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GroKo-Einigung: Was das Soli-Ende für Sie persönlich bedeutet

Nun ist klar: Der Solidaritätszuschlag soll wegfallen - aber nur für die unteren 90 Prozent der Steuerzahler. Gehören Sie dazu? Und wie viel Geld sparen Sie dadurch? Dieser interaktive Rechner zeigt es.

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Titanus 17.06.2019, 19:37
50. Ausgaben reduzieren

Der Staat sollte Mal lieber seine unsinnigen Ausgaben reduzieren. Mit dem gesparten Geld sollte man endlich mal ordentlich Schulden abbauen und benötigte Investitionen tätigen. Und nicht Wahlgeschenke verteilen (Steuererleichterungen fließen nur in den Konsum und sind nicht nachhaltig).

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PolitBarometer 17.06.2019, 19:42
51.

Zitat von Mittelschicht
Naja, das scheint schon mal sehr stark vom Wohnort abzuhängen. Wir haben ein zu versteuerndes Einkommen von ca. 90 TS EUR p.a. Nein, die Einkünfte werden nicht aus Manager-Positionen bezogen. In solche Bereiche stoßen sie schon als guter Facharbeiter/Meister in der Industrie vor und sind immer noch im Tarifbereich. Seis drum. Von "ihren" 50 TS EUR gehen hier für eine ganz durchschnittliche 3,5 Zimmer Wohnung ca. 12 TS EUR p.a. ab (und wir zahlen so gesehen für unsere Region noch eher wenig Miete). Dummerweise benötigen wir zwei fahrzeuge. zwar ist der ÖPNV in der region im prinzip gut ausgebaut aber dummerweise zu den Arbeitsstätten meiner Frau und mir nun gerade nicht, es sei denn man will für ca. 20 km Wege zur Arbeitsstelle ca. 1,5 bis 2 Stunden für die einfache Strecke im ÖPNV zurücklegen was mit dem Auto in nicht ganz 20 Minuten zu schaffen ist. Auch wir fahren Mittelklasse bzw. Kleinwagen. So, Kind, je nach Alter: Kindergartenplatz ca. 500 EUR im Monat. schließlich sind sie, auf dem Papier, Topverdiener und zahlen natürlich den Höchstsatz usw. Da bleibt von "ihren" 50 TS EUR irgendwann nicht mehr viel. Wir nagen nicht am Hungertuch aber rechnen ob und was man sich leisten kann und will müssen wir auch. Eigentumm erwerben ? Schön. Das fängt bei einer durchschnittlichen 3-Zimmer Wohnung bei ca. 200 TS EUR an wenn sie ein Schnäppchen finden. Neubau mit entsprechendem Energiestandard können sie unter 450 TS EUR vergessen. Wenn sie schon Richtung "Häuschen" denken und sich das leisten können wollen dürften sie eher schon ein paar hundertausend EUR auf dem Sparbuch liegen haben. Mit etwas Glück finden sie ein Reihenmittelhaus ab 600 TS EUR. Wenn sie das vielleicht gerade so gewuppt bekommen bleibt ihnen dann nur zu hoffen das sich manche Ideen der Politik nicht durchsetzen. Beitragsbemessungsgrenzen sind ja immer so ein Lieblingsthema. Ein Angestellter iin der IIndustrie ist da auch ganz schnell dabei. Urlaubsgeld, vielleicht ein Jahresbonus der anfällt und peng, zahlen sie gleich mal ein "paar" EUR mehr Sozialabgaben. Mit dem Geld haben sie dann offentlich bei der Tilgung nicht gerechnet.
Ein Reihenmittelhaus für 600kT-Euro? Das halte ich für massivst übertrieben. Wo soll das sein? Hamburg oder München-City, direkt neben dem Rathaus?
Ja, die Preise von Immobilen sind durch die Immo-Blase sicherlich verdammt hoch. Zur Zeit etwa doppelt so hoch wie noch vor 20 Jahren für den gleichen Haustyp.
Aber für ca. 350kT-Euro (+/-) sollte sich auch ausserhalb der größeren Städte etwas finden lassen.

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bauigel 17.06.2019, 19:55
52. @ Stäffelesrutscher

Selbstverständlich gibt es den Begriff des Bruttoeinkommens. Wie kommen sie darauf, dass es diesen nicht gibt?
Bruttoeinnahmen sind die Bruttoeinnahmen für Selbständige. Bruttoeinkommen ist das vereinbarte Gehalt bei Angestellten.

