Forum: Wirtschaft
Großstädte: Vermieter hebeln mit möblierten Wohnungen Mietpreisbremse aus
DPA

Wohnungsbesitzer sichern sich üppige Mietzuschläge - trotz Mietpreisbremse. Dazu bedienen sie sich eines Tricks: Sie bieten ihre Wohnungen nun möbliert an.

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TROTHA24 05.09.2016, 18:12
140.

Wohnen im Stadtzentrum einer beliebten Metropole ist ein knappes Gut, ein zu knappes Gut. Der Wohnraum ist teuer im Einkauf und nicht beliebig erweiterbar. Andernorts besteht ein Überangebot an Wohnraum, der nicht genügend nachgefragt wird. Derzeit ist es so, dass der (Miet-)Preis das Verteilkriterium war. In der DDR war es einfach das richtige Parteibuch. Will auch keiner wirklich.... Solange es kein neues, gerechteres Ve rteilkriterium gibt, müssen wir mangels Alternativen weiterhin das Aussieben über den Preis praktizieren. Herumgedoktere von der Politik wie Mietpreisbremsen bringen langfristig natürlich nix. Und ja klar, ein Vermieter will und muss Geld mit seiner Immobilie erwirtschaften, egal ob Privatmann oder Genossenschaft oder sonstwer. Die Erträge aus Mieten sind in Relation mit den Anschaffungskosten eher überschaubar, dort also Wucherei und die Quelle allen bösen Kapitalismus zu suchen..... naja....... Und ausserdem hat ja fast jeder tendenziell die Möglichkeit, durch Kauf den bösen Vermietern für immer zu entrinnen..... Wollen aber die Wenigsten, warum wohl?

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cosifantutte 05.09.2016, 18:16
141. Keiner will eine möblierte Wohnung, wenn er selbst Möbel hat

deswegen werden hier nur wenige Leute angesprochen als Mieter, Kurzzeitmieter, Geschäftsleute mit Zweitwohnung. Für den normalen Wohnungsmarkt ist das völlig wumpe.

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zwiehanalbert 05.09.2016, 19:00
142. Richtig so

Vollkommen verständlich. Die Mietpreisbremse ist eine sinnlose Regulierung die dem durchschnittlichen Mieter gar nichts bringt. Etliche Studien zeigen bereits dass sie gut gemeint und miserabel gemacht ist. Also ist es nur richtig, andere Wege zu finden. Mit Immobilien in guten Lagen erlangt man eh kaum noch Renditen die zur Altersvorsorge taugen.

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Halfstep 05.09.2016, 19:07
143. Perspektivwechsel

Zitat von Spiegelleserin57
Besonders die Großstädte sind gut durch den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Warum also dort wohnen wo es grosse Luftverschmutzung und kaum Parkplätze gibt.
Sie verstehen die große Nachfrage nicht, weil Sie aus der Landbewohnerperspektive draufschauen: Als Großstadtbewohner braucht man gar kein (eigenes) Auto - also auch keinen Parkplatz dafür. Für gelegentliche Nutzung gibt es Carsharing-Angebote.

Ihr Pro-Umland-Argument "gute ÖV-Anbindung" greift nicht so recht. Die gibt es eben nicht überall. Und wo es sie - bei noch interessanten Fahrtzeiten - gibt, sind die Wohnungen ebenfalls knapp und überteuert. Je besser die Anbindung, desto teurer.

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Niederbayer 06.09.2016, 08:31
144.

Zitat von bz-mof
Wohne in den Niederlanden, in einer voll möbliert vermieteten Wohnung. Der Aufschlag für die Möblierung macht hier gerade mal 4% der Mietzahlung aus bhw. deutlich weniger als 1Euro/qm. Und die Einrichtung ist besser als von ikea...
Hat mit Wucher nichts zu tun. Der Wohnungsmarkt in den Niederlanden ist einfach ein anderer. Ich kann ja auch nicht im Supermarkt um die Ecke mit dem Argument kommen, das die Tomaten in Suedspanien billiger sind als hier.

