Forum: Wirtschaft
Grundwasserbelastung: EU reicht Nitrat-Klage gegen Deutschland ein
DPA

Die EU verklagt Deutschland vor dem EuGH wegen der steigenden Nitratbelastung des Grundwassers - und weil der Bund nicht genug dagegen tut. Für die Bauern könnte das massive Folgen haben.

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herbert nau 07.11.2016, 09:02
40. Glückwunsch

Guter Artikel und gute Kommentare.

Unser Fleischverbrauch und Export zeigt mit dem Nitrat-Thema nur eine Seite der negativen Auswirkungen unserer grotesken und die Gesundheit negativ beeinflussenden Lebensmittel-Produktion. Ebenso hässlich ist die Ignoranz, wie der zuständige Landwirtschaftsminister und die Lobby der Profiteure mit dem Thema umgeht und sinnvolle Verordnungen der EU ignoriert.

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kritischer-spiegelleser 07.11.2016, 09:04
41. Nicht die Bauern vorschieben. Ehrlich sein!

Es geht un den Gülleimport, der Nachbarstaaten ermöglicht, Millionen Tonnen Gülle in Deutschland zu entsorgen!

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slartibartfass2 07.11.2016, 09:08
42. Nicht nur das...

Nicht nur, dass die GroKo in Berlin die Trinkwasserqualität völlig schnuppe zu sein scheint. Die Landesmutter in NRW geht noch einen Schritt weiter und importiert(!) (ich meine 130.000 t pro Jahr) Gülle aus dem benachbarten Niederlanden, um diese hier auf den Feldern mit zu verklappen. Offensichtlich scheint es den Spezialdemokraten im hiesigen Land mit der Verschlechterung der Trinkwasserqualität nicht schnell genug zu gehen, denn anders ist das Verhalten nicht zu erklären. Jeder zweite Landkreis hat hier in NRW die Nitratgrenzwerte schon überschritten. Nur durch Vermischung mit noch sauberem Trinkwasser bekommen die hier noch halbwegs ordentliches Trinkwasser hin.

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rloose 07.11.2016, 09:08
43.

Zitat von Dr.W.Drews
Zitat tagesschau.de: "Wie ernst es die EU-Kommission mit dieser Klage meint, ist übrigens nicht nur am Inhalt, sondern auch an dem Ton der Klageschrift deutlich zu erkennen. Vom Vorwurf, wissenschaftliche Erkenntnisse zu ignorieren bis hin zum "bloßen Spiel mit Begrifflichkeiten" reichen die am Rande der juristischen Argumente ausgeführten Attacken gegen Berlin." Ich erkenne hier ein Handlungsmuster wie in anderen Politikfeldern auch. Wie war das noch mit der Stickoxidbelastung in der Luft?
Ja, das wäre mal ein Betätigungsfeld für CSU-Minister gewesen, die ja meistens das Landwirtschaftsministerium geführt, oder besser gesagt, die Wünsche der Bauernlobby dort entgegengenommen haben. Aber die waren ja mehr damit beschäftigt, ökologisch zweifelhafte, ökonomisch schwachsinnige, europarechtlich bedenkliche aber Hauptsache populistische Mautpläne zu schmieden.

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rita-bernhard.finger 07.11.2016, 09:09
44. Die EU hat recht !!

Wohne auf dem Dorf und habe einen eigenen Brunnen, der alle 2 Jahre überprüft wird.
Ich musste auf eigene Kosten einen Filter einbauen lassen weil mein Nitratgehalt zu hoch ist.
Das hätten die Bauern bezahlen müssen, die sich nicht an die Spielregel halten.
Es wir Gülle zu jeder Jahreszeit auf Feld gebracht, auch im Winter wen die Pflanz en keinen Dünger aufnehmen.
Wenn man sich beschwert haben die Bauern alle eine Sondergenehmigung.
Es ist eine Frechheit wie die Regierung Uns Vera....

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slartibartfass2 07.11.2016, 09:11
45. Ja...

