abgrunds treiben sondern Menschen, die Kriege führen, befürworten und deren egoistisches Streben nach Macht und Reichtum Ressourcen vergeuden, die Umwelt zerstören und letztendlich damit auch die gesamte Menschheit und diesen Planeten.

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kfp 29.01.2014, 16:14
252.

Zitat von DesTeufelsAnwalt
Auch Menschen ohne Kinder müssen ihre Wohnung putzen, Wäsche waschen, kochen.
Wie schon gesagt, erledige ich meinen eigenen Dreck mit links mit. Es macht aber einen Unterschied, ob jemand den ganzen Tag außer Haus ist, wo er Mittags in der Kantine isst, "von Heinzelmännchen" fix und fertig gereinigte Büros, Küche, Toiletten auf der Arbeit benutzt und in der eigenen Wohnung außer Abendbrot, Duschen und Einstauben praktisch nichts passiert, was Hausarbeit erfordern würde. Oder ob da Kleinkinder rund-um-die-Uhr Betreuung zu Hause brauchen, Küche und Bad in Dauerbenutzung sind (und i.d.R. nicht so sorgsam, wie das bei vernünftigen Erwachsenen der Fall ist), Windeln auslaufen, Kindergartenkinder täglich im Kindergarten 1-2 neue Hosen einmatschen, täglich ein familientaugliches Essen auf den Tisch kommen muss usw.

Zitat von
Und alleine die Tatsache, dass die mit Kindern einen höheren Aufwand für solche Tätigkeiten haben ist kein hinreichender Rechtfertigungsgrund.
Der Unterschied ist, ob Sie alle zwei Wochen einmal eine Putzfrau für 2 Stunden bezahlen müssen, um alle ihre Zeit wirklich zur freien Verfügung (z.B. auch zum Nachgehen einer bezahlten Tätigkeit) zu haben. Oder ob Sie dafür ca. 12h pro Tag jemanden einstellen müssten, denn Kinder in entsprechenden können auch keine 15 Minuten auf sich selbst aufpassen (eigentlich nicht mal, wenn sie schlafen, aber da muss man wenigstens nicht jederzeit innerhalb von Minuten wieder aktiv mit voller Aufmerksam verfügbar sein, sondern kann sich evtl. auch einmal eine Weile am Stück auf andere Tätigkeiten konzentrieren). In Zahlen: Monatspreis für komplettes Abtreten aller Aufgaben in einem Single-Haushalt: 2*(im Monat) 2(Stunden)*10(Preis für Hilfskraft)=40 Euro, für Betreuung von Kindern: 30*(im Monat) 12(Stunden)*10(Preis) = 3600 Euro. Sie sehen den Unterschied?

Zitat von
In keinem Land in der EU werden Eltern derart finanziell gepampert wie in Deutschland. Nutzen? Offensichtlich keiner, wenn man den demographischen Entwicklungen glauben darf.
So undifferenziert hingeklatscht hält das näherer Betrachtung nicht unbedingt stand. Details würden das Format hier sprengen, aber die Kinderlosigkeit in D hat wohl hautpsächlich was mit befristeten Arbeitsverhältnissen bis Mitte 30 und mehr zu tun und anderen Gründen für die Unvereinbarkeit von Kindern und Beruf, z.B. fehlende Betreuungsmöglichkeiten, familieninkompatible Arbeitszeiten (wenn z.B. "Vollzeit" in D 40h+Überstunden+Mittagessen bedeutet, anderswo 35h inklusive Mittagessen ohne Überstunden und zusätzlichen freien Nachmittagen, bei passenden Krippenöffnungszeiten, machen ein paar Zusatz-Euronen eben keinen Unterschied).

Zitat von
Und genau diesen Nutzen können Sie nicht belegen.
Die meisten Arbeitnehmer bezahlter Tätigkeiten auch nicht, oft sogar eher im Gegenteil...

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kfp 29.01.2014, 16:28
253. 2/2

Zitat von DesTeufelsAnwalt
Muss es jetzt das ganz große Besteck vom "davon leben" sein? Lässt dieses Land Eltern verhungern?
Vielleicht komme ich hier von der Perspektive, dass H4 für mich nicht als "von Einsatz seiner Arbeitskraft leben" zählt. (Was aber auch bei mir in der Tat ein sehr persönlicher Sonderfall ist, dass wir noch außereuropäische Familie zu ernähren haben, die im Fall, dass wir auf H4 landen, dann tatsächlich ihre Miete ihrer winzigen nicht mehr bezahlen kann und im Slum enden muss.)

Zitat von
Oder ist es nicht vielmehr so, dass Sie gerne hätten, dass die Eltern eben mehr von dem Kuchen haben, den die klassischen DINKS haben?
Ich hätte gerne, dass anerkannt wird, dass Eltern unbezahlt einen enormen Beitrag zur Gesellschaft liefern, und nicht als Sozialschmarotzer und Faulpelze hingestellt werden, wenn sie es eben einfach nicht schaffen können, neben 12h Kinderbetreuung und Haushalt pro Tag auch noch 8 weitere Stunden einer bezahlten Tätigkeit nachzugehen (und dann noch die erwarteten Überstunden abzuleisten und sich am besten noch Fachliteratur mit heim auf's Sofa zu nehmen). Aber genau das wird inzwischen in der dt. Arbeitswelt erwartet, um überhaupt noch für eine qualifizierte, bezahlte Tätigkeit in Erwägung gezogen zu werden.

Zitat von DesTeufelsAnwalt
Ach, auf einmal sind die großen Kulleraugen nicht mehr Lohn genug?
Kulleraugen kann man leider nicht essen. (Außer vielleicht bei Indiana Jones...)

Zitat von
Sowenig wie die Putze das Ingenieursgehalt einfordern kann
Die Putze oder Babysitterin nimmt aber trotzdem (zumindest in unserer Region) mindestens 10 Euro/h. Wir kriegen 200 Euro/Monat Kindergeld, macht bei 12h/Tag 56 Cent/h.

Zitat von
Der globale Anteil ist eher schädlich. Den positiven Nutzen müssen Sie belegen, nicht einfach postulieren.
Wie schon gesagt, dann belegen Sie mal den positiven globalen Nutzen vieler Gutverdiener-Jobs in D, und dass der ein so viel höheres Einkommen wert ist als das vernünftige Versorgen und Erziehen von Kindern.

Zitat von
Nein, das war frech und belanglos. Das ist nicht das Gleiche wie probabilistisch.
Unsinn, wenn Sie Eltern pauschal unterstellen, der Welt mit ihren Kindern zu schaden (ohne zu wissen, was diese eines Tages einmal Nützliches tun werden), möchte ich auch von Ihnen wissen, was andere Leute, die in dieser Gesellschaft ein ansehnliches Einkommen "verdienen", (Sie vermutlich eingeschlossen) denn dafür Nützlicheres anstellen. Die meisten vermutlich nicht allzu viel, wenn ich bei Ihnen damit falsch liegen sollte, entschuldige ich mich gerne...

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