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Grundrente vs. Soliabbau: Das Geld wird knapper, die Positionen schärfer
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Grundrente für Geringverdiener oder Soli abschaffen für Topverdiener? SPD und Union wollen ihre Zielgruppen versorgen. Doch für alle Wünsche wird das Geld nicht mehr reichen.

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tmpernod 07.02.2019, 12:06
50. Wie viele Gutsituierte würde es "treffen"

Ich finde diese Respektrente gut und richtig. Auch bzw. gerne ohne jegliche Überprüfung der Bedürftigkeit! Wie viele Staatsbedienstete sind nötig, um alleine die Bedürftikeitsprüfung korrekt durchzuführen? Wie viel wird dort dann wieder -von denen, die es eigentlich nicht nötig haben und es auch am ehesten können- getrickst werden. Wie viel Verfahren und damit Zeit und Geld wird dann bei eh völlig überlasteten Sozialgerichten etc. verbraten? Wie viel Zeit wird vergehen, bis die Politik sich hier einigt. Wie viele wirklich arme alte Herrschaften müssen diese Debatte noch über Monate mit großen Augen und mit Brotkrumen im Mund verfolgen?
Der allergröste Teil der Bezieher dieser Mindestrente hat sie schlicht verdient. Und die Arztwitwe ohne Geldsorgen... hergott... es sei ihr gegönnt. Kann sie noch etwas mehr spenden oder das Geld auf andere Art und Weise zurück in den Kreislauf bringen.
Wie schön wäre es, in einem Staat zu leben, in dem zumindest mal die Altersarmut kein Thema ist. Wir werden daran nicht zugrunde gehen... im Gegenteil!

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Presto 07.02.2019, 12:07
51. Lieber die Rente...

Auch wenn ich ohne Soli ein paar Euro mehr in der Tasche hätte - das Geld dort zu allokieren wo trotz lebenslanger Arbeit Armut herrscht, auch um ein Selbstwertgefühl für sich in der Grundsicherung befindende Rentner herzustellen, empfinde ich als Wichtiger. Langfristig muss der Soli trotzdem weg oder an einen anderen Zweck (z.B. Aufbau strukturschwacher Gebiete in Gesamtdeutschland) zugewiesen werden.

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david82wierer 07.02.2019, 12:10
52. Politik der Schulden

Jetzt merken Sie plötzlich, dass nicht alles auf Pump geht. Das ist falsch. Nur den meisten Menschen ist das egal. Hauptsache es kommt Geld in die Kasse. Das sie dafür später bezahlen müssen interessiert nicht. Deswegen ist es in guten Zeiten wichtig zu sparen und nicht unnötig herausschleudern. Das ist die Absicherung für kommende Ausgaben in schlechten Zeiten.

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SPiON_78 07.02.2019, 12:10
53.

Zitat von Seneca
Es ist immer genug Geld da. Es kommt nur drauf an, wofür man es ausgibt. Alles muss auf den Prüfstand. Jede Ausgabe muss hinterfragt werden. Das kann nur eine Partei, die nicht abhängig ist von Lobbyisten, Beratern, alten Seilschaften, Routine usw.
Und welche Partei soll das sein? Ich fürchte sowas gibt's nicht

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Idinger 07.02.2019, 12:15
54. Im Gegenteil !

Zitat von maynard_k.
Dann wird das Geld eben im Verteidigungshaushalt eingespart! Sehr positiv, dass SPON die Ausgaben hier einmal nicht nur isoliert (will ich oder will ich nicht) betrachtet sondern aufzeigt dass das eine Konsequenzen auf das andere haben kann. Es gibt allerdings noch mehr Stellschrauben mit denen das Geld eingespart werden kann. Parteien sollten vor Wahlen ihren Wunschhaushalt festlegen und öffentlich machen.
Wie schon unser Weltökonom, Bundesverteidigungs- und -finanzminister sowie Bundeskanzler Helmut Schmidt einst bemerkte: Dieser Staat kann nur eine finanzieren, Bundesbahn oder Bundeswehr, nicht aber beide. Also: Keine weiteren Subventionen mehr in die Bahn, Priorität muss der Verteidigungshaushalt haben.

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fluminense 07.02.2019, 12:19
55. Bürgergeld und Home Office für alle

Nachdem die Wählerschaft der SPD ausgetrocknet ist, geht Frau Nahles jetzt mit der Gießkanne umher und versucht soziale Wohltaten auf das Land zu verteilen. Gleichzeitig gibt ihr Finanzminister Scholz zu, dass ein Finanzloch von 25 Mrd. zu erwarten sei. Klingt schlüssig , nicht wahr ???