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maf 06.09.2016, 09:01
145. Fehlerhafte Rechnung

Ich schreibe als Vermieter ...

Ihre Rechnung ist tatsöchlich nicht fair. Sie können die Tilgung nicht als Kosten der Vermietung ansetzen! Die Kosten sind nur die Finanzierungskosten (Zinsen, Versicherungen zur Finanzierung), Verwaltungskosten und Instandsetzungskosten. Sicher sollte dann noch eine Rendite erzielt werden, die dann die Tilgung sichert.
Dennoch gebe ich ihnen recht, dass die Finanzierungskosten oft durch die MIete nicht gedeckt werden. Auch wenn wir aktuell nur 2% Zinsen auf dem Markt für NEUE Kredite zu zahlen haben, sind dennoch die Bestandsverträge oft noch mit 4,5-6% monatlich zu zahlen. Da kommen bei mir z.B. eine Zinszahlung von 960EUR und eine Kaltmiete (vor Abzügen) von 760EUR zusammen.
Als Mieter ist man ja auch oft zu Zinssätzen von 4,5-6% eingezogen - und nicht zu Zinssätzen von 2%...

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waechstwiebloed 06.09.2016, 10:24
146.

Zitat von helge999
Dumme Mieter die ihr ganzes Leben lang Geld für Miete wegschmeißen anstatt das Geld zu nutzen um ein Eigenheim abzustottern! Beschweren werden sich immer die Armen.
Heutzutage verlangt man Flexibilität von den Arbeitnehmern, Ich kaufe doch keine Wohnung oder ein Haus, wenn ich nicht weiß, ob ich morgen in einer ganz anderen Ecke unserer Republik beschäftigt bin. Vergessen Sie auch bitte nicht die Leute, die aufgrund ihres niedrigen Lohns überhaupt keinen Kredit bekommen um so ein Vorhaben zu finanzieren. Diese Menschen als dumm zu bezeichnen, zeugt selbst von großer, geistiger Beschränktheit.

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Kanalysiert 06.09.2016, 16:03
147.

Ob man das gut findet oder nicht - solche Schlupflöcher müssen geschlossen werden. Man kann doch nicht immer wieder alles aushebeln lassen, was mal zum Schutze der Normalverdiener gemacht wurde.
Man muß da wohnen, wo es Arbeit gibt und das ist nun mal nicht in Hinterkleckelmeckel. Kontrolle der Gier tut Not!

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sinasina 07.09.2016, 09:08
148.

@ Kanalysiert (#149)
»Kontrolle der Gier tut Not!«
Der ist gut.
Haben Sie den Satz auch gerufen, als Städte und Gemeinden ihre Sozialwohnungen versilbert habe, um seitdem im großen Stil die Bürger durch beständig höher werdenden Nebenkosten (Wasser, Kanal, Niederschlagswassergebührt etc.) zu belasten und abzukassieren?

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joey55 07.09.2016, 11:31
149.

Zitat von Kanalysiert
Ob man das gut findet oder nicht - solche Schlupflöcher müssen geschlossen werden. Man kann doch nicht immer wieder alles aushebeln lassen, was mal zum Schutze der Normalverdiener gemacht wurde. Man muß da wohnen, wo es Arbeit gibt und das ist nun mal nicht in Hinterkleckelmeckel. Kontrolle der Gier tut Not!
Mal davon abgesehen, dass Normalverdiener kaum zu den Nutznießern der Mietpreisbremse gehören, ist das zumindest für Berlin nach Aussage des Berliner Mieterbundes eine Scheindiskussion, da dieses Phänomen in Berlin (noch) nicht zu erkennen ist.

Interessanter wäre es doch, wenn sich der Staat um die von ihm mittelbar oder unmittelbar beeinflußten Faktoren kümmerte. So sind der Großteil der Nebenkosten staatlich beeinflußt. Nehmen wir einfach mal die Grundsteuer, die Wassergebühren oder die etlichen Abgaeben/Steuern im Bereich der Energie. Während man gegen die Vermieter schießt, erhöht man nahezu jährlich die Wohnnebenkosten. Das ist unehrlich und verlogen.

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