Forum: Wirtschaft
Größtes US-Handelsdefizit seit zehn Jahren: Vorher ist man immer schlauer
AFP

Dass Amerikas Handelsdefizit weiter wächst, brachte dem US-Präsidenten diese Woche viel Spott ein. Auch aus Deutschland. Dabei sollten gerade die Deutschen gewarnt sein, wie schnell der Zoll-Rosenkrieg die eigene Wirtschaft treffen kann.

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hannesmann 08.03.2019, 15:28
40.

Zitat von Ökofred
Wie definieren Sie denn bitte eine Weichwährung? Der Dollar hat vorübergehend die Nase vorn gegenüber dem Euro, das wird sich wieder ändern. Wie in den letzten Jahren auch, mal liegt der Euro vorn, mal der Dollar. Grund im Moment ist nur, weil sich die USA aus der Nullzinspolitik verabschiedet haben, das wird wahrscheinlich nicht von langer Dauer sein. Dann geht es wieder umgekehrt. Gegenüber welchen internationalen Währungen hat der Euro denn abgewertet?
Es gibt mehrere Studien die ausweisen das ein Wechselkurs zum Dollar von 1,40 für die gesamte Eurozone ein neutraler Wert ist. Die künstliche Abwertung durch die exzessive Liquiditätsschwemme der EZB hat eben auch dazu geführt, dass der aktuelle Kurs erheblich von diesem Wert abweicht. Auf Deutschland alleine bezogen läge ein Dollarkurs wohl noch erheblich niedriger. Hieraus ergeben sich nun mal erhebliche Wohlstandsverluste für die breite Bevölkerung, insbesondere in Deutschland. Da ein wesentlicher Teil der internationalen Handelsströme eben in Dollar abgerechnet werden sind die anderen Währungen hier nicht so relevant. Japan betreibt ja das Spiel mit der Währungsmanipulation ebenfalls. Die USA sind hier wegen einer aktuell halbwegs angemessenen Geldpolitik nun mal die gelackmeierten. Möglicherweise wird daher der Druck auf die FED zu einem Umsteuern führen.

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Axel Schön 08.03.2019, 15:28
41. Riskante deutsche Häme - Riskant?

Die Überschrift kllngt für mich nach einer Anweisung zum Kuschen vor dem bösen Despoten... Kann es der Ernst des Autors sein, uns zu empfehlen, sich ängstlich zurückhaltend selbst den Maulkorb umzuhängen um nicht den Zorn des Mannes mit dem gelben Gesicht, der gegen die Chinesen kämpft (schon mal aufgefallen, wie absurd das eigentlich ist?), auf sich zu lenken...?

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HanzWachner 08.03.2019, 15:29
42. Es ist interessant zu sehen...

...dass bei allen Autoren von Artikeln oder Posts der Wachstumszwang in der heutigen Industrieproduktion in keiner Weise hinterfragt oder gar kritisiert wird. Alles soll so weitergehen wie bisher, nur die Bahnen sollen besser geglättet werden. Häme, Schadenfreude oder sonstige Begriffe sind komplett irrelevant, denn tatsächlich geht es um das Ende des Wachstums, egal auf welcher Seite aller Ozeane.

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lalito 08.03.2019, 15:30
43. na toll, 50 Jahre tssstsss

Zitat von oldman2016
Da die Welt sehr kompliziert ist, der Versuch einer einfachen Erklärung. Land A hat Mindestlöhne von 15 Dollar, in Land B betragen diese 7 Dollar. Dank modernster Maschinen Made in Germany produzieren beide mit dem selben Personalaufwand qualitativ absolut gleichwertige Töpfe. Welches Land kann seine Töpfe billiger im anderen Land verkaufen? Und anders herum, welcher Topfhersteller wird dauerhaft die höheren Gewinne erzielen - gleiche Besteuerung der Gewinne vorausgesetzt? Weitere Frage: Welche Firma wird wegen der dauerhaft höheren Gewinne welche Firma entweder selber aufkaufen oder schlicht und einfach in den Konkurs treiben. Bei der Beantwortung dieser Fragen, sollte sich jeder geneigte Leser unterschiedliche Zeitschienen betrachten: Kurzfristig 5 Jahre, mittelfristig 25 Jahre und langfristig 50 Jahre. Jeder kennt die Antworten.
Da kommt einer mit besseren Töpfen um die Ecke, aus einem Land, in dem es bis dato keine Topfproduktion gab und der Clou, alles vollautomatisch.

Sie kennen diese Antwort jetzt sicher auch.

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frenchie3 08.03.2019, 15:31
44. @14 Na und ?

