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Grundsteuerreform: Was auf Mieter und Vermieter jetzt zukommt
DPA

Die neue Grundsteuer ist beschlossen. Sie wird wohl auch künftig in München höher liegen als in Hintertupfing. Und Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat im Geschacher mit den Landesregierungen verloren.

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flaffi 17.06.2019, 13:02
1. Ausgeliefert

Das ist der entscheidende Satz: Eine Immobilie, der Name verrät es, lässt sich nicht einfach in ein Steuerparadies verlagern.
Und so hat die Kommune, in der ich lebe, als sie zusätzlich Geld brauchte, sich auch ganz simpel für die Erhöhung der Grundsteuer und nicht für die der Gewerbesteuer entschieden.

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jorge1982 17.06.2019, 13:05
2. Hebesatz

Müsste eigentlich auf dem Land höher sein weil hier üblicherweise weniger Bürger pro Infrastruktur vorhanden sind und außerdem die Werte so oder so niedriger sind - bei uns auf dem Dorf ist der Hebesatz 590%.

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wintersommer 17.06.2019, 13:05
3. Schade

Die Regelung von Olaf war sooo richtig !!! Der Wert ist NICHT nur vom Grundstück sondern auch von der Lage (+ Mieteinnahmen) abhängig. Wenn das wie in Bayern läuft dann gewinnen wieder die Reichen - Echt zu kotzen Bayern!.

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Berliner42 17.06.2019, 13:10
4.

"Um wieviel es für Eigenheimbesitzer und Mieter künftig teurer wird, wenn überhaupt, hängt entscheidend davon ab, wie die Gemeinden auf die neuen Einheitswerte reagieren."

Die reagieren sicher mit einer Erhöhung, keine Frage. Leider haben sich die Bayern durchgesetzt. Meine Hoffnung war, daß die kein opt-out kiegen und deshalb insgesamt eine unbürokratischere Variante genommen wird.

Stattdessen wird es nun so sein, daß es in Bayern einfach bleibt oder wird und sich in SPD-geführten Ländern der Scholz'sche Bürokratiewahsinn verbreitet.

SPD bald unter 10%? Hoffentlich...

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huebif 17.06.2019, 13:12
5. Kompromiss = Verlieren?

Ist das die Definition von Spon? Die Zeit drängt und die Bayern blieben kompromisslos. ... Das Streben nach einer bundesweiten Regelung war vergebens - jedoch sinnvoll. .. Also nix "Verloren"

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eisfuchs 17.06.2019, 13:13
6. Was soll das?

So ein Teilsatz wie "Nach monatelanger Hängepartie und sinkenden Umfragewerten[...]" ist mal wieder völlig fehl am Platze. Es wird in dem Artikel suggeriert, als habe man bei dem Findungsprozess für die Lösung etwas anderes stattgefunden als bei jedem anderen Prozess um eine politische Lösung hervorzubringen. Der Autor scheint zu den Leuten zu gehören, die glauben es sei ein leichtes solche Kompromisse zu schließen oder er müsse unbedingt noch denjenigen Bürgern Vorschub leisten, die in empörter Form auf alles schimpfen, was nicht aus ihrer politischen Ecke kommt. Man darf sich nicht wundern über sogenannte Politikverdrossenheit wenn aber auch alled, was von der Regierung gemacht wird dann schlecht dargestellt wird. Die könnten den Weltfrieden erringen und es gäbe mit Sicherheit Überschriften, die "Wieso erst jetzt?!" titeln. Das ist unwürdiger Journalismus. Stattdessen wird dasVersprechen aus dem Anfang des Artikels mir mitzuteilen was ich als Mieter zu erwarten habe kein Stück eingelöst. Artikel sinnlos.

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abc29225 17.06.2019, 13:14
7. Der Weg aus der Bundesrepublik

Finanzielle Ungleichheit fürhrt bereits jetzt zu Verwerfungen in der Bundesrepublik. Unterschiedliche Gehälter im öffentlichen Dienst führen zu Konkurrenz der Bundesländer um Bewerber. Ausgetragen wird das über Gehälter und weitere Leistungen. Der Norden, Westen und Osten fallen immer weiter zurück. Nicht umsonst verliert der Osten immer mehr Bevölkerung. Durch die angeschobene Aufhebung des Länderfinanzausgleiches, gibt es auch fast keine Chance mehr das Ungleichgewicht auch nur im Ansatz zu bekämpfen. Mit dem Schritt weg von einer einheitlichen Grundsteuer, ist die nächste Stufe dieser Entwicklung beschritten. Die reichen Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg werden nicht nur bei Neuansiedlungen von Industrie mit Dumpingpreisen werben. Sie werden gezielt Industriebetriebe abwerben. Die CSU betreibt in der Bundesrepublik das Geschäft der AFD nach dem Motto Heimat der Vater-Bundesländer.
Eine Entwicklung die immer weiter von einer Bundesrepublik der gleichen Lebensverhältniss und Chancengleichheit entfernt. Bayern ist auf dem besten Wege das deutsche Katalonien zu werden..

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ecnis 17.06.2019, 13:15
8. Die wichtigste Sache

Die wichtigste Sache ist, ob durch das neue Gesetz die Kommunen ihre wohnenden Bürger stärker ab kassieren wollen oder ob die Höhe der zu zahlenden Grundsteuer gleich bleibt. Ob bei den Gebäuden ein Einheitswert von 1930 mit 376 multipliziert oder ein Einheitswert von 2019 mit 1, dürfte dem Durchschnittsbürger ziemlich wumpe sein - so er halt nicht mehr zahlen muss als bisher. Die immer komplizierter werdenden Loesungsideen von Bund und Ländern lassen aber befürchten, dass unterm Strich mehr gezahlt werden muss - und jeder zeigt dann auf den andern und sagt: der ist schuld ...

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Berliner42 17.06.2019, 13:15
9.

Zitat von wintersommer
Die Regelung von Olaf war sooo richtig !!! Der Wert ist NICHT nur vom Grundstück sondern auch von der Lage (+ Mieteinnahmen) abhängig. Wenn das wie in Bayern läuft dann gewinnen wieder die Reichen - Echt zu kotzen Bayern!.
Die Grundsteuer ist keine Vermögenssteuer auf den Wert der Immobilie, sondern dient der Bezahlung der kommunalen Infrastruktur. Für eine Bushaltestelle, S-Bahnstation oder Straßenlaterne ist es aber völlig irrelevant, ob die vor einer Baracke oder einem Haus mit Pool auf dem Dach steht.

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