Forum: Wirtschaft
Grünenchef über Steuerschlupflöcher: "Zweistellige Milliardenbeträge werden dem Gemei
Wolfgang Kumm/ picture alliance/ dpa

Deutsche horten einer Grünen-Studie zufolge große Geldsummen im Ausland. Parteichef Robert Habeck kritisiert die Bundesregierung dafür scharf, zu wenig gegen Steuerschlupflöcher zu unternehmen.

Seite 8 von 13
octagon87 14.09.2019, 19:20
70.

Zitat von REGULISSI
Intelligenter und zielführender wäre es, darüber nachzudenken, warum Kapital ab- und nicht zuwandert und wie man das ändern könnte. Eines ist dabei gewiss: Die Kapitaleigner werden niemals ihr Geld für die Finanzierung eines aufgeblähten und miserabel gemanagten Beamtenapparat vergeuden. Will der Staat dies ändern, muss er in Vorlage gehen und das unsäglich schlechte deutsche Steuerrecht modernisieren, seine Tätigkeitsfelder auf das wirklich Notwendige reduzieren und sich von vielen hunderttausend Beamtenplanstellen verabschieden. Tut er das aber, braucht er trotz kränkelnder Konjunktur ganz bestimmt nicht mehr Geld, denn das kapital würde dann Deutschland die Türen einrennen. So sieht Volkswirtschaft im 21. Jhd. aus.
Das Gegenteil von dem was Sie hier erzählen ist der Fall.
Chinesen und Araber investieren massenhaft in unsere Schlüsselindustrien., weil es hier eine hervorragende Infrastruktur (die von Steuergeldern finanziert wird) gibt und weil man die Gewinne wieder aus dem Land schaffen kann ohne die entsprechenden Steuern zu entrichten zu müssen.

Beitrag melden
pit66 14.09.2019, 19:26
71. Einigen wir uns doch einfach darauf

Zitat von charlybird
dass keiner, aber keiner der Habeckschen Kritiker hier mal einen raustut, wo der Staat denn Steuern verschwendet. Dass er das sicherlich tut, wird man in den monatlichen Berichten vom Bund der Steuerzahler lesen können, aber wenn man Habeck folgt, so wirft er ganz bestimmten Menschen vor, die es nicht nötig hätten auf der steuerlichen Rasierklinge zu reiten, aber genau das mit Chuzpe und sportiver Kriminalität tun, nur um die Gesellschaft zu besch....sen. Und hier darf man nun die Reihe von Claqueuren bewundern, die so ein Verhalten auch noch großartig finden, weil die Politik ja mit den hart verdienten Talern nicht umgehen kann. Ich habe festgestellt, dass unter diesen steuerschlauen Meckerdödeln immer die in vorderster Reihe stehen, die sich beschweren, wenn Polizeibeamte fehlen, die Juristerei unterbesetzt ist, nicht genügend Lehrer vorhanden sind, die Infrastruktur verkommt und natürlich die Hartzer und die anderen Faulen es fett und dicke vom sauer verdienten Geld bekommen. Ja, wir leben mittlerweile in einer merkwürdigen Welt.
das Steuerhinterzeihung genau in gleichen Masse bestraft gehört wie Steuerverschwendung.

Beitrag melden
aurichter 14.09.2019, 19:37
72. Und deshalb...

Zitat/Studienautor Christoph Trautvetter vom Netzwerk Steuergerechtigkeit hat für die Untersuchung unter anderem akademische Schätzungen zusammengestellt. Er räumt jedoch selbst ein, dass Schätzungen zum Umfang von Steuerhinterziehungen "notwendigerweise mit vielen Unsicherheiten verbunden" seien./Ende[] ...sind eben Ausschläge gerade nach oben, nach höheren Beträgen zu vermuten. Sollte mich absolut nicht wundern, wenn hier doppelt so hohe Beträge evtll dann an das Tageslicht kommen, da bei diesen Schätzungen grundsätzlich mit sehr großer Vorsicht gearbeitet wird. Gangster in Nadelstreifen trifft es ganz gut, etwas anderes sind diese Kriminellen nicht. Aber die Nutznießer aus der Politik, die mit den Anschlußverwendungsposten in der Wirtschaft, haben eine sehr große Erfahrung darin, diese Kriminellen Machenschaften zu verschleiern/vertuschen. Daran wird auch ein Herr Habeck nichts ändern, die Seilschaften aus hunderten Jahren wissen sich dabei immer zu helfen. IMMER!

