Forum: Wirtschaft
Grundwasserbelastung: EU reicht Nitrat-Klage gegen Deutschland ein
DPA

Die EU verklagt Deutschland vor dem EuGH wegen der steigenden Nitratbelastung des Grundwassers - und weil der Bund nicht genug dagegen tut. Für die Bauern könnte das massive Folgen haben.

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rloose 07.11.2016, 09:28
60.

Zitat von marinero7
Die Niederländer sind da cleverer, die verfrachten ihre Gülle nach NRW und lassen dort auf den Feldern ab.
Die Niederländer haben EU-konforme Gesetze und keinen CSU-Agrarminister. Wenn Sie das schon clever nennen, dann sind sie es...

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HLoeng 07.11.2016, 09:30
61. Lex VW

Wenn unser Vorzeigekonzern VW - entgegen allen medizinischen Erkenntnissen - Stickoxide für vermutlich unbedenklich halten darf, dann muss es doch für die Agrarlobby ein Klacks sein, Nitrate entsprechend zu bewerten. Der politische Arm dieser Lobby, Minister Schmidt, wird's schon richten. Natürlich gilt nach wie vor: klares Ja zum Umwelt- und Verbraucherschutz und tiefe Ehrfurcht vor der Schöpfung (man ist ja schließlich Christ), aber bitte in wohlverstandenem Sinne.

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ayee 07.11.2016, 09:31
62. Kosten sozialisieren

Ein weiteres Beispiel für sozialisierte Kosten. Die Wasserreinigung sollte von den Verursachern (in Konsequenz von den Verbrauchern der Erzeugnisse, die hauptsächlich für die Verschmutzung verantwortlich sind - da es hier um Gülle geht, sind das die Fleischkonsumenten) gezahlt werden und nicht von sämtlichen Steuerzahlern.

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Pixopax 07.11.2016, 09:32
63. Sehr gut!

Ich wohne direkt am Feld und muss mit ansehen, wie ab dem Tag der Ernte die Bauern ihre angesparte Gülle des Sommers verklappen. Manchmal steht es handhoch auf den Feldern, und sie kommen mehrmals pro Monat aufs gleiche Feld. Das wird gleich eingeeggt damit es nicht so auffällt. Es stinkt zum Himmel, und wozu das alles? Für den Energiemais. Wir verpesten die Umwelt um ein paar Prozent unseres Stromes mit Mais zu erzeugen.

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rloose 07.11.2016, 09:34
64.

Zitat von nibortessel
Solange wir aber eine Politik haben, die von der Agrarlobby so stark beeinflusst wird, wird das nicht kommen.
Ich glaube auch, eher besinnen die Lobbyisten sich selber eines besseren, als dass die CDU/CSU nachhaltige Agrarpolitik macht. Denn immerhin hat man bei den Autolobbyisten ja gesehen, dass man sich bei zuviel Lobbyhörigkeit auch leicht mal ins eigene Knie schießen kann.

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manotti 07.11.2016, 09:34
65.

Zitat von ichsagwas
Nur um es mal klarzustellen: es geht hier nicht um den kleinen bis mittleren Landwirt und seinen 10-30 Kühen, der jetzt schon ein Dasein am Rande der Gesellschaft fristet und den es leider eh bald nicht mehr geben wird. Hier geht es um Großbauern, Agrar- und Lebensmittelkonzerne und ihre Lobby. Das sind dieselben die per aufgezwungener Freihandelsabkommen Afrika mit Billigfleisch und Nahrungsmittelresten überfluten und die für die aktuelle Flüchtlingskrise mitverantwortlich sind. Hier kann man es nachlesen: http://www.heise.de/tp/features/Freihandel-und-Fluechtlinge-3336741.html Die EU muss schwer unter Druck sein. Denn jahrzehntelang sind dort die Lobbyisten ein- und ausgegangen und haben immer fast alles bekommen, was sie wollten. Zum Schaden aller. Das Verrückteste ist ja: wir verschaffen diesen Großagrarieren zusätzliche Gewinne. Selbst haben wir nichts davon, nur den Schaden
Deshalb sollten auch nur kleine und mittlere Betriebe die nachhaltig, ökologisch wirtschaften, sowie das Wohbefindenl ihrer Tiere berücksichtigen unterstützt werden.
Leider setzen auch hier wie in allen anderen Wirtschaftsbereichen, die großen Komzerne rücksichtslos ihre Interessen durch und werden von unseren Volksvertetern protegiert.
In Zeiten der Globalisierung, müßen natürlich die Umweltstandarts auch globalisiert werden. Betriebe die das nicht akzeptieren sollten boykotiert werden.

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emobil 07.11.2016, 09:36
66. andere EU-Länder

Mal eine Frage an die Fachleute:
wie lösen eigentlich andere EU-Länder ihr Gülle- und Nitratprobleme? Gibts da keinen Schweine- und Kuhdung und keine Nitrabelastungen des Grundwassers? Und keine Massentierhaltung?

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Boone 07.11.2016, 09:36
67.

Es gibt wohl kaum ein umweltzerstörendes Gewerbe als die Landwirtschaft und keine andere Zunft steht ihrem eigenen Treiben so gleichgültig gegenüber, wie die der Bauern, die sich wohl noch imnmer als eine Art kleine Könige sehen. Die Landwirtschaft muss von grundauf neu gedacht werden. Von den Bauern selbst ist hier nichts zu erwarten, da fehlt vielerorts auch einfach die intellektuelle Kapazität.

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ruhepuls 07.11.2016, 09:39
68. Schuldige?

Zitat von nicht-schweiger
Ich finde es richtig, daß endlich einmal etwas in dieser Angelegenheit getan wird. Allerdings sollte man auch die persönlich verantwortlichen Politiker sanktionieren. Letztlich ist der Steuerzahler der Geschädigte und er wird die evtl. Strafe zahlen. Eine weitere Melodie im Abgesang der EU.
"Der" Steuerzahler - also wir alle - ist ja auch letztlich der Verursacher. Es ist unser Konsumverhalten, das die Landwirte zwingt, immer billiger zu produzieren - und das führt dann eben zu den kleinen "Kollateralschäden", die wir dann alle beklagen. Aber irgendwohin muss die ganze Gülle ja...
Würde die Politik regulierend eingreifen, dann müsste sie beim Konsum ansetzen. Aber was dabei rauskommt, wenn man einen "Veggie-Tag" einführen will, haben die Grünen inzwischen auch gelernt - und die anderen Parteien versuchen erst gar nicht, den Volkszorn zu wecken. Da zahlt man lieber die Strafen.
Wir rufen immer nach der Politik, aber wenn die dann etwas "regulieren" will, was uns nicht gefällt, dann schreien wir "Bevormundung".

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barrakuda64 07.11.2016, 09:41
69. Wo ist der Sinn des Artikels?

In der Überschrift wird von schweren Folgen für die Landwirtschaft gesprochen. Wo wird diese Aussage mit Details untermauert? Im Übrigen werden die einzigen, die Folgen zu tragen haben die Tiere und der Steuerzahler sein. Oder glaubt der Verfasser des Artikels tatsächlich, dass sich in Deutschland irgendetwas GEGEN eine der mächtigsten Interessengruppen zum Guten wendet?

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