Forum: Wirtschaft
Großauftrag für Talgo: Deutsche Bahn kauft in Spanien Züge für 550 Millionen Euro
ARMANDO BABANI/EPA-EFE/REX

Die Deutsche Bahn will neue Fernverkehrszüge kaufen - und hat damit nun die spanische Firma Talgo beauftragt: In einem ersten Schritt sollen 23 Züge geliefert werden.

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marcaurel1957 06.02.2019, 12:21
110.

Zitat von janos71
Dem kann ich nur zustimmen, denn gegenüber vielen anderen nord- und westeuropäischen Ländern (Norwegen, Dänemark, Schweiz, Austria, Irland, Luxemburg, NL, ...) wirken die deutschen Löhne eher bescheiden. Das ist auch der Grund warum kaum Fachkräfte aus diesen Ländern den Weg nach D finden trotz des sogenannten Fachkräftemangels in D. Die Experten kommen dann eher aus den Ländern mit noch niedrigeren Löhnen (Osteuropa, Orient, Afrika) Das D gerne als Exportweltmeister in den Medien tituliert wird (was aber nicht stimmt) hängt unter anderem mit dem für westeuropäische Verhältnisse geringen Lohnniveau zusammen. Wir schaffen eine halbwegs vernünftige Qualität zum günstigen Preis. Wer Spitzenqualität sucht kauft in der Schweiz oder Japan jedoch dann auch auf einem meist höheren Preisniveau.
Jedermann kann sich die Zahlen zu diesem Thema bei Eurostat durchlesen ....diese widerlegen Sie eindeutig. D ist ein Hochlohnland!

Übrigens sind in 2018 mehr als 350.000 Fachkräfte aus den Europäische Union Ländern mach D eingewandert um hier zu arbeiten

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wizzard74 06.02.2019, 12:21
111.

Zitat von bretone
... hat wieder etwas zu meckern! Denn nunmehr wird darauf eingehackt, dass die deutsche Bahn im europäischen (!) Ausland Züge einkauft. Wenn jedoch deutsche Technologie ins Ausland exportiert wird, dann wird frohlockt und noch viel mehr dann, wenn man mal wieder so richtig den Kunden über den Tisch gezogen hat. Das nennt man Doppelmoral! Es ist eine sinnvolle Sache, die offenbar langlebigen und passagierfreundlichen Züge in Spanien eingekauft zu haben - auch wegen der Notwendigkeit eines EU-Binnenmarktes, der in alle (!) Richtungen funktionieren muss, damit er Bestand haben wird.
Ähm, nein. Das nennt man nicht Doppelmoral, sie haben das Wort nicht verstanden. Hinter dem Verhalten steckt ein und dieselbe "Moral": Wunsch nach deutschem Erfolg, notfalls auf Kosten anderer.
Doppelmoral wäre es z. B., internationalen Ausschreibungen das Wort zu reden, solange man selbst davon profitiert, und sie dann zu verteufeln, wenn das Ausland profitiert. Finden Sie einen Beleg dafür, was nicht so schwer sein sollte, und schon haben Sie Doppelmoral.
In ihrem Beispiel erwähnen Sie die zu doppelnde Position nicht, ergo keine Doppelmoral.

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wizzard74 06.02.2019, 12:22
112.

Zitat von new#head
Deutsche Unternehmen scheinen ja zunehmend ihre Konkurenzfähigkeit zu verlieren. Zum einen unterwandert von Gewerkschaften ( Opel, Air Berlin, Karstadt u.v.m) sind sie nicht mehr Herr über Kosten und Entscheidungen. Hinzu kommt deutsche Gründlichkeit in Bezug auf Regelungswut, Reglementierung und Behördenträgheit. Am Ende schauen aber die Arbeitnehmer in die Röhre, für die man sich so selbstlos eingesetzt hat. Deutschland steht sich selber auf den Füssen. Diese sind aber umwelt- und normgerecht gewaschen.
"schlecht geführt" haben Sie mal geflissentlich unterschlagen, Sie Schelm.

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nn280 06.02.2019, 12:23
113. Die Schweiz ist dank ihrer Demokratie,

Zitat von kochra8
Wäre die Schweiz Teil der EU, wären ihre Chancen beim ICN ebenbürdig gewesen. Schade!
in der Bevölkerung sagt, wo es lang geht, nicht in der EU.
Daher hat sie auch das beste Bahnsystem der Welt und die besten, fahrgastgerechtesten und qualitativsten Züge in Europa. Ich komme gerade von einer erholsamen Woche in der Schweiz zurück, mit zwei erholsamen Bahnfahrten und einer perfekt funktionierenden Umsteigezeit von vier Minuten, bahnsteiggleich, in Visp. Gegen diese Züge und diese Unaufgeregtheit ist unsere sogenanannte Bahn ein verdreckter Schrotthaufen.

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suplesse 06.02.2019, 12:25
114. Prima

Zitat von ellenbetti
das nicht in China eingekauft wird. Europa gehört zusammen denn nur so sind wir stark ( Hallo Polen ! ). Der Wettbewerb muss erhalten bleiben denn nur so bewegt sich die Gesellschaft dazu. Es geht nicht an das alle Industrie abwandert, hohe....
dann kann ja Spanien bald die Rolle Deutschlands in der EU übernehmen und mal kräftig in die EU einzahlen. Der deutsche Steuerzahler hat sie maßgeblich mit aus ihrer Krise geholt und nun kaufen wir bei Ihnen auch noch unsere Züge. Wo doch steuerpolitisch das absolut keinen Sinn macht, da das Bahnminus was ja in Milliardenhöhe verwirtschaftet wurde auch von uns Deutschen bezahlt wird, nicht von Spaniern. Und auch maßgeblich deutsche Züge, von deutschen Bürgern genutzt werden, nicht von Spaniern. Wie wärs, wenn wir langsam mal an uns denken. Vor lauter EU-Ideologie in den wirtschaftlichen Niedergang.

