Forum: Wirtschaft
Großdemonstration in Berlin: "Wir wollen den Mietenwahnsinn stoppen"
DPA

In Berlin hat ein Bündnis zur Demonstration gegen hohe Mieten aufgerufen - bis zu 4000 Menschen werden erwartet. Mitinitiator Magnus Hengge erklärt, was anders werden muss und warum die Linkspartei nicht mitlaufen darf.

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Berliner42 14.04.2018, 13:07
30.

Zitat von eggie
Die SPD muss sich nicht durchsetzen, weil sie die CDU längst am neoliberalen Ende überholt hat, ...
Weder SPD noch CDU sind neoliberal. Das sind beides etatistische Parteien. Schmeißt bitte nicht mit Wörtern um euch, deren Bedeutung ihr nicht kennt.

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Berliner42 14.04.2018, 13:11
31.

Zitat von sir wilfried
Was hatte die geplante Tempelhof-Bebauung mit preisgünstigem Wohnraum zu tun? Herzlich wenig! Ganz überwiegend war Gewerbe und frei finanzierte Wohnungen geplant, um mit Grundstücksverkäufen ordentlich Kasse zu machen.
Jede Wohnung, die da gebaut worden wäre, hätte den Mietmarkt entlastet. Es ist doch nicht so schwer zu verstehen, daß jemand, de rauf dem Tempelhofer Feld eine Wohnung baut, woanders eine freimacht.

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ossimann 14.04.2018, 13:37
32. Ich stimme Ihnen vollkommen zu ....

Zitat von pejoachim
Solange man die Wohnungsnot nicht von der Angebotsseite her verbessert, solange hat man keine Chancen auf Besserung. Warum nicht auf das DDR-Wissen des industriellen Wohnungsbaus, den Plattenbau, zurückgreifen? (Ich bin übrigens waschechter Wessi :-) Die Platte war gut, schnell gebaut und kostengünstig, aber was hat man aus ideologischen Gründen getan? Sie als Symbol eines seelenlosen Kommunismus verteufelt. Liebe Politik, hör endlich mit diesem Unsinn auf! Baut günstige Wohnungen und fördert nicht den privaten Wohnungsbau. Junge Menschen werden sonst gezwungen, lange bei den Eltern zu wohnen und daran gehindert, selbst eine Familie zu gründen. Liebe Familienpolitiker, wollt ihr wirklich, dass sich ein 25-jähriger noch keine Wohnung leisten kann? Dann macht weiter so.
Man kann auch nach modernen Standarts "Plattenbau" bauen und mit Modulen designern um keine Tritresse aufkommen zu lassen . Ein großes Problem ist die landesbezogene Bauordnungen . Um eine Plattenproduktion profitabel zu machen sind aber größere Anzahl von Wohneinheiten nötig über Landesgrenzen hinweg . Der Bund müsste erst bundesweit gültige Bauvorschriften durchsetzen damit die Kleinstaaterei überwunden wird . Des weiteren sind die überbordende Vorschriften bei Dämmung u.ä. zu hinterfragen die die Kosten ständig erhöhen . Wo ein Wille ist auch ein Weg , es sei den die Lobby der Baufirmen grätscht dazwischen da "Stein auf Stein" ein erträgliches profitables Geschäft ist .

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smartphone 14.04.2018, 13:43
33. Es fehlt an strategischer Weitsicht

Es ist einfach , den Vermieter zu schelten ... Schauen Sie sich doch mal potentielle Mieter an , Was wird gewünscht . "Gnädige" Frau will nicht in einen modernisierten Altbau ( Lichtbad , - Küche usw ...) ziehen .
in Toplage mit Umgriff in der Stadt (Miete 6,50€ qm ) Also eine Anspruchkultur, die bemerkenswert ist .
Dann dies , das Problem sind nicht die die Mieten , sondern die völlig überzüchteten Saniergesetze, die defacto ein RoI cumtempore nur per ETW Verkauf machen lassen. Problem II sind die viiiiel zu niedrigen Löh ne .... Es ist doch interessant ,dass sich die zB Abgeordnetendiöten siet 2007 verdoppelten .... aber dem Volk Lohnzurückhaltung gepredigt wird wg der "Wirtschaft" .... wie einfallslos ... DIe Löhne ( nihct die Preise folgend) gehörten um den Faktor 2 Netto hochgesetzt. Dann paßt das auch mit der Miete usw..

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astistia 14.04.2018, 13:51
34. Danke Berlin

Meine Frau besitzt diverse Mietshäuser in Berlin Kreuzberg und Schöneberg. Sie erhält permanent Angebote von Maklern, die die Häuser für erwerben möchten. Die in den Angeboten genannten Summen steigen unermüdlich. Meine Frau macht tatsächlich Parteispenden für Linke und Grüne, damit die Wohungsbauverhinderungspolitik weiter fortgeführt wird. In den nächsten Jahren möchte sie aus Altersgründen und mangels Erben verkaufen und Ordentlich absahnen. Be Berlin.

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so-long 14.04.2018, 14:01
35. Dieses Verhalten

Zitat von mammamiaolympia
Ich habe auch Angst, mir in absehbarer Zeit meine Heimat nicht mehr leisten zu können. Außerdem beobachte ich an mir selbst, dass sich mein Konsumverhalten bereits umgestellt hat. Restaurantbesuch und der Kauf von schönen Dingen sind gestrichen, die Wohnung müsste eigentlich gemalert werden-gestrichen, Klamotten haben Löcher und sind veraltet. Die Immobilienbranche hat Dollarzeichen in den Augen, anderen Branchen wird es absehbar schlechter gehen.
ist doch rational und keinesfalls verwerflich; das machen andere auch so.

