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GroKo-Pläne für mehr Bauland: Die Boden-Offensive
DPA

Vielen Deutschen mangelt es an bezahlbarem Wohnraum, auch weil zu wenig Bauland verfügbar ist. Mit einer Strafsteuer für Spekulanten will die Bundesregierung Land gewinnen. Kann das funktionieren?

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prophet46 15.02.2018, 14:56
10. Verschmutzer

Widerlich, wie die rot-rot-grüne Sockenpresse die Sprache inzwischen verschmutzt. Wenn jemand ein Grundstück nicht augenblicklich bebaut, wird er als Spekulant verunglimpft. Mit dieser aggressiven Rhetorik alla Lompscher, Berlin, wird die Lust auf investieren bzw. bauen weiter abnehmen. Grundstücke werden ja zuweilen auch für spätere Generationen vorgehalten.

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kopfball123 15.02.2018, 14:57
11. Nicht mehr bauen sondern HÖHER!

Häuser wie auf dem Bild sieht man ja überall in Deutschland... 3 bis maximal 7 oder 8 Stockwerke hoch, am besten möglichst viele Luxuswohnungen, gleichzeitig wird beklagt dass es zu wenig Wohnungen allgemein und jetzt im speziellen zu wenig Bauland gibt.

Wieso baut man da nicht 20 Stockwerke und verdoppelt somit die Anzahl der Wohnungen die man auf der gleichen Fläche bauen kann? In anderen Ländern ist das schon lange Standard und wird die deutsche Ingenieurskunst sicherlich nicht überfordern. Man muss das ganze dann auch nicht wie im Kommunismus ausschauen lassen sondern es gibt ja auch wirklich schicke Hochhäuser. Man muss das Hochhaus auch nicht direkt neben die Frauenkirche stellen, aber es wird doch niemanden stören wenn in Wohngebieten oder am Rand der Innenstädte etwas höher gebaut wird.

Es wäre dann im übrigen auch toll wenn man der Demographischen Entwicklung folgt wonach es eben immer weniger und immer kleinere Familien gibt. Braucht ein Single wirklich eine 3-Zimmer-Wohnung? Braucht ein kinderloses Pärchen wirklich 80m² Wohnfläche? Weniger ist oft mehr, generell sollte man die Wohnungen etwas kleiner gestalten und dafür günstiger machen.

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oidahund 15.02.2018, 14:57
12.

Die Idee der Grundsteuer C geht an der Lebenswirklichkeit auf dem Land vorbei! Bei uns im Ort sind Baugrundstücke schwer zu bekommen. Es gibt einige, die entstammen den alten Bauern und haben damals Grundstücke geerbt. Diese ehemaligen Felder sind jetzt von Bebauung umgeben, die Eigentümer wollen nicht bauen oder verkaufen, weil die Grundstücke für die Kinder bzw. Enkel sind. Es gilt hier einfach - Geld vergeht, Tagwerk (ein altes Flächenmaß) besteht. - Warum sollten bodenständige Familien bestraft werden? - die Grundstücke sind teilweise seit Jahrhunderten in Familienbesitz - bis vor 20 Jahren waren sie so gut nichts wert. Danach wurde ein Baugebiet nach dem anderen ausgewiesen. Die damals verkauften sind heute die Angeschmierten. Von den Bauunternehmen kaum was bekommen, denn es wurde Druck gemacht zu verkaufen bevor der Grund Bauland wurde. Die Bauunternehmen haben dann gebaut und kräftig kassiert. Die, die dem Druck standgehalten haben und den Grund "sparten" sollten nicht bestraft werden.

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der.tommy 15.02.2018, 14:58
13. @tom Tom b

Und was soll man da ihrer Meinung nach tun? Verpflichtendes leben im Osten etwa? Nach dem Motto „da geboren da sterben“? Die Menschen ziehen ja nicht von da weg, weil im Westen wohnen hip wäre. Ich komme aus dem Osten. Da gibt es keine Zukunft für meine Generation, zumindest nicht in meiner Heimatstadt. Und glauben sie mir, ich würde lieber in meiner Heimatstadt wohnen und arbeiten, weil man da noch Häuser bauen kann. In München kann es sich praktisch niemand mehr leisten. Aber in meiner Heimat gibt es keine Jobs. Also ist die einzige Möglichkeit: weg ziehen. Das können sie den Menschen nicht zum Vorwurf machen.

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khwherrsching 15.02.2018, 14:59
14. Strafsteuer Boden

Da gibt es sicher intellegentere Lösungen. Aber mit der Suche nach immer neuen und mehr Steuern tut sich Berlin eben leichter. Sicher wurde im BMF schon überschlägig gerechnet, was eine solche Steuer bringt. Im Übrigen ist es doch so, dass Staat, Bundesländer und Kommunen reihenweise eigene Grundstücke an Spekulanten verkaufen, um Kassenlöcher zu stopfen. Auch könnte man bei der Baulandausweisung viel gegensteuern.