Beitrag melden
aurichter 14.09.2019, 19:42
73. Du fällst wahrlich

vom Glauben ab, wenn du nur zwei Kommentarspalten mit ca 10 Beiträgen durchliest und dann feststellen must, da scheinen jede Menge "Steuervermeider 2.0" im Land unterwegs zu sein, die diesen Volkssport noch verteidigen mit hanebüchenen Erklärungen. Dazu braucht man dann nichts mehr sagen, spricht für sich. Armes Deutschland.

Beitrag melden
spmc-12355639674612 14.09.2019, 19:46
74. Beispiel USA

Zitat von pit66
Allein die Tatsache, das Geld im Ausland liegt generiert noch keine Steuerhinterziehung. Ob das Geld nun zu Hause unter der Matraze oder im Ausland auf der Bank liegt ... ist doch wurscht. Steuerhinterziehung wird es erst dann, wenn man mit dem Geld im Ausland Gewinn erwirtschaftet und diesen Gewinn nicht versteuert. Das wird aber angesichts der immer besser werdenen Überwachung der internationalen Finanzströme riskanter für die Steuerhinterzieher und das ist auch gut so. Ich glaube aber, das es im Artikel gar nicht um (potentielle) Steuerhinterziehung geht. Vielmehr will man auf eine subtielle Art und Weise die Allgemeinheit der Freizügigkeit berauben und ihr vorschreiben, dass Sie ihr Geld stets im Zugriff des Deutschen Staats auf Armlänge aufzubewaren hat. Was ist nur aus diesem Land geworden? Ich kann nur noch den Kopf schütteln.
Die USA machen das so, dass jeder US-amerikanische Staatsbürger oder Mensch, der beruflich in den USA zu tun hat oder nur sein Geld dort anlegt, eine entsprechende Steuernummer erhält. Jeder US-Bürger ist damit ungeachtet seines Aufenthaltes in den USA steuerpflichtig und diese Pflicht wird konsequent eingefordert. Wir erinnern uns, welche Geschütze die USA gegenüber der Schweiz aufgefahren hat, als herauskam, dass Schweizer Banken US-Bürgern bei der Steuerhinterziehung geholfen haben. Genau so etwas wünsche ich mir auch in der EU, speziell in Deutschland. Und wenn wir das haben, können Sie gerne wieder lamentieren "Was ist nur aus diesem Land geworden? Ich kann nur noch den Kopf schütteln." und den Verlust Ihrer Freizügigkeit beklagen.

Beitrag melden
maxmotzer 14.09.2019, 19:51
75. Wer weniger verschwendet wird eher akzeptiert

Vielleicht wäre es auch nicht schlecht, der ständigen Verschwendung von Steuergeldern Einhalt zu gebieten. Da werden Millionen für Berater ausgegeben und trotzdem Milliarden in den Sand gesetzt. Wir brauchen endlich eine Amtshaftung, die Entscheidungsträger in die Pflicht nimmt, wenn sie wider besseren Wissens oder grob fahrlässig Steuergelder verschwenden. Diäten- und Pensionskürzungen oder Amtsenthebungen wären da vielleicht ganz wirkungsvoll.

Beitrag melden
nethopper01 14.09.2019, 20:00
76. Völlig legal

Selbstverständlich hinterziehe ich keine Steuern, aber ich nutze legale Gestaltungsspielräume, um diesem Staat soviel Steuern wie möglich vorzuenthalten. Ich will in Summe gar keine Steuern sparen, darum geht es nicht, aber ich will dieser Regierung in Deutschland so viel Einnahmen wie möglich entziehen. Meine Wertpapierdepots liegen im Nicht-EU Ausland. Zudem arbeite ich viel im Ausland. Ich versteuere dort meine Erträge und Teile meines Gehaltes und gebe das hier brav in der Steuererklärung an. Durch entsprechende Doppelbesteuerungsabkommen wird das hier angerechnet. Ich zahle lieber in den USA Steuern als in Deutschland. Trump ist mir sympathischer als Merkel oder ein Herr Habeck. Und in ein paar Jahren ziehe ich sowieso weg aus Deutschland und schaue mir lieber von aussen an, wie das hier und in der EU weitergeht.

