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Größte Gewerkschaft: IG Metall fordert 30-Stunden-Woche für Familien
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Die IG Metall startet einen Vorstoß für familienfreundlichere Arbeitszeiten: Die größte Gewerkschaft Deutschlands will eine 30-Stunden-Woche durchsetzen, berichtet die "Welt". Wichtig sei, dass die reduzierte Arbeitszeit nicht als Teilzeit, sondern weiterhin als Vollzeit gelte.

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openminded 27.01.2014, 09:06
20. Quercheck

Wenn man mal von einer Lebenserwartung von 75 Jahren ausgeht, von einem Berufsteinstieg mit 20 und von einem durchschnittlichen Rentenbeginn mit 65 (das entspricht der IG-Metall-Forderung von maximal 45 Beitragsjahren), dann kommt man auf 60% Erwerbstätigkeit, und bei 30 Wochenstunden auf ca. 10,7% "Arbeitsquote". Das heißt, man möchte also etwa 10% seines Lebens arbeiten, um den Rest aufgezogen, ausgebildet und betreut zu werden und ansonsten schön konsumieren, was andere erarbeiten.

Dabei müssen auch noch einige durchgefüttert werden, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht arbeiten. (Was in den meisten Fällen auch gut ist und einen Sozialstaat ausmacht.)

Wie soll das denn gutgehen?

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gullliver 27.01.2014, 09:08
21. Ist doch ok:

Wenn ich 80% arbeite und statt Elterngeld 10% Lohn bekomme - dann sind das 90% des Geldes und für den Arbeitgeber entstehen keine Zusatzkosten ...

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buerger2013 27.01.2014, 09:10
22. Ich

Zitat von sysop
Die IG Metall startet einen Vorstoß für familienfreundlichere Arbeitszeiten: Die größte Gewerkschaft Deutschlands will eine 30-Stunden-Woche durchsetzen, berichtet die "Welt". Wichtig sei, dass die reduzierte Arbeitszeit nicht als Teilzeit, sondern weiterhin als Vollzeit gelte.
möchte gern noch einen draufsetzen.
Für Familien zweimal im Jahr Weihnachten und Ostern, Pampers auf Krankenschein und bezahlten Sonderurlaub zur Vorbereitung auf Elternabende in der Schule.

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frankubags 27.01.2014, 09:11
23. ....Diskriminierung. ...

....und die kinderlose Jüngeren und Älteren sollen das ausbaden mit Überstunden wenn die Elterngeldverwöhnten schon Ihre Suppe gegessen haben und mit Max und Lisa auf dem Spielplatz sind. Sogar die junge Eltern sind noch in Pampers.
Aber der Markt wird es korrigieren...

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mm71 27.01.2014, 09:13
24.

Zitat von RobinSeyin
Was wird gemacht, wofür wird es gemacht, hat es einen Gegenwert oder landet es sowieso nur im Müll? In diesem Land werden Abermillionen Arbeitsstunden ohne jeden Sinn und Mehrwert geleistet. Blanke Verschwendung.
Vielleicht, nur wer entscheidet das? Sie? Die IG Metall? Ehrlich?
Oder vielleicht doch letztlich derjenige, der diese Arbeit nachfragt? Bzw. eben nicht.
Subventionsabbau klar, da stimme ich Ihnen zu. Irgendeine Altherren-"Kommission" definieren zu lassen, was wie wo gemacht werden soll? Um Gottes Willen, das hatten wir alles schon

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Der_zu_spät_geborene 27.01.2014, 09:13
25. Der nicht Kinder habende Mensch....

... ist wohl garnichts mehr wert.... ach hat, ja natürlich, der darf den ganzen Schappschiet dann ja auch Finanzieren. Der nächste Vorschlag wird sicher ne längere Lebensarbeitszeit für Kinderlose sein.

Die Spinnen, die Deutschen, frei nach Uderzo/Goscinny.

Diese ganze Subventionierung von Fortpflanzung hat nichts gebracht und wird nichts bringen. Denn eines fehlt: die Kontrolle ob auch Qualitätskinder dabei rauskommen.
Die Normalen, die einfach Kinder haben wollen - und hoffentlich noch immer die Mehrheit stellen - brauchen das alles genausowenig wie es unsere Eltern gebraucht haben.

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realistin2 27.01.2014, 09:20
26.

da werden dann endlich auch mal Väter bei Einstellungsgesprächen nach ihren Kindern gefragt und bekommen den Job nicht, weil sie kürzer arbeiten wollen/sollen/dürfen. Dieses Thema betrifft ja bisher meist nur Frauen. Dann können endlich Mama und Papa beide zu Hause bleiben und die Kinder betreuen, weil kein Arbeitgeber sie haben möchte. Das nenne ich eine ordentliche Familienpolitik! Alles für den Nachwuchs. Wovon die Familien dann leben sollen, ach, interessiert doch nicht. Das können die Kinderlosen dann schon richten.