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olmen 15.02.2018, 14:59
15. Natürlich soll Schwarz/Rot

das Thema anpacken. Auch ist es richtig, bei den Bauspekulanten anzufangen - und zwar drastisch. Eigentum verpflichtet auch hier. Auch in ländlichen Räumen gibt es bei Wohnraummangel viel ungenutztes Bauland, welches seiner eigentlichen Bestimmung zugeführt werden. Ich frage mich nur, warum alle Schritte und Überlegungen gleich mit so viel "Oberbedenken" begleitet werden müssen. Nun lasst sie doch endlich mal.

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wintersommer 15.02.2018, 15:00
16. Ganz einfach

wie bei der Mietpreisbremse: wenn man jetzt schon weiß das es ein Problem gibt, einfach Mietpreisbremse 2 und 3 machen. Der erste Wurf muss nicht 100% sein, aber mann muss anfangen.

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bergeron 15.02.2018, 15:01
17.

Zitat von Tom Tom B
Aber nein, alle wollen ja in die Ballungsgebiete. Mit der Wiedervereinigung sind zahlreiche Menschen in den Westen übergesiedelt und hinterlassen dort jetzt statt blühender Landschaften, verbrannte Erde. Zu den zurückgebliebenen und höchst unzufriedenen will dann jetzt auch niemand mehr zurück. Die Fehler von damals lassen sich jetzt zumindest so schnell auch nicht mehr korrigieren.
Die Menschen wollen nicht unbedingt in die westlichen Ballungsgebiete. Die Menschen wollen einfach nur da wohnen wo die Jobs sind. Die leeren Gebiete im Osten stehen halt auch job-technisch leer.

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marty_gi 15.02.2018, 15:02
18. Bauland?

Die Republik wird nicht groesser, angeblich sinkt ja auch die Bevoelkerungzahl - da frage ich mich seit Jahrzehnten, wozu wird denn immer weiter Bauland benoetigt? Muesste der bebaute Raum nicht laengst ausreichen? Oder wird er einfach nur schlecht genutzt (was ich an meinem Elternhaus schonmal definitiv mit JA beantworten kann, da haben mal hemmungslos zwei komplette Familien drin gewohnt, jetzt sind es nur noch zwei aeltere Damen, meine Stiefmutter und ihre Schwester)? Folglich - ist die Unbezahlbarkeit des Wohnraumes nicht der Gier der Vermieter zu verdanken? Wie waere es, statt immer nur "mehr mehr mehr" zu schreien, sich mit dem Vorhandenen zu arrangieren? Zum Wohle aller? Denn wie anfangs gesagt: Das Land wird nicht groesser, ein bisschen unbebaute Flaeche waere dann schon auch noch was nettes.....

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Mister Stone 15.02.2018, 15:03
19. Nebelkerzen

Vielen Deutschen mangelt es an bezahlbarem Wohnraum, auch weil zu wenig Bauland verfügbar ist.

Wir sind ein - im Vergleich zu anderen europäischen Ländern - sehr dicht besiedeltes Land. Es mangelte schon lange vor der Flüchtlingswelle an bezahlbarem Wohnraum. Jeder hat das gewusst. Der Eigenheimanteil der Deutschen ist im Vergleich zu anderen europäischen Ländern äußerst gering, die Mieten sind im Vergleich sehr hoch. Gleichzeitig gibt es bei uns immer mehr "working poor" und Armutsrentner. Die Wohnungsnot hat sich - auch dürch die Flüchtlingswelle und den Familiennachzug - verschlimmert, ganz besonders weil die Merkelregierung den sozialen Wohnungsbau und die staatlichen Beihilfen zum Wohnungserwerb komplett eingestellt und alles was Wohnen betrifft den "Märkten", also den Spekulanten überlassen hat. Die angebliche Mietpreisbremse, die ich bezeichne als das "Gesetz zur Umgehung der Mietpreisbremse", hat die Situation nochmals verschärft. All das geschah mit Wissen und Wollen der Merkelregierung (= martkonforme Demokratie), unter tatkräftiger Beihilfe der großkoalitiionären SPD. Und nun sollen vage Steuererhöhungspläne etwas verbessern? Ich wette, dass in ein so geplantes Steuergesetz schon im Vorfeld alle möglichen Schlupflöcher und Ausnahmen eingebettet werden, so dass die Immobilienkonzerne und -Anleger wieder einmal nichts zu fürchten haben.

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