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GroKo-Gesundheitspläne: Kommando rumdoktern
DPA

Die große Mehrheit der Bürger will die private Krankenversicherung abschaffen - doch die Idee taucht im Koalitionsvertrag nicht auf. Union und SPD haben für ihren Streit eine andere, mittelmäßige Lösung gefunden.

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darthmax 08.02.2018, 11:07
60. Grosse Mehrheit

es wird eine Neiddebatte losgetreten und dann von einer grossen Mehrheit gesprochen, das ist übelste Meinungsmache, auch Propaganda genannt.
Die wirklichen Unterschiede werden natürlich nicht angesprochen, da dann die Propagandisten nackt darstünden.
Welche grosse Mehrheit ( auch wie bei Atomkraftwerken ) sich dann ergibt, stellen die Meinuingsinstitute fest, über die SPON hinreichend berichtete.
Wer ein staatliches Gesundheitssystem favorisiert, sollte sich die Bedingungen in England ansehen.
In Holland ist immer alles billiger, auch die Leistung.
Es gibt keine Zweiklassenmedizin, es gibt nur die ärgerliche Wartezeit , die der Gesetzgeber durch die Quartalsbudgetierung verursacht hat und was die gesetzlich Versicherten zu recht nervt. Das zu ändern würde aber Mehrkosten verursachen und in unserem Land soll alles umsonst sein.
Es wird den Menschen nicht einmal plausibel gemacht, dass die ´´Sozialabgaben ´´ Gehalt sind, das von Ihrem Arbeitsgeber zu 100 % an denn Staat abgeführt wird, aber von Ihnen verdient und als Lohnkosten beim Arbeitgeber zu Buche stehen.

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mackeldei 08.02.2018, 11:07
61. privat

Ich bin privat versichert, weil es damals vor 50 Jahren keine andere Möglichkeit für mich gab .Mein 2 Zimmer Bett in der Klinik gäbe ich im Fall einer sogenannten Bürgerversicherung gerne an eine dreifache Mutter ab. Aber glaubt jemand , dass diese das ehemalige Privatbett bekommt ? Das würden dann Leute mit Vitamin B bekommen : z.B die Nichte des Bürgermeisters ,die Frau von Professor L, der Sohn des Verwaltungsmanagers usw

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ulrich_loose 08.02.2018, 11:09
62. Die große Mehrheit der Bürger

sind auch schlecht informierte Partei und in der "Kasse"... Das läuft im engeren Sinne unter "Den anderen mal was wegnehmen" oder Pensionen Abschaffen. Das was da versprochen wird ist und bleibt simpler Linkspopulismus. Wenn unwidersprochen von 10 Patienten ein einziger Privatpatient ist, ist es mathematisch und in der Realität völlig unmöglich das die Kassenpatienten - die übrigens überwiegend keine kostendeckenden Beiträge zahlen - irgendwelche Nachteile davon haben. Die Realität - sie haben immense Vorteile, denn dieser eine Privatpatient oder eben 10% aller Patienten sorgen für 30% der dringend nötigen Einkünfte der Arztpraxen und Krankenhäuser. Soll heißen, wenn die Summe der Einnahmen fest steht, bleibt für die Kassenpatienten nur ein höherer Prozentsatz als Beitrag übrig. Ansonsten ändert sich nichts - ja, es kann sich nichts ändern. Der eine Privatpatient bekommt dann eben keinen "besseren" Termin und dafür rückt ein Kassenpatient nach. Für die verbleibenden 90% der Kassenpatienten ändert sich NICHTS.

Lange Rede ein reines Klassenkampfthema das jeder der den Zahlenraum bis zehn beherrscht "zerpflücken" kann.

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yogi65 08.02.2018, 11:09
63. Modellrechnung

Zitat von ge1234
... die Umsätze der Ärzte sinken und die Kosten für die bisherigen Kassenpatienten unbedingt steigen? Die Ärzte würden zwar weniger als bei bisherigen Privatversicherten bekommen, dafür aber mehr als bei den bisherigen Kassenpatienten. Dadurch, dass wirklich JEDER in das System einzahlen muß (also auch für Kinder, Ehefrauen etc.) steigen die Einnahmen, während die .....
Ein Arzt hat 100 Patienten. 90 GKV-Versicherte zahlen 100 pro Nase, 10 PKV-Versicherte 200 pro Nase. Für die gleiche Behandlung. Macht 11.000 pro Monat. Zahlt jeder das Gleiche sind es 110 pro Nase. Also ein Plus von 10 Prozent für die GKV-Versicherten. Da würden Einsparungen von 2-3 Prozent bei den Verwaltungskosten immer noch eine fette Beitragserhöhung bedeuten.

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RMG 08.02.2018, 11:10
64. … ohne Ideologie….