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nadennmallos 07.02.2019, 12:20
56. Klare, verständliche Ansage mit Analyse, nur den letzten Satz ...

... sorry, den würd' ich so nicht unterschreiben. Sie sehen, als erfolgreicher Unternehmer, die Zeichen der Zeit in vollem Umfang. Der wirklich kleine Mann wohl eher nicht. Könnte er das überhaupt? Ein Weg aus dem Dilemma bei der fortlaufenden Automatisierung und der überbordenden Verwaltung (um nur zwei Themen zu nennen) wäre für Sie ..... welcher? Für mich als noch Miniunternehmer (fast in Rente) entdecke ich mit Erstaunen immer mehr die fehlende Allgemeinbildung, politisches Desinteresse und einen mangelnden Weiterbildungseinsatz vieler Mitbürger (Jung und Alt). Ist es das, was Sie meinen?

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Gunter 07.02.2019, 12:20
57.

Was mir immer wieder auffällt: In Zeiten guter Steuereinnahmen werden Dinge auf den Weg gebracht (mit den Worten "wir haben jetzt den finanziellen Spielraum", z. B. Mütterrente o.ä.), die kontinuierlich Geld kosten werden, auch wenn die Steuereinnahmen dann wieder weniger werden.
Davon muss man mal weg. Wenn man Geld übrig hat, dann bitte nur einmalige Ausgaben tätigen.

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wut62 07.02.2019, 12:21
58. Falscher Ansatz

Es wird immer nur darüber gesprochen, dass man Ungerechtigkeiten der letzten 2 Jahrzehnte korrigieren muss. Reflexartig kommt dann die Frage auf, wie man das bezahlen soll.
Ungerechtigkeiten müssen unbedingt korrigiert werden, unnötige zusätzliche Ausgaben müssen eingeschränkt werden.
Was aber auf der Ausgabenseite in den letzten Jahrzehnten wirklich passiert ist, darüber wird wenig gesprochen. (Diätenerhöhung, Ausweitung des Beamtenapparates mit Pensionsanspruch von denen Rentner nur träumen können, Diätenerhöhung incl. Erhöhungsmechanismus, Erhöhung der Abgeordneten im deutschen Bundestag, Ausgabenerhöhungen im Europarlament, Besteuerung von Renten, Steuerprogression, zusätzliche Ausgaben durch ungeregelte Zuwanderung, usw.). Zusätzlich wird der Bürger immer mehr belastet, z.B. durch Ausgabenerhöhung durch höhere Grunderwerbssteuer auf überproportional gestiegene Immobilienpreise, EEG Umlage, Gaspreiserhöhungen, KK-Beiträge auf Renten, usw..
Solange unsere Politik nicht an diese Punkte geht und korrigiert, werden wir bei einer nachlassenden Wirtschaftsleistung und mehr Arbeitslose, die größten Probleme bekommen und nicht mehr in der Lage sein, Armut zu bekämpfen und Ungerechtigkeiten zu korrigieren.
Seht Euch nur an, wie lange es dauert die Ungerechtigkeit der Krankenkassenbeiträge auf Direktversicherungen und Betriebsrenten zu korrigieren.

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Korken 07.02.2019, 12:21
59. Bisher zahlen wir nur

Alles, wirklich alles, was da in den letzten Jahren so mal hier mal da vergossen wurde, versickert irgendwo und wir als mittelständig verdienende haben bisher von keiner der Maßnahmen mal sagen können: Toll, wir bekamen mal Untertsützung. Selbst beim Baukindergeld, was wir beantragen hätten können, war es nichts, da zu früh gebaut wurde. Jedenfalls dürfen wir die ganzen Geschenke mitzahlen und gleichzeitig noch viele Jahre unser Darlehen abbezahlen. Was da neu mit der Grundsteuer noch auf einen zukommen wird, weiss der Teufel. Weniger wirds nicht werden. Soliabschaffung? Ja, da könnten ein paar Euro rausspringen. Vielleicht soviel, wie die GKV mehr möchte. Wenn denn überhaupt. Meine Erfahrung ist bisher: Was immer die SPD anpackt, für uns wurde es bisher entweder teurer, man hat nichts davon oder man zahlt über Umwege (nur ein Stichwort: Rentenkasse), was anderswo mit diesem Geld verpulvert wird.

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