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Jörg-Detlef 17.06.2019, 20:02
53. Bestverdiener

Zitat von Zaphod
Sehr wahrscheinlich macht vielen Bestverdienern ihre Arbeit sogar noch Spass und wird nicht als Belastung empfunden. Wer jedoch überdurchschnittlich viel arbeitet, überdurchschnittlich viel verdient und trotzdem mit seinen Lebensumständen unzufrieden ist, der sollte die Gründe hierfür nicht einfach im Steuerrecht suchen, sondern eher in sich selbst. Er sollte sich fragen, wie er wirklich glücklich werden kann.
Sie sprechen mir aus dem Herzen. Ich durfte nach meinem Studium der Wirtschaftswissenschaften, welches mir sehr viel Freude bereitet hat, in einer bayerischen Regionalbank eine Karriere erleben, die mit jeder Beförderung immer mehr arbeitsrechtliche Freiheiten und innere Erfüllung mit sich brachte. Wäre mit jedem Karriereschritt das Gehalt reduziert worden anstatt erhöht, wäre das fast gerechter gewesen als umgekehrt, wie es natürlich war.

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bauigel 17.06.2019, 20:12
54. @ Sleeper_in_Metropolis

Wieder diese völligen Übertreibungen. Die oberen 10% bringen als Alleinstehender etwa 2.500€ mit nach Hause und nicht 5.000€.
Und bei 2.500 € machen ein paar hundert € eine Menge aus.
Aber mit richtigen Fakten scheinen sie es nicht so zu haben.

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erespondek 17.06.2019, 20:12
55. Es gibt ca. 1,2Mio

Millionäre in Deutschland. Bei 82 Millionen Einwohnern ergibt das ca. 1,5% und das sind nur die, die sich nicht vor dem Fiskus arm rechnen oder ein Konto in Übersee haben. Ich zahle mehr als 25T € Steuern im Jahr, so wie die meisten meiner Kollegen. Alle Kollegen haben 2 weitere Dinge gemein: keiner ist Millionär und wir haben selten 40 Stunden Wochen, im Büro oder im Ausland. Da fragt man sich schon: wie kommt jemand zu seiner Million oder den Millionen. Durch ehrliche Arbeit ganz sicher nicht. Durch ein glückliches Händchen an der Börse, vielleicht ein paar... der Rest? Erben und weiter denken möchte ich gar nicht.
Ich gebe meinen Teil gerne für den Erhalt der Gesellschaft und Infrastruktur die mir mein Einkommen ermöglicht, frage mich aber, warum die, die den grösseren Vorteil ziehen weniger zahlen.

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alfredo24 17.06.2019, 20:13
56. Irgendjemand hat immer Pech.

Armutsrentner und Flaschensammler und sogar solche, die sehr deutlich darüber liegen (ca. EUR 1.520 mtl.), bezahlen sowieso keinen Soli. Diese müssen aber die reduzierten Steuern bei anderen zusätzlichen Einnahmequellen des Staates wieder voll mit zahlen. Das ist Umverteilungs-Gerechtigkeit von CDU und SPD.

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bauigel 17.06.2019, 20:16
57. @ Sleeper_in_Metropolis

Natürlich ist man auch nach Steuern mit 60 k Brutto nicht auf Hartz IV Niveau und kann sich einigen Komfort leisten.
Aber die oberen 10% tragen mehr als 50% der Steuerlast und trotzdem wird immer geschrien, dass diese Reichen doch noch mehr zahlen sollen. Und das ist es, was mich stört.

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Europeon 17.06.2019, 20:17
58.

Zitat von dr.bernd_fabry@web.de
die unterschiedliche Handhabung ist sehr wahrscheinlich nicht verfassungskonform, da Verstoß gegen das Gleichbehandlungsgebot. Da stimme ich Herrn Söder ausnahmsweise mal zu. Die FDP klagt mit Sicherheit und so sehe ich den Tag kommen, da sich die GroKo ein einmal mehr blamiert, weil sie nicht in der Lage ist, verfassungskonforme Gesetze zu erlassen.
Blamage? Die sagen sich ‚we have no shame’.

Plan ist vermutlich: Die SPD bekommt jetzt was sie will, die CDU wenn der Soli dann vom BvG auch für die oberen Einkommen gekippt wird.

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heimatminister 17.06.2019, 20:23
59.

Zitat von Sleeper_in_Metropolis
... Naja, für die oberen 10 Prozent ist es doch eh egal, ob die die paar Euro nun weiterhin zahlen müssen oder nicht. Für den Gegenwert können die sich ungefähr eine SUV-Tankfüllung mehr im Jahr "leisten", also nicht der Rede wert. ...
Da sollten Sie die Grundrechenarten noch einmal üben.
Ich fahre zwar kein SUV, aber für den Gegenwert der Ost-Steuer könnte ich mir ein nettes Moutainbike leisten.
Nein, ich werde es mir leisten können, denn diese Steuer wird vom Bundesverfassungsgericht mit Sicherheit wieder "kassiert".

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