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Grundsteuer vor dem Verfassungsgericht: Unter jedem Dach droht ein Ach
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Seit Jahrzehnten bekommt die Politik keine Reform der völlig veralteten Grundsteuer hin. Jetzt zieht das Bundesverfassungsgericht die Sache an sich. Für Hausbesitzer und Mieter könnte das massive Steuererhöhungen bedeuten.

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mrmink 15.01.2018, 21:27
70. ungerecht

Wie oft wird mein verdientes Einkommen denn noch versteuert. Spätestens mit der Grunderwerbsteuer müsste Schluss sein und die Grundsteuer gehört abgeschafft. Es ist eine Frechheit das ich auf meinen Besitz, für den ich jahrelang gearbeitet und gespart habe, immer weiter zahlen soll. Es wird immer über die Ausbeutung des Volkes im Mittelalter geschimpft. Wenn damals von einem Taler mehr als 70% an direkten und indirekten Steuern an den Fürsten zu zahlen gewesen wäre, den Fürsten hätten sie von der Burg geholt und geteert und gefedert.

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frank57 15.01.2018, 21:35
71. Milliardenvermögen

werden nicht besteuert aber einen Eigenheimbesitzer schröpft man! Verbrecherstaat!

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Bernd.Brincken 15.01.2018, 21:39
72. Steuer und Kosten

Zitat von Paddel2
Grundsteuer zu zahlen ist legitim, da für den Anschluss des Grundstücks am Strom- Wasser-, Abwasser- und Straßennetz permanente Kosten verursacht werden, die die Kommunen tragen. Diese Kosten fallen jedoch unabhängig vom Alter der Immobilie an.
Ein Hausbesitzer zahlt _neben_ der Grundsteuer bereits:
- Abwassergebühr für das (Regen-) Wasser, das auf seinem Grundstück nieder- und in der Kanalisation eingeht.
- Kosten des Wassernetzes über die Grundgebühr für den Wasseranschluss, und anteilig über den Verbrauch.
- Strom dito > Grundgebühr und Verbrauch finanzieren das Netz
- Straßennetz > KFZ-Steuer pro cm³ Hubraum und pro Liter Kraftstoff

Demnach sollte die Grundsteuer ganz wegfallen, denn es stehen ihr seitens der Kommune _keine_ Kosten gegenüber.

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commentatorius 15.01.2018, 21:49
73. Unrealistisches Rechenbeispiel

"Rechenbeispiel: Der Einheitswert für ein 5stöckiges MFH in Berlin mit 500 m2 Grundfläche von 1950 beträgt derzeit 279.421 EUR." Leider ein unrealistisches Beispiel, der EIN-HEITSWERT einer solchen Immobilie dürfte aktuell noch viel niedriger sein und bei höchstens ca. 50.000 bis 100.000 EUR liegen. Das ist ja gerade das Problem des Einheitswertes, dass er eben nie angepasst wurde. Ein so verzerrendes Beispiel ist nicht hilfreich, sondern irreführend.

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MtSchiara 15.01.2018, 21:50
74. Marktwert ist die dämlichste aller Berechnungsgrundlagen

Zitat von abudhabicfo
Der Marktwert ist der einzige transparente und faire Wert. Man muss nur einen Zeithorizont festlegen (5-10 Jahre), während dieser angepasst werden soll.
Auch die Einkommenststeuer sollte man nach dem Marktwert einer Person berechnen: man berechnet den Wert am Arbeitsmarkt einer bestimmten Berufsgruppe und die Einkommenststeuer ist danach zu entrichten, wieviel jemand im Schnitt verdient hätte, wenn er entsprechend gearbeitet hätte.

Der Marktwert ist der Wert dessen, was man im Durchschnitt bekommen hätte, wenn man verkauft hätte. Ob man verkauft hat und was man bekommen hat, ist völlig irrelevant. Eine dämlichere Berechnungsgrundläge als den Hätte-Würde-Hätte-Marktwert kann man kaum wählen - ganz abgesehen davon, daß dadurch der Hauskauf für mittlere Einkommen zum unkalkulierbaren Risiko wird, Draghis monatliche 60 Milliarden-Eurorettung mit ihren Immobilienblasen die Einheitswärung für Deutschland zu einem noch stärkeren Instrument der Umverteilung von unten nach oben macht und Rentner ob ihrer unsicheren Zukunft nicht mehr schlafen können.