Je größer eine Solidargemeinschaft, desto stabiler ( Volatilität über Zeit ) und „billiger“ ( Risiko steigt nicht proportional zur Anzahl der Teilnehmer ). Das weiss jeder Versicherungskaufmann. Ergo : Bürgerversicherung. Die Ärzte bekommen durch die „Verbreiterung“ der Basis der GKV mehr Geld. Übergangslösung für heutige PKV Kunden. Die PKV kann zukünftig Zusatzversicherungen für „Privatpatienten“ verkaufen. Es ist ein „sozialistischer Wunschtraum“ die 2 Klassenmedizin abzuschaffen, aber man kann die geschwächte „Grundversorgung“ durch die GKV stärken. Läuft in vielen Ländern so. Bloss bei uns geht auch das irgendwie nicht.

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malcom1 08.02.2018, 11:13
65. Kobra21

Ihre Einschätzung liegt meines Erachtens falsch. Beispiel gefällig?
HNO-Arzt. Ich PKV meine Mutter GKV. Frage nach einem Termin für meine Mutter. In 6-8- Wochen würde sie einen Termin bekommen, aber wenn ich (PKV) mitkomme könnte sie morgen kommen. Ich sagte aber ich brauche keinen Arzt, darauf die Antwort es würde aber nicht schaden wenn man mal nachschaut.
Ende des Kommentars. Ein Einzelfall? Glaube ich nicht.

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manicmecanic 08.02.2018, 11:16
66. @kobra21 2 Klassenmedizin gibt es

Jeder der wie ich Leute aus beiden Systemen kennt wird Ihnen sofort bestätigen daß es sehr wohl 2 Klassenmedizin gibt.Das können Sie ganz einfach testen,rufen Sie einmal beim Doc an als normalo wegen eines Termins und dann direkt nach diesem Anruf nochmal mit der Angabe Privatpatient.Dann werden Sie erstaunt feststellen daß man als Privatpatient viel schneller einen Termin bekommt.Das hört aber nicht dabei auf,ich bin mal keine Ahnung warum in einer privaten Klinik gelandet.Da ich leider auch schon einige OPs in normalen überstehen durfte kann ich Ihnen sagen daß auch das ein himmelweiter Unterschied war in jeder Beziehung.

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kobra21 08.02.2018, 11:16
67. Relikt (32) II

Gerne sieht man den Splitter im Auge des anderen, vergisst dabei aber den Balken vor den eigenen Augen.
Der Fehler liegt doch nicht in der PKV, sondern im System der GKV.
Diese ewige Neiddebatte kann man wirklich nicht mehr hören.
Auch wenn alle Versicherten in der GKV wären, gäbe es mit Sicherheit
Angebote, die eigene GKV aufzuwerten - und ?. Schon wieder wären
die unterschiedlichen Angebote da.
Die einen würden sich diese erweitereten Angebote gönnen, andere würden darauf verzichten.
Wir dürfen nicht vergessen, dass auch Ärzte Geschäftsleute bzw.
Unternehmer sind. Auch sie müssen ihr Personal und ihre teuren
Geräte bezahlen.
Schon etwas seltsam, wenn gerade in der Krankenversicherung ein Einheitsbrei gefordert wird, wo doch sonst so auf Individiualität und Freiheit gepocht wird.
Wie schon an anderer Stelle erwähnt, sind Deckelung, die unterschiedliche Ärzteverteilung, aber auch das Prinzip dort - einer zahlt und der Rest ist in der Familie ist kostenlos mitversichert, ein Problem.
Schafft man diese 3 Probleme schonmal ab, wäre vieles erreicht.
Zum Schluß noch eines: Man kann nicht in die GKV immer mehr Leute aufnehmen, die noch nie einen Beitrag geleistet haben oder vermutlich auch nie leisten werden. Dass das zu Lasten der Beitragszahler geht, ist nicht in Ordnung.
Das sollte der Verantwortliche dann aus einem anderen Etat finanzieren und nicht die Beitragszahler!

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demokrit2017 08.02.2018, 11:16
68. funktionieres System abschaffen?

Die private KV funktioniert doch, wenn man die angebliche 2 Klassen Medizin abschaffen will, dann sollte man lieber die gesetzliche abschaffen. Bestimmte Wahlmöglichkeiten der PKV müssen unbedingt erhalten bleiben, ich möchte meinen Beitrag senken können, indem ich gesund lebe, eine Selbstbeteiligung abschließe, auf Einzelzimmer und auf unsinnige Behandlungen verzichte usw.

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vonlipwig 08.02.2018, 11:17
69. @helena.pierser

Ja, als Beamter kann man theoretisch in die GKV.
Man verliert allerdings den ja als Arbeitgeberanteil gedachten Beihilfeanspruch.
Ergo müssten statt der "normalen" gut 51 die gesamten 100 Prozent der GKV-Kosten selber getragen werden.

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