" ....Deutschland international grösste Dreckschleuder gegen Trump...". Ah so, Deutschland schleudert. Meine Waschmaschine schleudert, mein Auto schleudert, der Sausack von nebenan schleudert Steine auf Vögel... das kann ich voll nachvollziehen. Mit was, auf was, durch was schleudert ein Deutschland? Nehmen wir jetzt einfach mal an Sie meinen die Medien, nur so weil das eher Sinn macht. Jetzt müssen wir nur noch definieren was Sie als Dreck bezeichnen und dann könnte man eine Statistik aufbauen. Also, wo gab es Zunder wo der nicht hochverdient war?

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wi_hartmann@t-online.de 08.03.2019, 15:32
45. Finanzsystem Trump

Weil das Finanzsystem Trump (einer bescheißt den anderen) im
Welthandel nicht funktioniert, ist für Großsprech Trump klar,
daß Chinesen, Russen, Europäer usw. die Schuldigen sind.
Selbst mit dem unmittelbaren Nachbarn Kanada legt sich
dieser Wirrkopf an.

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hannesmann 08.03.2019, 15:35
46.

Zitat von curiosus_
..der Euro-Staaten für 2018 anschaue (absteigend sortiert): Germany: 234 Mrd. € Netherlands: 65 Mrd. € Ireland: 49 Mrd. € Italy: 39 Mrd. € Belgium: 15 Mrd. € Slovenia: 2 Mrd. € Slovakia: 0 Mrd. € Estonia: -2 Mrd. € Finland: -2 Mrd. € Lithuania: -3 Mrd. € Malta: -3 Mrd. € Latvia: -3 Mrd. € Cyprus: -5 Mrd. € Luxembourg: -7 Mrd. € Austria: -8 Mrd. € Portugal: -17 Mrd. € Greece: -22 Mrd. € Spain: -35 Mrd. € France: -78 Mrd. € Dann wäre das für Deutschland völlig ok und erstrebenswert. Und für weitere 5 oben in der Liste eventuell auch. Aber die restlichen 13 Staaten haben bereits heute (mit dem weichen Euro) Handelsbilanzdefizite. Allen voran unser westlicher Nachbar Frankreich. Und die würden mit einem harten Euro definitiv noch größer. Macron und Konsorten halten es sicher nicht für eine gute Idee "darüber nachzudenken aus dem Euro wieder eine Hartwährung zu machen".
Nun beruht das hohe Defizit der Franzosen ja nicht aus einem Defizit gegenüber Ländern die in Dollar abrechnen sondern im Wesentlichen auf dem Handel in der Eurozone. Die Auswirkungen wären wohl eher gering da sich ja auch die Energieimporte deutlich verbilligen würden. Mir ging es ja auch erst mal um das ewige Gerede um mehr Investitionen in Deutschland um den Leistungsbilanzüberschuss abzubauen. Ich meine eben, dass der Ansatz mehr darin liegen sollte den Export zu Gunsten der Inlandsnachfrage zu reduzieren. Da ist sicher ein starker Euro wesentlich zielführender als zusätzliche staatliche Investitionen in einem überhitzten Markt. Wenn man bedenkt, dass der jährliche Leistungsbilanzüberschuss etwa 80% des Staatshaushalts beträgt, fragt man sich schon wie man das Defizit hierdurch ausgleichen will.

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hisch88 08.03.2019, 15:36
47.

Zitat von sikasuu
Ist das schön das es sich "DIE Deutschen" so einfach machen & mit ein paar Schubladen auskommen, um die Welt zu beschreiben & einzuteilen. . Wie einfach wäre alles, wenn das auch in Wirklichkeit so klappen würde. Dann käme die Welt mit ein paar Vorurteilen & Klischees aus. & niemand müsste mehr differenziert & vor allen Dingen "selbst" denken.
Ich weiß jetzt nicht, was Sie mir mit Ihrem Beitrag sagen wollen?

Ich hab knapp 30 Jahre in China gelebt und glaube die Mentalität (auch durch meine chinesische Familie) etwas zu verstehen. Während Ihr Beitrag für mich nur Konfus ist und mit DE überhaupt nichts zu tun hatte.

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hannesmann 08.03.2019, 15:37
48.

Zitat von Crom
Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da war der Kurs deutlich schlechter, sogar unter der Parität. Hat das damals entsprechende Effekte gehabt? Ich kann mich dem nicht entsinnen.
Das ist auch schon ewig her. Seinerzeit waren die Überschüsse wesentlich geringer. Nach der Wende gab es sogar Leistungsbilanzdefizite. Das die Überschüsse jetzt so ausgeufert sind hat wohl doch was mit der Währung zu tun.

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DJ Bob 08.03.2019, 15:38
49. wishfull thinking..

Viele hier haben auf SPON skandiert die Welt Leitwährung vom Dollar entweder auf Euro, chinesische Wuan oder Credits vom Planten Mork umzustellen.

Ach wirklich? Der starke Dollar ist eigentlich für die USA das Wurzel aller Übels

Mann sollte sehr vorsichtig sein mit Wünsche sie könnten in Erfüllung gehen!

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