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Diskutierender 27.01.2014, 09:21
27. Sie sprechen mir aus der Seele

Zitat von taggert
Ja und ich wünsche mir doppeltes Gehalt bei halber Arbeitszeit, aber das Leben ist kein Wunschkonzert. Mal im ernst... Ich will Eltern nicht degradieren oder leugnen das Kinder unsere Zukunft sind, aber diese Bevorteilung von Menschen, die in der Lage waren Ihre Reproduktionsorgane zu benutzen, finde ich nicht gerecht... Kinder bekommen kann man Planen - auch wenn das viele nicht .....
Dem möchte ich noch hinzufügen, dass das Kinderkriegen einzig und allein eine private Entscheidung ist, die genauso mehr oder weniger egoistisch ist wie die Entscheidung gegen eigenen Kinder. Wie hat es so schön mir gegenüber mal jemand auf den Punkt gebracht: "Kinder sind Wunschkinder oder Unfallfolgen". Niemand setzt Kinder mit der Motivation in die Welt, damit die Deutschen nicht aussterben oder damit die Renten gesichert sind.

Mehr noch, viele Eltern sind wahrscheinlich die egoistischsten Menschen überhaupt, zwar nicht für die eigene Person, aber wenn es um den eigenen Nachwuchs geht, wird extremst egoistisch agiert. Das wirkt nur nicht so selbstsüchtig, da auf das Kind bezogen, ist aber oft viel egoistischer, als jemals ein Kinderloser handeln würde.

Schlicht und einfach: Kinderkriegen ist Privatsache, auch wenn Politiker etwas anders erzählen, weil sie unfähig sind, das Rentensystem zu reformieren, oder wie im jetzigen Koalitionsvertrag noch viele tolle Wahlgeschenke an die Rentner verteilen wollen. Hinzu kommt dann noch das typisch Deutsche Anspruchsdenken nach dem Motto "Ich will Kinder, und die ach so egoistischen Kinderlosen sollen mir das bezahlen".

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oli345 27.01.2014, 09:22
28.

Wie wäre es denn mit 30h für alle?

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stefansaa 27.01.2014, 09:25
29.

Zitat von Marie 42
Am besten die Gewerkschaften selbst. Diese Forderung einer 30 Stundenwoche bei ggf. vollem Lohnausgleich ist doch unrealistisch! Erst wenn es endlich genügend Kindergärten und ein flexibles Betreuungsangebot gibt, werden sich Familien auch wieder vermehrt für Kinder entscheiden. Es ist nicht alles eine Frage des Geldes! Unsere Nachbarländer haben es uns doch vorgemacht! Ich frage mich, wie es unsere Eltern geschafft haben, Kinder großzuziehen ohne Kindergeld, Elternzeit, usw. usw.
Bei den Eltern, die jetzt so langsam in Rente gehen, hat es damals noch gereicht wenn einer arbeiten war. Da hat ein Facharbeiter noch entsprechend verdient, um eine Familie allein zu ernähren. Man vergleiche mal das Einkommen eines Busfahrers der BVG heute und einem der seit 20 Jahren dabei ist: Der neue steigt mit 1.800 € brutto ein, das ist heute schon ein gutes Gehalt. Der mit 20 Jahren Erfahrung hat jedoch mehr als 3.500€ im Monat. Das ist fast das doppelte. Selbst wenn der neue Busfahrer das 20 Jahre durchhält, wird er jedoch nicht die 3.500 € erreichen.

Wir haben in Deutschland ein massives Lohne/Gehaltsproblem. Wäre die Lohnentwicklung vor 20 Jahren nicht stehen geblieben, müssten wir uns über fehlende Kita-Plätze oder ähnliche Modelle keine Sorgen machen. Da aber Deutschland sich immer stärker zum Niedrig-Lohn-Land entwickelt (wofür Gas Gerd schon in Davos gefeiert wurde), ist die Forderung der IG-Metall absolut richtig! Diese ist bezahlbar. Man betrachte sich nur mal die steigenden Umsätze und Gewinne der Großkonzerne.

Achja: Was interessieren ein 10-Mann-Unternehmen Forderungen der IG-Metall? Ich habe ca. 60 Kunden in der Größe 5 Mitarbeiter bis 200 Mitarbeiter. Keines dieser Unternehmen ist gewerkschaftlich organisiert. In der Regel werden diese Unternehmen <1.000 MA geführt wie Minidiktaturen, wobei es darauf an kommt, wie gut/schlecht die Geschäftsleitung ist.

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