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Grundsicherung: Altersarmut kostet Bund immer mehr Geld
DPA

Vielen Alten reicht die Rente nicht zum Leben: Die Bundesregierung rechnet mit steigenden Ausgaben für die Grundsicherung von Rentnern in Milliardenhöhe. Mehr als eine Million Menschen über 65 arbeiten weiter.

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Qualisch 24 24.06.2014, 08:52
50. Wahnsinn

Leider können sich die wenigsten Menschen vorstellen, wie wenig Rente durch die tollen Reformen übrigbleibt, auch wenn man 40 Jahre und mehr gearbeitet hat. Private Vorsorge ist auch keine Lösung, da verdienen nur Banken und Versicherungen. Im schlimmsten Fall kommt weniger raus, als eingezahlt wurde. Die Mütterrente ist purer Betrug, wird sie doch erst bei zwei Jahen Zwangsmütterpause ohne eigenes Einkommen gezahlt, also für arbeitende Ostfrauen fast nie. Die Rente mit 63 wirkt nur für die Jahrgänge 52 und 53, danach erfolgt die Zahlung mit monatlichen Schritten pro Jahrgang bis 65. Ganz nebenbei bedeutet es auch einen Verlust von 2 Rentenpunkten, was man sich auch erst einmal leisten können muss.
Die junge Generation wird nicht durch die Rentenzahlung an Eltern und Großeltern belastet, sondern ist später Opfer von kostenlosen Praktika und keinen Kindern.
Als Babyboomer werde ich sicher länger arbeiten, soweit es meine Gesundheit zulässt, dafür müssen endlich auch entsprechende Gesetze geschaffen werden, ohne sinnloses Gezerre. Eine flexible Rente von 60 bis 80 finde ich o.k. Warum sollen die leistungsfähigen Alten nicht weiter arbeiten können und die doppelbelasteten Jungen entlasten? Dann erarbeiten wir alle genug Steuermittel für die Grundsicherung der wirklich Bedürftigen, den wir sichern die Grundsicherung und nicht der Staat.

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Banause_1971 24.06.2014, 08:54
51. Das ist doch so vom Staat gewollt!

Deutschland und die EU arbeiten doch ganz gezielt an der Verarmung der Rentner. Allein durch die Beschlüsse der EZB die Geldmenge immer weiter wachsen zu lassen (was letztendlich eine immer stärker wachsende Inflation und Geldentwertung bedeutet), sind vor 20 Jahren abgeschlossene Lebensversicherungen in weiteren 20 Jahren wertlos. Früher einmal 100.000 DM, jetzt 50.000 Euro, und in 20 Jahren kann ich mir für diese Summe evtl noch meine Beerdigung leisten. Gleichzeitig werden die Ansprüche bis zum Erreichen der vollen Rente immer weiter hochgeschraubt. Wer weiß, dass die zu erbringende Leistung im Arbeitsleben immer weiter steigt und dadurch der Arbeiter immer schneller verschlissen ist, dem ist auch klar, dass niemand heute mehr 45 Jahre Beiträge zahlen kann. Aber nur dann gibt es die volle Rente. Sonst wird erbarmungslos gekürzt. Interessant ist auch, dass im Artikel bereits erwähnt wird, was jenen blüht, die dem Irrglauben erliegen, mit Riester ihre Grundsicherung ein wenig aufstocken zu können. Heute wird bereits jenen die zusätzliche Mütterrente von der Grundsicherung wieder abgezogen, wenn ihnen nach regulärer Berechnung der Rente nur ein Betrag unterhalb der Grundsicherung zustehen würde. Und es glaubt doch wohl niemand, dass später nicht auch die Riester-Rente mit der Grundsicherung verrechnet wird, wenn der erarbeitete Anspruch auf Rente unterhalb der Grundsicherung liegt. Und damit wir auch NIEMALS auf einen grünen Zweig kommen, beschließt man, zur Zeit durch die geburtenstarken Jahrgänge eingezahlten Rentenbeiträge nicht für die schlechten Jahre zu sparen, sondern dieses Vermögen SOFORT zu verprassen. Eigentlich müsste jedem Autofahrer eine Zusatzrente zustehen, denn - was die wenigsten wissen - durch jede Tankfüllung fließt Geld in die Rentenkasse. Die Politik WIDERT mich an.