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karl-felix 14.04.2018, 14:09
36. Das

Zitat von eunegin
1)Statt preistreibende Bürokratiemonster (Wohnkindergeld etc.) zu schaffen, sollte man sich überlegen, 2)die Kaufnebenkosten zu senken.
1)halte ich für polemischen Unsinn. 100 Euro/Kind im Monat ist kein preistreibendes Bürrokratiemonster sondern für eine junge Familie mit 2 Kindern viel Geld.

2) Damit die Einkommensmillionäre auch richtig was davon haben . Kann man machen . Bei uns bezahlt die Stadt für 50% der Bürger die Miete/Mietzuschüsse. Jeder der selber baut setzt da wieder Wohnung und Geld frei.

Die Niedrig-Miet-Politik der DDR hat mir gefallen - die Städte sind verfallen .
Wir müssen uns schon entscheiden : Entweder Platte und massiv rein in den sozialen Wohnungsbau mit Billigimmobilien , oder über Mietzuschüsse und Mietübernahme.

Für die im Artikel angegebene Wohnungsmiete von nun 4,68 Euro (alt 3,90)kann man m.E. in Berlin keine Wohnung unterhalten . Da ist der Verfall vorprogrammiert.

Ich denke die Demo soll nur reichen Leuten billige Wohnungen verschaffen . Würde ich als Linke auch nicht mitlaufen , reiner Populismus. Sie jedenfalls würden für 3,90 Euro in Berlin keine Wohnung vermieten , es sei denn als Steuerschlupfloch .

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karl-felix 14.04.2018, 14:15
37. Ich

Zitat von zora81
Ich begrüße die Bewegung und bin dankbar für Bizim Kiez! Bin gebürtige Kreuzbergerin und wurde selbst erst vor kurzem aus meiner alten Wohnung gemobbt. Nachdem unsere 'Schrottimmobilie' in Eigentumswohnungen umgewandelt wurde, fing es an. Allgemeines Verbot der Untermiete - auch bei den WGs, die das dann wieder mühsam einklagen mussten. Die Hausverwaltung nicht mehr zu erreichen, selbst der Anwalt kam nicht durch. Jahrelang standen Wohnungen im Haus leer, wenn sie frei geworden waren. Anfangs wurde mir meine Wohnung noch über eine Vermittlungsagentur für 4250/m2 angeboten. Bei unseren Mietverträgen und dem grottigen Zustand des Hauses ein Witz. Dann fingen die Besitzer an, über eine renommierte Immobilieagentur zu verkaufen - im sogenannten "Ist-Zustand". Ob die neuen Eigentümer darüber aufgeklärt worden sind, was sie dort eigentlich erworben haben, bezweifle ich. Der Sanierungsrückstand ist massiv. Erste große Schäden sind schon aufgetreten, weshalb die Besitzer nun versuchen, so schnell wie möglich ihre letzten unvermieteten Anteile loszuwerden. Teils werden 2-Zimmer-Wohnungen angepriesen - aber ohne Küche oder Bad, die dann nach deren Einbau wieder 1-Zimmer-Wohnungen werden. Ich habe mir nun selbst eine Wohnung gekauft. In einem Haus, das bereits seit Ewigkeiten in Eigentum gewandelt ist, ohne Großschäden der Bausubstanz, ohne Vormieter zu verdrängen und für einen wesentlich günstigeren Preis und bin unendlich dankbar diesem ganzen Miet/und Entmiethorror entkommen zu sein.
verstehe den Zusammenhang nicht. Für die genannten 3,90 Euro/Qm können Sie kein Haus sanieren . Das geht nicht.

Sie kaufen sich eine Eigentumswohnung und beschweren sich über Mitbürger, die sich eine Eigentumswohnung kaufen . Ich verstehe Ihr Anliegen nicht.

Ich finde 3,90 Euro/Qm wirklich Mietenwahnsinn. Wir zahlen bei uns das 3 fache, in anderen Millionenstädten auch schon mal das 5fache.

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glasperlenspieler 14.04.2018, 14:27
38. Grund und Boden nicht vermehrbar

Leider verschließen diese Aktivisten die Augen vor der Tatsache, dass Grund und Boden nicht beliebig reproduzierbar ist. Die Rufe nach einem Mehr an sozialem Wohnungsbau und ähnlichem hilft nicht über die Tatsache hinweg, dass Deutschland - gerade in den Ballungsgebieten - eine sehr, sehr hohe Bevölkerungsdichte aufweist und einfach kein Platz mehr da ist zum Bauen - daher resultieren auch die hohen Preise. Und wenn eine Immobilie nur sehr teuer erworben werden kann, kann der Eigentümer nicht 3 Euro Miete pro qm dafür verlangen, denn damit deckt er nicht einmal seine Kosten. Mehr Sozialwohnungen sind auch nicht die Lösung, weil Sozialwohnungen die Normalverdiener verdrängen.

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toledo 14.04.2018, 15:46
39. @jerkrussel

Ich wüsste auch eine Lösung.
Anstatt sich irgendwelcher Enteigungsphantasien hinzugeben.. kaufen Sie sich selbst eine Immobilie und setzen sich dann mit dem deutschen Staat und seinem vollkommen aus den Fugen geratenen Mietrecht auseinander.
Ich besitze selbst eine nicht mehr genutzte Eigentumswohnung und werde Sie gerne beraten, was in diesem Staat hinsichtlich Wohnungseigentum los ist..

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