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Grundsteuerreform: Was auf Mieter und Vermieter jetzt zukommt
DPA

Die neue Grundsteuer ist beschlossen. Sie wird wohl auch künftig in München höher liegen als in Hintertupfing. Und Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat im Geschacher mit den Landesregierungen verloren.

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curiosus_ 17.06.2019, 13:38
20. Scholz hat verloren?

Die Grundsteuer geht ihn einen feuchten Kehricht an. Weder erhebt er sie, noch bekommt er sie. Das machen beides die Kommunen, also können sie auch die Höhe der Steuer festsetzen. Das ist bereits heute so, über den Hebesatz kann die Grundsteuer, beginnend bei 0 Euro, von der betreffenden Gemeinde eigenverantwortlich festgelegt werden.

Subsidiaritätsprinzip nennt man so etwas. Und, wie gesagt, das geht den Bundesfinanzminister null Komma gar nichts an. Was er da an den Tag legt ist typische Großmannssucht und Machtgebaren. Und so etwas hat mit Demokratie absolut nichts zu tun.

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soisses1 17.06.2019, 13:39
21. Eine

Immobilie lässt sich nicht so einfach in ein Steuerparadies verlegen, das ist so korrekt wie nicht weiter gedacht, als von Mittag bis Zwölf. Klamme Kommunen werden sich weiterhin schwertun, Gewerbe und Zuwanderung anzusiedeln, wenn die Hebesätze hoch angesetzt sind. Somit unterliegt die Immobilie im besten Fall dem steuerlichen Bestandsschutz aber auch nur, solange jemand dafür Interesse zeigt und diese benutzt. Brandenburg und MeckPo lassen grüssen.

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derÖtze 17.06.2019, 13:41
22. grundsätzliche Fragen müssen geklärt werden

Ich bin ebenfalls der Meinung, daß die Grundsteuer von mehr abhängen sollte, also nur dem Einheitswert. Jedoch muß erst mal klargestellt werden, was mit der Grundsteuer beabsichtigt wird. Kommt der Mietpreis mit ins Spiel, könnte man so vielleicht n bißchen auf Mieten einwirken. Ich finde es falsch die Laternen, Bushaltestellen etc. einfach zu summieren und dann durch alle Eigentümer zu teilen. Höherpreisige Immobilien dürfen sich auch ruhig etwas mehr am Kuchen beteiligen. Ich will nicht, daß alle Villenbesitzer die Bushäußchen in Assivierteln zahlen, doch sozialer Ausgleich muß gerade in hochpreisigen Segmenten (Immobilien) stattfinden.
Mir mißfällt massiv das Kommunen Ihre Bauten in der Vergangenheit verschachert haben und jetzt die Mieten diktieren wollen. Der Vermieterschutz wurde immer mehr beschnitten und nun soll der private Sektor bitteschön die Wohnungsmisere lösen.
Ich finde den Ansatz des Baukindergeldes auch sehr gut. 12.000€/Kind kriegste, wenn es Deine erste zu finanzierende Immobilie ist, sonst gibt es nichts. Wer eine Immobilie vermietet lebt bereits im Eigentum oder bedient sich einer Renditelösung, die dann aber mit klarer Entscheidung gewählt wurde.

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fluxus08 17.06.2019, 13:42
23. Da die SPD permanent von "Gerechtigkeit" spricht,

kann man jetzt wunderbar verfolgen, was sie genau darunter versteht.
Wenn es "nur" um Gerechtigkeit geht, sollten bundsweit die Grundsteuereinnahmen von knapp 14 Milliarden Euro p.a. nicht zunehmen, sondern nur "gerechter" verteilt werden.
Wer glaubt also daran, dass die Grundsteuern im Jahr 2020 nicht höher als 14 Milliarden liegen werden?

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ginorossi 17.06.2019, 13:44
24.

In München -Bogenhausen wurde kürzlich ein Einfamilienhaus für 12 Millionen (12.000.000,00) Euro verkauft. Der Verfasser des Beitrags verkennt, dass künftig der Eigentümer dieses Grundstücks dieselbe Grundsteuer zu zahlen hat wie derjenige, der in einem ärmlichen Rand-Stadtteil Münchens ein altes Wohnhäuschen mit großem Garten geerbt hat oder noch immer mühsam abstottert. Aber das ist Gerechtigkeit auf bayerisch. Die Bayern wollten schon im 19. Jahrhundert mit Deutschland nichts zu tun haben und daran hat sich bis auf den heutigen Tag nichts geändert. Man solltre sie ziehen lassen.

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nihilist72 17.06.2019, 13:44
25. Fehlanalyse

Eine Anlayse sollte von jemanden geschrieben werden, der zumindest halbwegs Ahnung von der Materie hat. Der Artikel strotzt nur so von Fehlern. Leider sinkt die Qualität des Spiegels immer weiter.

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Korken 17.06.2019, 13:44
26. Und die Eigenheimnutzer?

Laufend liest man nur, was sich für Mieter undf Vermieter ändert. Was ist mit den Eigenheimbesitzern (bzw. Besitzvorgebern, da es im Grunde meist die Bank besitzt)? Die werden außen vor gelassen und dürfen wahrscheinlich am meisten mehr blechen!

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Berliner42 17.06.2019, 13:45
27.

Zitat von Rudra
Man wird sich die Chance, die arbeitende Mittelklasse einmal mehr abzuzocken nicht entgehen lassen aber anschließend rumjamnern, wenn die Erhöhungen auf die Mieten durchschlagen.
Noch schlimmer. Scholz wollte eigentlich einen Aufschlag für Innenstädte haben. Da kann dann bald kein Normalverdiener mehr wohnen. Ich weiß nicht, was die SPD immer reitet, daß die so bürokratieverliebte Unsinnsideen verfolgen.

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Grünspahn 17.06.2019, 13:45
28.

Zitat von wintersommer
Die Regelung von Olaf war sooo richtig !!! Der Wert ist NICHT nur vom Grundstück sondern auch von der Lage (+ Mieteinnahmen) abhängig. Wenn das wie in Bayern läuft dann gewinnen wieder die Reichen - Echt zu kotzen Bayern!.
Wie kommen Sie darauf, dass die Scholz-Variante die Reichen begünstigen würde? Mein Bruder vermietet an ein mittlerweile älteres Ehepaar. Er hat die Miete seit gut 15 Jahren nicht erhöht. Er würde derzeit das doppelte an Miete kassieren können. Die Scholz-Variante würde bdeuten, dass die Grundsteuer auf die duchschnittlich zu erzielende Miete erhoben würde .... das alte Ehepaar müsste durch diese Komponente mit einer Nebenkostenerhöhung rechnen. Zu dem ist bei der Ermittlung Streit vorprogrammiert, da sich über eine fiktive Miete mit all ihren Komponenten trefflich streiten läßt. Allein schon wegen des Ausstattungsstandards und dem Alter der Ausstattung bei selbstgenutzten Immobilien.

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andere Hobbys 17.06.2019, 13:46
29. So RICHTIG wird

Zitat von wintersommer
Die Regelung von Olaf war sooo richtig !!! Der Wert ist NICHT nur vom Grundstück sondern auch von der Lage (+ Mieteinnahmen) abhängig. Wenn das wie in Bayern läuft dann gewinnen wieder die Reichen - Echt zu kotzen Bayern!.
es für Eigenheim- und Wohnungsbesitzer, die die Immobilien abbezahlen und denen trotzdem eine Pseudomiete mit reingerechnet wird.
Aber es gewinnen ja die Reichen.

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