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Größte Gewerkschaft: IG Metall fordert 30-Stunden-Woche für Familien
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Die IG Metall startet einen Vorstoß für familienfreundlichere Arbeitszeiten: Die größte Gewerkschaft Deutschlands will eine 30-Stunden-Woche durchsetzen, berichtet die "Welt". Wichtig sei, dass die reduzierte Arbeitszeit nicht als Teilzeit, sondern weiterhin als Vollzeit gelte.

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kaffeepause9h30 27.01.2014, 09:26
30.

Zitat von Der_zu_spät_geborene
... ist wohl garnichts mehr wert.... ach hat, ja natürlich, der darf den ganzen Schappschiet dann ja auch Finanzieren. Der nächste Vorschlag wird sicher ne längere Lebensarbeitszeit für Kinderlose sein. Die Spinnen, die Deutschen, frei nach .....
Einer muß den propagierten Sozial-Feudalismus ja bezahlen...

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ruhepuls 27.01.2014, 09:28
31. Guter Ansatz, wenn...

ja, wenn man dann auf nur für 30 Stunden bezahlt würde. Da aber ein solcher Vorschlag auch bei den Gewerkschaftsmitgliedern kaum Zustimmung fände (wer verzichtet schon zugunsten von Zeit auf Geld..?)
wird man auch den vollen Lohnausgleich fordern - und damit das Ganze undurchführbar machen.

Bei vollem Lohnausgleich würden die Kosten für die Betriebe entsprechend steigen, was dort dann die Rationalisierungsmaschine entsprechend antreiben würde.

Am Ende ständen dann vielleicht 30 Stunden auf dem Papier, aber mit reduzierter Belegschaft - und mehr Druck auf dem verbleibenden Rest.

Offensichtlich kapiert niemand, dass der Preis für immer kürzere Arbeitszeiten (bei gleichem Lohn) immer mehr Leistungsdruck ist. Irgendwie müssen die Kosten ja reingeholt werden.

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übel_ismir-schonlang 27.01.2014, 09:28
32. Ich behaupte mal ganz ketzerisch ...

... dass es auch mit 25 Wochenstunden getan wäre - und zwar lebenslang. Wenn da einem nicht dauernd eingebläut würde, dass jedes neueste gadget (über)lebensnotwendig wäre. Und wenn geplante Obsoleszenz flächendeckend obsolete werden würde. Das geht aber den "Entscheidern" wohl zu sehr gegen den Strich, denn Shareholdervalue ist oberstes Ziel in einer Gesellschaft in der der Mensch nur Endverbraucher und Humankapital sein darf, bloß kein Denker.

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stefansaa 27.01.2014, 09:29
33.

Zitat von frankubags
....und die kinderlose Jüngeren und Älteren sollen das ausbaden mit Überstunden wenn die Elterngeldverwöhnten schon Ihre Suppe gegessen haben und mit Max und Lisa auf dem Spielplatz sind. Sogar die junge Eltern sind noch in Pampers. Aber der Markt wird es korrigieren...
regen Sie sich dann im nächsten Thread auch darüber auf, dass es in Deutschland so viele Ausländer gibt? Alle heulen rum, dass die Geburtenrate jährlich sinken und immer mehr Einwanderer geholt werden oder hierherkommen. Wenn jedoch eine Gewerkschaft mal mit einem sinnvollen Vorschlag kommt, wird dieser aus purem Neid niedergetrampelt...

Willkommen in Deutschland!

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Kiste 27.01.2014, 09:32
34. Wer will das?

Die mir bekannten Familienväter arbeiten zumeist über 50 Stunden, um genug Geld für ihre hungrigen Mäuler ranzuschaffen.
(Vielleicht aber auch, weil sie nach der Arbeit zuhause gleich wieder eingespannt werden für Hausarbeit und nervige Kinder?)

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silberstern 27.01.2014, 09:33
35.

Zitat von gullliver
Wenn ich 80% arbeite und statt Elterngeld 10% Lohn bekomme - dann sind das 90% des Geldes und für den Arbeitgeber entstehen keine Zusatzkosten ...
Keine Zusatzkosten? 20 % weniger Produktivität und 10% mehr von staatlicher Seite sind definitiv Zusatzkosten. Der AG muss die 20% irgendwie anders erwirtschaften und wo soll das zusätzliche Staatsgeld herkommen?

Mal Butter bei die Fische. Meine Abgabenquote liegt im Moment als Single bei 73% inkl. allem. Ich arbeite mit 40h Woche 45+h in der Woche ... und drei der vier Wochen im Monat nur für die Gesellschaft. Sollte der Sozialstaat weiter ausgebaut werden - ohne dass dies eigentlich notwendig wäre - gehe ich auch zu den Schmarotzern über - und dann mit ihnen unter.