Ich schließe mich außerdem den Vormeinungen an, daß wenn man Vermögen besteuert, man ob der Gleichbehandlung alles Vermögen besteuern muß, nicht nur die Immobilien. Und da ein Vermögenswert, der nicht in Geld vorliegt, ein Hätte-Würde-Hätte-Wert ist, sollte man Vermögen garnicht besteuern.

Somit sollte man die Grundsteuer abschaffen und durch eine Immobilienabgabe ersetzen, die sich aus den Kosten für den Anschluß ans Straßennetz, durch Ausgleichskosten im Umweltschutz wegen des Geländeverbrauchs und durch sonstige Infrastrukturabgaben zusammensetzt.

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hyperlord 15.01.2018, 21:50
75.

Zitat von Paddel2
Grundsteuer zu zahlen ist legitim, da für den Anschluss des Grundstücks am Strom- Wasser-, Abwasser- und Straßennetz permanente Kosten verursacht werden, die die Kommunen tragen. Diese Kosten fallen jedoch unabhängig vom Alter der Immobilie an. Der Basissatz sollte daher nur von der Größe der bebauten Fläche abhängen und nicht vom Alter. Den Rest des Bedarfs können Kommunen über den Hebelsatz selbst festlegen.
Na ja, ist ja nicht so, dass es nicht auch noch einen bunten Strauß an Gebühren gibt - diese sind dann ja auch immerhin Zweckgebunden und meines Erachtens nach sinnvoll (z.B. Abwassergebühren, Müllgebühren etc.).
Die Grundsteuer braucht es dafür ganz sicher nicht - es wird eine Steuer erhoben auf einen Besitz, quasi eine Vermögenssteuer für Grundstücke. Und genau wie eine Vermögenssteuer ist die Grundsteuer nicht logisch begründbar, außer vielleicht mit der Idee, dass die Bürger am Besten gar keine Rücklagen in irgendeiner Form aufbauen sollen und somit immer schön von der staatlichen Fürsorge abhängen.

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alfredo24 15.01.2018, 21:58
76. @Paddel2, #67

Zitat von Paddel2
Grundsteuer zu zahlen ist legitim, da für den Anschluss des Grundstücks am Strom- Wasser-, Abwasser- und Straßennetz permanente Kosten verursacht werden, die die Kommunen tragen. Diese Kosten fallen jedoch unabhängig vom Alter der Immobilie an. Der Basissatz sollte daher nur von der Größe der bebauten Fläche abhängen und nicht vom Alter. Den Rest des Bedarfs können Kommunen über den Hebelsatz selbst festlegen.
Was soll an Grundsteuer legitim sein für den Anschluss an Strom, Wasser und Abwasser? Wir müssen in unserer Stadt für Strom, Wasser und Abwasser kräftig bezahlen. Bei Strom können wir einen Teil der mtl. Kosten über einen anderen Anbieter etwas besser gestellt werden. Aber bei Wasser und Abwasser sind wir vollkommen abhängig und gebunden. Da muss der Anschluss von dem jeweiligen Zulieferer auch selbst bezahlt werden, wenn er das Geschäft dauerhaft machen möchte. Grundsteuer ist da eine faule Ausrede.

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zzzzxy 15.01.2018, 22:01
77. Wenn es schon keine Substanzsteuer

Auf (Bar-)Vermögen gibt, warum dann auf Immobilien = Alterssicherung (beim eigengenutzten einzigen Objekt!)???

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alf20658 15.01.2018, 22:09
78. Enteignung zugunsten des Kapitals

Dem Kapital ist es egal wie hoch die Grundsteuer ist.
Und wenn dann der kleine Rentner das nicht mehr bezahlen kann, dann wird halt Zwangsversteigert.
So stellen diese Herr(scher)schaften sich das vor.

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Alle_Rechte_vorbehalten 15.01.2018, 22:18
79. Enteignung durch Steuern?

Enteignung durch Steuern? Na dann. Wie blöd muss ein Staat sein, das Heim, die Bleibe seiner Bürger durch Steuern zu untergraben, nur weil der Neid es so will? Noch ein Grund mehr für den Aufstand, der kommen wird.

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