Forum: Wirtschaft
Grundeinkommen in der Schweiz und Finnland: Gleiches Geld für alle
Stefan Bohrer

Spinnerei von Sozialromantikern - oder Schlüssel zu einer gerechten Gesellschaft? Am bedingungslosen Grundeinkommen scheiden sich die Geister. 2016 könnten die Schweiz und Finnland die Weichen dafür stellen.

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jozu2 25.12.2015, 10:20
1. An der Realität vorbei!

Wenn es richtig wäre, dass Grundeinkommen zu einem entspannteren und produktiveren Arbeiten führt, dann wären desillusionierte, uninteressiert Hartz IV Empfänger Einzelfälle und würden nicht massenhaft auftauchen. Wer macht denn dann noch die unangenehmen, aber unverzichtbaren Arbeiten? Wer putzt das Bahnhofsklo?

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Kielt 25.12.2015, 10:24
2. Das ist ein ganz gefährlicher Unsinn der Sozialschwärmer.

Ein Gesellschaft, die nicht die Leistung fördert, sondern das Nichtstun, bekommt in kurzer Zeit eine Bevölkerung, die keinen Wohlstand mehr produziert und wo alle verarmen. Denn keiner ist beriet, sich für den anderen anzustrengen.

Wohlstand wird erarbeitet. Nur menschliche Arbeit schafft Wohlstand.

Wenn die Schweiz und Finnland das machen wollen, sollen sie. Zwei Konkurrenten auf dem Weltmarkt weniger.

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micca221 25.12.2015, 10:24
3.

Die Schweizer stimmen jedes Jahr über alles mögliche ab. Die Tatsache, dass es ein Referendum zum Thema geben wird bedeutet noch lange nicht, dass das auch angenommen wird. Im Gegenteil. Ich gebe dem Referendum keine Chance. Aber schön, dass wir das Thema man wieder platzieren konnten.

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turbomix 25.12.2015, 10:26
4.

Das ist der Schlüssel zu einer gerechteren Gesellschaft! Aber ich bin mal gespannt auf das Geschrei und Wutschnauben der Konservativen und Neoliberalen, die dann eventuell mehr Steuern zahlen müssten und eine Menge anderer Vergünstigungen wegfallen. Das wird diesen Abzockern ziemlich stinken.

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frank57 25.12.2015, 10:27
5. Das

wäre der erste Schritt.in eine wirklich humane Gesellschaft und zur Selbstbestimmung eines jeden Einzelnen. Es würde zum einen die Binnenwirtschaft enorm ankurbeln, und zum anderen Existenzängste nehmen! Auf zu neuen Ufern! Aber das mit Mutti??? Aussichtslos! Referendum darüber? Aussichtslos in dieser Demokratie!!!

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moritz27 25.12.2015, 10:29
6. Das Experiment Grundeinkommen

ist vielleicht in einem agbeschlossenen Gebiet möglich. Aber niemals in offenen Gesellschaften, die aufgrund von Massenzuwanderung in kürzester Zeit einfach finanziell scheitern würden.

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jberner 25.12.2015, 10:30
7.

Zitat von jozu2
Wenn es richtig wäre, dass Grundeinkommen zu einem entspannteren und produktiveren Arbeiten führt, dann wären desillusionierte, uninteressiert Hartz IV Empfänger Einzelfälle und würden nicht massenhaft auftauchen. Wer macht denn dann noch die unangenehmen, aber unverzichtbaren Arbeiten? Wer putzt das Bahnhofsklo?
Hartz IV ist nicht entspannt, sondern ist mit rigider Gängelung verbunden.

Und wenn Arbeiten so unangenehm sind, dass sie keiner freiwillig macht - warum werden sie dann nicht so hoch vergütet, dass sie doch jemand macht? Warum sind die "Scheiß"-Jobs zugleich die am schlechtesten bezahlten und die inhaltlich hochattraktiven Jobs die auch noch bestbezahlten?

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eldoloroso 25.12.2015, 10:31
8. Ein spannendes Lehrstück

Tach,

Ich sehe folgende Knackpunkte:

Finanzierung

- Ab welchem Anteil Nichtarbeitender kippt das Modell?
- Wieviel Wirtschaftswachstum wird zur Aufrechterhaltung des Modells benötigt?
- Kann das Modell ohne grundlegende Geldreform überhaupt funktionieren?

Soziologisches

- Wie verhält es sich mit unbeliebten, aber für die Existenz der Gesellschaft wichtigen Low-Cost-Jobs (die dann niemand mehr macht bzw. exorbitant teurer werden)?
- Was passiert mit dem Bürger, welcher sein Grundeinkommen in drei Tagen auf den Kopf haut und den Rest des Monats ohne die abgeschaffte Sozialhilfe auskommen soll?


Fällt mir nur so ein...

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Mister Stone 25.12.2015, 10:31
9. Falsche Frage

Die Frage lässt eigentlich nur zwei Antworten zu:

Ja oder nein (und wenn man will "weiß nicht, hab grad keine Lust, interessiert mich nicht denn ich muss arbeiten, vielleicht....")

Ihr Angebot an Antworten ist entlarvend: Die Befürworter werden in zwei Ja-aber-nur-wenn-Lager gespalten, damit es bloß keine Mehrheit gibt, und die Gegner werden der Einfachkeit halber (Scherzmodus aus) zusammengefasst. Man will schließlich ein gewünschtes Ergebnis.

Fragen Sie doch mal anders:

Befürworten Sie ein gestaffeltes Grundeinkommen von 1000 Euro für Erwachsene und 600 Euro für Kinder/Jugendliche, wenn dadurch mehr als drei Milliarden € an unnötigen Verwaltungskosten eingespart werden, und wenn der Rest durch eine moderate Erhöhung der Kapitalertragssteuer finanziert wird?

Aber solche Fragen trauen Sie sich nicht zu stellen.

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