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SheemieRuiz 24.06.2014, 08:58
52. Ja und?

Der Bund bekommt doch auch mehr als genug von seinen Bürgern. Die Gelder für Renten sind theoretisch doppelt und dreifach vorhanden.

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hesekiel2517 24.06.2014, 08:59
53. Bald..

Zitat von minando
...auf dieses verdammte Ding, auf diese Alterspyramide. Wann normalisiert sich das blöde Ding endlich...
..denn es kommen ja genug junge Facharbeiter aus Rumänien und Bulgarien zu uns;also zumindest nach Duisburg und Dortmund:-)

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Jack Pot 24.06.2014, 09:10
54. Rente mit 76...86...96...

Das Problem liegt einfach darin, daß die Menschen auf Grund von eitel Sonnenschein immer älter werden. Die wilden 67er von Heute haben einfach keine Lust, schon zum "alten Eisen" zu gehören und nur 2 mal im Jahr nach Malle zu fliegen. Die Rente mit 76 wurde hier ja schon diskutiert - gerade die fitten 70-jährigen werden von Unternehmen geradezu händeringend gesucht. Wenn man nur die Rente mit 86 endlich einführen würde, gäbe es schon jetzt kaum Rentner, die sich "etwas dazuverdienen" müßten. Alles echt demografisch und völlig alternativlos, natürlich.

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naklar? 24.06.2014, 09:11
55. Wir haben ein Verteilungsproblem ... und das ist keine ...

... linke Spinnerrei.

Demut und Anstand sind in der Gesellschaft gefragt. An beiden fehlt es den meisten unserer Schein-Eliten. Vermögen ist nämlich genug in der Gesellschaft vorhanden. Und gerade die sogenannten Leistungsträger in der Gesellschaft sind eigentlich oftmals die, welche Ihren Wohlstand nur dank anderer Menschen mehren können. Und bestimmt nicht durch harte Arbeit. Allein die medialen, überbezahlten Luftpumpen in der Regierung sind Beweis genug für diese Aussage.

Ich bin mir aber sicher, die Menschen werden das Gleichgewicht in der Gesellschaft wiederherstellen. Wann, wie und zu welchem Preis wird die Zukunft weisen.

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propagare 24.06.2014, 09:12
56. Der Bundesfassungsgerichtspräsident Voßkuhle weiss es bereits: Beweis inside

"(Kredit-)Geldschöpfung der Banken als Vermögensrechtsverletzung".

Quelle: "Festschrift für Wolfgang Frisch zum
70 Geburtstag" im Verlag Duncker & Humblot. Hauptüberschrft: "Humes Dilemma - oder Was ist Geld?". Als PDF im Netz gefunden: https://static.squarespace.com/static/515eaee9e4b0daad6e7d3fac/t/5334475ee4b0dd151d449fc2/1395935070367/Humes Dilemma v Köhler.pdf

Es geht um das ungedeckte GeldSYSTEM out-of-thin-air. DAS ist die Matrix die uns allgegenwärtig umgibt aber nicht gesehen wird. Rente, höherer Leistungsdruck, Zeitdruck etc sind erste Auswirkungen eines geplant zu Ende gehenden exponentielles Geldsystems. Seine "süssen Früchte" sollen dem nächsten FIAT-System den Weg ebenen. Besonders dem des Zwangskollektivismus, weg von der Liberty. Perfekte Täuschung über einen Zeitraum von ~70 Jahren. Glück auf.

> https://www.youtube.com/watch?v=muHg86Mys7I

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zudummzumzum 24.06.2014, 09:14
57. Bitte etwas mehr Pragmatismus statt Dogmatik

Zitat von sysop
Vielen Alten reicht die Rente nicht zum Leben: Die Bundesregierung rechnet mit steigenden Ausgaben für die Grundsicherung von Rentnern in Milliardenhöhe. Mehr als eine Million Menschen über 65 arbeiten weiter.
Allzu übertriebenes Mitleid mit "armen Alten" halte ich für völlig unangebracht. 60 Jahre nach dem Wirtschaftswunder und 24 Jahre nach der Wiedervereinigung werden sich Neurentner, bei denen es nur für Grundsicherung reicht, auch größtenteils auf den Kopf zusagen lassen müssen, dass sie zu ihrem Los selbst beigetragen haben.