Zitat von pfalzkapelle
Eigentlich ein tolles Lied, nur im Sommer hatten wir etwas im Wasser: Spuren von Gülle. Und dann Chlor, aus Sicherheitsgründen. Kurz und gut: diese Klage ist wohl überfällig. Es kann nicht sein, dass landwirtschaftlicher Raum, die Flur, missbraucht wird um Rinderdung zu entsorgen. Hier geht es nicht mehr um Düngen, sondern einfach nur noch um Entsorgung. Und das kann einfach nicht sein. Wenn also ein Landwirt mehr Rinder hält als er auf normalem Weg Dung entsorgen kann, dann muss er eine Anlage zur Entsorgung betreiben und kann den Mist nicht einfach auf die Felder fahren. Mit Verlaub: Bauern schätzen es nicht, wenn Hunde in ihrer Wiese sich entledigen. Und ich finde es absolut daneben, wenn Bauern es als ihr Recht ansehen, mit ihrem Rinderdung mein Wasser und zu belasten. Wir reden hier nicht mehr um Bagatellen. Hier geht es um eine massive Gesundheitsgefährdung, da Nitrat in Nitrid umgewandelt wird. Und das steht im Verdacht, für Krebserkrankungen verantwortlich zu sein. Ein Mensch, der auf seine Kunden angewiesen ist, sollte diese nicht durch die Art, wie er mit Rinderdung umgeht, gleichzeitig massiv schädigen. Das ist meine Meinung zu dem Thema. Die Klage ist geboten und längstens überfällig.
Stimme Ihnen voll und ganz zu. Nur eine kleine Anmerkung meinerseits: Nitrit steht nicht im Verdacht krebserregend zu sein, sondern ist krebserregend.

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sikasuu 07.11.2016, 09:11
46. Ist doch einfach: Weniger Gülle pro Hektar = Weniger Vieh pro Hof=Weniger Kraftfutter.....

Zitat von whoknowswhat
Und was ist mit ihren in der Überschrift angekündigten Folgen für die Bauern? Davon steht im Artikel nichts.
Trifft wahrscheinlich nicht die kleinen & mittleren Betriebe die noch Mischwirtschaft machen (Eigener Futteranbau, wenn auch in Maßen usw) sondern Agarfabriken bzw. Betriebe die als reine Zucht-,Mast- Milchbetriebe mit Fremdfutter ohne Fläche lustig "Sche..e" in Massen produzieren und in die Gegend kippen.
.
Ist ein reines Rechenspiel, soundsoviel landwirtschaftliche Fläche gibt es in der BRD, wenn da die "Gülle" um 10% reduziert wird, wird nicht reichen, die "Wasservergiftung" ist ein langer Prozess vor 10 Jahre wird da Nitrat im Wasser nicht weniger, geht die "Tierhaltung" um 10% zurück.
.
2. Möglichkeit. Weniger "Sche..e" aus den Niederlanden Belgien... hier auf den Feldern!

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maxmarius 07.11.2016, 09:12
47. Egal

Zitat von hornochse
"...lang konnten Schweinebauern ihre Gülle auf die Felder bringen, die Belastung ist teilweise so stark das Grundwasser versäucht wurde. ..."
... ob nun beabsichtigt oder nicht. mmd ;)

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p.bleith 07.11.2016, 09:13
48. Das Gejammer

der Kunde ist Schuld weil wir ja Billigfleisch wollen. Wirwollen auch Billig-Porsche
aber den gibt es leider nicht. Wenn auf Teufel komm raus produziert wird, so wie bei der
Milch, reguliert der Markt den Preis. Sicher möchte ich für 1 € ein Kilo saftiges
Rinderfilet. Aber wenn es das nicht gibt, kann ich es auch nicht kaufen.
In meiner Jugend gab es auch nicht jeden Tag Fleisch. Sicher ist es einfach den Verbraucher
als den Schuldigen aus zu machen. Dafür das man einfach über die Menge seinen
Profit steigern will anstatt über die Qualität.

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bofich 07.11.2016, 09:13
49. Was für eine Überraschung!

Obwohl es sein ca. 30 Jahren klar ist, dass man Landwirtschaft ökoligisch betreiben muss um Schäden an Umwelt und Mensch zu vermeiden, powern zu viele dumme deutsche Bauern immer noch mit Nitraten, Phosphaten, Antibiotika, Pestiziden usw. fröhlich durch die Lande. Mir wird die EU langsam sympathisch... Die Analogie zur Abgas-Politik ist unübersehbar- auch hier versucht man sich tricksend und schummelnd einem Wandel zu widersetzen und EU-Gerichte müssen die BRD zur Vernunft zwingen. Was für ein Armutszeugnis für ein Land, das eigentlich enormes Potetial für eine Vorreiterroller auf diesem zukunftsfähigen Sektor hat!

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