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Großauftrag: Siemens gewinnt Zuschlag für ersten Offshore-Windpark der USA
REUTERS

Siemens hat den dritten Großauftrag aus Übersee binnen einer Woche ergattert. Der Münchner Konzern liefert Turbinen und die Service-Plattform für den ersten Mega-Windpark der USA auf hoher See. Der Auftrag könnte rund eine Milliarde Dollar wert sein.

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syracusa 23.12.2013, 20:00
10.

Zitat von teja8961
Zurzeit sind fuenf neue Meiler im Bau; es werden allerdings einige geschlossen; die fuenf Neuen ueberkompensieren die Geschlossenen von der Leistung her.
Über welchen Zeitraum messen Sie das? Tatsächlich geht die Zahl der AKWs seit Jahren zurück, und diese Entwicklung wird sich mindestens über die nächsten 10 Jahre fortsetzen. Immer mehr Regierungen kommen eben drauf, dass sich Atomstrom nicht rechnet.

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digitalesradiergummi 23.12.2013, 20:06
11. Es gibt eine Steurgutschrift

Zitat von kai-zen
ich frage mich nur, wie sich sowas in den USA bezahlt macht? gibts da auch eine staatliche Förderung? wohl kaum.. weiß jemand was dazu
von knapp 3 $ct / Kwh, für Onshore, Offshore weiss ich nicht.
101 Windturbinen a 3.6 MW
sollten ca 1.6 Mrd$ kosten,
aufzustellen.
Die andren Stromarten kosten ca
7$ct/kwh.
Bleiben 4ct über.
Das haut nicht hin.

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syracusa 23.12.2013, 20:06
12.

Zitat von zompel
aber Staatlich, wer weiss ...
Google liefert die Antwort: über den "Production Tax Credit" kommen Windparkbetreiber in den USA in den Genuss einer Sonderabschreibung in Höhe von 2,2 US-Cent je produzierter kWh. Darüber hinaus gibt's noch das Fördermodell des"Investment Tax Credit", mit dem Investitionen subventioniert werden.

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wakaba 23.12.2013, 20:17
13.

Zitat von _gimli_
Das hat nichts mit der Ostküste zu tun. Die Chance, in den USA einen neuen Atommeiler durchzusetzen, gehen gegen Null. Und das völlig unabhängig von der Gegend. Kein Senator riskiert wegen so was seine Karriere. Ich bin regelmäßig drüben und war selbst erstaunt, wie groß die Ablehnung von Atomkraft selbst in Ingenieurskreisen ist.
Ist so. Das ist politisch nicht durchsetzbar und Ingenieure drüben sind wesentlich weniger dogmatisch, innovativer und konzeptionell weiter.

Leider ist ein Siemens Projekt ein regelmässig wiederkehrender GAU statt nur eine statistische Wahrscheinlichkeit wie bei einem AKW.

Den Klotz würd ich mir jetzt nicht ans Bein schnallen. Aber da wurde wohl sehr gut geschmiert.

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syracusa 23.12.2013, 20:22
14.

Zitat von digitalesradiergummi
von knapp 3 $ct / Kwh, für Onshore, Offshore weiss ich nicht. 101 Windturbinen a 3.6 MW sollten ca 1.6 Mrd$ kosten, aufzustellen. Die andren Stromarten kosten ca 7$ct/kwh. Bleiben 4ct über. Das haut nicht hin.
Milchmädchen. Sie vergleichen spezifische Investitionskosten (Geld pro Watt Nennleistung) mit Marktpreisen für Strom (Geld pro kWh). Ja, das haut nicht hin.

Die Kosten (einschließlich Aufbau, Netzanschluss und Landnutzung) für eine binnengestützte Windkraftanlage in Deutschland liegen bei etwa 800.000 bis 1,1 Mio € je MW Nennleistung. Bei einem durchschnittlichen Ertrag von 20% der Nennleistung liefert ein typisches 5-MW-Windrad 8.760.000 kWh pro Jahr. Bei 4% Zinsen und Tilgung über 20 Jahre werden bei 5.000.000 € Kosten 20 Jahresraten á 368.000 € fällig. Auf jede erzeugte kWh entfallen dadurch auf jede kWh 4,2 Cent. Man rechnet darüber hinaus mit 0,5 Ct/kWh für Wartungskosten. Die Gestehungskosten liegen also bei 4,7 Cent je kWh.

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iandiwolf 23.12.2013, 20:24
15. Na dann ma hinne

so lange der US $ noch was wert ist u. die USA noch etwas Vertrauenswürdigkeit besitzt !