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marcaurel1957 06.02.2019, 12:26
115.

Zitat von Hans-Dampf
Kurz: Sie verstehen mich falsch. Ich bin dafür, dass Infrastruktur in Deutschland vornehmlich von deutschen Firmen kommen soll - wenn die Grundsätze von Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit gewährleistet sind. Dazu gehört auch abzuwägen, was auf Dauer kostengünstiger ist, wo es lange Ersatzteilgarantie gibt usw. Spätestens bei Sicherheitsaspekten ist Nationalismus gefragt: beim Militär, bei Regierungssachen usw. Es käme wohl keiner auf die Idee, eine europa- /weltweite Ausschreibung für das IT-Rechenzentrum der Bundesregierung zu tätigen.
Doch, auch das passiert im Binnenmarkt und ist auch richtig!

Das Vereinte Europa kann bei Misstrauen und Nationalismus Ihrer Art kaum entstehen.

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transsib_reisen 06.02.2019, 12:27
116. Talgo vs. ICE

Seit 15 Jahren schicken wir reihenweise Kunden auf die Strecke Petersburg - Moskau per 'Sapsan', das ist nichts anderes als ein ICE (wohl ICE 2?) von Siemens:

Zugausfälle - nicht bekannt
Klos unbrauchbar - noch nie gehört
Restaurant geschlossen - gibt es nicht!
Air Condition ausgefallen - dto.
Verspätungen - unter 2%

Kann es denn sein, dass Siemens

Qualität A

Qualität B

Qualität C

herstellt?

Oder dass die Russische Bahn die Wartungsintervalle und deren Einsatz von Mensch + Material peinlich genau einhält, die Deutsche
Bahn aber keineswegs?

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marcaurel1957 06.02.2019, 12:30
117.

Zitat von nn280
in der Bevölkerung sagt, wo es lang geht, nicht in der EU. Daher hat sie auch das beste Bahnsystem der Welt und die besten, fahrgastgerechtesten und qualitativsten Züge in Europa. Ich komme gerade von einer erholsamen Woche in der Schweiz zurück, mit zwei erholsamen Bahnfahrten und einer perfekt funktionierenden Umsteigezeit von vier Minuten, bahnsteiggleich, in Visp. Gegen diese Züge und diese Unaufgeregtheit ist unsere sogenanannte Bahn ein verdreckter Schrotthaufen.
Ich bin recht froh, dass bei uns nicht die Bevökkerung sagt wie es langeht, sondern das Parlament. Wenn die Bevölkerung entscheidenndüefte, hätten wir einen ICE Bahnhof in jedem Dorf.

Es ist auch absurd, ein dicht besiedeltes Flächenland wie D mit der briefmarkengroßen Schweiz zu vergleichen

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marcaurel1957 06.02.2019, 12:33
118.

Zitat von suplesse
dann kann ja Spanien bald die Rolle Deutschlands in der EU übernehmen und mal kräftig in die EU einzahlen. Der deutsche Steuerzahler hat sie maßgeblich mit aus ihrer Krise geholt und nun kaufen wir bei Ihnen auch noch unsere Züge. Wo doch steuerpolitisch das absolut keinen Sinn macht, da das Bahnminus was ja in Milliardenhöhe verwirtschaftet wurde auch von uns Deutschen bezahlt wird, nicht von Spaniern. Und auch maßgeblich deutsche Züge, von deutschen Bürgern genutzt werden, nicht von Spaniern. Wie wärs, wenn wir langsam mal an uns denken. Vor lauter EU-Ideologie in den wirtschaftlichen Niedergang.
Ich denke nicht das wie vom Niedergang bedroht sind, vor allem deshalb nicht, weil wir „Eu Idelogen“ sind.

Wir zahlen auch nicht sonderlich kräftig in die Europäische Union ein, pro Kopf sind wir da auf dem 5. Platz.

In der Summe sind es ca. 13 Mrd, jeder Cent davon ist gut angelegtes Geld

Wann hören Sie auf in den albernen Kategorien wie „Nationalität“ zu denken? Wir sind Europa!

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Doppeler 06.02.2019, 12:48
119. Höchste Zeit!

Es wird höchste Zeit, daß die Deutsche Bahn ihre Züge außerhalb Deutschlands kauft! Was die deutschen Hersteller Bombardier und Siemens sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten geleistet haben, geht auf keine Kuhhaut mehr! Jahrelange Lieferverzögerungen, dann mängelbehaftete und äußerst störanfällige Züge, an denen ständig etwas ausfällt - und das liegt nicht nur an der Wartung durch die Bahn selbst. Dazu kommt, daß auch die "deutschen" Züge keineswegs komplett in Deutschland gefertigt werden, sondern selbst ganze Großkomponenten wiee Lokkästen etwa in Polen zugekauft werden. Das Arbeitsplatzargument zieht hier also nur bedingt.

Demgegenüber genießen Talgo-Züge international zu Recht einen hervorragenden Ruf was etwa Fahreigenschaften, Bequemlichkeit, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit angeht. Es ist zu hoffen, daß die Deutsche Bahn zukünftig auch Züge in Japan einkaufen wird. auch für die gilt letzteres und so fahren etwa von Hitachi gefertigte Hochgeschwindigkeitszüge mit großem Erfolg in England zwischen Kanalküste und London.

Konkurrenz belebt das Geschäft - der reisende kann nur davon profitieren!

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