Die IG Metall sollte sich lieber für einen Mindestlohn stark machen, dass jeder von seiner Arbeit leben kann und der Staat gar nicht erst finanziell einspringen muss, weil die Eltern es nicht schaffen, ihre Kinder finanziell auszuhalten und zu erziehen(!). Immer soll der Staat einspringen, wenn die einzelnen Menschen mit offenem Auge selbstgeschaffenen Lebenssituationen nicht mehr klar kommen oder - wie bei diesem Thema - das Leben einfach nicht *angenehm* genug ist. Aber hinter dem Staat steht eine immer kleiner werdende Minderheit der wirklich schuftenden prekär Beschäftigten.

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autc 27.01.2014, 09:34
36. Realitätsfremd

...wer soll das den Bitteschön bezahlen...!? Womöglich noch bei vollem Lohnausgleich. Diese Herrschaften sollten mal in die Kleinbetriebe gehen und diese schwachsinnigen Vorschläge dort vorschlagen!

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ruhepuls 27.01.2014, 09:34
37. Wirtschaft abschaffen...

Zitat von donvito85
Wer soll das denn bezahlen.... wir können doch nicht den Familien eine lebenswertere Zukunft auf Kosten der Wirtschaft verschaffen...... so in etwa stelle ich mir abstrakt formuliert die Formulierung der Gegner eines solchen Vorstoßes vor.... Die Wirtschaft steht ueber dem Menschen... der Mensch hat ja der Wirtschaft zu dienen und nicht umgekehrt..... wenn wir nicht aufpassen, haben sonst die reichsten 85 Menschen dieser Erde nur noch das äquivalente der ärmsten 2.5 milliarden, statt 3.5 milliarden.... wo kommen wir denn da hin......
Ich finde auch, wir sollten die Wirtschaft abschaffen. Dann hätten wir endlich viel mehr Zeit zum Leben. Gut, wäre dann vermutlich kein ganz einfaches Leben, weil man sich ja dann um alles selbst kümmern müsste, vor allem um das, das es dann nicht mehr gibt, weil keiner ein Interesse daran hat, es herzustellen. Wozu auch? Fällt ja alles vom Himmel. Muss man sich nur richtig wünschen...

Der Mensch "dient" heute der Wirtschaft, wie der Bauer früherer Zeiten dem Wetter "diente". Weil er vom Wetter abhängig war - und wir von einer funktionierenden Wirtschaft. Insofern haben Sie recht: Der Einzelne steht nicht über der Wirtschaft, denn er braucht sie.
Dabei spielt es keine Rolle, ob das ein kapitalistisches oder sozialistisches Wirtschaftssystem ist. Oder denken Sie, im Kommunismus steht der Einzelne über der Gemeinschaft und deren Versorgung?

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01099 27.01.2014, 09:34
38. Falsch!

Ich gehe sogar noch weiter und fordere die 25-Stunden-Woche. Und zwar für alle und bei gleicher Höhe des Lohns. Dann würden nicht mehr so viele Beziehungen scheitern, denn letztlich ist die Arbeitswelt dafür verantwortlich. Wir würden mehr Kinder zur Welt bringen, weil einfach die Zeit da ist, um sie nicht in den ganzen Tag über in Aufbewahrungsanstalten stecken zu müssen. Und die Burn-Out-Fälle würden abnehmen, da keiner mehr an chronischer Arbeitsüberlastung leiden müsste.
Wäre das nicht eine Idee der Vernunft?
Aber ich höre sie schon wieder schimpfen, die hirngewaschenen, ängstlichen Kleingeister, dass das alles nicht finanzierbar sei und die Wirtschaft unser schönes Land verlassen würde.
Also weiter wie bisher; dem Untergang entgegen.

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dumovic 27.01.2014, 09:35
39.

Zitat von taggert
Wenn, dann sollten derartige Regelungen doch für alle gelten, oder sehe ich das so falsch? .
Ja, das sehen Sie falsch, denn ohne Kinder beginnt nach der Arbeit die Freizeit. Erzieht man Kinder verantwortungsvoll warten da zu Hause noch weitere Stunden Arbeit. Diese Arbeit soll eines Tages Steuerzahler nach sich ziehen und somit dem Allgemeinwohl dienen, auch dem freiwillig oder unfreiwillig Kinderlosen.
Ganz offensichtlich ist der Vorschlag der Gewerkschaft ein Versuch, das Kinderaufkommen in der arbeitenden Bevölkerung zu erhöhen. Die Incentivierung durch Kindergeld ist leider nur ein Anreiz für diejenigen ohne Einkommen. Der Vorschlag entspricht nicht ganz meiner Vorstellung, geht aber in die richtige Richtung.

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