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GroKo-Gesundheitspläne: Kommando rumdoktern
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Die große Mehrheit der Bürger will die private Krankenversicherung abschaffen - doch die Idee taucht im Koalitionsvertrag nicht auf. Union und SPD haben für ihren Streit eine andere, mittelmäßige Lösung gefunden.

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ThorstenSzczepanski 08.02.2018, 09:08
1. Die Mehrheit der Bürger will die private Krankenversicherung abschaffe

Seit Wochen werden wir mit Beiträgen in SPON und öffentlichen Medien erfreut die erklären dass Demokratie nicht die Diktatur der Mehrheit bedeuten kann sondern den Schutz der Minderheit (ok da geht es eher um Ungarn, es gilt also nur bei Meinungen die man nicht teilt). Man kann sein eigenes Geschwätz also beliebig ignorieren. Gab es schon mal nannte sich Dialektik.

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ptb29 08.02.2018, 09:11
2. Eine Kommission ist keine Lösung

Die großen Versprechen werden auf die Zukunft verschoben. Die CDU wird alle Veränderungen blockieren, sie will ja nachträglich doch als Sieger dastehen.

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jtimm.de 08.02.2018, 09:16
3.

Klar das die CDU das nicht will, sie ist die Interessenvertretung der deutsche Ärzte, zusammen mit der FDP. Das kann die SPD nur alleine oder in einer linken Koalition durchsetzen. Merkel handelt wieder gegen dei Mehrheit in der Bevölkerung, das wird sie weiter Stimmen kosten.

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Wunderläufer 08.02.2018, 09:21
4. Einsicht

Das Thema kommt erst dann in Fahrt, wenn die Notwendigkeit erkannt wird. Bremsen tun z.Zt. die Ärzte mit dem SPD-Mitglied Montgomery als Präsident und daneben die Beamten, also beides Profiteure an den Fleischtöpfen des Staates. Viele Politiker sind selbst Beamte und auch in der Ministerialbürokratie sitzen viele Beamte. Ein Träumer, der erwartet, dass aus diesen Reihen bahnbrechende Änderungsvorschläge kommen

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jh2015 08.02.2018, 09:21
5. Beleg fuer mangelnde Reformbereitschaft der Union

Die ganze Debatte zeigt einmal mehr , dass die Union jede noch so notwendige Reform hinauszoegert allein aus Angst vor dem eigenen Klientel. Jeder , der sich einmal genauer mit den Kosten pro Kopf in der PKV und der GKV auseinandergesetzt hat , weiss dass es so nicht auf Dauer weiter gehen kann. Darauf weist der Artikel zurecht hin . Es ist nicht hinnehmbar , dass der Staat ueber die PKV einen Berufsstand subventioniert , dem es nicht gerade schlecht geht. Wie einige Aerzte gerne reklamieren , verwenden sie die so erzielten Mehreinnahmen " fuer notwendige Investitionen , insbesondere fuer teure Geraetschaften". Wenn dies zutrifft, sollte man per Gesetz hier Transparenz schaffen durch einheitliche Saetze einerseits und eine Investionszulage , die allen Aerzten und Patienten , egal ob PKV oder GKV , zugutekommt.

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horstenporst 08.02.2018, 09:26
6. #twitternwierueddel

8000 neue Pflegekräfte sind völlig unzureichend. Für einen ungeschönten Einblick in die Zustände in der Pflege siehe: https://twitter.com/hashtag/twitternwierueddel

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nordlys 08.02.2018, 09:27
7. Bürgerversicherung

Die Bürgerversicherung wird weder Kosten sparen, noch die "Zwei-Klassen-Medizin" beenden. Erheblich sinnvoller wären daher folgende Maßnahmen:
- Aufbau einer staatlichen Einheitskasse für GKV-Versicherte, Schließung der 110 bestehenden gesetzlichen Kassen, dadurch Kosteneinsparungen bei Verwaltung, Marketing, Immobilien etc.
- Überwachung der Effizienz dieser staatlichen Kasse durch rigides, externes Qualitätsmanagement
- Einführung eines Selbstbehaltes von 20 Euro pro Arztbesuch (5 Euro für sozial Schwache), damit die absurd hohe Anzahl von durchschnittlich 17 Arztbesuchen pro Jahr deutlich sinkt
-Rechnungsstellung direkt beim Patienten, der diese wahlweise an die Kasse weiter reichen oder selbst begleichen kann, gleichzeitig Einführung einer Beitragsrückerstattung in Höhe von drei Monatsbeiträgen bei Nicht-Inanspruchnahme von Leistungen

Diese simplen Maßnahmen würden mit Sicherheit zu Einsparungen in der Größenordnung 20 bis 30 Prozent führen. Aber sie sind sicher zu pragmatisch und enthalten zu wenig Ideologie.

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nordlys 08.02.2018, 09:28
8. Bürgerversicherung

Die Bürgerversicherung wird weder Kosten sparen, noch die "Zwei-Klassen-Medizin" beenden. Erheblich sinnvoller wären daher folgende Maßnahmen:
- Aufbau einer staatlichen Einheitskasse für GKV-Versicherte, Schließung der 110 bestehenden gesetzlichen Kassen (die ohnehin nicht in echter Konkurrenz stehen), dadurch Kosteneinsparungen bei Verwaltung, Marketing, Immobilien etc.
- Überwachung der Effizienz dieser staatlichen Kasse durch rigides, externes Qualitätsmanagement
- Einführung eines Selbstbehaltes von 20 Euro pro Arztbesuch (5 Euro für sozial Schwache), damit die absurd hohe Anzahl von durchschnittlich 17 Arztbesuchen pro Jahr deutlich sinkt
-Rechnungsstellung direkt beim Patienten, der diese wahlweise an die Kasse weiter reichen oder selbst begleichen kann, gleichzeitig Einführung einer Beitragsrückerstattung in Höhe von drei Monatsbeiträgen bei Nicht-Inanspruchnahme von Leistungen

Diese simplen Maßnahmen würden mit Sicherheit zu Einsparungen in der Größenordnung 20 bis 30 Prozent führen. Aber sie sind sicher zu pragmatisch und enthalten zu wenig Ideologie.

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grbxx 08.02.2018, 09:30
9. Die Bürgerversicherung wäre eh gescheitert

Im Bundesverfassungsgericht oder am Widerstand des Beamtenbundes.

Darauf sollten hingewiesen werden, wenn über dieses “Herzensprojekt” gesprochen wird.

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