Beitrag melden
pit66 14.09.2019, 20:24
77. Sorry, aber

Zitat von spmc-12355639674612
Die USA machen das so, dass jeder US-amerikanische Staatsbürger oder Mensch, der beruflich in den USA zu tun hat oder nur sein Geld dort anlegt, eine entsprechende Steuernummer erhält. Jeder US-Bürger ist damit ungeachtet seines Aufenthaltes in den USA steuerpflichtig und diese Pflicht wird konsequent eingefordert. Wir erinnern uns, welche Geschütze die USA gegenüber der Schweiz aufgefahren hat, als herauskam, dass Schweizer Banken US-Bürgern bei der Steuerhinterziehung geholfen haben. Genau so etwas wünsche ich mir auch in der EU, speziell in Deutschland. Und wenn wir das haben, können Sie gerne wieder lamentieren "Was ist nur aus diesem Land geworden? Ich kann nur noch den Kopf schütteln." und den Verlust Ihrer Freizügigkeit beklagen.
Sie haben meinen Beitrag nicht verstanden. Ich fasse zusammen: (1) Aus Kapital erwirtschafteter Gewinn gehört versteuert, egal ob das Kapital im In- oder Ausland investiert wurde. (2) Steuerbeziehung gehört bestraft. (3) Ob ich mein bereits versteuertes Kapital im Inland oder im Ausland lagere (Die Betonung liegt auf lagern) hat den Staat nichts anzugehen. Und was Sie sich für die EU, speziell Deutschland wünschen, das gibt es schon längst. Stichwort Steuer-CD.

Beitrag melden
spmc-12355639674612 14.09.2019, 20:43
78. Gehen Sie ruhig!

Zitat von nethopper01
Selbstverständlich hinterziehe ich keine Steuern, aber ich nutze legale Gestaltungsspielräume, um diesem Staat soviel Steuern wie möglich vorzuenthalten. Ich will in Summe gar keine Steuern sparen, darum geht es nicht, aber ich will dieser Regierung in Deutschland so viel Einnahmen wie möglich entziehen. Meine Wertpapierdepots liegen im Nicht-EU Ausland. Zudem arbeite ich viel im Ausland. Ich versteuere dort meine Erträge und Teile meines Gehaltes und gebe das hier brav in der Steuererklärung an. Durch entsprechende Doppelbesteuerungsabkommen wird das hier angerechnet. Ich zahle lieber in den USA Steuern als in Deutschland. Trump ist mir sympathischer als Merkel oder ein Herr Habeck. Und in ein paar Jahren ziehe ich sowieso weg aus Deutschland und schaue mir lieber von aussen an, wie das hier und in der EU weitergeht.
Wir freuen uns, wenn Sie das Land eher früher als später verlassen. Wir benötigen hier auch keine Mitbürger, die der Meinung sind, sich der Finanzierung des Gemeinwesens weitestmöglich entziehen zu müssen. Sie dürfen Herrn Trump auch gerne bei der Finanzierung des US-Militärs und beim Aufblasen des US-Defizits unterstützen. Europa hat etwas mehr Zivilisationserfahrung als die meisten anderen Regionen der Welt mit Ausnahme Chinas, Japans und Indiens und in der Fläche wahrscheinlich die insgesamt höchste Lebensqualität. Wir werden unsere Zukunft also auch ohne Sie gestalten können.

Beitrag melden
spmc-12355639674612 14.09.2019, 20:56
79. Natürlich geht es den Staat etwas an!

Zitat von pit66
Sie haben meinen Beitrag nicht verstanden. Ich fasse zusammen: (1) Aus Kapital erwirtschafteter Gewinn gehört versteuert, egal ob das Kapital im In- oder Ausland investiert wurde. (2) Steuerbeziehung gehört bestraft. (3) Ob ich mein bereits versteuertes Kapital im Inland oder im Ausland lagere (Die Betonung liegt auf lagern) hat den Staat nichts anzugehen. Und was Sie sich für die EU, speziell Deutschland wünschen, das gibt es schon längst. Stichwort Steuer-CD.
Natürlich geht es den Staat etwas an, wo Sie wieviel Kapital lagern. Das gilt schon jetzt bei der Erbschaftssteuer und in Zukunft umso mehr bei der Wiedererhebung der Vermögenssteuer. Da unterschätzen Sie ein bisschen, was ein Staat prinzipiell so alles darf. Dafür ist wieder der Blick in die USA nützlich. Die USA betrachten sich im Ernstfall sogar dann für etwas zuständig, wenn ein Geschäft lediglich in Dollar abgeschlossen wurde. Offensichtlich behagt Ihnen jedoch der Duft des europäischen Linksliberalismus sehr, der jede Menge Freiheit zur Verfügung stellt, auch die, nicht sagen zu müssen, welche Assets man wo besitzt. Aber leider ist das kein weltweiter Konsens.

Beitrag melden
Seite 8 von 13
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!