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Thomas Schröter 23.12.2013, 20:56
16. Neuland im Nordatlantik - No risk No fun

Zitat von stefan_sts
einfach mal die letzten 10 Jahre Revue passieren lassen und alle Schmiergeldprozesse und weitere Unappetitlichkeiten rauskramen , mehr gibt es zu dieser Firma nicht mehr zusagen , mir tun nur die Angestellten leid ( sofern noch nicht gekündigt ) , die für den Mist des höchsten Stockwerkes wieder einmal gerade stehen mussten/müssen .
Um den Auftrag dürfte sich niemand wirklich gerissen haben - ausser Siemens vielleicht was gegen größzügiges Schmieren spricht.
Wer hat Erfahrung beim Windanlagenbau im Hurrikan-gefähdeten Nordatlantik? Dürfte ein Auftrag mit noch iimmer unabsehbar hohen technischen Risiken sein - mal ganz abgesehen von den schon im Artikel erwähnten übrigen wirtschaftlichen Risiken.

Ob Siemens die On-Shore-Aufträge nur unter der Bedingung erhielt wenn man auch in diesen sauren Apfel beist?
Da hat wohl wieder jemand einem lästigen Konkurrenten eine richtige harte Nuß zum Zähne ausbeißen verpasst.

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syracusa 23.12.2013, 21:33
17.

Zitat von Thomas Schröter
Wer hat Erfahrung beim Windanlagenbau im Hurrikan-gefähdeten Nordatlantik? Dürfte ein Auftrag mit noch iimmer unabsehbar hohen technischen Risiken sein
Mein Gott! Macht es wirklich so viel Mühe, einen Artikel erst mal zu lesen, bevor man ihn kommentiert? Und Fakten erst mal zu checken, bevor man sich durch voreiliges Veröffentlichen blamiert?

Der Offshore-Windpark liegt nahe bei Martha's Vinyard, und damit weit außerhalb der Zugbahnen der Hurricanes. Der Windpark liegt außerdem nicht weiter offshore als die zahlreichen erfolgreichen Projekte Dänemarks und Großbritanniens. Das ist mit den sehr weit fern der Küste liegenden deutschen offshore-Windparks nicht vergleichbar, wo nur wegen der weiten Entfernung die technischen Probleme so groß sind

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Thomas Schröter 23.12.2013, 23:07
18. Hurrican Sandy

Zitat von syracusa
Mein Gott! Macht es wirklich so viel Mühe, einen Artikel erst mal zu lesen, bevor man ihn kommentiert? Und Fakten erst mal zu checken, bevor man sich durch voreiliges Veröffentlichen blamiert? Der Offshore-Windpark liegt nahe bei Martha's Vinyard, und damit weit außerhalb der Zugbahnen der Hurricanes. Der Windpark liegt außerdem nicht weiter offshore als die zahlreichen erfolgreichen Projekte Dänemarks und Großbritanniens. Das ist mit den sehr weit fern der Küste liegenden deutschen offshore-Windparks nicht vergleichbar, wo nur wegen der weiten Entfernung die technischen Probleme so groß sind
Durchmesser: 1800 km
Trift am 30.10.2012 bei Atlantic City auf Festland (da allerdings noch als posttropischer Sturm - 150 km/h)

Distanz 500 km Atlantic City - Martha's Vinyard (Cape Wind: 41.542°N 70.321°W, 4-8 km vor Küste)

Cape Wind liegt durchaus noch im Sturm-Hochrisiko-Gebiet. Der Vergleich mit den beherrschbareren Nordseegebieten vor Dänemark und England mag für technisch weniger versierte zwar als Beruhigungspille ausreichen. Der Nordatlantik ist allerdings nicht unbedingt als stabiles Schönwettergebiet bekannt.
Nicht ohne Grund wird Cape Wind ja als erster Offshore-Windpark Amerikas mit 10 jähriger Vorlaufzeit geführt - also eine viel längere Vorlaufphase als bei den äusserst schwierigen deutschen Tiefwasser-Offshoreparks. Da sind die technischen Probleme bis heute noch nicht im Griff.

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Thomas Schröter 23.12.2013, 23:40
19. Cape Wind und die Hurricane

Zitat von syracusa
Mein Gott! Macht es wirklich so viel Mühe, einen Artikel erst mal zu lesen, bevor man ihn kommentiert? Und Fakten erst mal zu checken, bevor man sich durch voreiliges Veröffentlichen blamiert? Der Offshore-Windpark liegt nahe bei Martha's Vinyard, und damit weit außerhalb der Zugbahnen der Hurricanes.........
Bei der Annäherung an die Küste am 30.10.2012 hatte Sandy ein weit gedehntes Windfeld. New York City und der Raum Washington, D.C./Baltimore lagen im Radius der Winde in Hurrikanstärke, tropische Winde erstreckten sich entlang der Ostküste nordostwärts bis nach Boston. Cap Wind ist also durchaus im Risikobereich der Hurricane q.e.d.

Die derzeitige Fluktuation bei Siemens dürfte dazu führen das diejenigen die für die Verträge verantwortlich zeichnen kaum mehr deren Ergebnisse verantworten müssen.

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