Andererseits weist die hohe Zahl an Mini-Jobbern aber darauf hin, dass doch viele Alte noch arbeitsfähig sind und nicht aus schierer Not, sondern auch weil sie sich noch nicht zu alt zum Arbeiten fühlen, noch etwas tun MÖCHTEN. Dem gegenüber steht ein Rentenmodell, dass einerseits von den Alten verlangt, bis zum letzten Tag 100% zu bringen - um dann auf Null zurückzufahren. Ist nicht dieses Konzept in Wirklichkeit unmenschlich und degradiert den Arbeitnehmer auf den Status eines Robotniks, der von einem Tag auf den anderen ausgegliedert und auf die Halde verfrachtet wird?

Insofern glaube ich, dass es höchste Zeit wird, über eine Flexibilisierung des Renteneintritts ernsthaft und undogmatisch nachzudenken. Meine Idee dazu wäre, dass jemand, der 40 Entgeltpunkte in der GRV vorweisen kann und mindestens 60 Jahre alt ist, eine Mitteilung der RV erhält und diese bei seinem Arbeitgeber vorlegen KANN (!!!). Gegen diesen Bescheid KANN dann auf weitere Einzahlung in die GRV verzichtet werden - bei gleichzeitiger 20%iger Verkürzung der Jahresarbeitszeit. Ob das täglich, wöchentlich, oder auf Jahresbasis ausgeglichen wird, wäre vor Ort zu entscheiden. Und so könnte man, ohne weitere Rentenansprüche zu erwerben, eben auch bis 70 weiterarbeiten ... bei z.B. 80 Tagen Urlaub im Jahr.

Legt der AN das Schreiben nicht vor, bleibt es einfach bei der bisherigen Regelung.

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Plasmabruzzler 24.06.2014, 09:17
58.

Zitat von pepe83
Einfach Beamte etc. in die gesetzliche Rentenversicherung integrieren. Dann steigt das allgemeine Rentenniveau.
Immer diese stumpfsinnigen Argumente. Beamte zahlen nichts zur Altersvorsorge, das macht der jeweilige Dienstherr. Verpennt er dies bzw. nutzt das Geld aus jenem Topf für anderweitige Dinge, ist das nicht Schuld des Beamten. Wenn müsste der Dienstherr die Rücklage für seine Beamten in die allgemeine Rentenkasse zahlen. Und dann? Das Geld wird dann trotzdem an die Beamten im Ruhestand ausgezahlt. Da hat der Rentenempfänger auch nichts von. Oder soll dies eine Kürzung der Pensionen darstellen? Dann rechnen Sie einmal selbst, wie viel ein Pensionär im mittleren Dienst unterm Strich von seiner Pension ausgeben kann.

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weiterschlafen 24.06.2014, 09:20
59. Es geht auch anders

Es gibt auch arme Länder und dort müssen die Rentner nicht arbeiten.Warum das so ist?Ganz einfach,die haben Familien,kinder ect.Hier in Deutschland halten die Familien leider nicht mehr zussammen,muss was mit der moderne Mentalität unser Kapitalistische Gesellschaft zu tun haben.Viele Eltern sind froh wenn die Kinder aus dem Haus sind und wiederum viele Kinder,wenn sie erwachsen sind pflegen die Alten in der Familie nicht sondern stecken sie lieber in Altersheime oder sie interesieren sich einfach dafür nicht.Da muss was passieren finde ich.Grundstücke und Häuslebau sollten um einiges günstiger werden,dann können die Familien was bauen und die älteren auch mitberücksichtigen z.B ein Zimmer für Opa zusätzlich bauen usw.Man kann alein mit Geld nicht alles erreichen,Freunde und Familie kann man damit nicht kaufen. Irgendwie läuft alles schief in unser heutige Demokratie/Konsumgesellschaft.Wenn ich den Bericht lese sehe ich nur Zahlen,Zahlen ,Zahlen,kein einziges Wort über die Menschen,ihre Gefühle im Alter usw.Mal sehen wie lange es so weitergehen kann.

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