Forum: Wirtschaft
Großbritannien gegen die EU: Europa lässt sich nicht auflösen
AP

Der Brexit-Tumult zeigt: Die EU ist derart eng zusammengewachsen, dass ein Austritt faktisch kaum möglich ist - jedenfalls nicht zu vertretbaren Kosten. Aus dieser Erkenntnis erwachsen auch neue Chancen.

Seite 1 von 19
FIFA87 18.11.2018, 23:01
1. nun ja

Hallo,
eine Gesellschaft die nur deshalb zusammen bleiben muss, weil die Mitglieder nicht aussteigen können, da die Kosten für den Ausstieg zu hoch wären, ist es nicht wert, aufrecht erhalten zu werden

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wizzard74 18.11.2018, 23:08
2.

Zitat von FIFA87
Hallo, eine Gesellschaft die nur deshalb zusammen bleiben muss, weil die Mitglieder nicht aussteigen können, da die Kosten für den Ausstieg zu hoch wären, ist es nicht wert, aufrecht erhalten zu werden
Oder es bedeutet genau das Gegenteil: Der Nutzen der Gesellschaft ist so groß, dass ein Ausstieg schadet.
Meine Folgerung ergibt sich direkt aus Ihrer Aussage. Belegen Sie doch bitte mal Ihre Folgerung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schwäbischalemannisch 18.11.2018, 23:13
3. Klingt gar nicht mal so schlecht

Zumindest als Basis für weitere Denkansätze. Aber die Vereinigten Staaten von Europa halte ich nicht für das Ziel. Es muss ein Gebilde sein, dass anders aufgebaut ist als bspw. die USA. Und es sollte die Regionen stärken, während die Bedeutung des Nationalstaates zurück gefahren wird. Dessen Kompetenzen werden an ein demokratisch voll legitimiertes Europa abgetreten. Federal Republic of Europe oder so in der Art..

Beitrag melden Antworten / Zitieren
larsmach 18.11.2018, 23:16
4. Vor weniger als einem Menschenleben hatten wir KRIEG!

Ja, es scheint manchmal unterzugehen: Vor deutlich weniger als der Lebenserwartung eines Mannes flogen hier Granaten, Bomben - es gab KRIEG! - Und den hatte es Jahrhunderte, Jahrtausende lang in Europa gegeben; praktisch keine Generation war aufgewachsen, ohne dass in Europa irgendwo Krieg herrschte. Wie leichtfertig manche wegen Marginalien (jawohl: Marginalien!) den Fortbestand unserer Europäischen Union in Frage stellen, nimmt einem die Spucke weg!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tailspin 18.11.2018, 23:20
5. Ideologischer Muell

Das ist doch alles unverifizierte Ideologie und gequirlter Unsinn. Wenn man nur noch im grossen Verbund ueberleben koennte, dann duerfte es auch keine kleinen Firmen mehr geben, die sich irgendwo eine oekologoische Nische gesucht haben und damit praechtig gedeihen. Sie koennte gegen die Giganten der Industrie ohnehin nicht bestehen. Dann duerfte es keine auch Eichhoerchen mehr geben, denn sie koennten gegen die Dinosaurier nicht bestehen. Diese sind aber bloderweise vor Millionen Jahren schon ausgestorben, wahrend es die Eichhoernchen immer noch gibt. Ob die Englaender allerdings eine oekologische Nische fuer sich finden, weiss ich nicht. Eine Administration, die schlanker, flexibler und weniger verfettet ist als die EU Baggage waere schon mal ein Anfang.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
willibaldus 18.11.2018, 23:26
6.

Es ginge leichter ohne die Irland Grenze. Ansonsten geht der Ausstieg schon, wenn genug Zeit bleibt ihn vorzubereiten. Ein plötzlicher Fall aus der Gemeinschaft wie bei einem No Deal kann in der Tat zum Todesstoss für eine Volkswirtschaft werden, weil inzwischen alles in der Welt auf einem Netz von Regeln beruht, die dann nicht mehr auf den herausgefallenen anwendbar sind.
In diesem Fall auf eine potentiell unendliche Übergangasphase zu setzen ist problematisch. Ich sehe da eine Hoffnung darauf, dass sich die Briten es sich doch noch anders überlegen, was die Brexiteers gar nicht gerne sehen. (eigentlich schäumen die sogar) Andererseits bietet es den Briten ausreichend Zeit all die Handelsverträge für den Exit aus der Zollunion vorzubereiten, da sie ansonsten ohne jeden Handelsvertrag dastehen würden. Minimal dauert so ein Vertrag 2 Jahre, bis er fertig ist. Wenn er nur ein Rahmenvertrag ist, auch etwas schneller.
Ich hör den Trump schon im Hintergrund - das wird ein groossartiger deal, der beste deal aller Zeiten. Amerika first. - Der wird die Briten ausnehmen wie eine Weihnachtsgans, wenn sie dann sonst aus allen Verträgen rausgefallen sind. So geht es halbwegs, aber sehr vorteilhaft wird das für die Briten wohl nicht werden.

Ansonsten, mit dem Vorschlag bin ich nicht so gut zufrieden. Wenn sich die Länder zu einem Bundesstaat zusammenschliessen wollen, a la USA, dann wird das mit dem Ausstieg sowieso noch schwieriger. In Kalifornien wird zwar mit einem Calexit gespielt, aber die wissen schon, dass so eine Sezession heutzutage praktisch unmöglich ist. Ähnliches gilt für Schottland im UK. Aber immerhin eine Diskussionsgrundlage. Vielleicht gibt es genug Argumente um mich zu überzeugen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
helmut.schomann 18.11.2018, 23:29
8. antieuropäisches Geschwätz

wird, wie ich befürchte, hier wieder Konjunktur haben. wir brauchen genau e8n solches Europa wie im Artikel beschrieben. So schnell wie möglich. Wenn wir in der Welt noch irgendetwas beeinflussen wollen, dann brauchen wir eine europäische Union.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schwäbischalemannisch 18.11.2018, 23:31
9. Die Vorstellung, allein besser dazustehen, ist eine Illusion

Das ist vermutlich so, dürfte aber die Brexit Hardliner in GB und ähnlich gesinnte in anderen Ländern kaum zur Einsicht bringen. Für die EU ist der Austritt des Bremsers GB eine große Chance sich weiter zu entwickeln. Deswegen bin ich zwiegespalten was den Brexit betrifft. Der nun ausgehandelte Kompromiss dürfte daher eine Lösung sein, die für die EU alle Chancen offen lässt und den Briten das schlimmste Erspart.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 19